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Dampfradioforum • Thema anzeigen - klassische Drehko-Reparatur an einem Schaub Baden 39W

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BeitragVerfasst: Di Sep 09, 2014 19:35 
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ich habe das Chassis eines Schaub Baden 39 von Dr.Who bekommen weil ich mit der Diodengleichrichtung experimentieren wollte. Im Zuge der Überarbeitung stellte ich einen Plattenschluss an beiden Paketen fest. Der Drehko ist an der ausgedrehten Seite verkapselt und daher dort nicht zugänglich. Nach Reinigung mit Bref und ausspülen schob ich erst mal Papierstreifen durch alle Zwischenräume. Erfolglos. Die nächste Stufe war das Kappen der Anschlüsse und das Anlegen meines Isolationsmessgerätes. Der Strom, auf 100µA begrenzt, konnte nichts ausrichten, außer mir den Kurzschluss zu signalisieren.
Als nächstes erfolgte das Anlegen von 110V über Vorschaltlampe. Daraufhin hat es schon etwas gebretzelt an den unterschiedlichsten Stellen, zum Freibrennen musste ich dann aber auf 220V (über Vorschaltlampe) gehen. Erst da stellte sich der Erfolg ein. Hab dazu eine Sequenz auf YouTube gestellt:


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Gruß,
Jupp
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Der Sammler "an sich" wird einfach nie ethisch oder moralisch sein. Liegt in der Sache der Natur... Sonst wären wir ja keine "Sammler & Jäger", sondern biedere Heimchen (Marek)


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BeitragVerfasst: Di Sep 09, 2014 19:59 
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erste Bilder gibt es hier:

Schaub Baden 39W

das Gehäuse hab ich stabilisiert, es ist aber noch in Arbeit. Richtig schön wird es nicht mehr werden. Das Furnier hat sich zu stark gewellt. Einen passenden Lautsprecher zusammengeklebt. Er ist funktionell, aber auch keine Augenweide mehr. Es geht mir hier nur um die Technik, es soll kein Museumstück werden.

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BeitragVerfasst: Di Sep 09, 2014 20:26 
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Ein ehemals schönes Baden.......wenn du dann wenigstens die Technik wieder ans laufen bekommst :wink:
Nur das Freibrennen find ich kritisch. Nachher hast du alles zusammengepappt. Biegen ist zwar mehr Arbeit, glaube ich aber die bessere Methode :wink:

Gruß,
Lukas

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:mauge: Röhrenradios: Siemens 6S 5609; Grundig 4010; TFK 766W; Graetz Comedia 4R/216; Komtess 03c; Aristona SA 4139A; NM 325W; Elektra 4/613; Carmen 4/618; Phlips B2D13A; Wega Lux 325W-4; Saba Freiburg 11 :mauge:
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BeitragVerfasst: Di Sep 09, 2014 20:33 
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die Technik funktioniert schon. Die Platten des Drehko waren nicht verbogen. Es muss irgendein Belag dazwischen gewesen sein den ich anders nicht entfernen konnte. Jetzt geht er wieder einwandfrei.

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BeitragVerfasst: Di Sep 09, 2014 21:05 
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Die Methode mit dem "Ausheizen" kenne ich auch aus einem Radio-Praktiker-Büchlein älterer Ausgabe. Da war man nicht zimperlich und hat gleich 220Volt über eine 100Watt-Vorschaltlampe angelegt. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass die Methode nur mit Drehkos funktioniert, die mechanisch nicht verzogen sind, sondern es nur gilt, Ausblühungen an den Platten fort zu brennen. Anschließendes Ausblasen mit trockener Pressluft stellt sicher, dass keine losen Partikel mehr in den Zwischenräumen verbleiben.

Ach ja: Bitte solche Methoden NUR am Trenntrafo anwenden!!!

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Viele Grüße,
der Herby mit dem Derby

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"Schön, aber wozu ist das Ding gut?"

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BeitragVerfasst: Mi Sep 10, 2014 16:02 
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Hui, Jupp, das britzelt stellenweise richtig gut ! Habe ich in meinem Bastlerleben auch schon genau einmal gemacht. Trenntrafo, Lampe dazwischen und dann heidewitzka....war aber ein Nachkriegsradio.

H.

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DRM=QRM !


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BeitragVerfasst: Mi Sep 10, 2014 18:26 
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Britzel, spratzel...

Dateianhang:
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IMG_2736a.jpg [ 199.06 KiB | 1733-mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: Mi Sep 10, 2014 18:42 
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Also ich kenne diese Methode von britzel-bratzel zum Freibrennen bei Drehkoschlüssen anders.
Keine 110 Volt oder mehr Unsinnigkeit ohne,oder mit Trenntrafo o.ä.
Benutzt wurde der 24 Volt Trafo aus der Treppenlicht Automatik .
Das ist zwar schon sehr lange her,und war wohl eher den Leuten aus dem Osten bekannt.
Was das Improvisieren betraf,war der westliche Teil Deutschlands,weil nicht nötig haben müssen,evtl etwas im Hintertreffen???
Die möglichen Hiebe der nun Antwortenden kann ich ertragen.

Claus

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BeitragVerfasst: Mi Sep 10, 2014 19:43 
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was ist an bewährten Methoden unsinnig? Okay ich bin daran gewöhnt das meine Arbeitsweise hier oft verteufelt wird.
Der Hinweis auf den Trenntrafo .. auch okay .. ist halt ein Sicherheitshinweis. Wäre ja möglich das das jemand noch nicht weis.

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BeitragVerfasst: Mi Sep 10, 2014 21:26 
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Hallo Jupp,
genauso wie du machte ich das wiederholt ohne Folgeschäden !

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harry

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- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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BeitragVerfasst: Do Sep 11, 2014 0:12 
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Moin ihr Lieben,

ob nun mit 24 oder 110, 220, 230, 232,49Volt... der Weg ist das Ziel und wenn alle damit ihre Erfolge hatten, sei es ihnen bitte ungenommen, am Erfolg ihre Freude zu haben. Bitte nicht mit groben Worten über die Methoden anderer herfallen - sowas finde ich nicht fair, hat so einen seltsamen Beigeschmack.

Lasst zusammenwachsen, was zusammen gehört, nämlich uns Radiofreunde in aller Welt, und auseinanderbrutzeln, was eben nicht zusammen sein soll - und das sind eben Drehkoplatten. Für heute ist die Verhandlung geschlossen (sagt jetzt mal Herr Hold :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: )

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BeitragVerfasst: Do Sep 11, 2014 7:20 
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Hallo Jupp,
und andere Mitlesende,

schön, so etwas mal in der praktischen Anwendung zu lesen. Ich kenne diesen Tipp aus der frühen Nachkriegsliteratur (Bücher von Diefenbach, und wie die Autoren alle heißen), als man noch sehr weitreichende Reparaturmethoden beschrieb, um die den Krieg überlebt habenden Geräte wieder flott zu bekommen.
Ich habe es aber nie selbst ausprobiert. Meine Drehkoproblemfälle waren entweder "verbogen" oder aber doch vom Rotorpaket her frei zugänglich, so dass die Methode nicht vonnöten war.

Umso schöner, dass es hier mal beschrieben wurde und auch funktioniert hat.

Gruß
k.

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k. steht für klaus


2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).


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BeitragVerfasst: Do Sep 11, 2014 22:11 
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klausw hat geschrieben:
Ich kenne diesen Tipp aus der frühen Nachkriegsliteratur (Bücher von Diefenbach, und wie die Autoren alle heißen), als man noch sehr weitreichende Reparaturmethoden beschrieb, um die den Krieg überlebt habenden Geräte wieder flott zu bekommen.


Das Diefenbach Handbuch der Rundfunk-Reparaturtechnik, Ausgabe 1947, war schon in den 70er Jahren meine Bibel! Dort stehen so tolle Sachen wie man aus einem ausgedienten Volksempfänger ein unglaublich vielseitiges Messgerät baut, wie man behelfsmäßig Röhren durch andere Typen ersetzt, wie man ältere Radios modernisiert, kurz, all die Dinge, die dem Originalitätsfanatiker die Haare zu Berge stehen lassen. Hier ein Ausschnitt über Drehkondensatoren:

Dateianhang:
Drehko_P9110002.jpg
Drehko_P9110002.jpg [ 158.9 KiB | 1608-mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: Mi Okt 08, 2014 21:57 
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Es geht der Vollendung zu. Ein zweiter Teileträger hat sich gefunden. Dessen Gehäuse bekam eine Hartöl-Überarbeitung und trägt jetzt das funktionelle Chassis. Auch hab ich jetzt eine Rückwand, Knöpfe und einen Skalenzeiger (auf dem Bild sind die Knöpfe noch falsch montiert, die kleinen Knöpfe gehören nach innen). Jetzt fehlt nur noch ein originaler Lautsprecher, dann ich das Radio perfekt. Meine Ersatzlösung macht sich aber ganz gut und gerne belasse ich es auch so.

Dateianhang:
Schaub_Baden_39_PA080003_800.jpg
Schaub_Baden_39_PA080003_800.jpg [ 96.63 KiB | 1490-mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: Mi Okt 08, 2014 22:02 
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Sieht sehr schön aus!
Glückwunsch zur gelungenen Restauration :wink: :super:

Gruß
Lukas

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