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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Einschaltversuch nach Teilersatz

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 Betreff des Beitrags: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Do Nov 15, 2018 11:11 
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Ein freundliches Hallo in die Runde!
Habe gerade ein LoeweOpta „Globus“ in der Mache und wünsche mir eine fachkundige Rückmeldung von Euch Experten in Sachen Röhrenradio-Elektronik.
Schaut doch bitte mal auf das Schaltbild und gebt mir eine Einschätzung, ob ich nach dem bisher durchgeführten Austausch der gelb markierten Elkos und Papierwickel eine ersten Einschaltversuch wagen kann (mit Vorschaltlampe und Stelltrenntrafo).
Die Nummerierung der Kondensatoren ist von mir eingefügt, also nicht original im Plan, und dient nur meinen Arbeiten. Ich habe bereits oft gelesen, dass mein C22 auch ganz entfallen könnte (manche meinen: sollte), aber den habe ich durch 4,4 nF Entstörkondensator Klasse Y1 ersetzt. Das sollte ja auch i.O. sein.
Meine Frage zielt eher dahin, ob ich noch weitere Kondensatoren tauschen sollte, um sicher zu sein, dass möglichst nichts abraucht beim Teststart. Ist mal jemand mit mehr Ahnung als ich so nett und schaut da drüber?

Besten Dank schon mal und Grüße aus Schleswig-Holstein.
Horst


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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Do Nov 15, 2018 11:31 
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Hallo Horst,
evtl. noch C4 und C9, wünsche dann viel Erfolg

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M.f.G.
harry

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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Do Nov 15, 2018 13:17 
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Danke Harry für Deine Antwort. Dann werde ich mindestens die beiden auch noch tauschen. Auf C9 (meiner Nomenklatur) wäre ich nie gekommen, als potentiell wichtig/gefährlich.
Alle bisher getauschten Papierwickel waren stark defekt (fehlinterpretierte Kapazität wegen feuchtem Dielektrikum scheinbar ein Vielfaches des Nennwertes und V(loss) im 2-stelligen Prozentbereich). Das Radio hat definitiv feucht auf einem Dachboden geschlummert. Habe das Chassis auch von Flugrost befreien müssen.
Noch eine Frage an die Experten: Was könnte die Bezeichnung z.B. 0,01 "d" bedeuten, also das nachgestellte kleine "d" in Anführungszeichen, das auch auf den ausgebauten alten Kondensatoren aufgedruckt ist (Danke noch mal an Röhrig, den ich auch schon mal per e-mail befragt habe). Die Toleranzangabe kann es ja wohl nicht sein...

Grüße
Horst

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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Do Nov 15, 2018 17:41 
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Moin,
das "d" steht ja auch im Schaltbild. Auffaellig ist, dass die damit ausgezeichneten Kondensatoren mit Hochfrequenz zu tun haben.
Das bringt mich zum Kern. Normale Papierwickelkondensatoren hatten keine Stirnkontakierung und damit gute HF-Eigenschaften. Wenn die "d"-Kondensatoren an den bezeichneten Stellen wirksam sein sollen, d.h. die Leitungen, die sie mit Masse verbinden, HF-maessig "kalt" zu machen, dann muessen sie stirnkontaktiert sein oder anders dafuer sorgen, dass sie bei HF (ich denke hier vor allem an die 10,7MHz der FM-ZF) wirksam sind. Andere Hersteller hatten dafuer keramische Scheiben- oder Rohrkondensatoren, die gab es noch in vernuenftiger Groesse bis 10nF.

Ich nehme daher an, "d" steht fuer Induktionsarm", was bei Wickelkondensatoren durch Stirnkontaktierung des Wickels zu erreichen ist.
Moderne Kondensatoren duerften inzwischen alle Stirnkontaktierung haben, daher wird da nicht mehr so speziell darauf hingewiesen.

Erwarte bei diesem "Altertum" nicht zuviel von der Empfangsleistung. Der Empfangsteil hat nur zwei Roehren und fuer UKW ist die Schaltungstechnik nicht optimal (der Mischer und der Flankendemodulator). So war das eben in der UKW-Anfangszeit bei den preiswerteren Geraeten.
Eine Besonderhat hat der NF-Teil, das Magische Auge ist auch NF-Verstaerker. Da dieses Sytem auch geregelt wird, werden bei diesem Geraet beide Empfaengerroehren und die NF-Vorroehre geregelt (kombinierte Vor- und Rueckwaertsregelung).

73

73
Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Fr Nov 16, 2018 9:36 
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Moin auch zurück,
und vielen Dank dafür, dass eine plausible Erklärung des „d“ dabei herausgekommen ist. Die Eigenschaft „induktionsarm“ vermutete übrigens auch Röhrig in seinem mail. Das deckt sich also und dann wird es wohl so sein, was immer das kleine d mit dem Wort „induktionsarm“ oder Begriffen ähnlicher Bedeutung gemein haben könnte. Wichtig für mein altes Radio war natürlich Peters Nebenbemerkung, dass moderne Kondensatoren aus gutem Hause als Ersatz geeignet sein müssten, weil sie heute grundsätzlich schon mal entsprechend gut=induktionsarm konstruiert sind.
Dass empfangstechnisch vom Flankendemodulator der frühen 50er Jahre nicht viel zu erwarten ist, hatte ich schon verschiedentlich gelesen, aber es handelt sich um ein Familienradio und soll deshalb eher als Erinnerungsstück erhalten bleiben. Ich hoffe, es ist wenigstens in der Lage starke Ortssender zu empfangen und als Unterhalter beim Bügeln noch einen gewissen Dienst zu verrichten, damit die Erinnerung auch „lebendig“ ist. Es geht also mit der Restaurierung des Objektes hoffnungsvoll weiter.

Beste Grüße
Horst

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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Do Nov 22, 2018 20:20 
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Moin,
nachdem ich schon Hilfe in Anspruch genommen habe (s.o.) möchte ich Euch nun vom Stand der Dinge in meinem Globus berichten. Aus dem Austausch der beiden von Harry empfohlenen Kondensatoren wurden aus löttechnischen Gründen dann gleich 4 getauschte, da sie gemeinsame Stützpunkte nutzten und ich nicht später unnötigerweise noch einmal alles erwärmen wollte.
Danach setzte sich der Gedanke durch, dass nun auch schon das meiste geschafft ist und ich habe alle Papierwickel mit Teerabschluss getauscht, außer meine Nummern C1 (500 pF am Antenneneingang) und die C2/C3 und C10, die wohl in den extra abgeschirmten runden Dosen eingebaut sind. Diese wollte ich ohnehin möglichst nicht anfassen, da ich den Empfang auch nicht neu abstimmen könnte (sind auch ungereinigt geblieben, da ich eine Dose davon beim vorsichtigen Versuch ohne Kraftanwendung auch nach Lösen der Schrauben und Entfernen des kleinen „Platinenkeils“ nicht aufgekriegt habe).
So, nun also Anfahrversuch. Es gab einen „soliden Teilerfolg“, will ich es mal nennen. Abgeraucht ist nichts. Auf MW und LW sogar ein ganz brauchbarer Empfang, selbst ohne Antenne. Da hier ja kaum noch etwas gesendet wird, waren Sprache und Musik hörbar und die Lautstärke auch ganz passabel. Vom Krachen und Knacksen der Potis und Schalter will ich mal noch ganz absehen. Das ließe sich sicher mit Fleiß weiter verbessern.
Leider sind die Bereiche KW und UKW ganz still. Da tut sich gar nichts und es rauscht auch eigentlich nix, im Vergleich mit den anderen Bändern. TA habe ich noch nichts anzuschließen versucht, habe ich auch noch nie was an einem Röhrenradio angeschlossen.
Aus anderen Beiträgen hier im Forum kenne ich das ja bereits. Dumme Fragen stellen und keine Messwerte liefern kommt nicht gut an. Also habe ich mal das ein- oder andere zu messen versucht:
Lade- bzw. Siebelko (neu) haben 215 und 190 V= ergeben. Die Heizspannung läßt sich bei ca. 220V am Stelltrafo schön auf 6,3 V ~ einstellen. Skalenlampen leuchten also auch.
An der Mischröhre ECH42 habe ich bei laufendem MW-Empfang gemessen:
aH= 180 V, (aT und gT/g3 komme ich sehr schlecht ran und wollte keinen Kurzschluss hinzittern,
g2/g4 = 64,5 V und schließlich g1= -0,4V.
So weit so gut, aber nun? Irgendwie habe ich eher die vielen Schaltkontakte in diesem Gerät im Verdacht als die elektronischen Bauteile, weil ja auf MW und LW schon was kommt. Was denkt Ihr?
Das Gehäuse ist übrigens schon fast fertig. Der alte Lack wurde gerettet und mit Walnussöl aufgearbeitet, der LS-Abdeckungsstoff auf dem Brett halbwegs erfolgreich gewaschen, die Bedienknöpfe sind fit für den Wiederanbau. Nur zum Bügelradio reichts ganz ohne UKW eben noch nicht…

Grüße aus Ratzeburg
Horst

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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Do Nov 22, 2018 22:02 
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Hallo Horst,

Zitat:
Lade- bzw. Siebelko (neu) haben 215 und 190 V= ergeben


diese Werte kommen mir zu niedrig vor!

Hier wäre m.E. deutlich mehr zu erwarten.
Am Ladeelko würde ich so ca. 270V erwarten, am Siebelko so um die 250V.

Hast Du einen Schaltplan zur Hand, in welchem die Sollspannungen angegeben sind?


Grüße

Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Do Nov 22, 2018 22:12 
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N'abend Martin,
ich habe nur das Schaltbild, das ich im ersten Post angehängt hatte. Siehst Du Dir den mal an?
Aber könnte das denn der Grund für das Schweigen auf KW und UKW sein?

Grüße
Horst

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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Do Nov 22, 2018 22:30 
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Ich stimme Martin da zu, die Werte hören sich etwas niedrig an.
In dem Gerät ist eine *direkt geheizte Gleichrichterröhre verbaut.

Nach einem Blick auf dem Schaltplan kann man herauslesen, dass die Sollspannung bei 225 Volt liegen soll.
Bedenkt man, dass diese Werte vermutlich mit einem Multimeter mit einem deutlich geringeren Innenwiderstand gemessen wurden und moderne Multimeter einen Innenwiderstand im MOhm-Bereich haben, sind die von dir gemessenen Werte wohl durchaus etwas niedrig, aber vermutlich noch in der Toleranz.
Ich denke mal, dass das Schweigen auf UKW und KW andere Gründe haben könnte.

Wie du schon vermutet hast könnte es durchaus an der Schaltmechanik liegen.
Reinige am Besten mal die Kontakte mit einem Glasfaserpinsel und/oder Oszillin T6. Das ist schnell gemacht und könnte schon zum Erfolg führen.
Ansonsten muss man das Gerät nochmal etwas genauer unter die Lupe nehmen.

EDIT: Danke an Peter und Lutz für die Korrektur, es handelt sich um eine direkt geheizte Röhre.

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Zuletzt geändert von TheJukeboxMan am Sa Apr 13, 2019 20:11, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Fr Nov 23, 2018 21:16 
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TheJukeboxMan hat geschrieben:
In dem Gerät ist eine indirekt geheizte Gleichrichterröhre verbaut.


Moin,
nach Schaltbild ist die Roehre direkt geheizt, ich habe das jetzt nicht mit den Roehrentabellen verglichen.
Oder ist die Katode "halbindirekt", also Bauart indirekte Heizung, aber die Katode mit einem Fadenende verbunden? Wird aber normalerweise im Schaltbild dargestellt.

Wenn die Spannungen etwas niedriger als im Schaltbild sind, kann natuerlich auch ein etwas schlapper Gleichrichter daran Schuld sein. Schliesslich wird diese Roehre hoch belastet, sie ist zusammen mit der Endroehre die Hoechstbelastete im Geraet.

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Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Fr Nov 23, 2018 22:04 
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Die AZ41 ist eine direkt geheizte Röhre. Das nur am Rande.

Laut Schaltplan
https://nvhrbiblio.nl/schema/LoeweOpta_3651W.pdf
sollten am Ladeelko 225 V liegen. Die gemessenen 215 V sind etwas wenig, was an einer etwas schlappen Gleichrichterröhre oder einer zu hohe Anodenstromaufnahme liegen könnte. Aber die Ursache für den Totalausfall von UKW und KW ist das sicher nicht.

Etwas verwirrend ist die Spannungsangabe 240 V an der ECH42 (Anode der Hexode). Diese Spannung müsste auch am Siebelko anliegen, dann können aber die 225 V am Ladeelko nicht stimmen. Eine der beiden Spannungsangaben ist offensichtlich falsch.

Darüber zu diskutieren, was die Ursache für den Ausfall von UKW und KW sein könnte, bringt wenig. Eine systematische Fehlersuche wäre angesagt.

Bedenke bitte, dass dieses Radio, auch wenn es in Ordnung ist, einen eher dürftigen UKW-Empfang hat. Das UKW-Signal durchläuft im Empfangsteil nur 2 Verstärkerstufen, bei späteren Radios sind es 4 bis 5. Dass es das gleiche Gerät auch mit einer zusätzlichen UKW-HF-Vorstufe gab, hat seinen Grund! Auch die Anzahl von 4 Kreisen ist nicht gerade üppig für einen UKW-Empfänger, und der Flankendemodulator sorgt nicht für optimale Klangqualität. Das ist eben ein Gerät aus der Anfangszweit von UKW. Damals hatten meist nur Spitzengeräte, zu denen dieses nicht gehört, ein leistungsfähiges UKW-Empfangsteil. Bei diesem Radio hat man mehr Wert auf die AM-Bereiche gelegt, weil damals hauptsächlich auf diesen gehört wurde.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Fr Nov 23, 2018 22:29 
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hf500 hat geschrieben:
nach Schaltbild ist die Roehre direkt geheizt, ich habe das jetzt nicht mit den Roehrentabellen verglichen.
röhrenradiofreak hat geschrieben:
Die AZ41 ist eine direkt geheizte Röhre. Das nur am Rande.


Danke für die Hinweise, ihr habt Recht, es ist eine direkt geheizte Röhre verbaut. Ich habe den Fehler im oberen Beitrag überarbeitet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Sa Nov 24, 2018 7:55 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Auch am Gitter 2 der Endröhre sind 240 V angegeben. Ich würde diese Spannung für richtig halten. Sie klingt auch plausibel, ein üblicher Wert. Ob die AZ 41 schwach ist merkst du daran dass die Spannung extrem ansteigt wenn du die Endröhre probeweise ziehst.

Gruß
Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Sa Nov 24, 2018 10:35 
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Registriert: Mi Mai 17, 2017 18:35
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Moin,
uihh, was ist denn hier los! Vielen Dank allen, die sich an der Diskussion hier beteiligen. Ich lerne und lerne ständig dazu. Habt dennoch Nachsicht mit dem Amateur hier, nicht umsonst habe ich das Kreuzchen bei „Grundkenntnisse (Ohmsches Gesetz)“ gemacht (dass ich Chemiker und kein Elektroniker bin hatte ich in einem anderen Beitrag ja schonmal erwähnt).
Zu den gemessenen Spannungen am Lade/Siebelko: Jedesmal messe ich etwas anderes und insgesamt habe ich das Gefühl, es wird immer mehr. Nun waren auch schon mal 225 V dabei. Als erwache das gute Stück erst langsam nach jahrzehntelangem Schlaf. Langsam zweifelt man ja an allem: ist etwa mein altes Conrad-Multimeter unglaubwürdig/teilweise defekt? Ist es eigentlich normal, dass der Wert sinkt, wenn man die Messspitze länger auf den Kontakt hält. Der Kondensator wird doch nicht über das hochohmige Multimeter entladen?
Gestern habe ich nun versucht, die vielen Schaltkontakte zu reinigen, mit Glasfaserstift, Oszillin, Läppchen und Zahnstocher, soweit ich da rankomme. 2 kreisrund angeordnete Kontaktreihen zur Hälfte in einem Zwischenraum zwischen einer Pertinaxplatte und dem Chassis verschwindend und eine linear verschiebbare Leiste teilweise abgedeckt unter einem Blech.
Ergebnis der Mühen: keine Veränderung! Auf MW und LW lebt das Radio, auf KW und UKW ist es wie tot. Das hört sich nicht nach schlechtem Empfang an, das ist wie abgeschnitten sobald man von LW / MW auf KW umschaltet, erst dahinter liegt dann UKW in der Reihenfolge, aber das bleibt dann tot.
@Stefan (Klarzeichner): Wie zieht man eigentlich eine Röhre? Heiß beim laufendem Betrieb oder vor dem Einschalten? Ist das nicht für das Radio gefährlich, wenn ein solches Bauteil fehlt? Du siehst, es hapert noch an Grundsätzlichem.
Ich gehe derzeit davon aus, dass es mit der Stromversorgung eher an meinen schlechten Messungen liegt als an der Gleichrichterröhre. Alle Widerstände die direkt neben meinen getauschten Kondensatoren liegen habe ich nach der Wärmebelastung durchs Löten im eingebauten Zustand geprüft und keine Probleme gefunden. Gewisse Abweichungen vom Sollwert sind ja normal.

Noch mag ich die Flinte nicht ins Korn werfen und werde noch Messungen an den anderen Röhren durchführen. Die Ergebnisse teile ich dann hier mit und hoffe weiter auf Eure Unterstützung. Wenn jemand weitere gute Tipps hat, was/wo/wie ich etwas prüfen kann, dann immer gerne her damit. I’ll do my very best … heißt es bei Dinner for One.

Danke soweit und Grüße aus Ratzeburg
Horst

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 Betreff des Beitrags: Re: Einschaltversuch nach Teilersatz
BeitragVerfasst: Sa Nov 24, 2018 10:55 
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Die erste Angabe am Ladeelko ist logischerweise falsch. In einem anderen Plan ist sie richtig verzeichnet - 255V. Die Drossel ist hier mit 4000Wdg. angegeben, dahinter sind dann die 240V .
Dies nur für alle Beteiligten zur klaren Vorgabe der Werte und dem Fehlersuchen.

Als kleiner Tip meinerseits - ich würde hier die Kontakte als Ursache sehen, danach die Trimmer.

paulchen


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