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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Nordmende Fidelio f300 ein paar Fragen, z.B. AUS-Taste

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BeitragVerfasst: So Jan 13, 2019 12:24 
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Registriert: Mi Mai 09, 2018 14:13
Beiträge: 58
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hallo Leute!

Ich habe obigen Fidelio f300 an Land gezogen, er ist in gutem Zustand, allerdings hat er kleinere Wehwehchen. Es funktioniert FM Stereo mit dem eingebauten Dekoder recht gut, nichts kracht oder grammelt, ich bin zufrieden.
Eines stört mich allerdings, nämlich dass der AUS -Schalter "ersetzt" wurde durch einen Kabelschalter. Der originale Tastenschalter schaltet zwar die Quelle ab, nicht aber das ganze Gerät. Hat jemand eine Idee? Lässt ihr mich bitte auch teilhaben an euren allgemeinen Fidelio-Erfahrungen.
Gut finde ich, dass die ovalen Lautsprecher nach vorne wirken und nicht seitlich angebracht sind wie etwa bei Minerva 655.
Zur Ell80: Die funktioniert noch gut, Platz wäre aber vorhanden für einen Adapter auf zwei El 95. Selber löten oder kaufen ist hier die Frage.
Lieber wäre mir kaufen, obwohl ich passende Keramik-Fassungen hätte.

Ich danke im Voraus für eure geschätzten Antworten!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


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BeitragVerfasst: So Jan 13, 2019 12:44 
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Registriert: Do Dez 06, 2007 18:56
Beiträge: 981
Wohnort: bei Bern, Schweiz
Hallo Raphael

Bei den Fidelio F300 ist der Netzschalter - wie bei vielen anderen Geräten von diversen Herstellern - Bestandteil des Tastensatzes und nicht als Anbauteil sondern voll integriert realisiert.

Ist dieser Netzschalter defekt, kann man den nicht einfach ersetzen - die Lösung mit Schnurschalter drängt sich auf, wenn man nicht ein anderes, komplettes Tastenaggregat hat und umbauen will/kann.

Schön für Dich ist aber die Tatsache, dass Du den optionalen Stereodekoder im Gerät hast - das ist eher selten.

Hier ein Bild, das unten den Netzschalter im Tastenaggregat und oben rechts den Blindstecker für den fehlenden Stereodekoder zeigt.

Dateianhang:
Fidelio.jpg
Fidelio.jpg [ 149.92 KiB | 1645-mal betrachtet ]


Viele Grüsse, Walter


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BeitragVerfasst: So Jan 13, 2019 13:54 
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Registriert: Mi Mai 09, 2018 14:13
Beiträge: 58
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hallo Walter!

Danke für deinen Beitrag! Dann lasse ich den Netzkabel-Schalter, wie er ist, er scheint ziemlich alt zu sein, vom Design her Ende 60er bis Mitte 70er und tausche nur eine defekte Anzeigebirne. Das mit dem Stereo-Dekoder ist wirklich ein Glücksfall, hat mich alles 39 Euro gekostet, da kann man nicht meckern.
Mit dem Ell80 Adapter auf zwei El 95 eilt es nicht, ich habe noch eine weitere Ell80 in Reserve. Vielleicht stolpere ich über ein gutes Angebot.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


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BeitragVerfasst: So Jan 13, 2019 17:37 
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Registriert: Do Dez 06, 2007 18:56
Beiträge: 981
Wohnort: bei Bern, Schweiz
Hallo Raphael

Wegen Ersatz bzw. Adapter musst Du Dich nicht sorgen, wenn die verbaute ELL80 noch gut ist. Die sind durchaus nicht so schlecht wie ihr Ruf. Bloss wenn sie mal überlastet wurden, dann ....

Damit sind wir beim Kondensator-Prüfen bzw. Tausch.

Schau Dir doch mal das an: https://www.dampfradioforum.de/viewtopic.php?f=24&t=2700

Sehr wahrscheinlich hast Du zu ersetzende aber wahrscheinlich auch zu prüfende Kondensatoren im Gerät.

In meinem F300 waren z.B. die roten Kondensatoren Papierkondensatoren. Die haben heute sicher schlechte Werte. Bei so teuren Röhren wie den ECC808 und den ELL80 lohnt sich ev. sogar der präventive Ersatz der kritischen (C211/C212) bzw. umliegenden Kondensatoren - insbesondere, wenn man nicht über entsprechende Prüfgeräte bzw. -Möglichkeiten verfügt. Andererseits kann man durch Prüfung der Spannungen auch schon einen guten Überblick erhalten und schont damit ev. die Leiterplatte :-)

Dateianhang:
Fidelio2.jpg
Fidelio2.jpg [ 36.74 KiB | 1602-mal betrachtet ]


Viele Grüsse, Walter


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BeitragVerfasst: So Jan 13, 2019 23:20 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
Beiträge: 1147
Moin,
bei Platinenradios auch grundsaetzlich die Roehrenfassungen nachloeten, besonders die der sehr warmen Endroehre(n).
Durch die haeufigen Temperaturwechsel/hohen Temperaturen hat es hier gerne kalte Loetstellen.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Mo Jan 14, 2019 8:55 
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Beiträge: 58
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hallo Walter!

Danke für die wertvollen Hinweise mit den Papierkondensatoren, die helfen mir weiter! Danke auch Peter für die Hilfe, derer ich auch weiterhin bedarf.
Denn wenn der alte Raphi keine Probleme hat, dann schafft er sich welche. Die Minimalforderung war, das rechte Skalenbirnchen zu tauschen.
Dazu zog ich das Chassis heraus, um besser ranzukommen. Nach dem Tausch leuchtete wieder alles, wie es sollte, nur bei UKW kamen keine bis sehr leise Sender, die Emm803 leuchtete zwar, zeigte aber nichts an.
Entweder ist es mir gelungen ein Kabel abzureißen oder einen unerlaubten Kontakt herzustellen. Damit ich es nicht vergesse: Ein Brummen habe ich mir auch eingehandelt, das vorher nicht da war.
Mein zweiter Verdacht richtet sich gegen den maroden Aus-Schalter. Ist es denkbar, dass der halbtote Schalter die Quelle so wegschaltet, dass sie durch die Ukw-Taste nicht mehr zugeschaltet wird?
Ich bin für jeden Tipp dankbar!
Ich wollte mir den Fidelio zu meinem Geburtstag im Februar schenken, damit ich in meinem Zimmer auch über eine kleine Röhren Anlage verfüge.
Leider bin ich schwer krank und kann nicht immer so, wie ich möchte.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


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BeitragVerfasst: Mo Jan 14, 2019 13:28 
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Registriert: Do Dez 06, 2007 18:56
Beiträge: 981
Wohnort: bei Bern, Schweiz
Hallo Raphael

Rechtes Skalenbirnchen von hinten gesehen? Das wäre ja das eigentlich besser erreichbare....

Prüfe doch, ob Du lose Kabel (speziell in dem Bereich) hast.

Aber ehrlich gesagt vermute ich einfachere Probleme. Das Chassis mit den Leiterplatten und der Mechanik und den Steckverbindern etc. ist derart schön aus einem Guss - da muss m.E. schon echt ein Grobmotoriker her, dass da mechanisch was passiert

Aber sehr oft haben die Röhren in den Fassungen genau nur an dem Punkt guten Kontakt, an dem sie die letzten Jahrzehnte kontaktierten. Und bei Manipulationen am Chassis bewegt man gerne mal eine Röhre etwas. Da würde ich ansetzen und im laufenden Betrieb die Röhren leicht in den Fassungen bewegen. In denke da vor allem an die EAF801. Vorsicht wegen den spannungsführenden Teilen - Stromschlaggefahr!

Gleiches gilt für den (gesteckten) Stereo-Decoder.

Die Tastatur würde ich eher nicht als Ursache annehmen. Laut Schaltplan und gemäss meinem schlechtem Bildmaterial wird die NF offenbar nicht mit dem Ein-/Ausschalter geschaltet. Eine Reinigung mit z.B. Kontakt 61 könnte allerdings ev. Klarheit bringen. Bei Nichtvorhandensein hilft oft verstärkter Druck auf eingerasteten Wellenschalter um Kontaktprobleme aufzuzeigen.

Wenn das alles nicht geholfen hat: Für weitere Hilfe käme dann ev. auch jemand mit Erfahrung aus Deiner Gegend in Betracht. Einen Standort hast Du allerdings nicht angegeben, was das schwierig macht.

Viele Grüsse und viel Erfolg beim Suchen - das wird schon!

Walter


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BeitragVerfasst: Di Jan 15, 2019 8:42 
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Hallo Walter!

Danke, dass du mir Mut machst, ich werde es schon schaffen! Ich beginne mit einer Kondensatorkur rund um die Endröhre, dann werde ich die Röhren Fassungen nachlöten. Glücklicherweise habe ich in unserer Kleinstadt einen Radiobastler-Laden mit bester Beratung, ich muss mich nicht zum großen C in die hektische Shopping City begeben.
Meiner Frau gefällt das Fidelio-Design nicht, sie wünscht sich für die Küche einen runden Radio. Da aber potenzieren sich wohl die auszutauschenden Teile
Mein Standort ist Bad Vöslau 30 km südlich von Wien.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


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BeitragVerfasst: Di Jan 15, 2019 16:17 
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Hallo Leute!

Der Fidelio spielt wieder. Nach Kondensatorkur und Kontakte reinigen ging noch immer nichts, dann drehe ich in meiner Not den Balanceschalter extrem hin und her und die Musik spielte wieder. Es kracht und grammelt zwar noch, aber es funktioniert.
Mittlerweile habe habe ich die Ell80 im Verdacht, morgen werde ich sie gegen eine andere tauschen.

Ich bin froh, aber unersättlich und angle schon nach einem Telefunken Allegro 2264, noch einmal werde ich wohl keinen Stereo-Dekoder vorfinden, aber ich lasse mich gerne überraschen.

Danke allen für die Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


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BeitragVerfasst: Di Jan 15, 2019 17:24 
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...und wieder lässt er mich im Stich, als ob ein Kobold im Inneren hauste!
Ich werde morgen den Tastensatz säubern, so gut es eben geht und dann an den Gelenken mit Vaseline schmieren. Gedacht habe ich an Cramolin Reiniger und Nachspülen mit Äthanol. Vor dem Zerlegen der Tastatur schrecke ich zurück.
Leider habe ich noch keinen Schaltplan im Netz gefunden.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


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BeitragVerfasst: Di Jan 15, 2019 18:18 
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Beiträge: 2140
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Thomas R. hat geschrieben:
Leider habe ich noch keinen Schaltplan im Netz gefunden.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


Guckst Du hier: https://www.radiomuseum.org/r/nordmende ... _5630.html

Gruß... Hotte

_________________
Persönliche Kontaktaufnahme nur per E-Mail, nicht per PN!
Die Adresse findet man hier: http://www.hottes-radios.de/Impressum/impressum.htm


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BeitragVerfasst: Mi Jan 16, 2019 8:40 
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hallo Hotte!

Herzlichen Dank!

Grüße Raphael

Ergänzung: Das UKW-Chicago verursacht mit ziemlicher Sicherheit der Tastensatz, insbesondere die Ukw-Taste. Momentan spielt er wieder gut, nachdem ich x-mal dieselbe betätigt habe.

Erkenntnis: Die Tastatur ist unschuldig, durch die Erschütterung bei der Betätigung mag kurzfristig ein Kontakt wiederhergestellt worden sein, der ebenso schnell wieder vorbei war. Walters Tipp mit der vorsichtigen Berührung der Röhren durch ein Holzstäbchen war richtig, plötzlich war der Klang da, kräftig ohne Brumm und andere Nebengeräusche. Die Röhre ech 81 verträgt also nur eine einzige Stellung in der Fassung, nun wäre es wohl das Klügste, eine neue Keramik-Noval-Fassung einzulösen. Oder ich drücke die Pins ganz leicht nach außen, damit mehr Spannung zwischen Clips und Pins herrscht.
Was meint ihr dazu?
Danke Walter für den goldrichtigen Hinweis!


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BeitragVerfasst: Fr Jan 18, 2019 19:55 
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Hallo Raphael,

was Du auch noch versuchen kannst:

- Kontakte der Röhrenfassung mit Interdentalbürstchen und Spiritus oder Oszilin reinigen
- Kontaktstifte der ECH81 mit Glasfaserradierer blank machen


Grüße u. viel Erfolg

Martin


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BeitragVerfasst: Sa Jan 19, 2019 8:43 
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Hallo Martin!

Danke für deine Tipps! Ja, da muss was passieren, es kann nicht sein, dass der Fidelio ein Wackelkandidat ist. Zunächst suche ich eine Austauschröhre, wenn das nichts hilft, die Reinigung, doch der Austausch der Röhren Fassung wäre auch gut möglich, da man leicht dazukommt.
Das Nachlöten der Ell80 - Fassung war notwendig, da waren drei unsauber.
Mit Außenlautsprechern klingt der Fidelio 300 erwachsener, die dürfen bleiben, schon wegen der größeren Stereobreite.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael


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BeitragVerfasst: Mo Jan 21, 2019 0:19 
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Wohnort: Bei Würzburg
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo Raphael,

auch von mir ein kleiner Tipp:
Mit Kontakt 61 kannst du auch Laustärke- und Balanceregler sowie eigentlich sämtliche Potentiometer reinigen. Dadurch verschwindet oft Knacken und Kratzen.
Am Drehko dagegen, hat Kontaktspray hingegen absolut nichts zu suchen, ich denke aber da weißt du bereits :bier:

Gruß Micha


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