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 Betreff des Beitrags: Staßfurter Imperial 60WK
BeitragVerfasst: Sa Jul 06, 2019 19:36 
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Hallo,
Vor einiger Zeit fand ich auf einem Flohmarkt ein Staßfurter Imperial 60WK von 1939. Ich habe das Radio restauriert, und probiert zu reparieren (dazu gleich). Der Zustand des Aussengehäuses ist ganz Okay, Erstaunlicher weise scheint das Original Stoffkabel (Braun) noch in Ordnung zu sein, flexibel, nicht brüchig, nicht zerfleddert oder Verdreckt. den Test mit 2,5KV am Isolationstester hat es auch bestanden.

Nun zur Reparatur, ein Siebelko war geplatzt, es wurden also dieser sowie alle anderen Elektrolyt und Papier-Teer Kondensatoren getauscht. Ein von irgend einen Bastler eingebauter Kippschalter zum ausschalten des Lautsprechers wurde entfernt. Leider scheint das radio auch schon mit ausgeschalteten Lautsprecher gelaufen zu sein. Die EL11 ist oben an der Kuppel die klar sein sollte schon sehr silbrig. Ich prüfte nach dem Tauschen der Kondensatoren und einiger hochomiger Widerstand ob das radio irgendwas tut... LW, MW, und KW waren/sind komplett tot. TA war sehr verzerrt. Also auf den Rat eines anderen Bastlers die Rückkopplung ins Visier genommen, doch da alles Okay... Dann kam bei mir der verdacht auf das der original Lautsprecher tot war auf, denn warum hätte man sonst den Schalter einbauen sollen? Also einen Außenlautsprecher angeschlossen, der auch verzerrt hat, gut meine "Ersatz" Lautsprecher stammen von nem Kumpel der die mal aus Schrott gefischt hat. Dan, nach einiger Zeit ging der TA Eingang auch gar nichtmehr. Dann hab ich schließlich den Fehler gefunden: Die Bananenbuchse vom positiven Teils des TA Eingangs hatte sich vom Lötpad gelöst und dreht sich frei herum, dementsprechend gab es Kontaktschwierigkeiten welche die Verzerrungen hervorrufen. Nun gab es auf keinem Lautsprecher mehr Verzerrungen.

Das Katzenauge ist leider schon sehr dunkel, also kaum noch :mauge:



Da LW; KW und MW immer noch nicht gingen, rut mein Bastelfreund mir den Kathodenstrom der EF11 und der ECH11 zu messen, nachdem ich mit meinem Multavi 8 feststellt hatte das alles Spannungen vorhanden waren.
Das Ergebnis:
EF11 : 5mA anstatt laut Datenblatt 10mA gut
EC11 : 8,5mA (Im Anlauf 10mA) statt laut Datenblatt 16mA gut

Jetzt ist die Frage, ist das zu klein als Kathodenstrom? Soll ich die Emissionsmessung nochmal außerhalb des Radios wiederholen? Können neue frische Röhren das problem lösen?

Gibt es jemand mit dem selben Radio, der vielleicht auch diese Stromstärken gemessen hat?
Ich bedanke mich schonmal für eure Antworten.


Für die die es interessiert, den besten Schaltplan gibt es hier:
https://radiodatabase.nl

Zum Schluss ein parr Bilder wie das Radio jetzt aussieht:
Bild
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Bild
Bild
Bild
Bild
Bild


EDIT, ich habe im titel einen falschen typ angegeben, 63WK statt 60WK. Letzteres ist richtig.

_________________
Schöne Grüsse,
Alex :hello:

Ich Sammle neben Radios auch alte Glühlampen :idea:

:drftoll:


Zuletzt geändert von Radio Alex am So Jul 07, 2019 12:00, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Staßfurter Imperial 63WK
BeitragVerfasst: Sa Jul 06, 2019 20:37 
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Hallo Alex,
grundsätzlich ist es ein Fakt, das Röhren, wenn Sie in die Jahrzehnte kommen auch verschleißen und somit ihre Emission nachlässt, das aber geht mehr schleichend von sich, d.h. aber auch, das selbst bei 50 % Emissionsverlust in der Empfangsleistung, kaum einer Verschlechterung bemerkt wird.
Ein Emissionsvelust bedeutet dann auch, das die betreffende Röhre einen niedrigeren Strom als der, der in den Röhrendaten steht, zieht.
Dein Link bringt keinen zutreffenden Schaltplan

_________________
M.f.G.
harry

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- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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Zuletzt geändert von eabc am So Jul 07, 2019 6:10, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Staßfurter Imperial 63WK
BeitragVerfasst: Sa Jul 06, 2019 22:23 
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Danke für die Vorstellung!
Ich habe hier noch das gleiche Modell in unrestauriert stehen - leider in sehr desolatem Zustand, vor allem was das Gehäuse betrifft.
Wenn ich mal viel Zeit habe...

Viele Grüße
Max

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Ich sammele keine Radios. - Die haben sich von selbst angesammelt!


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 Betreff des Beitrags: Re: Staßfurter Imperial 63WK
BeitragVerfasst: So Jul 07, 2019 8:33 
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Hallo Alex,

wenn bei so einem eigentlich recht simplen Radio alle drei Wellenbereiche nicht gehen, liegt die Vermutung nahe, daß der Oszillator nicht anschwingt. Kannst Du das mit einem anderen Radio nachprüfen ? Eine verschlissene Röhre ECH11 ist dann eine Fehlermöglichkeit, aber nicht die wahrscheinlichste. Möglich wäre auch noch ein abgerissener Draht irgendwo, auch völlig defekte Parallelkondensatoren in den Bandfiltern wären eine Möglichkeit.

Nebenbei: ich habe neulich einen Radiosammler in Fegersheim besucht. Kennst Du noch mehr Leute im Elsaß, die sammeln, zu denen er Kontakt aufnehmen könnte ?

Viele Grüße
Holger

_________________
UKW: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Staßfurter Imperial 60WK
BeitragVerfasst: So Jul 07, 2019 17:14 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
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Moin,
vorweg, ich habe gerade kein Schaltbild vorliegen.

Dem Roehrensatz nach ist das Geraet ein Superhet. Und da wird es schwierig, den Roehrenzustand durch Messen des Katodenstromes zu ermitteln. Denn er ist, vor allem, was die Roehren im Empfaenfgerteil angeht (auf jeden Fall die ECH11 und die EBF11, ggf. auch die EF11 (welche Roehre steckt in der NF und ist sie geregelt?)), vom Regelzustand des Geraetes, also von der Staerke des empfangenen Senders, abhaengig. Je staerker der Sender, desto weiter wird abgeregelt, desto kleiner ist der Katodenstrom. Vor allem bei dieser Roehrenserie, die zur "Harmonischen Serie" gehoert und damals als Neuerung die gleitende Schirmgitterspannung bei geregelten Systemen hatte. Davor wurde die S. mit Spannungsteilern festgelegt.

Wenn man jetzt wissen will, in welchem Zustand die Roehren sind, geht das am besten mit einem Roehrenmessgeraet, auf dem man den Elektroden die Spannungen zufuehrt, die im Datenblatt stehen und dann den sich ergebenden Anodenstrom misst.

73
Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Staßfurter Imperial 60WK
BeitragVerfasst: So Jul 07, 2019 20:20 
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Hallo,

vielen Dank für eure Hilfe.

Das Gerät geht jetzt wieder, der Fehler lag an einem fehlerhaften 300 Ohm Kathodenwiederstand der EF11. Der empfang ist allerdings immer noch recht schlecht. Ich habe auch noch ein Katzenauge gefunden das noch ein wenig leuchtet.
hf500"

Wenn man jetzt wissen will, in welchem Zustand die Roehren sind, geht das am besten mit einem Roehrenmessgeraet, auf dem man den Elektroden die Spannungen zufuehrt, die im Datenblatt stehen und dann den sich ergebenden Anodenstrom misst.
[/quote]

Okay, sobald meine prüfspannungsquelle läuft (RFT NG IV) werde ich das machen, bei dir ist nur halt gerade das Problem das die EZ12 als Anodenspannungs Gleichrichtung nen Fadenbruch hat...

Ich schreibe dann die Prüfergebnisse hier rein :)

[quote="holger66 hat geschrieben:
Nebenbei: ich habe neulich einen Radiosammler in Fegersheim besucht. Kennst Du noch mehr Leute im Elsaß, die sammeln, zu denen er Kontakt aufnehmen könnte ?


Nein da kann ich nicht helfen.

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Schöne Grüsse,
Alex :hello:

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 Betreff des Beitrags: Re: Staßfurter Imperial 60WK
BeitragVerfasst: Di Jul 09, 2019 6:30 
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Registriert: Di Mai 18, 2010 8:45
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Hallo in die Runde.
Da ich das Gefühl habe, dass an dem Gerät noch einiges zu tun ist, füge ich mal einen Schaltplan bei, der sich auf 1 Klick öffnen lässt:

https://nvhrbiblio.nl/schema/Imperial_60WK.pdf

Da Gerät besitze ich auch, und zwar seit bereits rund 35 Jahren, es ist allerdings seit vielen Jahren nicht mehr in Gebrauch genommen worden und somit wohl zunächst technisch überholungsbedürftig. Ich weiß jedoch, dass es sich seinerzeit um ein sehr empfangsstarkes und zugleich lautstarkes Radio handelte. Da muss also einiges "gehen", insoweit wäre tatsächlich zu prüfen,
a) in welchem Verschleißzustand sich die Röhren befinden
b) ob die Kondensatoren in den Bandfiltern defekt sind und
c) ob der Abgleich stimmt.


k.

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k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
(Mark Twain)


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 Betreff des Beitrags: Re: Staßfurter Imperial 60WK
BeitragVerfasst: Mi Jul 10, 2019 20:48 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
Beiträge: 1086
klausw hat geschrieben:
b) ob die Kondensatoren in den Bandfiltern defekt sind


Moin,
Du denkst an die schon in den 50ern beruechtigten Glimmerkondensatoren?

Ungluecklicherweise haben gerade bei diesem Geraet die Bandfilterkondensatoren keine Wertangabe. Ich rechne mit etwa 220pF. Sollte das zutreffen, kann man diese Kondensatoren mit Styroflexkondensatoren einfach ersetzen.
Wer diesen Typ der Glimmerkondensatoren nicht kennt:
Es sind flache Keramikwannen, in die der Glimmerkondensator eingenietet ist. Der Aufbau wird mit einer (Kunstwachs?) Vergussmasse vergossen. Und die war/ist das Problem, sie wurde schon bald rissig, der Schwefel aus den Kohlenheizungen griff die aufgebrannten Silberbelaege der Kondensatoren an und so schwand die Kapazitaet und damit die Empfangsleistung. Wegen ihrer Verlustarmut und weil es Polystyrol zu der Zeit kaum gab, sind diese Kondensatoren haeufig in Vorkriegsgeraeten verwendet worden.

73
Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Staßfurter Imperial 60WK
BeitragVerfasst: Do Jul 11, 2019 6:36 
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Registriert: Di Mai 18, 2010 8:45
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Wohnort: Unterfranken-W
Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
hf500 hat geschrieben:
klausw hat geschrieben:
b) ob die Kondensatoren in den Bandfiltern defekt sind


Moin,
Du denkst an die schon in den 50ern beruechtigten Glimmerkondensatoren?


Ja Peter, genau daran dachte ich. Ein Blick in die Bandfilter lohnt; diese Glimmerkondensatoren wurden 1939, als das Gerät vom Band lief, zuhauf verbaut. Sollten dort andere Typen verbaut worden sein, so ist ebenfalls nicht auszuschließen, dass diese nach 80 Jahren nicht mehr werthaltig sind.


Gruß
k.

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