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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Junger Sammler sucht Hilfe bei Telefunken Super Tango

Dampfradioforum

Röhrenradioforum: Das Forum für alle Freunde alter Röhrenradios, Kofferradios und Röhrentechnik!
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BeitragVerfasst: Di Jul 30, 2019 20:35 
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Registriert: Do Jul 18, 2019 20:39
Beiträge: 2
Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Zuerst einmal Hallo!
Ich sammle nun schon seit einiger Zeit verschiedene alte Techniken, hauptsächlich Büro- und Unterhaltungstechnik. Entsprechend auch Radios...
Vor zwei Jahren habe ich auf einem Flohmarkt ein ziemlich schönes Gerät - ein Telefunken Super Tango - gefunden und es für kleinen Geld mitgenommen. Nun hat es mich doch sehr gereizt, das gute Stück zum Spielen zu bringen. Bisher hatte ich nur praktische Erfahrungen mit Mechanik, sprich mit Schreib- und Rechenmaschinen. Mit Elektrotechnik hatte ich mich noch nicht allzuviel auseinandergesetzt.
Einfache Arbeiten, wie das Löten, beherrsche ich. Daher habe ich kurzer Hand ein neues Kabel (das alte war nicht mehr zu gebrauchen) eingesetzt. Das Gerät hat im Anschluss jedoch keine Lebenszeichen von sich gegeben. Versehentlich habe ich dann den Draht, der zur Einstellung der Netzspannung führt, abgerissen. Nachdem ich es wieder angelötet hatte (ich hatte da so einen Verdacht...) steckte ich das Radio erneut ein - und siehe da: die Skala leuchtete auf und nach einigen Sekunden begann das Gerät zu brummen. Einen Sender konnte ich jedoch nicht hereinbekommen (einen Lang-, Mittel- oder Kurzwellensender ohne jegliche Antenne in einem Keller zu empfangen dürfte doch recht schwer sein...).
Mit meinem eher geringen technischen Wissen habe ich beschlossen die Papierkondensatoren zu tauschen. Auf der Suche nach entsprechendem Ersatz bin ich jedoch verzweifelt...
Ich konnte kaum die Hälfte der benötigten Kondensatoren finden und für Alternativen fehlt mir leider noch das Wissen...

Daher suche ich Jemanden, im Bereich des Kreis Offenbach, Der mir nicht nur bei der Reperatur dieses tollen Gerätes helfen kann, sondern von Dem ich auch etwas Lernen kann :)



Freundliche Grüße

Leon


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BeitragVerfasst: Di Jul 30, 2019 22:57 
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Registriert: Mo Mai 07, 2018 8:18
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Wohnort: Hemsbach/Rhein-Neckar-Kreis
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo Leon,
Ich muss erstmal sagen, dass ich es cool finde wenn sich andere auch mit alter Technik beschäftigen. Ich bin 24 und hab das Hobby erst vor einem Jahr angefangen. Und habe inzwischen sehr, sehr viel gelernt. Das finde ich macht die alte Technik aus, dass man noch lernen kann, wie es funktioniert. Das geht bei Mikroelektronik bestimmt auch, mir fällt es einfacher bei diskreter Technik.
Ich hab grob ne Entfernung von 60 - 90 km, je nach dem wo du im Kreis Offenbach wohnst, ist also nicht grad ein Katzensprung.
Ich kann aber ein Buch empfehlen, dass mir echt geholfen hat: Radios der 50er Jahre von Eike Grund. Da werden einige Grundlagen behandelt und man lernt einiges über die Radios.
Zu deinem Radio: Das was ich bei Radiomuseeum.org (eine super Datenbank für alle alten Radios) gefunden habe, ist ein Allstromgerät. Sowohl der 5449 GWK als auch der WK haben laut Schaltplan keine Netztrennung. (Sollte ich mich hier täuschen, bitte korrigieren!) Ich weiß nicht, inwieweit du dich damit auskennst, aber da kann der Leiter direkt am Chassis liegen und du kannst im schlimmsten Fall dranlagen und bekommst einen Stromschlag, der einen das Leben kosten kann. Deswegen bitte das Radio im auseinandergebauten Zustand nur mit einem Trenntrafo im Testbetrieb laufen lassen, wenn du sowas hast. Hier ist ein Link, wo im Forum auch auf die Gefahr von Allstromgeräten hingewiesen wird: https://www.dampfradioforum.de/viewtopic.php?f=24&t=257
Da wird vor solchen Geräten als Einsteigergeräte gewarnt, weil das wirklich gefährlich ist!
Zu den Kondensatoren: Die Krux mit den Papierkondensatoren ist dir ja schon bekannt. Beim Ersatz kommt es nicht darauf an, die alten 2nF durch exakt 2nF zu ersetzen. Der nächste herkömmliche Wert ist bei 2,2nF. Das gilt auch bei 25nF (hier nehm ich meistens 27nF) oder bei 5nF (hier nehm ich meistens 4,7nF) usw. Die Spannungsfestigkeit muss stimmen. Das heißt bei einem alten Kondensator für 500V DC nimmt man einen neuen für 630 V DC (Standartwert). Ich hab am Anfang einige WIMAs verbaut, die lassen sich aber nicht gut einbauen, weil die für Platinen Montage gemacht sind (falls ich mich hier täusche, bitte korrigieren). Bei atr-Shop bekommst du auch axiale Kondensatoren, die lassen sich super einbauen und sehen den alten auch ein wenig ähnlich.
So genug geschrieben am späten Abend. Ich hoffe ich konnte etwas helfen.
Viele Grüße,
Raphael


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BeitragVerfasst: Mi Jul 31, 2019 6:41 
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Moin moin,
willkommen im Forum.
In Ergänzung bzw. Appellierung auf Raphaels Antwort, muss ( wie bereits geschrieben) zunächst geklärt werden, ob das Gerät mit U oder E- Röhren bestückt ist, d.h. ob GWK oder WK in der korrekten Typenbezeichnung steht.
In beiden Fällen aber ist das Gerät leider nicht NETZ getrenntt, denn es hat in der WK-Ausführung (wie ebenfalls schon geschrieben) leider nur einen Spar Trafo für die Anodenspannungserzeugung d.h. eine Netz pol liegt am Chassis ( dem Metallkörper), daher besondere Vorsicht, auch bist du gut beraten den Netzstecker bis zur fachkundigen Hilfe nicht mehr einzustecken !!!

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harry

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BeitragVerfasst: Mi Jul 31, 2019 19:50 
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Bisher schon einmal vielen Dank, gerade für den atr-Shop.
Ich bin tatsächlich schon einmal über ihn gestolpert, er ist mir bei der Suche nach den Kondensatoren aber überhauptnicht mehr eingefallen.

Auf Radiomuseum.org hatte ich mich auch schon ein wenig über das Gerät erkundigt.
Übrigens: der Röhrenbestückung nach (E Röhren) handelt es sich um das 5449 WK, einen Schaltplan habe ich mir natürlich auch schon besorgt, finde mich aber noch nicht ganz zurecht ;)

Das Radio besitzt einen eher außergewöhnlichen Chassis. Die Bauteile sind, zum Großteil, aus einer Platte aus Pressstoff montiert. Diese wiederum steht auf Metallfüßen, welche an der hölzernen Grundplatte befestigt sind. Abgesehen davon, dass mir diese fehlt, besitzt es keine Rückwand. Es muss von der Unterseite geöffnet werden, wodurch man dann den oberen Bakelit-Deckel lösen kann...
Da ich zeitgleich die Grundplatte, sowie den Deckel neu lackiere habe ich das Gerät auf eine einfache Platte geschraubt, um es besser handhaben zu können. Aufgrund des Aufbaus ist es sonst nur ein Haufen aus Bauteilen, die nur an Kabeln hängen und schlecht zu bewegen sind. Daher kann und werde ich das Radio momentan ohnehin nicht in Betrieb nehmen.

Noch einmal zu den Kondensatoren:
Auf den meisten Kondensatoren befindet sich eine Voltangabe sowohl für Gleich- als auch für Wechelstrom. Ist die Wechselstromangebae zu vernachlässigen?
Andere wiederum besitzen nur eine explizite Angabe für Wechselstrom (Bsp.: 5000pF 250V~).
Ich habe mich nach langem Lesen dazu entschlossen die PaKos durch Polypropylenkondensatoren zu ersetzen. Ist das geeigneter Ersatz?

Freue mich auf weiter Hilfe!

Freundliche Grüße
Leon


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BeitragVerfasst: Mi Jul 31, 2019 20:20 
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Moin moin Leon,
Der Kondensatorersatz ist damit möglich, diese sollten mind. bis 400V/DC Spannungsfest sein, besser noch bis 630V, wichtig auch die Elkos wechseln, Auch hier mind. 350V für die Verwendung zur Siebung der Anodenspannung, bei den anderen genügen die aufgedruckten Spannungswerte

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harry

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BeitragVerfasst: Mi Jul 31, 2019 20:29 
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Hallo Leon,
für 2 Kondensatoren solltest Du Y2-Typen verwenden (gibt's zB bei Conrad). Diese sind an der Antennen und an der Erdbuchse. Vorsicht auch an der TA-Buchse, da liegt dann je nachdem wie du den Netzstecker reinsteckst die volle Spannung an! Am besten zukleben.

Alfred


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BeitragVerfasst: Mi Jul 31, 2019 20:36 
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Hallo Harry, wenn ich den richtigen Plan habe ist der Trafo nur für die Heizung da.

Alfred


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BeitragVerfasst: Mi Jul 31, 2019 20:46 
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Richtig Alfred, deswegen auch nicht Netzgetrennt
Danke für die Berichtigung der Kondensatoren Type im AC-Netz Kreis

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