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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Nordmende Carmen 59 - Bitte um Hilfe

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 Betreff des Beitrags: Nordmende Carmen 59 - Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: Fr Jan 03, 2020 17:50 
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Registriert: Fr Jan 03, 2020 17:37
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo liebe Freunde alter Radios,

ich versuche mich aktuell daran, ein Nordmende Carmen 59 wieder zum Leben zu erwecken. Zunächst ging fast nichts, jetzt bin ich nach einiger (also viel) Arbeit gefühlt kurz vor dem Abschluss, das letzte verbleibende Problem bereitet mir allerdings seit einiger Zeit Kopfzerbrechen:
Bei Einschalten UKW wird nach Aufwärmen aller Röhren die EM84 unabhängig von der Empfangsfeldstärke voll ausgesteuert, der Empfang ist in diesem Modus vorhanden aber sehr schlecht. Meine Vermutung, ist dass sich ZF aufschwingt (Messung zeigt zur Vollaussteuerung der EM84 passende Ratio von ca. -21V). Beim Herummessen im Gerät ist mir aber folgendes Verhalten aufgefallen: Wenn ich eine Messspitze (oder einfach ein Stück Draht) an Pin 2 oder Pin 6 der ECH81 anschließe, stabilisiert sich plötzlich alles und das Radio läuft ganz wie es soll: Spitzenempfang, kein Rauschen, korrekt aussteuernde EM84. Nun halte ich es für keine nachhaltige Reparatur, dauerhaft ein Stück Draht an Pin 6 der ECH81 zu löten, sondern will gerne den Quell des Problems finden. Wer kann mir hier Hinweise zur weiteren Fehlersuche geben?

Was ich an dem Gerät bereits gemacht habe: Alle Teerkondensatoren u. Malzbonbons getauscht, Netzelkos erneuert, Ratioelko erneuert, quasi alle Widerstände und verbleibende Kondensatoren durchgemessen (außer denen in den Bandfiltern). Außerdem habe ich den ganzen Tastensatz wieder gängig gemacht und mit flüchtigem Kontaktspray behandelt (mit Erfolg, es gibt kein Krachen mehr bei Tastenbetätigungen). Weiterhin habe ich einige Spannungen gemessen: Die Anodenspannungen sind alle da, wenn auch zu hoch im Vergleich zu den Angaben im Schaltbild (das liegt aber m.E. daran, dass ich mit einem modernen Digitalmulti messe und nicht wie im Plan angegeben mit 1000 Ohm/V), auf jeden Fall hat das Radio genug Saft. Weiterhin ist z.B. auch die Spannung an Pin 2 der ECH81 m.E. da, wo sie sein sollte (circa -0,7V). Die Röhren heizen alle, außerdem habe ich alle Röhren auch schon probehalber gegen vorrätige, frische Ersatzröhren getauscht. Gearbeitet wurde nach dem Schaltplan, den ich auf radiomuseum.org gefunden habe.


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BeitragVerfasst: Fr Jan 03, 2020 19:31 
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Registriert: Do Dez 27, 2007 23:19
Beiträge: 8130
Wohnort: östliches Niedersachsen
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Nach Deiner Beschreibung ist zu vermuten, dass die Ursache im Bereich des Heptodensystems der ECH81 liegt. Ich würde in diesem Bereich insbesondere alle ausgetauschten Kondensatoren auf richtigen Wert und richtigen Anschluss überprüfen. Wurden diese an genau den Punkten angeschlossen wie die alten Kondensatoren und haben sie etwa die gleiche Einbaulage? Außerdem die Schaltkontakte a7-a8-a9 und q4-q5 sowie die Röhrenfassung auf einwandfreie Kontaktgabe überprüfen.

Wenn in diesen Bereichen kein Fehler vorhanden ist, könntest Du testweise einen zusätzlichen Kondensator mit ein paar nF von Stift 1 der ECH81 nach Masse bzw. von Anschluss 3 des auf die ECH81 folgenden Bandfilters an Masse schalten. Wenn das Schwingen dann weg ist, stimmt etwas mit der Neutralisation der ECH81-Heptode nicht. Diese ist normalerweise unkritisch, die meisten Radios haben dort keine Neutralisation, aber bei diesem haben die Entwickler den Kondensator C112 so geschaltet, dass sich in Verbindung mit C115 eine gewisse Neutralisation ergibt. Du könntest auch testweise C112 con C115 bzw. dem Stift 1 der ECH81 trennen und direkt an Masse legen, das entspricht dann der Schaltung der allermeisten Radios.

Lutz


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BeitragVerfasst: Sa Jan 04, 2020 12:55 
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Registriert: Mo Feb 16, 2015 10:47
Beiträge: 242
Wohnort: Hohenlohe
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
....Wer kann mir hier Hinweise zur weiteren Fehlersuche geben?...

wieso gibst Du dann im Profil Deinen Wohnort nicht an ?

Gruss
Rudi


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BeitragVerfasst: Sa Jan 04, 2020 16:18 
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Registriert: Fr Jan 03, 2020 17:37
Beiträge: 2
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo Lutz,

vielen Dank für die schnelle und zielgenaue Hilfe! In der "Nähe" der ECH81 waren fast nur unauffällige Kerkos vorhanden, da habe ich nichts getauscht. Im NF-Bereich habe ich die neuen Ersatzkondensatoren nicht unbedingt genau da eingelötet, wo sie vorher waren, sondern an besser zugänglichen (natürlich schaltungstechnisch äquivalenten) Stellen. Ich habe daher den Rest deines Rates befolgt und nach erneuter Prüfung der Röhrenfassung und der Schaltkontakte (ich nehme an du meintest o7-o8-o9 und nicht a7-a8-a9) und keinen weiteren Auffälligkeiten wie von dir vorgeschlagen 4,7nF zwischen Anschluss 3 des Bandfilters II und Masse eingebracht. Zwischen Pin 1 der ECH81 und Masse befindet sich ja bereits eine Kapazität von 5nF. Nach Einbau dieser zusätzlichen Kapazität läuft das Radio wie neu! :danke:

@Rudi: Was hat mein Wohnort mit meinem Problem zu tun?


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BeitragVerfasst: Sa Jan 04, 2020 17:45 
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Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Hallo Namenloser,

natürlich meinte ich o7-o8-o9. In meinem Schaltplan sehen die o's wie a's aus, aber ein Blick auf die schematische Darstellung der Tastaturkontakte zeigt, dass auf jeden Fall o richtig ist.

Ob die keramischen Kondensatoren im Bereich der ECH81 wirklich in Ordnung sind? Irgendwas muss diesen Fehler schließlich verursachen. Von einem Serienfehler, der bei diesen Geräten solche Symptome hervorruft und ein Zeichen für kritische Schaltungsauslegung oder Konstruktion wäre, habe ich noch nie gehört. Also muss es ein Bauteil- oder Kontaktfehler sein. Keramische Kondensatoren altern zwar nicht so systematisch wie Papierkondensatoren, aber nach 61 Jahren kann durchaus einer kaputtgegangen sein - ich tippe auf C112 oder C115.

Freut mich, dass es funktioniert - auch wenn die eigentliche Ursache nicht beseitigt ist.

Lutz


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BeitragVerfasst: Sa Jan 04, 2020 18:50 
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Registriert: Mo Feb 16, 2015 10:47
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Wohnort: Hohenlohe
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
hallo Namenloser ohne Wohnsitz

.....Was hat mein Wohnort mit meinem Problem zu tun?.....

kannst Du Dir nicht vorstellen, dass sich dann evtl. ein Sachkundiger aus Deiner Nähe meldet und Dir Hilfe anbietet ?
Im Parallelforum ist sinnvollerweise die Angabe des Wohnortes Pflicht und das hat schon oft geholfen.

Glückwunsch, dass Du es auch so hingekriegt hast

Güssle
Rudi


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