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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Plattenspieler für TFK Concertino 55 gesucht

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BeitragVerfasst: Mo Jun 12, 2017 16:49 
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Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Ich nehme es gleich mal vorweg, ich habe keine Ahnung von nüscht.
Ich habe aber ein TFK Concertino 55 und das Ding hat i.m.h.o einen schönen Sound.
Und es hat eine Taste die heißt Platte, das macht mich neugierig.
Ich möchte also an dieses Gerät, sofern der Schalter richtig schaltet und es der Eingang richtig tutet,
einen Plattenspieler anschließen.

Was ich glaube verstanden zu haben ist, Keramik- oder Kristallabnehmer muss es sein, juti.
Oder eben mit Vorverstärker, ich meine aber nö, will ich nicht.

Kann mir jmd. einfach was empfehlen?
Ich höre so ziemlich alle Musikarten, mein Qualitätsanspruch ist nicht ambitioniert. Spaß muß es machen.
Wichtiger ist der Plattenspieler sieht passend gut aus und sollte oben drauf seinen Platz finden.
Und, l.b.n.l. , kein Vermögen kosten.

Vorab schon mal Danke und sonnige Grüße.


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BeitragVerfasst: Mo Jun 12, 2017 20:10 
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Beiträge: 477
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Hallo,

welches Concertino 55 hast Du?

Da gibt es nämlich drei verschiedene Ausführungen!

Wenn Du einen 55 GW hast, würde ich vom Anschluss eines Fremdgerätes dringen abraten, da dies ein sogenannter Allstromempfänger ist, bei dem wenn es dumm läuft die Phase der Steckdose am Chassis und somit der Gerätemasse liegt.

Generelle Frage: Wurde das Gerät schon einmal durchgesehen und potenziell gefährliche Kondensatoren ersetzt?
Falls nein, wäre das die nächste dringende Aktion, damit Du noch lange Freude an dem Gerät hast.

Nun zur eigentlichen Fragestellung.
Wie Du richtig bemerkt hast, kommt für so ein Gerät nur ein Plattenspieler mit Keramik- oder Kristallsystem in Frage.
Allerdings haben solche Spieler, auch die modernsten, relativ hohe Auflagekräfte im Bereich 3 - 5 Gramm.
Ein typischer Spieler dieser Art wäre ein DUAL 1214.
Darunter leiden auf die Dauer Deine Schallplatten!
Daher wäre anzuraten, doch einen Vorverstärker zu benutzen und einen Plattenspieler mit Magnetsystem zu benutzen.

Es muss ja nicht unbedingt ein neuer sein, z.B. ein DUAL 1218 ist ein sehr guter Plattenspieler aus den 70-ern.


Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Di Jun 13, 2017 9:59 
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Registriert: So Mär 05, 2017 12:38
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Hallo zusammen,

muss es denn ein Plattenspieler sein? An den Eingang kann man auch einen CD-Player, MP3-Player, Soundkartenausgang oder andere Geräte anschließen.

Der von Martin erwähnte Dual 1218 bzw 1214 aus den 70ern passt optisch nicht wirklich zu einem 50er-Jahre-Gerät.
Und die alten 50er-Jahre-Kristalltonabnehmer sind ziemliche Plattenfräsen, da würde ich keine neuere Platte mit abspielen wollen.

Wichtig ist auch der technische Zustand des Concertino 55, wie erwähnt keinen Allstromer nehmen, erkennbar an dem GW in der Bezeichnung an der Rückwand und an U-Röhrenserie im Gerät. Sehr hohe Stromschlaggefahr, weil keine Netztrennung.
Bei normalen Wechselstromgeräten mit E-Röhrenserie sollten die Problemkondensatoren getauscht sein, ich hatte selbst mal vor über 20 Jahren auf einem eingesteckten Gerät die Lötbahnen weg gegrillt, als an einem Gerät der Entstörkondensator auf Gerätemasse durchschlug. Ein neuerer Tuner, der ebenfalls irgendwo mit dran hing, hat das nicht überlebt. Stromschlaggefahr besteht hier nur durch überalterte, defekte Bauteile und Arbeiten am geöffneten, eingesteckten Gerät.

Freundliche Grüße,
Arnold


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Dateikommentar: solche simplen Adapter Klinke auf DIN und DIN auf alte Norm findet man manchmal noch auf dem Flohmarkt, kann man aber auch selbst bauen
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BeitragVerfasst: Di Jun 13, 2017 18:34 
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Ein wichtiger Hinweis an alle Laien, die vielleicht jetzt anfangen, auf Flohmärkten nach so einem Adapter zu suchen:

Bitte so einen Adapter auf keinen Fall an Allstrom-Radios (wie oben erwähnt) oder an Radios mit Spartrafo verwenden. Dadurch, dass bei solchen Radios an der Plattenspielerbuchse Netzspannung anliegen kann, besteht nicht nur Zerstörungsgefahr für das angeschlossene Gerät, sondern vor allem auch Lebensgefahr. Wenn unbekaannt ist, ob das Radio zu diesen Kategorien gehört, bitte hier im Forum nachfragen!

Gerade vor ein paar Tagen musste ich einen CD-Player für tot erklären, dessen Ausgang aus genau diesem Grund gegrillt worden war. Der Besitzer hat es zum Glück nicht abgekriegt.

Die Entstörkondensatoren, die bereits erwähnt wurden, können dasselbe verursachen. Auch deshalb ist die Revision eines alten Radios Pflicht! In einem Punkt kann ich aber Entwarnung geben: Das Concertino 55, um das es hier geht, hat keine solchen Kondensatoren. Trotzdem sollte es im Interesse der Betriebssicherheit unbedingt durchgesehen werden.

Lutz


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BeitragVerfasst: Di Jun 13, 2017 20:41 
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Beiträge: 128
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Ergänzung zu Lutz:

Der Adapter auf die alte Stecker-Norm selbst ist nicht die Gefahr, sondern die individuelle Beschaltung und der Zustand der Kondensatoren im Radio. Ansonsten kann man sich das Ding mit zwei Bananensteckern und dem jeweilig benötigten Steckern wie Cinch, Klinke oder DIN selber bauen, der Mittelpin des alten Steckers liegt zusammen mit dem einen Seitenpin auf Masse, ist auch eine Art Verpolungsschutz, wenn falsch herum gesteckt kein Ton. Und versehentlich in die Steckdose stecken ist wegen dem Mittelpin auch nicht. Bei Eigenbau-Ausführung mit Bananensteckern kann es dann bei Verpolung brummen, weil der Mittelpin als Verpolungsschutz fehlt.

Es gibt außerdem noch Geräte mit Spartrafo ohne Netztrennung, die haben zwar E-Röhren, aber sind genauso gefährlich wie die Allstrom-Geräte ohne Netztrennung. Und dann noch Geräte mit Netzantenne nicht vergessen.

:arrow: Der Teufel steckt also im Detail. :!:

Das gilt auch für den Anschluss von Zusatzlautsprechern. Wie man in meinem Bild oben sehen kann, habe ich den Anschluss abgeklebt, da der Nordmende 186WUV einen 7000Ohm-Ausgang vor dem Übertrager hat. D.h. da liegt die volle Anodenspannung 250V an, das zwiebelt auch ganz gut und verträgt sich nicht mit 4-8 Ohm-Standardlautsprechern.

Im Übrigen hat mein Gerät mit den durchgeschlagenen Entstörkondensatoren (Saba Freiburg 11) bereits runde DIN-Buchsen, wie sie bis in die 1980er üblich waren.

Freundliche Grüße,
Arnold


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BeitragVerfasst: Mi Jun 14, 2017 10:12 
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Registriert: So Jun 11, 2017 10:47
Beiträge: 2
Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Hallo an alle,
danke für eure klaren Worte.
Was ich glaube verstanden zu habe ist, das Gerät sollte auf alle Fälle von jmd. mit Sachverstand durchgeschaut werden. Ich muss gestehen das sich meine Leidenschaft, mich mit all dem intensiver auseinanderzusetzen, in Grenzen hält. Es war eine nette Idee, aber der Aufwand ist mir zu groß. Euch trotz alledem vielen Dank für eure Antworten.
Wünsche allen einen schönen Sommer.


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BeitragVerfasst: Mi Jun 14, 2017 19:52 
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Registriert: So Mär 23, 2014 21:00
Beiträge: 477
Wohnort: Esslingen
Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Hallo,

nenne uns doch mal Deinen Wohnort, möglicherweise findet sich ja in Deiner Nähe ein Forumskollege, welcher an Deinem Concertino die nötige Durchsicht samt Ersatz problematischer Bauteile durchführt.

Dabei sind die Bauteile, wenn nicht gerade teure Röhren benötigt werden, relativ preiswert!
Die Kondensatoren sind gewissermaßen Centartikel.

Ich selbst habe im letzten Herbst für einen Arbeitskollegen ein Nordmende-Gerät des Baujahrs 1953 aufgearbeitet.
Da war der Materialeinsatz gerade mal ca. 15,-€.
Und glaube mir, wie die Geräte nach diesen Maßnahmen spielen, ist schon beeindruckend.


Grüße

Martin


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