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 Betreff des Beitrags: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 10:32 
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Hallo Zusammen,

ich habe jetzt mein erstes Gerät mit o.g. Endröhre: ein Nordmende Fidelio V300.
Beim Stöbern im Netz findet man ja durchweg Negatives über diese Röhre: fehlerträchtig, verschleissfreudig usw.
Der Eine rät zur Umrüstung mittels Adapter auf 2xEL95 (wird auch so bei BTB angeboten), ein Anderer zur Absenkung der Anodenspannung auf ca 200V.
Da das Gerät als Alltagsgerät zum täglichen Betrieb vorgesehen ist, habe ich natürlich keine Lust, mir einen teuren Vorrat an ELL80 zuzulegen, um diese evtl alle paar Monate tauschen zu müssen.
Wie sind Eure Meinungen dazu?

LG
Dirk

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 11:29 
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Hallo Dirk,

die ELL80 ist wohl nicht schlechter als andere "Verbundröhren". Durch den Umstand, dass zwei Endröhren in einem Kolben untergebracht sind, taucht die Problematik des Gitterstromes (bedingt durch thermische Überlastung, z.B. durch Überschreiten der zulässigen Anodenverlustleistung), natürlich häufiger auf.

Im Falle des Fidelio würde ich bei einem überarbeiteten Gerät keine Bedenken sehen. Die ELL80 "verträgt" eine maximale Anodenverlustleitung von 6W pro System, also 12W total. Laut Schaltbild beträgt die Verlustleistung jedoch "nur" 4,7W pro System, also knapp über 2/3 des zulässigen Wertes. Die wird da gar nicht richtig gefordert...

Grüße,

Jörg

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 12:24 
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Hi Dirk.
Wenn du das Teil ständig in Betrieb hast, löt dir nen Adapter und nimm die EL95. Würde ich so mache, weil ich davon ne Menge hab und die auch günstig zu kriegen ist.
Von Lorenz gabs auch mal die Empfehlung auf die ECLL800 zu gehen. Such mal nach Umbauanleitung. Was die allerdings kostet hab ich nicht geguckt.
Grüße,
Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 15:29 
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Hallo,

so oft gehen die ELL80 nun auch nicht defekt. Das Umrüsten auf die noch seltenere und teurere ECLL800 bedeutet einen Schritt vom Regen in die
Traufe. Ich persönlich mag beide Röhren nicht.

Eine Umrüstung auf EL95 ist erst dann anzuraten, wenn die ELL80 wirklich defekt ist - auch die EL95 verfügt nicht über das ewige Leben und die Robustheit
einer EL84. Die EL95 ist aber ein guter Kompromiss, weil man zum Beispiel beim Versagen einer Röhre nicht gleich zwei verschrotten muss, wie das bei den
Doppelendröhren zwingend der Fall ist.

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...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 17:44 
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Die Aussage von Jörg möchte ich unterstreichen.
Selber habe ich recht häufig ein Tannhäuser 8004 in Betrieb. Der läuft seit ca. 8 Jahren mit dem verbauten Satz Endröhren. Keinerlei Probleme damit.
Die immer wieder zu lesende Panikmache um die ELL80 kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen. Alles was ich da bisher in der Hand hatte war funktionsfähig. Wenn überhaupt was auszumachen ist, dann sind es thermische Probleme in der Umgebung der Röhre. Das kann man selbiger aber nicht anlasten.

paulchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 18:35 
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Elektrostefan158 hat geschrieben:
Von Lorenz gabs auch mal die Empfehlung auf die ECLL800 zu gehen.


Ich vermute diese Empfehlung stammt aus einer Zeit wo die ELL80 soeben nicht mehr produziert wurde, aber die ECLL800 noch erhältlich war. Ich hatte mal eine Carmen hier wo die ECLL800 durch ein 3er-Gebilde aus 2 x EL95 und 1 x EC92 ersetzt war. Das Radio läuft seit vielen Jahren immer noch problemlos bei einem Bekannten.
Die guten Erfahrungen mit den Verbundröhren kann ich ansonsten bestätigen. Ich hatte anteilmäßig nicht mehr Ausfälle als mit EL84 oder anderen Röhren auch. Hatte aber auch noch kein Gerät hier wo die Röhre im Grenzbereich betrieben wurde.

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Gruß,
Jupp
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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 18:44 
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Hallo die Leser.

Diese Empfehlung stammt eindeutig mit LOGO aus dem Hause LORENZ.
Weil man die ELL80 aus dem Angebot nahm und dafuer eine Anweisung gab wie eine ECLL800 als ELL80 zu schalten sei.
johann


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 19:36 
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Hallo,
kann die teilweise kursierende Panikmache bei dieser Röhre auch nicht nachvollziehen. Habe hier ein Grundig Steuergerät mit zwei dieser Endröhren. Die Originalbestückung ist noch voll leistungsfähig.
Dann hatte ich einen Grundig NF10 aus der Hifi-Bausteinserie, auch hier war volle Leistung da bei Originalbestückung.
Und in beiden Geräten wird die Maximalleistung bei AB-Gegentaktbetrieb mit ca. 8 Watt je Kanal ziemlich voll ausgenutzt...
Also zusehen daß die Arbeitsbedingungen der Röhre stimmen und: no panic with ELL80! :mrgreen:

_________________
Viele Grüße

Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 19:42 
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Beiträge: 1882
Wohnort: Braunschweig
Hallo,
die meisten ELL80 bzw. ECLL800 dürften wegen defekter Koppelkondensatoren ausgefallen sein. Da man diesen ohnehin überprüfen bzw. tauschen sollte, werden die neuen ELL80 ohnehin länger halten.

Gruß
Roland


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 19:59 
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Beiträge: 2853
Wohnort: Rigodulum
Bei meinem Saturn Stereo hat eine ELL80 rote Backen gemacht,weil diese ihren eigenen sockel Ausgelötet hatte. Wackler,une schon rote Backen,die Röhre war wohl deshalb auch sauer.

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Mfg.
Mario


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Mo Mär 17, 2014 20:12 
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Die ELL80 ist absolut ok.
Ich würde statt eines Umbaus,verknorztem Betrieb unter verringerter Anoden-,Schirmgitterspannung,
mir die verbauten Fassungen ansehen.
Dass man die jeweiligen Arbeitsbedingungen durch einwandfrei "dichte" Koppelkondensatoren sichert,ist das nicht selbstverständlich?
Die Röhren entwickeln viel Abwärme,die verbauten Fassungen waren dem wenig gewachsen!
Durch die dann eintretende recht wacklige Kontaktsicherheit,werden die ELL,ECLL "vergewaltigt".
Wer den oft verbauten Schrott,der im Laufe der Jahre seine erwarteten Eigenschaften völlig vergessen hat,ersetzt,braucht diese Diskussion sicher nicht.
Der Ersatz sollte in Form von guten Keramik Ausführungen sein.
Hochwertige aus Keramik kann man z.B. für wenig Geld aus geschlachteten Industriegeräten gewinnen.
Meine Geräte mit ELL,ECLL haben "neue" bekommen,und gut war,und ist es.

Claus

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Wer mit der Röhre hört,der hört,wie es richtig röhrt :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Di Mär 18, 2014 10:37 
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Hallo Zusammen,

also Eure Kommentare haben mich davon überzeugt, das Original-Rohr da zu lassen, wo es ist, nämlich im Gerät :mrgreen:
Alle bösen Cs wurden vom Vorbesitzer schon erneuert, von daher wird auch der Arbeitspunkt stimmen.
Trotzdem habe ich mir zur Vorsicht mal so einen Adapter inkl 2x EL95 bestellt.

Interessieren würde mich aber ein Umbau auf ECLL800 bei diesem Gerät in der Praxis wohl schon.
Damit würde doch dann die Vorstufen-Röhre ECC83 auch weg fallen?

LG
Dirk

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Di Mär 18, 2014 10:55 
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Hallo Dirk,

nö, die würden nicht wegfallen. Bei der ECLL800 wird lediglich die Triode nicht benutzt. Diese LORENZ Umbauanleitungen sind etwas mit Vorsicht zu genießen, denn nicht immer ist ein Ersatz mit anderen Röhren schaltungstechnisch möglich.
Bei der ELL80 sind die Schirmgitteranschlüsse beider Systeme getrennt herausgeführt, so dass man diese Röhre in Gegentaktschaltungen in Ultralinearschaltung betreiben kann (gab's sowas?). Bei der ECLL800 sind die Anschlüsse intern verbunden, da man bedingt durch die limitierte Pinzahl von 9 einen Anschluss "freischaufeln" musste um einen Anodenanschluss für die Triode zu bekommen.

Im Fidelio würd's gehen...

Grüße,

Jörg

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Di Mär 18, 2014 11:00 
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Novus2011 hat geschrieben:
Interessieren würde mich aber ein Umbau auf ECLL800 bei diesem Gerät in der Praxis wohl schon.
Damit würde doch dann die Vorstufen-Röhre ECC83 auch weg fallen?

LG
Dirk


das wäre ein tiefgreifender Eingriff der einige Umdimensionierungen erfordert. Die Diskussion darüber kann man in rm nachlesen:

Schaltplan für ECLL800E

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen zur ELL80
BeitragVerfasst: Di Mär 18, 2014 11:19 
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Hallo Franz-Josef,

richtig, schon aus diesen Gründen ginge es nicht...

Habe in meinem Fundus eine Ersatzröhre der ECLL800, die ich nur als Kuriosum betrachte und noch nie in Gebrauch hatte. Es ist ein industriell gefertigter Adapter mit 3x EL95, wobei eine als Triode beschaltet ist. Urgs! :wink:

Grüße,

Jörg

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