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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: So Jun 11, 2017 10:42 
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TheJukeboxMan hat geschrieben:
Diese EM80 ist auf jedem Fall noch in einem guten Zustand und ich werde ihr einen Schalter spendieren, mit dem man sie ausschalten kann, um die Leuchtschicht zu schonen.

Das ist im Prinzip eine gute Idee. Aber eine Röhre, die über längere Zeit ohne Anodenspannung betrieben wird, lässt ebenfalls nach. Deshalb würde ich entweder die Anodenspannung nicht ganz abschalten, sondern parallel zum Schalter einen hochohmigen Widerstand, z.B. 470 k Ohm, schalten. Oder die Heizung abschalten.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: So Jun 11, 2017 11:28 
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Hallo Lutz,
Danke für den Hinweis!
Ich hatte geplant, die Heizung abzuschalten und die Anodendpannung zu belassen. Dann muss ich zwar immer kurz warten, bis die EM80 (nicht mehr) leuchtet, aber das stört mich nicht.
So einen Umbau habe ich bereits bei meinem Grundig 3035 durchgeführt, dort leuchtet die verbaute EM85 auch noch sehr schön. Das Abschalten der Heizung funktioniert dort problemlos.
Gruß und einen schönen sonnigen Sonntag,
Marvin

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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: So Jun 11, 2017 13:36 
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Es gibt leider nicht so tolle Neuigkeiten zu der Musiktruhe:
Da die Lautstärkeverstellung nicht funktionierte, habe ich das Chassis wieder aus der Truhe ausgebaut und erstmal das Naheliegendste überprüft - das Poti für die Lautstärke.
Leider fand ich dort schon einen Fehler - beim drehen des Potis änderte sich der Widerstand nicht, er blieb konstant. Der Widerstand änderte sich je nachdem, an welche Anzapfungen ich das Messgerät angeschlossen habe.

Also habe ich das Poti ausgebaut und komplett zerlegt und gereinigt. Ich habe ewig an dem Poti gebastelt, ich habe es nicht hinbekommen. Ich habe das gesamte Poti mehrmals gereinigt und auch die Kontaktflächen gesäubert, aber sobald ich das Poti zusammenbaue, steigt es immer an irgendeiner Stelle aus. Manchmal funktioniert es einwandfrei, bis ich die letzte Metallscheibe aufsetze, manchmal funktioniert es schon nicht mehr, wenn ich auf die Kontaktbahnen die Isolierscheibe lege. Ich weiß nicht, woran der Fehler liegt, alles ist sauber und die Kontakte haben einwandfreien Durchgang.
Ich werde ein Thema im Kleinanzeigen-Bereich eröffnen, wo ich nach einem neuen Poti suchen werde.
Sollte irgendjemand Ideen haben, wie ich das Poti noch retten kann kann, bin ich natürlich gerne offen. Da ich das Poti aber schon oft wieder zusammengebaut und dann wieder zerlegt habe, weil ich festgestellt habe, dass es wieder nicht funktioniert, sind die Biegelaschen zum verschließen mittlerweile schon ziemlich brüchig, allzuoft werde ich das Poti nicht mehr zusammenbauen können, bis es nicht mehr hält.

EDIT: Hier die Anzeige für das Potentiometer: http://dampfradioforum.de/viewtopic.php?f=64&t=26347

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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: So Jun 11, 2017 18:29 
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Nachdem mich Lutz in meiner Such-Anzeige auf die Pinbelegung des Potis hingewiesen hat, bin ich stutzig geworden und habe nun festgestellt, dass das Poti doch einwandfrei funktioniert (siehe meine Antwort im Thema).
Also habe ich das Poti wieder komplett zusammengebaut und in das Radio eingebaut.
Nachdem ich alles zusammengesetzt hatte und das Chassis abermals in das Gehäuse eingebaut hatte, steckte ich das Radio nochmal ein und spielte mit der nun funktionierenden Lautstärkeregelung :super: .
Das Gerät lässt sich wirklich richtig laut drehen und der Bass, den der Tieftöner produziert, ist wirklich beachtenswert. Das hätte ich für so ein altes Gerät nicht erwartet!
Dreht man die Bässe aber zu weit auf, wird es dann doch unangenehm, man muss den Bass schon ein Stück zurückdrehen, damit der Klang zufriedenstellend ist.
Die beiden Hochtöner machen ihre Arbeit auch sehr gut - der Sound kann wirklich sehr höhenlastig und klar werden, wenn man den Höhenregler ganz aufdreht.
Bzgl. des Klangs bin ich also von der Arbeit, die Tonfunk hier geleistet hat, absolut begeistert.
Auch der Empfang ist einwandfrei - es lassen sich viele Sender empfangen und die Sender können auch in guter Qualität abgespielt werden.
Die Skalenbeleuchtung ist mit den zwei 6,3V Birnen aber schon sehr schwach im Vergleich zu anderen Geräten - vermutlich hat der vorherige Besitzer deswegen auch die Birnen mit 7V eingebaut, diese sind doch deutlich heller. Mal schauen, was ich da mache, denn mit den 7V-Birnen wird der Trafo ja um 400mA mehr belastet...

Als nächstes werde ich mich nun um den Ein- und Ausschalter kümmern und das Poti noch ein letztes Mal ausbauen, da ich komplett vergessen habe, es frisch zu fetten, wodurch es nun beim drehen doch etwas hakt. :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: Sa Jul 01, 2017 19:48 
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Mittlerweile ist die Musiktruhe größtenteils fertiggestellt.
Das Poti wurde von mir nochmal zerlegt, gereinigt und gefettet, woraufhin es sich deutlich flüssiger und besser drehen ließ. Zudem musste ich die zwei gebrochenen Biegelaschen kleben, die den Schleifer in Position hielten, da man den Kontakt unterbrechen konnte, wenn man leicht am Drehknopf zog.

Um das Radio an die neue Netzspannung von 230 V anzupassen, habe ich einen 56 Ohm Widerstand zwischen die Netzzuleitung und die Sicherung geschaltet.
Ursprünglich wollte ich eigentlich den Widerstand nach der Sicherung schalten, da das aber nicht ging (der Sicherungshalter ist auf einer Pertinax-Platte vernietet und läuft danach direkt in den Trafo), musste ich das leider alternativ so machen. Ich denke aber, dass das Sicherheitsrisiko nicht so hoch ist, da ich alles mit Schrumpfschlauch geschützt habe. Befestigt habe ich den Widerstand mit Wärmeleitkleber am Chassis, wodurch er auch sehr kühl bleibt:

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Auch um die Ferrit-Antenne habe ich mich gekümmert: Zwei Drähte waren abgerissen. Nach dem anlöten funktioniert die Antenne nun auch problemlos.

Der Schalter war auch ein Problemkandidat: Der originale Schalter schaltete nicht mehr ein, er hatte nie Durchgang. Nachdem ich diesen entfernt hatte, habe ich in meiner Kiste gekramt und einen Schalter gefunden, den ich mal aus einem Heizlüfter ausgebaut hatte. Dieser hatte die Aufgabe, beim umfallen des Heizlüfters die Stromzufuhr zu kappen, sodass der Lüfter nicht mehr weiterläuft. Er war also praktisch als Taster ausgeführt, der Durchgang hatte, wenn man ihn drückte.
Dieser Taster hatte die perfekte Form und Größe, um ihn an dem neuen Einsatzort zu montieren.
Da der Stift, der den originalen Schalter schaltete, zu kurz war, um den neuen Schalter zu schalten, musste ich ihn mit einer größeren Niete verlängern. Diese Niete fällt aktuell immer mal wieder ab und man muss von unten durch die Service-Klappe die Niete neu montieren. Mal schauen, evtl. klebe ich die Niete mal an den Stift an.
Den Schalter habe ich übrigens mit Heißkleber befestigt.
Hier ein Bild von der gesamten Konstruktion:

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Das ganze funktioniert einwandfrei, hat aber den Schönheitsfehler, dass das Radio bereits ausschaltet, wenn man den Schalter noch gar nicht ganz heruntergedrückt hat, d.h. die Tastenmechanik umschaltet, denn dann ist der Stift schon so weit oben, dass er den Schalter nicht mehr weit genug herunterdrückt. Wirklich stören tut mich das nicht, aber wenn man eben von dem Fehler weiß, dann merkt man das natürlich. Mal schauen, evtl. bekomme ich den originalen Schalter doch wieder zum laufen (die Einzelteile habe ich hier).

Anschließend habe ich noch das ganze Messing poliert: Die Knöpfe und die Zierleisten. Mit meinem Bohrschleifer hat das ganz gut geklappt, wobei die Zierleiste um die Skalenscheibe herum nicht komplett sauber geworden ist.

Leider sind mir beim polieren zwei Missgeschicke passiert: Einerseits habe ich aus Versehen die "Zierleiste" ganz unten an der Truhe poliert. Das war aber kein Messing, sondern einfach nur Plastik, was aber wie angelaufenes Messing aussah. Als es ziemlich stank und das verbrannte Plastik unter der Polierpaste zum Vorschein kam, wusste ich, dass ich wohl einen Fehler gemacht habe.
Die Leiste sah danach, zumindest an den Stellen, wo ich poliert hatte, schon ziemlich ramponiert aus. Nach dem abkratzen des schwarzen Plastiks bin ich in den Baumarkt meines Vertrauens gegangen und habe eine Dose mit glänzendem Gold-Lack für kleines Geld erstehen können. Zuhause habe ich die Leiste dann damit besprüht. Das Endergebnis kann sich sehen lassen, auch, wenn man bei genauem hinsehen schon noch unschöne Stellen erkennen kann. Wenn man aber normal vor der Truhe steht und nicht mit dem Gesicht an der Plastik-Leiste klebt, fällt das auch nicht weiter auf.
Andererseits habe ich beim entfernen der Messingzieleiste bei einem Knopf nicht richtig aufgepasst und versehentlich ein Stück des Knopfes weggebrochen. Ich konnte das zwar mit Epoxy-Harz kleben, man sieht aber die weggebrochene Stelle deutlich und man spürt auch, dass diese Stelle nicht ganz eben ist.
Richtig schlimm ist das aber definitiv nicht, dennoch werde ich mal Ausschau nach einem Ersatz-Knopf halten. Wenn ich über einen stolpere, kann ich diesen als Ersatz verwenden.

Die Rückwand habe ich mit Leim und ein paar Schraubzwingen wieder einigermaßen flicken können. Brandneu sieht sie zwar nicht aus, aber nach hinten schaut man ja sowieso eher selten, ich wollte nur, dass die Risse und "zerfledderten" Stellen einigermaßen repariert sind.

Für die Verbindung des Chassis mit den Lautsprechern habe ich einen MPX-Stecker für den Tieftöner und einen JST-Stecker für die Hochtöner verwendet (Elektrostaten). Dadurch kann das Chassis nun mit ein paar Handgriffen für evtl. Reparaturen ausgebaut werden. Da ich nicht wusste, welche Litze vom Kabel des Basslautsprechers Plus und Minus war, habe ich den alten Trick mit der Batterie angewendet und das Kabel passend markiert.

Dann gab es noch ein paar Kleinigkeiten zu tun - ein paar Lötstellen nachlöten, weil sie nicht mehr so gut aussahen, Chassis nochmal ein bisschen reinigen etc.

Nachdem ich dann alles im Gehäuse montiert hatte, stellte ich das Radio an seinen Bestimmungsort und hörte erstmal eine Weile Radio damit.
Hier mal ein Bild von dem fertigen Gerät:

Dateianhang:
IMG_4840.JPG
IMG_4840.JPG [ 140.06 KiB | 283-mal betrachtet ]


Die Musiktruhe hat wirklich einen schönen warmen, angenehmen Klang. Der UKW-Empfang ist zwar nicht so gut wie mit anderen Radios, die ich hier stehen habe, das dürfte aber auch an der evtl. schon etwas schwachen ECC85 liegen. Solange es aber die Sender empfängt, die ich normalerweise höre, beklage ich mich nicht und nutze die ECC85 noch weiter.

Nun gibt es noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen:
- Ich möchte der Vollständigkeit halber noch eine Plattenspieler in das Radio einbauen, aktuell ist ja keiner verbaut. Zudem möchte ich recherchieren, ob evtl. ein Halter für Schallplatten in diesem Fach verbaut war, da ja rechts neben dem Plattenspieler noch etwas Platz ist. Bei einer ähnlichen Tonfunk-Truhe auf eBay Kleinanzeigen ist ein Halter für Schallplatten neben dem Plattenspieler verbaut.
- Den Deckel werde ich nochmal mit Möbelpolitur behandeln, er ist, im Gegensatz zu den andern Seiten, noch etwas verkratzt.
- Die Tüte mit den Teilen muss ich noch in das Gerät legen.
- Nochmal den Schalter überprüfen.
- Den zerbrochenen Knopf ersetzen.

Bis auf diese Kleinigkeiten ist das Radio aber soweit fertig und es funktioniert wirklich hervorragend. Zudem macht es sich wirklich gut in meiner Zimmerecke und beschallt mich jetzt beim basteln immer mit schönem Röhrenklang.
Zu dem Plattenspieler werde ich noch ein separates Thema eröffnen, ich bin mir unsicher, welchen ich verwenden soll.

Gruß

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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: Sa Jul 01, 2017 20:22 
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TheJukeboxMan hat geschrieben:
Den Schalter habe ich übrigens mit Heißkleber befestigt.

Das halte ich für keine gute Idee. Was ist, wenn das Radio zum Beispiel im Sommer in der prallen Sonne steht und der Schalter sich löst? Dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass seine Anschlüsse gegen das Chassis kommen. Dann liegt Netzspannung auf dem Chassis und auf allem, was damit verbunden ist, also auch auf dem Plattenspielerchassis.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: So Jul 02, 2017 18:41 
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Hallo Lutz,
da hast du Recht, soweit habe ich noch gar nicht gedacht.
Es ist ja noch nicht sicher, ob der Schalter für immer im Radio bleibt, evtl. bekomme ich ja den originalen Schalter wieder zum Laufen, dann würde ich den wieder einbauen.
Bisher hat das Radio auch schon einige heiße Sommertage mit direkter Sonneneinstrahlung in einem Zimmer direkt unter dem Dach hinter sich, gelöst hat sich da bisher nichts (was nichts heißen muss).
Heißkleber habe ich eben gewählt, da er wieder rückstandsfrei entfernbar ist und ich dann auch den originalen Schalter wieder verbauen könnte.

Nichtsdestotrotz werde ich mich an deinen Ratschlag halten und mal schauen, ob man das irgendwie anders lösen kann.

Gruß

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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: Do Jul 13, 2017 16:50 
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Der Widerstand in der Netzleitung, das würde ich nicht so lassen. Bei Schutzklasse 2 braucht man immer doppelte Isolierung, die fehlt völlig am Kabel. Auch das Gehäuse des Widerstands und die Nähe des Anschlussdrahtes zum Chassis ist kein geeigneter Isolator. Gut gemeint, die 10V mehr interessieren die alten Röhrenempfänger aber kein bisschen.
Heißkleber ist der große Feind des Elektronikers auch wenn sehr beliebt. Der wird bereits bei relativ niedrigen Temperaturen zähflüssig, da reicht schon ein normaler Fön. (übrigens super Methode um die Rückstände zu entfernen)
Solche Sicherheitsrelevanten stellen würde ich nie kleben, besser ein kleines Adapterblech basteln etc. Oder mal lieb im Suche Bereich fragen, ich wette mit einem Bild kann dir da geholfen werden.

Ansonsten, sehr schönes Gerät :super:

lg,
Jan

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Igitt! Da ist ein Transistor in meinem Röhrenradio! (-;


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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: Do Jul 13, 2017 20:16 
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Für problematische Stellen wo man nix hat zum befestigen sind die etwas größeren Lastwiderstände mit Alukühlrippengehäuse sehr gut geeignet, haben 2 Schraublöcher und stabile Anschlüsse die sich nicht verbiegen können. Kann man einfach ans Chassis tackern, sitzen dann fest und Sicher. Irgendwelche "elektrischen" Teile würde ich nie kleben.
Ansonsten eine sehr schöne Truhe, auch wegen der übersichtlichen Größe gut aufzustellen :super:

_________________
lg Karsten

Erfahrungen sind etwas ganz tolles, leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tonfunk Boheme I-M Musiktruhe
BeitragVerfasst: Fr Jul 14, 2017 11:42 
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Danke für eure Antworten!
Bzgl. des Heißklebers werde ich mir auf jeden Fall mal etwas überlegen. Ich habe mir gestern nochmal den alten Schalter angeschaut, so wie es aussieht fehlen aber ein paar Teile im Inneren.
Evtl. stelle ich mal eine Suchanfrage hier ein, ich suche ja auch noch aktuell einen Plattenspieler. Da ich aber in nächster Zeit öfter für längere Zeit weg bin, werde ich diese Anfragen vielleicht auch erst etwas später einstellen.

Nachwuchsbastler hat geschrieben:
Der Widerstand in der Netzleitung, das würde ich nicht so lassen. Bei Schutzklasse 2 braucht man immer doppelte Isolierung, die fehlt völlig am Kabel. Auch das Gehäuse des Widerstands und die Nähe des Anschlussdrahtes zum Chassis ist kein geeigneter Isolator. Gut gemeint, die 10V mehr interessieren die alten Röhrenempfänger aber kein bisschen.

Bei mir sind es eher 15-20 V mehr, meine Netzspannung liegt meist so bei 235-240V, was meiner Meinung nach schon etwas problematisch sein kann. Die Heizspannung lag beim messen ohne den Widerstand bei diesem Gerät bei knapp über 7V, was in meinen Augen schon etwas zu viel ist.
Mit dem Widerstand liegt sie nun bei meist 6,5V, was mir schon etwas eher behagt.
Und ja, mir ist bewusst, dass Multimeter nicht 100%ig genau messen. Ich tendiere also aktuell eher dazu, den Widerstand zu belassen (womit ich jetzt nicht deine Aussage als falsch/unwichtig abstempeln möchte).

Bzgl. der Isolation werde ich mir mal etwas überlegen. Aktuell habe ich ja auch einen Schutzleiter am Chassis angeschlossen, der im Notfall die Stromzufuhr stoppen sollte, aber ideal ist die Konstruktion wirklich nicht.
Jetzt habe ich ihn eben schon angeklebt und der Kleber hebt, denke ich, schon etwas stärker.

Nutzi hat geschrieben:
Für problematische Stellen wo man nix hat zum befestigen sind die etwas größeren Lastwiderstände mit Alukühlrippengehäuse sehr gut geeignet, haben 2 Schraublöcher und stabile Anschlüsse die sich nicht verbiegen können.

Ja, die kenne ich, ich hatte aber bei der Reparatur leider nur diesen Widerstand zur Hand. Beim nächsten Mal werde ich bei Reichelt welche mitbestellen.

Nutzi hat geschrieben:
Ansonsten eine sehr schöne Truhe, auch wegen der übersichtlichen Größe gut aufzustellen

Das stimmt. Mir gefällt vor allem das helle Holzfurnier. Klanglich ist die Truhe auch ziemlich angenehm.
Vom Empfang her ist die Truhe auch sehr stark, auf Kurzwelle bekomme ich so viele Sender rein wie mit keinem anderen meiner Radios. Außerdem brummt sie überhaupt nicht.

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