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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Holzgehäuse spritzlackieren - Versuch einer Anleitunng

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BeitragVerfasst: Fr Okt 04, 2013 22:45 
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Eigentlich ist es jetzt fast schon geschafft. Nach ausreichender Trockenzeit wird jetzt alles mit Klarlack so lange versiegelt bis letztlich alle Poren geschlossen sind und eine völlig glatte, hochglänzende Fläche entstanden ist. Soweit die Theorie - die Praxis sieht leider meist ein bisschen anders aus.

Also den Halter wieder in das Gehäuse schrauben, Klarlack anrühren und los geht es. Die Pistole wieder auf max. Breitstrahl stellen, Druck nachregulieren und zwei Durchgänge spritzen. Klebeschicht brauchen wir immer noch nicht. Erste Schicht auf Verlauf, 15-30 min ablüften und zweite Schicht darüber. Und wieder daran denken: An den Kanten und Rundungen beginnen und da eine Zwischenschicht mehr auflegen. Die Schichtstärke ist hier immer dünner.


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BeitragVerfasst: Fr Okt 04, 2013 23:02 
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Sieht Kacke aus? Stimmt, aber das ändert sich noch. Nach 20 Stunden Trockenzeit wird mit Wasser und Korn 800 geschliffen.
Und jetzt kommt das große Dilemma. Je mehr wir abschleifen, desto schneller kommen wir zum Ziel, desto größer aber die Gefahr durchzuschleifen. Passiert das im Bereich der Grundfarbe ist es nicht so tragisch. Das macht die nächste Klarlackschicht unsichtbar. Passiert das aber im Bereich des schwach gedeckten Sunburst, dann haben wir verschissen. Das ist kaum mehr ungeschehen zu machen.
Also zügelt euch, schleift lieber weniger ab und immer zwischendurch mit dem WEISSEN Tuch abwischen.

Das Ergebnis des ersten Schleifgangs seht ihr unten. Jetzt ist auch noch der Akku der SLR alle, also mit dem Smartphone weiterfotografieren. Die Aufnahmen sind teilweise mit Blitz, teilweise mit Sonne beleuchtet. Daher die unterschiedlichen Bildeindrücke. Miir ging es darum, die Oberflächenstrukur zu zeigen. Helligkeit und Farbe ist jetzt erst mal wurscht.

Die dunklen Spots die zu sehen sind sind die Stellen, die beim ersten Schleifgang noch nicht erfasst wurden. Das sind also Negativstellen, die beim nächsten Klarlackdurchgang aufgefüllt werden.


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BeitragVerfasst: Fr Okt 04, 2013 23:15 
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Ja Achim, schlau daherreden und selber Mist bauen. Es ist passiert - durchgeschliffen. Genau im Sunburst, wo sonst? Erinnert ihr euch was ich sagte? An den Kanten und Rundungen ist der Lack immer dünner. Beim Schleifen hat man durch die kleine Fläche aber einen höheren Druck und schleift dadurch mehr ab - alles klar?
Aber nicht ärgern. Es geht IMMER irgendwas schief. Eine Lackierung ist NIE perfekt. Auch bei den Profis nicht. Was nun? Vertuschung ist alles. Wozu gibt es Pinsel der Größe 00?

Wir nehmen wieder den Clou Lack und tupfen das genau bis zum Rand der Fehlstelle in mehreren Durchgängen aus. Nicht darüber hinaus, sonst wird es in diesem Bereich dunkler. Wenn die Fehlstelle farblich angepasst ist, gut trocknen lassen und dann mit der Pinselspitze in schnellen Bewegungen in Richtung der Holzmaserung einige mm über die Fehlstelle hinaus gaaaanz dünne Striche ziehen. Das sieht nachher niemand mehr, wetten? Auch wenn es auf dem Foto graussam aussieht.


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BeitragVerfasst: Fr Okt 04, 2013 23:29 
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Jetzt kommt der nächste Durchgang mit Klarlack, inzwischen ja schon Routine. Da die Oberfläche des Gehäuses nun aber schon ziemlich glatt ist, würde ich ab jetzt eine Klebeschicht empfehlen.
Also eine Schicht ohne Verlauf, 5 min ablüften, eine Schicht auf verlauf, 10 - 20 min ablüften und noch eine Schicht auf Verlauf. Mit etwas Glück haben wir dann schon eine sehr gute Oberfläche.
Das sieht doch schon ganz gut aus.
Wer aber genau hinsieht, der wird auf der Oberseite des Gehäuses in den Spiegelungen erkennen, dass die Fläche noch nicht wirklich eben ist. Das gefällt mir nicht und muss noch mal geschliffen werden. Danach hat man dann prinzipiell zwei Möglichkeiten. Entweder man poliert alles, oder man spritzt die abschließende Versiegelungsschicht. Damit die aber wirklich eben wird, muss sie möglichst dünn sein und deshalb wird der Lack hier dann mit etwa 5-10% Verdünnung verdünnt.


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BeitragVerfasst: Fr Okt 04, 2013 23:32 
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Also wieder schleifen. Danach sollte die Fläche dann absolut perfekt sein. Das heisst, keinerlei Unebenheiten oder Spots dürfen zu sehen sein.


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BeitragVerfasst: Fr Okt 04, 2013 23:41 
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Eigentlich wollte ich polieren, weil ich es eh nie schaffe, völlig ohne Einschlüsse zu lackieren. ich bin da, berufsbedingt, etwas pedantisch. Wenn man den ganzen Tag mit dem Mikroskop nach Fehlern sucht, kann man das auch beim Hobby nicht einfach abschalten. Also polieren. Dazu muss die gesamte Oberfläche mit Schleifpapier der Körnung 3000 überschliffen werden. Ansonsten würde die Polierpaste das nicht schaffen weil die Rautiefe zu groß wäre. da die Spanräume bei dieser Körnung schon mikroskopisch klein werden, gibt man dem Schleifwasser einige Tropfen Spülmittel bei. Das hält die Spanräume frei.

So, fertig. Alles gut sauber machen und auf zur Politur. Noch mal alles ganz genau kontrollieren und dabei trifft mich fast der Schlag.
Was ist das??????


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BeitragVerfasst: Fr Okt 04, 2013 23:47 
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Eine Stelle die noch nicht ganz geschliffen ist, die übersehen wurde?
Ok, also vorsichtig mit 3000er Papier noch mal nachschleifen. Irgendwie trau ich der Sache nicht. Die langjährige Erfahrung macht mich stutzig. irgendwas stimmt hier nicht.
Vorsichtiges Anschleifen bringt Gewissheit. Es war keine übersehene Stelle sondern DURCHGESCHLIFFEN. Was jetzt, durch das weitere Schleifen natürlich noch schlimmer geworden ist.
Wie war doch wieder der Merksatz mit den Kanten und Rundungen?


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BeitragVerfasst: Sa Okt 05, 2013 1:40 
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Das Polieren kann ich jetzt vergessen. Wahrscheinlich würde man es nicht mal sehen, aber alleine das Bewusstsein, dass da eine durchgeschliffene Stelle ist, und wenn sie nur 1mm groß ist, so was treibt mich in den Wahnsinn.

Zwei Möglichkeiten. Noch mal mind. 3 Schichten Klarlack daruf, wieder mit 800er und dann 3000er schleifen und dann doch polieren.
Oder eine Versiegelungschicht spritzen und hoffen, dass es nicht so viele Einschlüsse gibt und die dann gezielt auspolieren.
Die Politur des ganzen Gehäuses ist ziemlich arbeirsaufwändig.
Ich entscheide mich für die Versiegelungsschicht. Die geschliffene Oberfläche ist ja, bis auf die winzige durchgeschliffene Stelle, fast perfekt.

Jetzt heisst es, alle Maßnahmen ergreifen, dass möglichst wenig Dreck in der Luft ist.
Eines hab ich vergessen. Wird Klarlack auf geschliffenen Klarlack gespritzt, ist es unerlässlich, vor dem Spritzen die gesamte Oberfläche mit einem Tuch und Silikonentferner gründlich abzureiben.
Statt Silikonentferner kann man auch Bremsenreiniger nehmen.
Jetzt muss aller Staub runter von dem Gehäuse. Dazu gibt es spezielle Staubbindetücher. Aber meine Erfahrungen damit sind eher negativ. Die Tücher sind mit Bienenwachs imprägniert. An dem Wachs sollen die Staubpartikel haften wenn man vorsichtig das Gehäuse abwischt. Es kann aber passieren, dass dabei etwas Wachs auf die geschliffene Oberfläche übertragen wird. Dann kann es an dieser Stelle einen Fettkrater im Lack geben. Die sind noch ärgerlicher als Staubeinschlüsse. Deshalb verwende ich die Staubbindetücher nicht mehr.
Unmittelbar vor dem Lackieren wird das Gehäuse mit der Spritzpistole abgeblasen um letzten Staub zu entfernen. Dazu wird der Betätigungshebel nur minimal betätigt. Dann kommt nur Luft.

Ich ziehe mir jetzt ein nasses, ausgewringtes T-Shirt an um zu verhindern, dass sich da Fasern ablösen und mit dem Luftstrom auf das Gehäuse gelangen. Wer von euch noch über üppiges Kopfhaar verfügt, sollte auch hier Maßnahmen treffen. Bei mir wäre das reine Makulatur.

So, ist ganz gut gelaufen. Wie fotografiert man spiegelglänzende Oberflächen? Besser hab ich es nicht hinbekommen. Je nach Beleuchtung kommt der Sunburst ganz unterschiedlich. Mit Blitz erscheint er fast schwarz, bei direkt gerichtetem Dauerlicht ist er stellenweise kaum zu sehen.
Die Gehäuseoberseite ist fast ohne Fehler, an den Seiten gibt es ein paar Einschlüsse die später ausgeschliffenn und poliert werden.
Im letzten Bild ist die Gehäusekante zu sehen, wo durchgeschliffen und mit dem Pinsel ausgebessert wurde. Die Schadstelle ist nur mehr zu erahnen.


Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: Sa Okt 05, 2013 1:40 
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Sollte von eurer Seite aus Interesse an der Politur bestehen, können wir gerne noch ein Kapitel anhängen.
Ansonsten ist die Anleitung hier zu Ende. Vielleicht ergibt sich ja daraus noch eine Diskussion .

Danke an alle, die bis zum Ende durchgehalten haben.... :wink:


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BeitragVerfasst: Sa Okt 05, 2013 8:39 
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Toll Achim, das ist schon ein perfektes Ergebnis. Dieser sehr hohe Aufwand schreckt mich
schon ein wenig ab. Dagegen sind meine Lackierungen eine glatte 6. Aber ich finde es
klasse das du hier mal zeigst wie ein Top Ergebnis erzielt werden kann.
Das Polieren interessiert natürlich auch.

Gruß
Frank


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BeitragVerfasst: Sa Okt 05, 2013 10:18 
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ich würde auch gerne lesen wie du polierst. Und dann sollte der thread irgendwo angepinnt werden!

_________________
Gruß,
Jupp
------------------------------
Der Sammler "an sich" wird einfach nie ethisch oder moralisch sein. Liegt in der Sache der Natur... Sonst wären wir ja keine "Sammler & Jäger", sondern biedere Heimchen (Marek)


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BeitragVerfasst: Sa Okt 05, 2013 10:28 
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Wohnort: Oberhausen
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hi,

ich bin auch für anpinnen.
Was möchtest du diskuttieren ? Du hast was vorgemacht, was sicherlich viele gerne gerne könnten. Da gibt es bestimmt nicht viele, die mit dir eine Diskussion anfangen. :wink:

Vielen Dank nochmals für den Super Beitrag. Ich würde so etwas auch gerne machen - allerdings habe ich relaitiv wenig Zeit für diese Dinge. Eventuell wenn ich mit 75 in Rente gehen kann :twisted: .


Gruß
Oliver

_________________
Nette Grüsse aus dem Ruhrgebiet.


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BeitragVerfasst: Sa Okt 05, 2013 17:13 
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Registriert: So Dez 28, 2008 17:44
Beiträge: 2573
Wohnort: Essen-Ruhr
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Eine super Arbeit! :super:
Ich meine nicht nur das Gehäuse, sondern auch die äußerst ausführliche Anleitung.
Auf jedenfall anpinnen... :danke:

_________________
Gruß Stephan

Röhre gut, alles gut
Ein Wunder ist das elektrisch Licht, manchmal geht es, manchmal nicht. :idea:

RIP WDR Langenberg 720kHz (6.07.2015 - 02:00)
RIP DLF Nordkichen 549kHz (31.12.2015 - 23:50)


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BeitragVerfasst: So Okt 06, 2013 23:46 
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Ok, wir haben also ein paar Einschlüsse im Lack, das wird eher die Regel als die Ausnahme sein. Die schleifen wir nun aus und die Stelle wird anschließend poliert.
Grundsätzlich kann man auch das ganze Gehäuse schleifen und polieren. Das ergibt die ebenmäßigste Oberfläche, ist aber eine ziemliche Arbeit.

Was brauchen wir an Werkzeug und Materialien?
An Werkzeug theoretisch fast gar nichts. Man kann alles von Hand polieren, was aber nur zu empfehlen ist, wenn man eine ausgeprägte masochistische Veranlagung hat.
Ansonsten verwenden wir lieber eine Poliermaschine.
Die gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen.
Eigentlich wollte ich euch die große auch auf dem Foto zeigen, aber ich finde sie grade nicht. Sie wäre die richtige Wahl für sehr große Radios, Truhen , ect. wenn man das ganze Gehäuse polieren will. Es gibt sie in Baumärkten schon ab 30 Euro, meist incl. des Tellers und einigen Polierhauben.

Die gezeigte ist eine druckluftbetiebene Poliermaschine die für kleine Gehäuse bis max. Elektra auch noch für die Gesamtpolitur geeignet ist. Da sie keinen Motor beinhaltet ist sie sehr leicht, liegt super in der Hand und ermöglicht ermüdungsfreies Arbeiten. Dafür lässt sich die Drehzahl nur schwer konstant halten und sie macht, wie alle Druckluftwerkzeuge, einen Höllenlärm. Solche Maschinchen gibts bei Ebay ab 50 Euro.

Beide Maschinen braucht man aber nur, wenn man größere Flächen polieren will. Zum Auspolieren von kleinen Kratzern oder Einschlüssen, sind sie nicht notwendig.
Das kann man von Hand mit einem Microfasertuch machen, ist aber nicht zu empfehlen. Dazu kommen wir noch.

Man unterscheidet "Ausschleifen" mit Schleifpapier, "Ausschleifen" mit Schleifpasten und "Auspolieren" mit Polierpasten.

Für das maschinelle Ausschleifen mit Schleifpasten und das Auspolieren mit Polierpasten werden Polierteller mit Lammfell oder Polierschwämme, wie auf dem Bild, verwendet.
Dicke, Härte, Porengröße und Oberfläche der Schwämme sind Anlass hitziger Diskussionen in Fachforen. Ich konnte nie einen relevanten Unterschied im Ergebnis bei den einzelnen Schwämmen feststellen.

Die Vorhehensweise ist strikt festgelegt. Es gibt kaum Abweichungsmöglichkeiten, das Ergebnis leidet sofort.


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BeitragVerfasst: So Okt 06, 2013 23:50 
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Nach ungezählten Versuchen ist es mir einigermaßen gelungen, so einen Lackeinschluss zu fotografieren. Man glaubt nicht, wie blöd das ist.


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