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 Betreff des Beitrags: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: So Aug 13, 2017 13:38 
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Das Gerät ist ein Siemens G41, hier der Link für weitere Informationen:
http://www.radiomuseum.org/r/siemens_super_g41.html

Das Gerät war bereits ausgeschlachtet, das Chassis sollte als Ersatzteilspender dienen und das Gehäuse stand bereits zur Entsorgung bereit.
Das ganze "Gerümpel" ist dann letztendlich über drei Stationen bei mir gelandet.
Dateianhang:
s01.JPG
s01.JPG [ 168.77 KiB | 1148-mal betrachtet ]

Der Zustand ist mehr wie gruselig.
Gammeliges Gehäuse, zerdrückte Lautsprecher-Membran, rostiges und verbasteltes Chassis, das volle Programm.
Dateianhang:
s02.JPG
s02.JPG [ 167.77 KiB | 1148-mal betrachtet ]

Dateianhang:
s03.JPG
s03.JPG [ 169.81 KiB | 1148-mal betrachtet ]

So ein Radio ist wie eine schöne Frau, man kann da einfach nicht die Finger von lassen.
Letzte Tage juckte es schon in den Fingern und ich testete das Chassis.
Es dauerte nicht lange, da kamen auch schon die ersten Töne, das Gerät hat also Potential.....

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: So Aug 13, 2017 15:24 
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Sieht zwar schlimm aus, ist aber doch komplett ? Oder gibt es doch irgendwelche bedeutsamen Fehlteile ?

Lautsprecher vorhanden (mit etwas Glück läßt der sich flicken), Rückwand vorhanden, Skala intakt, wie stabil ist das Gehäuse noch ? Ist der Wurm drin ? Ein Problem könnte der Lack sein, ich habe mal einen Siemens Großsuper 53 abbeizen lassen, der übliche Abbeizer wirkte kaum, da der alte Lack ungemein fest war, obwohl er bereits bröselig aussah.

Bin gespannt, wie das weitergeht.....

H.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: So Aug 13, 2017 19:47 
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Hallo Holger

So weit ich das überblicken kann ist alles vorhanden. Wurm ist auch keiner drin und das Gehäuse ist noch stabil. Der Lautsprecher sollte sich reparieren lassen.

Der alte Lack ist schon runter, gebeizt ist auch schon, aber dazu später mehr.....

Ein Problem ist die Lautsprecherbespannung zu reinigen, die hat einen fiesen Wasserrand. Die Trägerplatte ist aus Pressspahn und wird beim Waschen wohl aufquellen, da muss ich noch mal schauen wie ich das hin kriege.

Gruß Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: So Aug 13, 2017 20:15 
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Hallo Ralf,

ich mache es, indem ich die Schallwand ausbaue und den Lautsprecher abnehme, das ist ja hier schon passiert. Dann tackere ich den Stoff außenrum so fest, daß man die Klammern nachher nicht sehen wird, also in den verdeckten Bereichen. Das ist nötig, damit sich der Stoff nicht vom Holz löst und auch nicht etwa einläuft.

Dann fülle ich 2 oder 3 Zentimeter gut warmes bis fast heißes Wasser in die Wanne, gebe einen halben Becher feinkörniges Waschpulver da herein und "zoppe" die Schallwand darin so einige Minuten. Die Soße, die da herauskommt, ist oft sehr bräunlich. Danach spüle ich das Waschwasser mit dem Duschschlauch heraus. Alles in allem ist das Holz keine 10 Minuten mit Wasser in Kontakt, aufgequollen ist dabei genau einmal eine Schallwand von einem 1950er-Gerät, das Material war einfach mies. Wenn gutes Wetter ist, stelle ich die Schallwand für einige Stunden ins direkte Sonnenlicht, dann ist sie im Nu wieder trocken. Es kann sein, daß sie sich dabei etwas verzieht, das kann man aber durch das später erfolgende Anschrauben wieder gerade ziehen.

Diese Vorgehensweise hat sich bewährt, in wirklich schlimmen Fällen kann man auch noch Bleichmittel zusätzlich nehmen, aber nicht zu lange, sonst ist der Stoff nachher zu hell.

Alles ohne Gewähr natürlich....

H.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: So Aug 13, 2017 22:09 
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Ich mache das sehr ähnlich:
- Schallwand ausbauen
- Lautsprecher abbauen
- Schallwand mit der Brause in der Wanne kurz nässen
- Waschmittel/Bleiche oder auch schonmal Bref aufstreuen/-sprühen und mit einem weichen Pinsel einmassieren
- 1-2 Minuten warten
- dann mit der Brause gut abspülen
- (mit dem Stoff nach unten) auf ein trockenes altes Handtuch legen und ordentlich beschweren (also drauftreten, auf die ganze Fläche)
- letzten Schritt wiederholen
- trockenfönen

Dabei ist mir auch schonmal eine Presspanplatte an den Schnittkanten leicht aufgequollen, was sich manchmal unter dem Stoff von der Rückseite etwas nachbearbeiten lässt.
Bei gleichmäßigem "Bräunungsgrad" und sonst intaktem Stoff überlege ich mir manchmal, ob ich eine Wäsche mache. Nur wenn's wirklich packpapierbraun ist, dann erhält der Stoff eine "Pflegespülung".
Ich trockne den Stoff meist schnell, da ich einmal schon Rostflecken durch Stahlteile unter dem Stoff bekommen habe.

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Gruß,
Daniel


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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: So Aug 13, 2017 23:22 
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Der Preßspan quillt vor allem an den Schnittkanten, wenn dort Wasser einzieht, also an den Ausschnitten und den Rändern. Deshalb streiche ich diese vorher mit Ponal Express ein, das trocknet ziemlich schnell und ist wasserdicht.

Gruß, Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: Do Aug 17, 2017 21:25 
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Um die Schallwand kümmere ich mich später, aber Danke schon mal für die Tipps.

Weiter geht es mit den Messingleisten polieren.
Das geht am besten wenn diese noch am Gehäuse montiert sind.
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s04.JPG [ 171.15 KiB | 976-mal betrachtet ]

Auf den Lack braucht man dabei keine Rücksicht zu nehmen. Wo der Lack aber schon abgeplatzt ist wir das nackte Furnier mit etwas Paketklebeband geschützt, damit es sich nicht durch den schwarzen Abrieb vom polieren der Leisten verfärbt.
Mit Abrazo und feiner Stahlwolle werden die Leisten grob von der Oxydschicht gereinigt und anschließend dann mit einer Polierpaste auf Hochglanz gebracht.
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s05.JPG [ 173.64 KiB | 976-mal betrachtet ]

Als nächstes wird alles an abnehmbaren Leisten entfernt und man rückt den Lack zu Leibe.
Ich nutze dazu ein scharfes Messer, einen Heißluftföhn und einen Spachtel.
Als erstes wird lose sitzender Lack mit dem Messer abgeschabt. Bei dem fest sitzenden Lack geht es dann mit Spachtel und Heißluftföhn weiter. Dabei aufpassen, das das Furnier nicht anbrennt oder verkratzt.
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s06.JPG [ 170.33 KiB | 976-mal betrachtet ]

Um den Lack restlos aus allen Ecken, Kanten und Poren heraus zu bekommen geht es mit Abbeizer weiter. Die Nachbehandlung erfolgt mit Glasreiniger, Wasserschlauch und Wurzelbürste.
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s07.JPG [ 170.46 KiB | 976-mal betrachtet ]

Das Gehäuse wird zunächst mit diesem Gelee-förmigen Abbeizer gut ein-gepinselt und man lässt es ca. 5 Min. einwirken.
Anschließend wird mit dem Spachtel der Abbeizer grob herunter gezogen und das Gehäuse mit reichlich Glasreiniger ein-gesprüht und ab-geschrubbt und mit reichlich Wasser aus dem Wasserschlauch abgespült. Der Abbeizer wird durch das Wasser zu einer weißen Masse, die man recht gut mit der Bürste herunter bekommt. Zum Schluss das Gehäuse mit Tüchern und einem Haarföhn gut trocknen.
Dateianhang:
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s08.JPG [ 170.82 KiB | 976-mal betrachtet ]

Durch die Feuchtigkeit kann es passieren, das sich das Furnier stellenweise etwas löst. An den Stellen einfach einen saugfähigen Lappen drauf legen und mit Holzklötzchen (Zollstock...) und Schraubzwingen fixieren.
Nun das Gehäuse über Nacht gut durch-trocknen lassen......


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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: Do Aug 17, 2017 21:46 
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Hei, das geht ja munter weiter!

Ich würde das Gehäuse nochmal mit Aceton oder Verdünnung abwaschen, damit auch wirklich keine Abbeizerreste die Neulackierung versauen. Vor allem in Ecken und Spalten bleibt gerne mal was zurück.

Gruß, Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: Fr Aug 18, 2017 6:43 
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Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Weitermachen und Berichten, sehr interessant :super:
Das ist soein typisches Gerät welches ich früher ohne mit der Wimper zu zucken sofort ausgeschlachtet hätte. :roll:
Mittlerweile habe ich einige Geräte in ähnlichen Zustand, die auf Aufarbeitung warten.
Das Bild mit dem Abbeizer lässt schon schön erkennen was für ein tolles Furnier da unter der alten Patina schlummert :mrgreen:
Nicht alles was glänzt ist Gold, und oft findet man unter einer schwarzen Schicht ein tolles Silberstück.

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lg Karsten

Erfahrungen sind etwas ganz tolles, leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte...


Zuletzt geändert von Nutzi am Fr Aug 18, 2017 8:16, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: Fr Aug 18, 2017 7:31 
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super, bei sowas hat man dann das absolute Erfolgserlebnis wenns ferting ist

:super: :hello:

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Gruss Nad

„Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht. Vergessen Sie bitte nicht, die Antenne zu erden!"

Ein Leben ohne Röhrenradios ist möglich, aber sinnlos

möge die Emission mit Dir sein...

nach dem allerletzten Radio ist vor dem allerletzten Radio


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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: Fr Aug 18, 2017 7:35 
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Jo, das Furnier sieht wirklich gut aus. Obendrauf in der Mitte gespiegelt und dann nach vorne quasi gepfeilt. Sind auch die Furnierstücke auf den Seitenwangen gespiegelt ? Bin gespannt, wie das lackiert aussehen wird.

H.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: Fr Aug 18, 2017 20:43 
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Hier noch mal ein Foto von der Seite, das Furnier sieht wirklich recht dekorative aus.
Dateianhang:
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s08a.JPG [ 166.72 KiB | 883-mal betrachtet ]

Auf der Oberseite vorne Mitte und hinten rechts sind recht starke schwarze Verfärbungen, da habe ich mit einem Rutscher etwas stärker herunter geschliffen, aber so ganz weg habe ich sie nicht bekommen, die gehen wohl durch bis auf das Trägerholz. Ansonsten wurde ein Feinschliff vorgenommen mit 240er bzw. 320er Papier und Schleifschwamm. Anschließend, wie von Frank vorgeschlagen, nochmal mit Nitroverdünnung gründlich nach gewaschen.
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s09.JPG [ 173.3 KiB | 883-mal betrachtet ]

Als nächstes wird das Gehäuse mit Clou-Fertigbeize B11 Nussbaum etwas eingefärbt. Die Beize wird 1:1 mit Wasser verdünnt und dann mit einem Ballen im Kreuzgang satt aufgetragen. Dann kurz einwirken lassen und den Überschuss mit einem Lappen abwischen.
Dateianhang:
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s10.JPG [ 166.94 KiB | 883-mal betrachtet ]

Nun muss das Gehäuse erst mal wieder trocknen.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: Fr Aug 18, 2017 21:30 
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Meine Güte, die Siemens-Mannen hatten sich damals selbst bei einem Brot-und-Butter-Radio viel Mühe mit schönen Furnieren gegeben. Und Du erweist Dich diesem Aufwand auch als würdig....das Gehäuse sieht hernach wahrscheinlich besser aus, als bei Auslieferung.

Und tatsächlich: nicht nur oben, sondern auch an der Seitenwangen sind die Furniere gespiegelt aufgelegt worden.

Wenn es Dich nicht stört, ich hatte vor einem halben Jahr ein Grundig 3003W zwischen, bei dem es auf der Dachfläche zwar kein gespiegelt aufgelegtes Furnier gibt, dafür ein sehr dekoratives großes Stück. Die Seitenwände sehen ähnlich aus. (Wenn Du das Foto in Deinem Thread nicht haben magst, lösche ich es wieder.) Ich hatte das Gehäuse mit 5 Schichten verdünntem Schellack-Streichlack gepinselt. (Wenn ich jetzt gemein sein wollte, würde ich sagen: das Geld für so tolle Furniere hat Saba lieber in die Automatic investiert, hehe....)

Bild

Frage: hast Du inzwischen auch den Lautsprecher geflickt oder nimmst Du einen anderen ? Ich habe neulich einen Philips mit Membranpappe und Öko-Pattex (stinkt nicht, vermutlich auf Wasserbasis, bindet 24 Stunden ab und bleibt dann weich ---> für den Zweck ideal) geflickt, das hat perfekt geklappt.

H.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: Sa Aug 19, 2017 6:52 
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Moin Holger.

Das mit dem Foto ist kein Problem, das zeigt auch das man mit wenig Aufwand (=> 5 Schichten Streichschellack ) schon ein sehr ansprechendes Ergebnis erzielen kann. Diese Grundigs gefallen mir auch sehr gut, vor allen Dingen wegen dem etwas "rustikalen Design". Der 4004 hat sogar schon Intarsien als Zierstreifen, sehr edel.

Der Lautsprecher ist noch nicht repariert, aber ich denke das sollte kein größeres Problem geben.

MfG Ralf :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mach flott den Schrott
BeitragVerfasst: Mi Aug 23, 2017 23:52 
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.....weiter geht es mit dem Gehäuse.

Beim alten Lack entfernen gibt es noch anzumerken, wenn nur mit Lasur und/oder Lack weiter gearbeitet wird, dann ist es besser den alten Lack nur mit Lösungsmitteln wie Aceton oder Verdünnung zu entfernen. Das hat den Vorteil, das das Furnier nicht aufquillt und sich nicht löst.
Möchte man mit Beize das Holz färben, dann ist eine Abbeize-Wasser-Behandlung von Vorteil, damit das Furnier schön saugfähig wird. Durch die Wassernachbehandlung verschwinden auch kleinere Dellen und Druckstellen, da das Holz durch Feuchtigkeit aufquillt. Beim Abbeizer ist darauf zu achten, das er für eine Nachbehandlung mit Wasser geeignet ist. Bei der Beize ist darauf zu achten, das sie sich mit dem Lack nachher verträgt und das sie abriebfest ist nach dem trocknen.

Bei meinem Gehäuse geht es nun weiter mit dem Grundieren und Poren füllen.
Dateianhang:
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s11.JPG [ 169.07 KiB | 762-mal betrachtet ]

Dazu wird 10g wachshaltiger oranger Blätterschellack in 80g Ethanol gelöst. Mit dem farbigen Schellack kann man die Färbung des Holzes noch intensivieren und das Wachs unterstützt das füllen der Poren. Als Lösungsmittel kann man hier billigen Spiritus verwenden. Ich habe hier einfach mal billigen Bio-Alkohol für den Kamin genommen. Bimsmehl wird zusätzlich als Porenfüller zugegeben um eine schöne glatte Oberfläche zu erhalten.

Zuerst werden zwei bis drei Schichten Politur aufgetragen, um dem Holz die Saugfähigkeit zu nehmen und die Beize zu fixieren.
Danach kommt erst das Bimsmehl in Verbindung mit der Politur zum Einsatz.
Poliert bzw. aufgeragen wird mit einem Ballen.
Dateianhang:
s12.JPG
s12.JPG [ 173.62 KiB | 762-mal betrachtet ]

Nach jedem Auftrag erfolgt nach den trocknen ein Zwischenschliff mit 400er bis 600er Schleifpapier.
Es findet kein nennenswerter Schichtaufbau statt! Es geht nur darum, eine glatte Poren-freie Oberfläche zu bekommen.
Dateianhang:
s13.JPG
s13.JPG [ 167.24 KiB | 762-mal betrachtet ]

Nach einigen Durchgängen werden kleinere Macken und Furnier-Abplatzer mit Stangen-Schellack gefüllt und ausgebessert.
Dateianhang:
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s14.JPG [ 173.61 KiB | 754-mal betrachtet ]

Dazu wird der Schellack mit einem Schellackschmelzer (regelbaren Lötkolben) verflüssigt und die Schadstelle damit aufgefüllt. Mit einer scharfen Klinge wird die Stelle dann glatt und bündig abgehobelt. Danach geht es dann mit Zwischenschleifen und Poren-füllen weiter. Die Oberfläche sollte möglichst glatt und makellos werden.....

Fortsetzung folgt...... :)


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