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Dampfradioforum • Thema anzeigen - 1V2 Nachbau 'Classic Tube Receiver 1930 style'

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BeitragVerfasst: Mo Dez 31, 2018 12:28 
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Im netz kursieren ja viele Nachbaubeispiele für Audion-Schaltungen.
Schon immer war es mein Wunsch, auch selbst sowas mal zu bauen. In Youtube findet man fiele Videos mit 1V2 und anderen Audion-Derivaten.
Nach längerer Reschääärsche stieß ich auf eine Schaltung die mit "Classic Tube Receiver 1930s style" betitelt ist. Mindestens zwei Videos eines Nachbaus dieses Vorschlags fand ich nach meinem Aufbau auch in Youtube https://www.youtube.com/watch?v=0Jzz93bH8Ks https://www.youtube.com/watch?v=da4RXtVPk-I
Dateianhang:
Classic Tube Receiver 1930s style - Auszug.png
Classic Tube Receiver 1930s style - Auszug.png [ 9.02 KiB | 1277-mal betrachtet ]

Hier ist nur der Auszug des HF-Teils zu sehen. Eine Endstufe habe ich (noch) nicht eingebaut. Für die NF benutze ich meinen Brüllwürfel.

Bedingung für mich war natürlich wieder, dass möglichst viele Teile aus der Restekiste verwendet werden sollen. Auch sollte dieser erste Versuch nicht gleich ein Gerät für die Vitrine werden, sondern ein Experimentalmodell.
Das "Chassis" besteht aus Glasfaserplatten, beidseitig kupferkaschiert, die es bei Pollin kiloweise gibt.
Getragen wird das Chassis von den beiden Drehkos. "Untenrum" verbaut sind Siebwiderstand, Siebkondensatoren, SI-Brücke und die Lötleiste, die das alles trägt und den Anschluss für die Zuleitung vom Trafo aufnimmt.
Die meisten Teile stammen aus 50er Jahre Schlachtradios. Der Trafo z.B. aus einem Loewe-Opta Meteor.

Der erste Aufbau sah dann so aus:
Dateianhang:
Nachbau - Classic Tube Receiver 1930 style 2018 12 01 130647 1200.jpg
Nachbau - Classic Tube Receiver 1930 style 2018 12 01 130647 1200.jpg [ 161.57 KiB | 1277-mal betrachtet ]

Leider habe ich kein Labortagebuch geführt und einige empirisch festgestellte Mängel bestimmt vergessen.
Die Anodenspannung wurde inzwischen über einen größeren Vorwiderstand auf ca. 120V eingestellt.
Beim oben gezeigten Stand des Aufbaus fällt auf, dass nur zwei der drei Drehkos verbaut sind. Inzwischen ist der Dritte - ein Drehko aus einem Transistorradio - auch hinzugekommen. Er dient zur Feinabstimmung.
Dateianhang:
Nachbau - Classic Tube Receiver 1930 style 2018 12 02 160857 600.jpg
Nachbau - Classic Tube Receiver 1930 style 2018 12 02 160857 600.jpg [ 76.12 KiB | 1277-mal betrachtet ]

der Netzteil :D

Mit den Spulen war ich nicht glücklich. Schon früh fanden sich dann 9-Pin D-Sub Buchsen ein um die Spulen zu stecken.
Nachdem ich mir eine Wickelvorrichtung gebaut habe, beschloss ich, statt Wechselspulen für jeden Bandbereich auf Spulen mit umschaltbaren Anzapfungen umzusteigen.
Außerdem habe ich zu den beiden Hauptdrehkos jeweils einen Kondensator in Reihe geschaltet, um die Kapazität an die im Schaltplan geforderten Werte anzupassen.
Um die NF bremsen zu können wurde ein Poti nachgerüstet.

Dateianhang:
Classic Tube Receiver 1930s style (jogi) - 2018 12 21 231053 1000.jpg
Classic Tube Receiver 1930s style (jogi) - 2018 12 21 231053 1000.jpg [ 119.68 KiB | 1277-mal betrachtet ]

Die Drucktasten stammen teils aus Schlachtungen, teils aus einem Sortiment von Pollin.

Inzwischen ist auch der Trafo in ein Kunststoffgehäuse mit Klemmanschlüssen eingezogen.
Als Röhren funktionieren EF80, EF85, EF89, EF183 (oder 184?), außerdem PCC88.
Da der Trafo 6-8 Röhren - u.a. EL84 - ausgelegt ist, bringt die Heizwicklung mit nur zwei relativ leistungsarm beheizten Röhren ca. 7-7,5V. Damit ist auch die PCC88 gut befeuert.

Mit ca. 10m Draht, kreuz und quer durch die Werkstatt gespannt, sind auch tagsüber viele Sender zu hören.
Die Umschaltung aller Spulen ermöglicht ein gute Experimentierne mit verschiedenen Induktivitäten.
Dateianhang:
Classic Tube Receiver 1930s style (jogi) - 2018 12 21 231432 596 B.jpg
Classic Tube Receiver 1930s style (jogi) - 2018 12 21 231432 596 B.jpg [ 77.76 KiB | 1277-mal betrachtet ]

Leider lässt sich der Aufbau im 80m Band nicht so gut abstimmen und SSB-Stationen sind wirklich knifflig hörbar zu machen. Desweiteren besteht bei den Spulen noch Verbesserungsbedarf.

Ziel ist es - wenn alles optimal entwickelt ist - einen kompletten Empfänger mit Endstufe und Skalen in ein ansprechendes Gehäuse zu bauen.

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Gruß,
Daniel


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BeitragVerfasst: Mo Dez 31, 2018 16:03 
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Hi Daniel,

um SSB Stationen verständlich hören zu können müßte die Rückkopplung des Audions so weit angezogen werden das es anfängt zu schwingen, bei AM Empfang würde es dann pfeifen, aber bei SSB mußt Du ja den fehlenden Träger zusetzen um was verstehen zu können und dazu muß das Audion nun mal schwingen. In der von Dir gezeigten Schaltung scheint die Rückkopplung nicht regelbar zu sein, das ist für SSB Empfang sehr ungünstig. Wünsche Dir und Deiner Familie einen guten Rutsch nach 2019.

Mann sollte doch etwas genauer hinschauen, hab gerade gesehen dass es ja doch eine Einstellung für die Stärke der Rückkopplung gibt und zwar über die Veränderung der Anodenspannung des Audions.

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Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)

Ein Forenmitglied dass kein Problem damit hat seinen Vornamen und Wohnort zu nennen. :)


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BeitragVerfasst: Mo Dez 31, 2018 18:40 
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Hallo Daniel,
eine sehr schöne Schaltung, denn die HF-Vorstufe beschert Dir nicht nur irre Empfindlichkeit für schwache Sender, sie verhindert auch die Abstrahlung der Schwingung (wenn die Rückkoppelung stark angezogen ist bzw. Du SSB empfangen willst). Und dann ist es ein echter Zweikreiser, also verbesserte Trennschärfe. Tolles Bauprojekt.
Viele Grüße
Georg

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BeitragVerfasst: Di Jan 01, 2019 16:14 
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Hallo und prosit Neujahr ! :)

Ja, die Schaltung ist schon sehr praktisch und soll ja laut Beschreibung von Amateurfunkern damals gerne eingesetzt worden sein.
Eine Überlegung wäre es, statt einer EF85 und der ersten Triode einer ECC/PCCXX mal eine PCF8X zu probieren.
Könnte es durch die Unterbringung beider Stufen in einer Röhre da zu Problemen kommen ?

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Gruß,
Daniel


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BeitragVerfasst: Di Jan 01, 2019 18:12 
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Ebenso, ein gutes Neues Jahr!
Probleme, wenn beide Stufen in einer Röhre sind?
Wenn Du die HF-Vorstufe und das Audion meinst, dann sind Probleme durchaus wahrscheinlich.

Es ist ja ein Geradeausempfänger, und die haben so ihre Tücken in Bezug auf Rückwirkungen.
Ich empfehle jedenfalls die beiden Spulen der beiden Schwingkreise ein ganzes Stück entfernt voneinander aufzustellen, am besten gekreuzt, d.h. eine liegend, die andere stehend, um Rückwirkungen zu verhindern, oder Du tust mindestens eine von beiden Spulen in einen Abschirmtopf. Rückwirkungen innerhalb der Röhre von einem System auf das andere sind viel wahrscheinlicher als Rückwirkungen bei zwei weit voneinander entfernt aufgebauten Röhren. Du willst ja mit dem Audion auch Kurzwelle hören, Größenordnung 10 MHz, und da schätze ich, dass schon winzige Kapazitäten innerhalb der Röhre von einem System auf das andere, oder auch unbeabsichtigte Kapazitäten innerhalb der Röhrenfassung eine Rolle spielen können.

Was aber voraussichtlich überhaupt nicht stören dürfte, ist die Nutzung beider Trioden in der ECC, wenn Du die eine für die Audion-Stufe, die andere für NF verwendest. Denn selbst wenn NF aus der NF-Triode auf das Audion zurückwirkt, dürften die Kapazitäten für die niederfrequente NF mit höchstens 5 kHz derart klein sein, dass die Rückwirkung nicht ins Gewicht fällt. Man muss allerdings dafür sorgen, dass die zweite Triode keinesfalls HF verarbeiten kann zum Beispiel durch Abblock-Kondensatoren und NF-Tiefpass-Filter an der NF-Stufe mit einer Grenzfrequenz von ca. 5 oder 8 kHz.


Viele Grüße
Georg

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BeitragVerfasst: Mi Jan 02, 2019 7:06 
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Danke für die Hinweise :)

Dann werde ich in eingeschlagener Richtung weiterarbeiten.
Beim Versuchsaufbau musste ich ein paar Kompromisse eingehen, da Bauteile nicht mit den geforderten Werte vorhanden waren. Beispielsweise Potis und Drehkos.
Für den Neubau werde ich zumindest die Potis passend bestellen. Bei den Drehkos kann man ja die Kapazität durch Reihenschaltung reduzieren. Hier habe ich aber das Problem, dass die allermeisten Radiodrehkos 1,5 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag haben. Für eine Kreisskala ist das ungeeignet und ich wollte keine waagerechten Seilskalen bauen - das würde die Front gewaltig vergrößern.
Mit den neuzeitlichen Radiodrehkos wie man sie aus Kofferradios der 70er und 80er kennt, lassen sich 180° Drehskalen bauen. Die Drehkos möchte ich nicht direkt antreiben sondern mittels Seilantrieb übersetzen um die Abstimmung feiner machen zu können. Die Röhren dürfen gerne sichtbar sein. Alles Weitere soll unter dem Chassis Platz finden. Die NF-Endstufe möchte ich auch extern ansteuern können. Über einen kombinierten Schalter wird bei Umschaltung der Endstufe auf externen Eingang die Anodenspannung der HF-Stufen abgeschaltet.
Aber zuerst möchte ich noch mit dem Versuchsaufbau experimentieren...

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Gruß,
Daniel


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