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 Betreff des Beitrags: Infos zu altem Trafo
BeitragVerfasst: Do Apr 18, 2019 8:10 
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Hallo,
ich habe letztens auf ebay einen alten Trafo ohne große Infos geschossen. Als das Ding bei mir ankam, war ich von der Größe und dem Gewicht etwas überrascht. Sah auf den Bildern kleiner aus.
Folgender Kommentar stand in ebay dabei: "aus einem Studio-Technik Rundfunkgerät mit Röhrentechnik"
Folgende Bilder habe ich von den zwei Beschriftungen auf dem Trafo:
Dateianhang:
Trafo_1.jpg
Trafo_1.jpg [ 132.68 KiB | 513-mal betrachtet ]

Dateianhang:
Trafo_2.jpg
Trafo_2.jpg [ 83.4 KiB | 513-mal betrachtet ]


Vlt. kann mir ja jemand was dazu sagen. Ich messe für die Windungswiderstände nur Widerstände im einstelligen Ohmbereich. Für Röhrengeräte scheint mir das herzlich wenig, außer da fließt ordentlich Leistung drüber (Bsp. Trenntrafo). Danke schonmal für jeden Hinweis.
Viele Grüße,
Raphael


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 Betreff des Beitrags: Re: Infos zu altem Trafo
BeitragVerfasst: Do Apr 18, 2019 8:48 
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Registriert: Di Apr 19, 2016 19:33
Beiträge: 545
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Wieso kaufst du einen völlig unbekannten Transformator, was soll das für einen Sinn haben? Er stammt wie du siehst von einer kleinen Transformatoren-Fabrik, war also wohl für ein Kleinserien-Gerät oder gar ein Einzelstück-Gerät vorgesehen. Keine Chance da Infos zu bekommen.

VG Stefam


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 Betreff des Beitrags: Re: Infos zu altem Trafo
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 6:56 
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Hallo Stefan,
Danke für deine Antwort.
Du hast schon recht, es war nicht meine beste Idee diesen Trafo zu kaufen. Aber jetzt habe ich ihn halt. Dann werde ich wohl durchmessen müssen und ausprobieren. Vielleicht ist er dann ja doch zu was nützlich.
Viele Grüße,
Raphael


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 Betreff des Beitrags: Re: Infos zu altem Trafo
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 8:08 
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Registriert: Sa Jul 28, 2018 14:50
Beiträge: 24
Wohnort: tief im Süden
Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
¡Hola!

Eventuell gibt es hier Infos zu dem Trafo:

https://handelsregisterauszug-online.de/firma-company-ing-w-gerhard-k-g-trafo--spulenwickelei-apparatebau-hra-michelstadt-reichelsheim-(odenwald)-558188.aspx

Saludos
Marcos


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 Betreff des Beitrags: Re: Infos zu altem Trafo
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 9:20 
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Registriert: Do Jun 28, 2012 18:29
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Wohnort: Rheinhessen, Nähe Wörrstadt
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Was ist denn so schlimm daran, einen unbekannten Trafo zu kaufen? ;)

Bei unbekannten Trafos zeichne ich zuerst einen Klemmenplan, messe dann die Widerstände zwischen den Klemmen und trage sie in das Schema ein.
Über die Drahtstärke an den Lötfahnen kann man grob Rückschlüsse auf die Belastbarkeit und vor allem die Spannung schließen (je dicker der Draht, desto höher der Strom und desto niedriger (nicht immer!) die Spannung.

Oft haben Trafos eine Wicklung mit mehreren Anzapfungen und zwei weitere gleich große getrennte Wicklungen oder stattdessen eine Wicklung mit Mittelanzapfung. Letzere beide sind dann meist die Primärwicklung - die beiden getrennten Wicklungen können parallel für 110V oder in Reihe für 220(230)V geschaltet werden.

Die Übersetzung kann man dann durch Anlegen einer kleinen Wechselspannung an eine der Wicklungen ermitteln.

Da ich inzwischen fast eine Umzugskiste voller Trafos habe, brauche ich zum Glück nur selten welche zu kaufen.

_________________
Gruß,
Daniel


Baden Baden, Beromünster, Paris, Rom…
...Eine ganze Welt ist auf der Skala des SABA-Empfängers vereint


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 Betreff des Beitrags: Re: Infos zu altem Trafo
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 10:12 
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Registriert: Do Okt 05, 2017 19:39
Beiträge: 84
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo,

ich kann mich Daniel nur anschließen !
Ergänzend zum Vorgehen viell. noch folgenden Tipp, am besten ist es, wenn ein Stelltrafo 0...230V zur Verfügung steht.

Wie beschrieben, die Wicklungen mit dem Ohmmeter zunächst zuordnen, am besten aufmalen, zunächst ist es egal, welche die Primärwicklung ist (das allerdings kann später zum gewissen problem werden, Stichwort Isolationsgüte). Die Gleichstromwiderstände ergeben mit der Drahtstärke eine gewisse Hausnummer für die Windungszahlen...zu erwartenden Spannungen, keinesfalls sind exakte Rückschlüsse damit möglich.

Drahtstärke ungefähr eintragen, über übliche Stromdichte bei TRafos (alte Tabellenbücher) kann max. Strom abgeschätzt werden... ich wiederhole mich ... weiter:

Jetzt kommt die erste elektrische Messung (VORSICHT! an allen Anschlüssen kann gefährliche Spannung entstehen!!): Wenn man rel. "sicher" ist, daß eine Wicklung die Heizwicklung mit 6,3V sein könnte, kann man mit einem Stelltrafo + weiterer Trafo 230/12V~ und Strommeter (und am besten noch 230V/40W Glühbirne in der Hochvoltzuleitung zum Zwischentrafo ! richtig dimensionierte Glühbirne zur Strombegrenzung ist immer ne sehr gute Vorsorgemaßnahme !!) in der Zuleitung zum Trafo den Sättigungspunkt ermittelt, d.h. man erregt den Trafo über die Heizwicklung mit 0...6,3V~...8-10V~ und ermittelt die Spannung, bei der der Trafo in Sättigung geht, erkennbar an spürbar steigendem Strom in der Erregerwicklung (wenn der Punkt ermittelt ist, an dem der Strom stärker ansteigt, wieder 20% zurückgehen, dann hat man wahrscheinlich den richtigen "Arbeitspunkt" (Magnetfluß im Kern ungefähr wie bei Nennbetrieb).
Nun kann man die SPannungen an den anderen Wicklungen messen, bei einem Röhrenradiotrafo hat man dann zwei Wicklungen mit ca 210...250V~, die mit der kleineren Spannung ist dann eventuell (!) die Netzwicklung, auch erkennbar an Anzapfungen für 110V usw...

Man kann das auch mit einer "bekannten" Hochvoltwicklung machen, eventuell erkennt man die Netzwicklung anhand der Belegung...Anzapfungen wie gesagt, auch dann kann man bis zur Sättigung gehen, aber nur sehr kurzzeitig, je dünner der Draht, desto gefährlicher, weil schnell zu heiß und Isolation beschädigt, was Tonne bedeutet.

Auf diese Weise kann man über die Spannungsverhältnisse also die Übersetzungen bei 50Hz bestimmen.

Jetzt kommt aber die Einschränkung für spätere Verwendung, weshalb das auch etwas problematisch ist, einen unbekannten Trafo zu verwenden: Wenn man unsicher ist, wofür der Trafo gedacht war, darf man ihn nicht für Netzspannungsanwendungen nehmen, weil die Isolation im Inneren unklar ist !
Die Netzwicklung ist auch bei alten Trafos mit noch nicht so strengen Sicherheitsanforderungen ziemlich gut isoliert, die Menschen wollten auch damals überleben.
Wenn das nun ein Steuer- oder Hilfsspannungstrafo oderoder war, ist es nicht zulässig, über ihn die Netztrennung zu machen. Im Extremfall war er auch für andere Frequenz bestimmt, den richtigen Arbeitspunkt bei 50Hz kann man zwar über die o.g. Methode trotzdem ermitteln, aber das gelbe vom Ei ist das Ganze nicht. Es bleiben einige Unbekannte, was die Kritik von Stefan verständlich macht.
ich hab auch schon manchmal gedacht "ein Trafo" und dann wars eine Doppeldrossel, der Kern und die Wicklungen sind dann ganz anders ausgelegt als bei einem Netztrafo.

Man kann den Trafo aber zum Experimentieren nehmen oder als Hochtransformator für Röhrenschaltungen, wenn man z.B. mit 12V~ ankommt und wieder eine Anodenspannung machen will.
Vorausgesetzt, die Wicklungen eignen sich dazu, is klar...

Gruß Ingo


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 Betreff des Beitrags: Re: Infos zu altem Trafo
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 13:05 
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Registriert: Di Apr 02, 2019 10:22
Beiträge: 29
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Ich habe mir angewöhnt - nach dem Tfk Laborbuch I (blau), außer den bereits beschrieben Messungen den Eisenkern auszumessen, Man kann aus dem Kernquerschnitt per Näherungsformel relativ gut die mögliche VA-Belastung abschätzen. Außerdem sind die Kernbleche i.d.R. normiert und lediglich die Paketdicke wird individuell angepaßt.

Bei M- und EI-Schnitt ist Qe ~ sqrt(N) ~ sqrt(VA). Qe Kernquerschnitt in qcm, N Watt. (VA ~ Qe*Qe bzw. Qe²)

Gruß Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Infos zu altem Trafo
BeitragVerfasst: Fr Apr 19, 2019 16:26 
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Registriert: So Okt 18, 2009 18:36
Beiträge: 1451
Wohnort: bei Fulda
Noch eine Überlegung: ist es überhaupt sicher, daß es sich um einen Netztrafo handelt?
Die Bezeichnung GA + Zahl erinnert mich an die bei der bekannten Trafofabrik Engel aus Wiesbaden (u.a. bei Radio RIM-Bausätzen verwendet) übliche Kennzeichnung. GA 50 bedeutete damals z.B. Gegentakt-Ausgangsübertrager für 50 Watt (2xEL34).
Ausgangsübertrager aus der ELA-Technik müssen auch nicht niederohmige Ausgänge (4,8 Ohm o.ä.) haben, auch 100V-Ausgänge waren üblich.
Nur mal so als Hinweis.

_________________
Viele Grüße

Frank


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