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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Quelle - Universum 28P10 - SW-Portable von 1965

Dampfradioforum

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BeitragVerfasst: Do Apr 20, 2017 19:04 
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Mein Rundgang bei der Radiobörse war schon beendet, ich stand draußen bei einem Händler vor der Halle, sein Sohn und ich unterhielten uns sehr nett, als mein Blick immer wieder auf einen kleinen verdreckten Fernseher fiel. Das Gehäuse hatte über die Jahre sehr gelitten. Dieser Kasten hatte mich gepackt, ich wollte einfach wissen, ob sich aus dem Teil wieder etwas machen lässt.
Der Verkäufer meinte, es sei wohl einer der ersten wirklich tragbaren Schwarzweiß-Fernseher, das der noch mehrere Röhren hat und laufen würde.
Nach 30 Sekunden härtester Verhandlungen wechselten 8 € und ein kleines trauriges TV-Gerät die Besitzer.
Zu Hause in der Werkstatt stand der Kleine dann erst mal Modell für die Vorher-Bilder.
Dateianhang:
010 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 09 203311 1019  89.jpg
010 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 09 203311 1019 89.jpg [ 88.05 KiB | 1845-mal betrachtet ]

Dateianhang:
020 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 09 203323 1142  137.JPG
020 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 09 203323 1142 137.JPG [ 136.51 KiB | 1845-mal betrachtet ]

Dateianhang:
030 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 09 203405 1036  91.JPG
030 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 09 203405 1036 91.JPG [ 90.58 KiB | 1845-mal betrachtet ]


Nun, die Frontpartie ließ erahnen, dass nach einer gründlichen Reinigung und evtl. Politur vielleicht schon alles getan sein dürfte.
Die Rückwand, die den größten Teil des Gehäuses ausmacht, konnte allerdings nicht verhehlen, dass der Apparat wohl jahrelang auf dem Fensterbrett der Sonnenseite des Hauses gestanden haben muss. Der Kunststoff war derart ausgewaschen und krümelte einfach so dahin.
Die Röhren und Lastwiderstände direkt darunter und die von ihnen ausgehende Abwärme taten das ihrige dazu.
Dateianhang:
035 Bilder aneinanderreihen.jpg
035 Bilder aneinanderreihen.jpg [ 141.83 KiB | 1845-mal betrachtet ]


Die Bilder zeigen das Gerät bereits nach einer Vorwäsche mit Mikrofasertuch.
Im Bereich der Lüftungsritzen war das Gehäuse bereits stark geschwächt, einige Stege fehlten und ließen genau erkennen, wo die meiste Abwärme aus dem Apparat ausströmt.

Fortsetzung folgt...

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Daniel


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BeitragVerfasst: Do Apr 20, 2017 19:20 
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die hellen Stellen auf der Rückseite sind kein Schmutz, sondern bröselnder Kunststoff.

Nach dem Öffnen tauchte gleich ein weiteres Problem auf:
Das Gehäuse ist im Bereich des Tragegriffs innen durch ein Blech verstärkt. So wird die Zugkraft beim Tragen, aber auch der Druck bei Belastung des Gehäuses auf eine größere Fläche verteilt. Der Abstand des Blechs zum Chassis beträgt nur ein paar Milimeter. Bei Belastung könnte das Blech und damit die außen am Gehäuse liegenden Beschläge des Tragegriffs, mit dem Chassis in Berührung kommen, was bei einem Gerät wie diesem - ohne Netztrenung - tödlich sein könnte.
Um das zu verhindern ist als Isolierung mit Kunststoffnieten eine weiße faserige Platte befestigt. Sie dient einerseits als Hitzeschutz, andererseits als elektrischer Isolator. Das Zeug dürfte Asbest sein. Da mir kein anderes Material zur Verfügung steht, habe ich die Platte mehrfach mit Grundierlack und anschließend mit Epoxydharz "imprägniert". Da ich nicht vorhabe das Zeug zu sägen/bohren/feilen, dürfte nun keine Gefahr mehr davon ausgehen.

Zunächst noch ein Blick in's Gerät:
Dateianhang:
050 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 10 191533 1000  170.jpg
050 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 10 191533 1000 170.jpg [ 149.67 KiB | 1841-mal betrachtet ]

Der Fernseher arbeitet mit insgesamt 12 Röhren.
Die Bildröhre ist eine A28-12W und hat damit eine Bilddiagonale von ca. 28cm

VHF- und UHF-Tuner stammen von Philips.
Der VHF-Tuner (Philips AT 7660/80) arbeitet mit den Röhren PCC189 und PCF801
Der UHF-Tuner (Philips AT 6360/01) arbeitet mit Germaniumtransistoren vom Typ AF139 (2 Stück)

Weitere Röhren sind:
EF85, PCF200, PFL200, EL95 (NF-Endstufe), PCL85, PCF802, PL81, PY88 und EY51
Außerdem noch zwei Transistoren: Ein AF121 und ein AC126

Dateianhang:
100 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 10 191526 1000  181.jpg
100 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 10 191526 1000 181.jpg [ 177.75 KiB | 1841-mal betrachtet ]

auf dem vorigen Bild werden Kenner vielleicht oben links den Aludeckel bemerkt haben, der mit einem Pertinax-Keil verschlossen gehalten wird.
Dieses Teil samt Innenleben stammt definitiv von Grundig. Vermutlich wurde das Gerät von Grundig für Quelle hergestellt.


Nach Entfernen der Bedienknöpfe an der Front und einer Schraube im Geräteinnern, lässt sich das Chassis von der Bildröhre weggklappen.
Dateianhang:
060 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 12 113358 1000  192.jpg
060 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 12 113358 1000 192.jpg [ 143.93 KiB | 1841-mal betrachtet ]


So ist auch die Lötseite mehr oder weniger gut erreichbar.
Dateianhang:
105 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 12 113415 1000  172.jpg
105 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 12 113415 1000 172.jpg [ 171.62 KiB | 1841-mal betrachtet ]


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Zuletzt geändert von SABA78 am Mi Mai 31, 2017 16:51, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do Apr 20, 2017 19:28 
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hier nochmal ein Bild vom "Grundig-Baustein"
Dateianhang:
130b UNIVERSUM - 28P10 2017 04 10 210703 1200  115.jpg
130b UNIVERSUM - 28P10 2017 04 10 210703 1200 115.jpg [ 66.41 KiB | 1838-mal betrachtet ]


Nach einem kurzen Probelauf am Trenntrafo war klar, dass der Apparat grob funktioniert. Schnee war bildfüllend vorhanden und aus dem Lautsprecher kam das übliche Rauschen.
Einer Überarbeitung des Gerätes stand also nichts mehr im Weg.
Folglich wurde das Chassis ausgebaut, die Bildröhre entnommen und alle Teile vorsichtig gereinigt.
Dateianhang:
170 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 12 114620 1200  177.jpg
170 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 12 114620 1200 177.jpg [ 176.69 KiB | 1838-mal betrachtet ]

Dateianhang:
180 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 12 114746 775  142.jpg
180 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 12 114746 775 142.jpg [ 141.48 KiB | 1838-mal betrachtet ]


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BeitragVerfasst: Do Apr 20, 2017 19:51 
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Hallo Daniel,

Gesehen hatte ich das Ding auch. Für den Preis konntest du nichts falsch machen. Ich bin gespannt auf erste Testbilder.

Grüße
Oliver

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Nette Grüsse aus dem Ruhrgebiet.


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BeitragVerfasst: Do Apr 20, 2017 19:51 
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Wie schon erwähnt waren die Schäden an der Rückwand durch den ausgemergelten Kunststoff nicht unbeträchtlich.


Wie rekonstruiert man nun solche Lüftungsritzen?
Dateianhang:
190 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 13 090449 1200  167.jpg
190 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 13 090449 1200 167.jpg [ 166.02 KiB | 1833-mal betrachtet ]

ganz rechts fehlten ja schon einige Segmente und was noch übrig war war dermaßen brüchig und rissig, dass keine belastbare Basis für partiellen Ersatz vorhanden war.
Dateianhang:
200 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 13 090459 1000  156.jpg
200 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 13 090459 1000 156.jpg [ 155.99 KiB | 1833-mal betrachtet ]

Von innen sah der Kunststoff noch sehr gut aus. Auch der Originalfarbton ist noch gut erkennbar.

So klebte ich das ganze rechte Feld außen mit breitem Tesaband ab und goss es komplett von innen mit Epoxydharz aus. Anschließend wurden die Ritzen wieder frei Hand mit dem Proxxonschleifer und einem Radial, bzw. Zylinderfräskopf nachgefräst.

Für die Stäbe in der Mitte fertigte ich aus Heiskleber, den ich unter Zuhilfenahme von Kriechöl als Trennmittel auf die benachbarten und intakten Stäbe auftrug, eine Art Negativ-Form. Die passte leider nur 75% an der Fehlstelle, aber nach Ausgießen mit Epoxydharz waren die Lüftungsritzen wieder hergestellt.
Die dritte und kleinste Fehlstelle besserte ich aus in dem ich die Zwischenräume komplett mit Harz verfüllte und so beließ.

Der Lackhändler meines Vertrauens fand den passenden RAL-Ton (schwarzgrau), der an Hand der Farbe im Innern des Gehäuses noch nachvollziehbar war.
Das Gehäuse erhielt an den ausgemergelten Stellen zunächst eine Behandlung mit Grundierspray. Das Material sog den Lack regelrecht in sich auf. Nach gründlichem Vorschliff mittels Vlies erfolgte die Neulackierung mit der Dose. Dabei merkte ich einmal mehr den Unterschied zwischen der 9€ Dose vom Baumarkt und der 18€ Dose vom Fachhandel: Der Profilack deckte gleich beim ersten Durchgang sehr gut und nur wegen den Oberflächenschäden war eine zweite Schicht nötig. Mit dem Baumarktlack wären alleine für eine Ausreichende Farbdeckung drei Durchgänge nötig gewesen.
Dateianhang:
250 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 18 143838 4608  6.038.jpg
250 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 18 143838 4608 6.038.jpg [ 146.29 KiB | 1833-mal betrachtet ]

Dateianhang:
300 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 18 143921 4608  4.855.jpg
300 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 18 143921 4608 4.855.jpg [ 119.52 KiB | 1833-mal betrachtet ]


Einen neuwertigen Zustand kann man mit diesem Verfahren und bei diesem Ausgangszustand natürlich nicht mehr erzielen, aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Fortsetzung folgt...

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BeitragVerfasst: Do Apr 20, 2017 20:11 
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Hier noch ein Bild des vermutlichen Asbest-Teils nach der Behandlung:
Dateianhang:
UNIVERSUM - 28P10 2017 04 18 133704 4608  5.583.jpg
UNIVERSUM - 28P10 2017 04 18 133704 4608 5.583.jpg [ 100.69 KiB | 1829-mal betrachtet ]


Nachdem das Chassis gereinigt und die Sichtprüfung bestanden war (keine auffälligkeiten wie z.B. verschmorte Teile oder geblähte Kondensatoren bzw. Problemkondensatoren), kam der große Moment des ersten Probelaufs am Signalgenerator.

Den Kreis konnte man gut erkennen, allerdings nach rechts überdehnt und nach einigem Stellen am Bildfang zwei bis zweieinhalb Mal und auch nicht wirklich stabil.
Dateianhang:
500 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 18 211417 4608  6.101.jpg
500 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 18 211417 4608 6.101.jpg [ 112.04 KiB | 1829-mal betrachtet ]

Nach einigem Hin und Her fiel mir ein Verdrahtungsfehler auf, der mir beim Wiedereinbau des Chassis unterlaufen war:
An der Ablenkeinheit waren mehrere Drähte angelötet. Darunter auch zwei Grüne. Einer musste Zum Chassisausbau abgelötet werden. Dieser war auf der zweiten Lötöse gemeinsam mit einem schwarzen Draht angelötet. Links daneben - an der ersten Lötöse war ein genauso grüner Draht. Natürlich lötete ich den Draht später - trotz ausführlicher Bilddokumentation vom Vorher-Zustand --explizit von dieser Stelle-- zum anderen grünen Draht dazu.
Nachdem das korrigiert war sah das Bild schon besser aus:
Dateianhang:
510 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 19 065615 4608  5.739.jpg
510 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 19 065615 4608 5.739.jpg [ 123.56 KiB | 1829-mal betrachtet ]

Allerdings sah das natürlich immernoch nicht gut aus. Der Bildkipposzillator war einfach zu langsam.

Am Ende stellten sich entgegen meiner ersten Einschätzung die Eroid-Kondensatoren als Übeltäter heraus. Alle, wirklich alle hatten ziemlich genau 150% Kapazität bei sonst guten Messwerten.
Dateianhang:
600 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 09 203311 1019  89.jpg
600 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 09 203311 1019 89.jpg [ 127.02 KiB | 1829-mal betrachtet ]


Also raus mit den Burschen und Ersatz rein.


Fortsetzung folgt...

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BeitragVerfasst: Do Apr 20, 2017 20:17 
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Der Effekt ist deutlich. Nach einigen kleinen Einstellungen hier und da ist das Bild jetzt stabil und geometrisch in Ordnung. Eine gelegentliche Ausfälle der Horizontalsynchronisation konnten durch Nachstellen beseitigt werden.

Dateianhang:
650 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 19 203543 4608  5.214.jpg
650 UNIVERSUM - 28P10 2017 04 19 203543 4608 5.214.jpg [ 127.67 KiB | 1824-mal betrachtet ]



Der Aktuelle Stand:

Das Bild ist stabil, Emfpang auf VHF und UHF ist einwandfrei.

Der Ton lässt nur beidseitig neben dem optimal eingestellten Sender was von sich hören und das auch nur sehr dünn.
Nachdem ich den Emitterwiderstand im Tonteil vor dem Ratiofilter vom AF121 ersetzte (67k statt 47k) und den elektronisch nicht mehr vorhandenen Ratioelko erneuerte, waren die Verzerrungen im Ton schon mal weg. Aber die Bässe fehlen immernoch.
Ich schätze da müssen vielleicht noch die ZF-Filter abgeglichen und/oder geprüft werden. Aber da brauche ich fachmännische Hilfe...

Mal sehen, wie es weiter geht...

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BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 0:33 
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Hallo Daniel

Wenn beim Ton die Bässe fehlen muß es nicht an der Ton ZF liegen.
Ich würde erst mal in Richtung EL95 und dessen Umgebung schauen. Vieleicht ist der Kathodenelko, ein Kondensator im Signalweg taub oder die EL 95 schwach .
P.s. Da ich den TV nicht kenne , vermute ich aber trotzdem , daß die EL95 mit automatischer Gittervorspannungs-Erzeugung arbeitet . Falls ich recht habe, messe mal die Spannung an der Kathode der EL95 .

MfG. Didi


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BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 6:37 
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Moin Daniel,

einen ZF-Fehler würde ich nur bei verrauschtem/verzerrten/verbrummten/damit einhergehend zu leisem Ton annehmen und das muss dann nicht zwangsläufig nur die Ton-ZF sein. Zur Verifizierung des Fehlers kann man versuchen, den NF-Signalweg vor dem Lautstärkepoti aufzutrennen, um dann dort ein externes Signal einzuspeisen und den NF-Zug zu untersuchen. Dabei bitte unbedingt einen Trenntrafo benutzen - aber das versteht sich ja von selbst... :wink:


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BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 8:27 
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Danke für den Hinweis.

Ich frage mich nur, warum der Ton bei korrekt abgestimmtem Kanal weg, aber links und rechts davon vorhanden ist.

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BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 11:28 
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Hallo Daniel

Wenn der Ton im Zentrum vom Sender weg ,bzw. schlecht ist und links bzw. rechts da ist, liegt es am Ratiofilter . Stelle den Sender auf bestes Bild und drehe vorsichtig am Kern vom Ratiofilter ( das ist das letzte Filter ) bis der Ton sauber zu hören ist. Diese Sache hat aber nichts mit den fehlenden Bässen zu tun.

MfG. Didi


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BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 15:14 
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An sowas hab ich noch nie "geschraubt". Ich weiß gar nicht, wo ich da einstellen kann und wo ich die Finger davon lassen sollte.
Dateianhang:
Universum - 28P10 Schaltung Auszug ZF Ratio.png
Universum - 28P10 Schaltung Auszug ZF Ratio.png [ 29.89 KiB | 1725-mal betrachtet ]


Anbei mal ein Auszug aus dem Schaltbild.

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BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 15:15 
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L703 &704 ist ratiofilter

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"Nur die Lüge braucht Stütze. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht"
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BeitragVerfasst: Sa Apr 22, 2017 12:24 
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L703 und 704 sind jeweils als Printspule ausgeführt in deren Zentrum eine Bohrung mit einer Schraube eingedreht ist. am Schraubenkopf befindet sich eine Scheibe, die durch Eindrehen der Schraube näher an die Spule herangeführt werden kann und diese überdeckt.
Ein Verstellen dieser Schrauben bringt kein Ergebnis.

Der Apparat ist jetzt erst einmal zusammengebaut und im Regal abgestellt...

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BeitragVerfasst: Sa Apr 22, 2017 13:23 
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Wenn es nicht am Ratiokreis liegt, kann es auch an einem Abgleichfehler in der Bild-ZF liegen, Dort gibt es verschiedene Saug- und Sperrkreise, mit denen bestimmte Signalanteile unterdrückt werden, um im Bild nicht als Streifenmuster (Moiree) zu stören. Ohne geeigneten Wobbelmessplatz sollte man in diesem Bereich aber keinesfalls herumschrauben.

Lutz


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