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 Betreff des Beitrags: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Do Mai 09, 2013 22:51 
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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Fr Mai 10, 2013 0:17 
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Soviel zum Thema "restauriert"...
Aber vermutlich hat er auch unter dem Transport etwas gelitten.

Schön, das er jetzt aber wieder funktioniert!

_________________
Grüße
Christoph


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Fr Mai 10, 2013 8:02 
Hallo Herbert,
das ist ein schönes Teil welches Du wieder hergestellt hast. Gratuliere ! erinnert mich ein bischen an die Spontanreparatur von dem berliner Philips Schalenlautsprecher. Für die nicht kundigen; dort wurde das def. Magnetsystem durch einen 2K Kopfhörer ersetzt und die Verbindung zur LS Membran mit Zahnstocherholzstäbchen geschaffen. Manchmal kannst Du Genialität nicht verbergen :lol:
Grüsse Franz


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Fr Mai 10, 2013 11:55 
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Hallo Herbert,

sehr schön. Genau diese Kombination habe ich auch stehen, d.h. T40 (mit der schwachen Endröhre 134) und den Holz-Arcophon.
Den T40 bekam ich noch als Schüler kostenlos aus dem weiteren verwandtschaftlichen Umfeld, den Arcophon fand ich Anfang der 90er im Münsterland auf einem Flohmarkt, ebenfalls mit veränderter Bespannung, die ich aber beließ.
Eigentlich passt der Holz-Arcophon optisch ja nur "bedingt", abgebildet auf dem Blechschild im T40 ist ja die Bakelitausführung, die aber nur sehr teuer zu haben ist.


Die Sache mit der Magnetisierung interessiert mich, da viele Magnete (z.B. auch beim VE301) mittlerweile an Kraft verloren haben: kannst Du Deinen Reparaturaufbau und die exakte Vorgehensweise noch etwas genauer beschreiben?

Gruß
k.

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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Fr Mai 10, 2013 12:45 
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Hallo Klaus,

im ersten Schritt muss der Treiber soweit zerlegt werden, dass der Hufeisenmagnet zugänglich ist.

Für die Nachmagnetisierung ist zunächst eine Spule aus herkömmlichem Trafo-Wickeldraht anzufertigen. Sie sollte möglichst gut auf den zu magnetisierenden Kandidaten passen. Die Windungszahl ist dabei nicht so kritisch. Es hat sich Kupferlackdraht mit einem Millimeter bewährt, der sich gut verarbeiten lässt. Vier Lagen, Windung an Windung gewickelt, über die Länge eines Schenkels haben sich als ausreichend erwiesen.

Desweiteren wird eine überlastungsfeste, einstellbare Gleichspannungsquelle (Labornetzteil) mit einem Ladekondensator von 50.000µF bis 100.000µF an deren Ausgang benötigt, sowie ein Taster für höhere Ströme (selbst herstellbar) und kräftige Werkstattschnüre nebst Krokoklemmen. Ein magnetisierbarer Eisenstreifen (z.B. aus einem ausgedienten Trafo) dient als "Fühler" für die magnetischen Kräfte.

Spule und Taster werden nun mit Hilfe der Schnüre in Reihenschaltung mit dem Netzteil verbunden, die Spule auf den Magneten aufgeschoben. Den Blechstreifen an den Polen des Magneten halten lassen und an einer Seite mit dem Finger leicht abheben, so dass die magn. Kräfte gerade noch zum Halten ausreichen. Jetzt den Taster schließen und das Netzteil langsam hochdrehen. Spürt man eine Verringerung der magn. Kräfte, muss die Spule umgepolt werden. Wenn beim Anfahren des Netzteils also die Kräfte sofort spürbar größer werden, ist die richtige Polarität gefunden. Taster wieder öffnen.

Nun beginnt der eigentliche Magnetisierungsvorgang. Das Netzteil auf 30-35Volt einstellen. Durch kurzzeitiges beherztes Schließen des Tasters die Ladung der Elkos durch die Magnetisierungsspule schicken. Dabei kann ein Zucken einiger Teile der Anordnung deutlich sichtbar sein! Den Vorgang etwa 20mal wiederholen. Nun sollte der Magnet sich wieder zurecht so nennen dürfen :mrgreen:

Das Verfahren eignet sich auch für ermüdete Kopfhörer mit Stahlmembrane, nur muss dafür die Spule um ein paar Größenordnungen kleiner gebaut werden - klar, ne?


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Fr Mai 10, 2013 13:10 
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Danke für die rasche Antwort, Herbert. Wenn ich es recht verstanden habe, muss das Magnetisieren also nur auf 1 Schenkel des U-Magneten durchgeführt werden, das war mir wichtig zu wissen.

Wie ist denn nun der Kondensator in den Versuchsaufbau eingebunden?

Weitere Frage meinerseits: Weißt Du, ob sowas auch mit geringerer Spannung funktioniert, ich denke da z.B. an eine Kfz-Batterie?

Gruß
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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Fr Mai 10, 2013 13:55 
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Hallo Klaus,

nach meinen Beobachtungen sind es die kurzen, aber sehr kräftigen Stromstöße aus dem direkt vom Netzteil auf 30-35Volt aufgeladenen "dicken" 50.000µF-Elko, welche ein gutes Ergebnis erzielen. Durch das zwar nur kurzzeitige aber sehr starke Magnetfeld werden offenbar die Elementarmagnete leicher aus ihrer "Lethargie" gerissen und ausgerichtet :lol: . Bei "nur" 12Volt aber quasi Amperes bis zum Abwinken aus einer Autobatterie besteht die Gefahr, dass sich die Wicklung sehr schnell überhitzt oder gar verbrennt. Wie gut das Magnetisierungsergebnis dabei ausfällt...- hmm - schwer zu sagen.


EDIT/Nachtrag: Klaus, falls Du an der Magnetisierungsspule Bedarf haben solltest - kein Problem, Du kannst sie gern geliehen bekommen :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Sa Mai 11, 2013 13:16 
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Endlich mal wieder was richtig altes!

jetzt kann man sich auch vorstellen warum der Beruf damals Rundfunkmechaniker hies. Neben dem technischen Verstand war handwerkliches Geschick mehr gefordert als in späteren Jahren. Zum Glück verfügst du über beides, Herbi.

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Gruß,
Jupp
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Der Sammler "an sich" wird einfach nie ethisch oder moralisch sein. Liegt in der Sache der Natur... Sonst wären wir ja keine "Sammler & Jäger", sondern biedere Heimchen (Marek)


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Sa Mai 11, 2013 13:38 
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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Sa Mai 11, 2013 16:10 
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rettigsmerb hat geschrieben:
Der Rückwand-Rohbau aus Sperrholz hat mittlerweile begonnen. Der Frontgrill diente hierzu als Schablone....



Ooops, :shock: , das hatte ich bisher gar nicht realisiert, dass bei Deiner Box 1 der Gitter fehlt.
Daumendrück, dass Dein Sperrholznachbau nachher problemlos passt, denn wie Du weißt, sind ja beide Gitter aus Metall und mittels äußerer Holzleisten am Gehäuse befestigt.

Gruß
k.

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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: So Mai 12, 2013 0:06 
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Hallo Herbert,

sehr schöne Geräte und ein sehr schöner Bericht, bei dem ich auch einiges Spannendes hinzulernen durfte :super: und :danke: !

Schönes Wochenende,

Ralph

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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Do Mai 16, 2013 22:53 
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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: Do Mai 16, 2013 23:27 
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Moin,

na das kann sich doch sehn lassen... mit viel Mühe und Sucherei findet man schon das passende :-)

Viele Grüsse
Martin


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 Betreff des Beitrags: Re: Telefunken T40W und Arcophon 3
BeitragVerfasst: So Mai 26, 2013 18:00 
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Das sieht schon ganz toll aus, aber ich möchte bezüglich dessen, was Du in einem anderem thread schriebst, lieber Herbert, noch 1 Tipp loswerden:

rettigsmerb hat geschrieben:
....Vor einiger Zeit lief mir ja der Telefunken T40W in die Sammlung. Ihm fehlte die Originalendröhre RE604. Ein Blick in den Karton - juhu, ich hab eine! Schaut mal in der Bucht, wie die Dinger heute so gehandelt werden....


Der T40 war mit 2 verschiedenen Endröhren beziehbar. Das Metallschild, das man bei aufgeklapptem Deckel sieht, weist für die Endröhre ein Leerfeld aus, das "bestempelt" wurde mit dem Typ der verwendeten Röhre. Üblicherweise kam eine RE134 zum Einsatz, die RE604 kostete seinerzeit 14,50 Reichsmark Mehrpreis.

Worauf will ich nun hinaus?

Die RE 604 zieht einen Anodenstrom von 40 mA lt. Liste, die übliche RE134 nur etwa 12 mA.
Diese Stromdifferenz ist nicht unerheblich. Ich würde den Arcophon 3 eher für einen schwächeren Heimlautsprecher halten, die RE 604 aber für eine Kraftendröhre, die den T40 auch zum Beschallen kleinerer Gaststättenräume (z.B. bei kleinen damaligen Tanzveranstaltungen oder Redevorträgen) rüstete.
Insofern schwingt eine gewisse Skepsis mit, ob die Wicklung des Magnetsystems im Arcophon 3 der RE604 dauerhaft gewachsen ist.
Kann sein, muss aber nicht, und letzteres wäre dann schade. Oftmals waren die Systeme dieser sehr alten Boxen nämlich in etwa nur so hoch belastbar, wie zeitgenössische Kopfhörer, d.h. für schwache Endröhren wie die RE134 ausgelegt.
Der spätere Arcophon 8 war umschaltbar für Endröhren von RE134 bis RE604.

Von daher, und das wäre nun mein Tipp an Dich: bei längerem Betrieb mal die Spule des Lautsprechersystems bezgl. Wärmeentwicklung im Auge behalten.

Gruß
k.

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