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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Siemens Kleinsuper 722GW - Endstufe pfeift

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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 6:41 
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Seit über fünf Jahren steht im Wohnzimmer - bislang als Deko dieses Gerät, was ich einst über dieses Forum bekommen habe.
Nun wollte ich das Radio auch endlich mal betriebsbereit machen.

Leider pfeift die NF-Endstufe im unteren Lautstärkebereich - eigentlich eher ein Tuten. Dreht man die Lautstärke weit auf, hört das Geräusch auf. Dreht man noch weiter auf, beginnt ein schrilles hohes Pfeifen - egal welches Band eingestellt ist - auch bei TA-Eingang.
Dateianhang:
SIEMENS - Kleinsuper Auszug Endstufe-Netzteil.png
SIEMENS - Kleinsuper Auszug Endstufe-Netzteil.png [ 25.45 KiB | 1209-mal betrachtet ]

Testweise habe ich mal den Widerstand vom Gitter der Triode UABC80 von 10MOhm auf 3MOhm reduziert. Jetzt ist das hohe Schrille Pfeifen weg.
Am "Fuß" des Lautstärke-Potis befindet sich ein 100 Ohm Widerstand und eine Zuleitung von einer Wicklung des AÜs über 1,5kOhm. Überbrücke ich den Widerstand und ziehe damit die Rückkopplung auf Masse, hört das Tuten auf. Trenne ich den 5NF-Kondensator vom Schleifer des Lautstärke-Potis ab, beginnt die NF laut in allen Frequenzen zu dröhnen und schreien.



Die Spannungen stimmen, über dem Katodenwiderstand der UL41 fallen 10,4V ab. Die Anodenspannung an der Triode der UABC80 habe ich nicht gemessen.
Testweise habe ich eine andere UABC80 und eine andere UL41 eingesetzt - ohne Veränderung.
Den bereits ersetzten 50nF-Kondensator, der direkt an der Rückkopplungswicklung des AÜs hängt habe ich testweise nochmal gegen einen WIMA-Klotz ersetzt, ebenso den danach folgenden 100nF gegen Masse - auch ohne Erfolg.
Übrigens: das 250k-Poti und der dazu in Reihe geschaltete 25nF Kondensator, die von der Anode der UABC80-Triode nach Masse gehen, sind bei diesem Gerät nicht vorhanden - ebenso die im Gesamtschaltplan aufgeführte DM70 ist bei diesem Modell nicht verbaut. Beides ist beim Siemens Spezialsuper 53 SH822GW https://www.radiomuseum.org/r/siemens_s ... 2gw.html#c vorhanden, der das gleiche Chassis als Basis hat.

Ich weiß mir keinen Rat, wo ich noch ansetzen kann und bin für jede Hilfe dankbar.

Kleiner Nachtrag: Der Empfang ist in Ordnung und wird auch wiedergegeben.

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Gruß,
Daniel


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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 7:54 
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Moin moin Daniel,
m(hobby)Mn könnte das Problem immer noch an der AÜ Gegenkopplung liegen, evtl. hilft auch vertauschen der beiden AÜ-Wicklungsanschlüsse, das aber könnte das Pfeifen noch verstärken.

Erhöhe auch mal die Kapazität ( bis 1µF/400V) des Sieb C's zwischen dem 200K und 100K R an der Anode der UABC

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M.f.G.
harry

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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 8:25 
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Servus,
Ausserdem: Am Gitter der Endröhre liegt ein 200pf Ko in Serie mit dem Kathodenelko, dieser dient zur Unterdrückung der Schwingneigung (Kurzshluss für evt. HF Reste), löte den mal direkt an Masse und tausche ihn aus, 200pf bis 500 pf ist alles gut von den Werten. Dann wechsle den Katodenelko gegen einen Neuen 22-47uf , ist alles gut von den Werten. Ist der Kathodenelko trocken oder mies von den Werten funktioniert auch die HF Falle mit dem 200pf nicht mehr.

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Gruss aus Trient,
Volker
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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 9:49 
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Den 200pF vom Gitter der EL41 habe ich von der Katode abgelötet und direkt auf Masse gelegt. Das Verändert die Tonlage des Pfeifens. Der Ton wird tiefer und hat etwa die Frequenz wie damals beim Fernsehtestbild. Das Pfeifen setzt an der gleichen Stelle ein wie vorher, wenn ich den Lautstärkeregler herunter drehe. Übrigens ist das Pfeifen auch, wenn man den Lautstärkeregler ganz auf Null stellt.
Als Nächstes werde ich den Katodenelko gegen einen anderen ersetzten. Der Elko war bereits ersetzt und hat mit - dem China-Tester geprüft - die richtige Kapazität und einen akzeptablen ESR.

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Gruß,
Daniel


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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 10:18 
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Hallo Daniel,

da Du ein sehr erfahrener 'Radiobastler' bist, spare ich mir die übliche Frage nach dem Austausch der üblicherweise verdächtigen Kondensatoren, Widerstände bzw. der Röhren. Ich gehe davon aus, dass Du diese Schritte bereits abgehakt hast.

Mein Gedanke geht eher in die Richtung, ob irgendwo im Gerät ein Masseproblem aufgetreten ist, und sei es durch Kontaktkorrosion / abvibrierte Masseleitung / kalte Lötstelle etc.

k.

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k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
(Mark Twain)


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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 10:21 
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Ich habe mal die Anodenspannung der Triode UABC80 mit dem Scope beobachtet.
Bei voll aufgedrehter Lautstärke ist die Anodenspannung mit einer sehr schwachen Wechselspannung mit ca. 5 MHz überlagert - etwa 30mVss. Drehe ich die Lautstärke zurück beginnt sich die im folgenden Bild dargestellte Spannung einzustellen (Tastkopf 1:10).
Dateianhang:
20190123_100338B1500.png
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Daniel


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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 10:26 
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Hallo Klaus,

danke für die Blumen :)

Die Kondensatoren hatte ja bereits (einer) der Vorbesitzer getauscht. Alle wurden sehr ordentlich eingelötet - alles Axiale Typen. Die Bauteillage wurde weitgehend eingehalten und auch sehr ordentlich gelötet. Ich dachte zuerst, die Kondensatoren wären original da drin.
Im Bereich der Vor- und Endstufe, sowie im Netzteil habe ich ca. 50% der getauschten Konensatoren geprüft - die waren alle in Ordnung. Es wurden Folienwickelkondensatoren verwendet. Einziger Schnitzer - die Sicherung hatte 1,6A, statt der geforderten 250mA.
Der Katodenwiderstand hat auch mal "Sonnenbräune" angenommen, hät aber seinen Sollwert.

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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 10:28 
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Vielleicht nützt es was, wenn ich den Koppelkondensator vom Gitter der EL41 trenne und dort an Stelle der EL41 mal eine Prüfendstufe dran hänge. Wenn die Schwingungen dann immer noch bestehen, läge der Fehler wohl im Bereich der Vorstufe. Was haltet Ihr von dem Ansatz ?

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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 11:10 
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Daniel,
mMn wäre das ein guter Ansatz, was ich aber nicht gut finde, das ist dein ignorieren meiner Meinung im Beitrag um ca. 7Uhr40

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harry

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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 11:35 
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lieber Harry,

das werde ich vorher noch probieren, mit dem Kondensator.
Ich komme wahrscheinlich aber erst gegen Abend dazu.
Über das Ergebnis werde ich berichten...

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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 12:20 
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Hallo Daniel,

im gezeigten Schaltbild vermisse ich den üblichen 1k-Widerstand vor dem Gitter der Endröhre. Bei den mir bisher bekannten Verstärkerschaltungen wurde stets ein 1k-Widerstand als Schwingschutz in der Gitterzuleitung der EL.../UL... Endröhre geschaltet.


Viele Grüße


andreas


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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 13:41 
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Registriert: Di Mai 12, 2009 17:09
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SABA78 hat geschrieben:
Vielleicht nützt es was, wenn ich den Koppelkondensator vom Gitter der EL41 trenne und dort an Stelle der EL41 mal eine Prüfendstufe dran hänge. Wenn die Schwingungen dann immer noch bestehen, läge der Fehler wohl im Bereich der Vorstufe. Was haltet Ihr von dem Ansatz ?

Das wird nichts. Du kannst nicht einen gegengekoppelten Verstärker zwischendrin auftrennen und aus dessen dann eintretenden Verhalten Rückschlüsse ziehen.

Die Stabilität bestimmend sind die 200p am g der U(AB)C, der Höhenregler an der Anode, das Siebglied für die Anodenspannung der Triode, der AÜ, die Katodenbeschaltung der UL sowie alles was in der Gegenkopplung liegt. Ach ja, die Netzteilelkos auch.
Das alles muß passen, sonst schwingt der Verstärker. Zuallererst wäre zu prüfen was geschieht, wenn man die Polung der Gegenkopplungswicklung vertauscht.

MfG
Munzel


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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 14:02 
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Hallo Daniel,

ich hatte mal ein ähnliches Problem mit einer Nordmende-Radio mit ECL86 Endstufe.
Du kannst mal noch einen Kondensator parallel zum AÜ packen, Wert so 2,2 - 6,8 nf. Das war damals bei mir das Problem. Nordmende packt sehr oft einen Kondensator parallel zum AÜ um Schwingungen zu vermeiden. Dieser Kondensator, eigentlich ein unauffälliger Erofol II war schlapp und hat die Schwingungen nicht mehr zuverlässig unterdrückt.

Was noch sein kann ist ein Isolationsfehler an der Heizung der UABC80 oder der UL41.

Viele Grüße
Frank

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BeitragVerfasst: Mi Jan 23, 2019 18:16 
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SABA78 hat geschrieben:
Testweise habe ich mal den Widerstand vom Gitter der Triode UABC80 von 10MOhm auf 3MOhm reduziert.


Moin,
das ist wenig zielfuehrend, weil es den Arbeitspunkt der Triode vollkommen verschiebt. Der Widerstand ist so hochohmig (er kann bis 22M haben), weil er mittels des winzigen Gitteranlaufstromes die Vorspannung fuer das Gitter in Hoehe von 1-2V erzeugt. Mit 3M ist das Gitter praktisch kurzgeschlossen und hat nahezu keine Vorspannung mehr.

Noch eine Idee zur Selbsterregung: Die Verdrahtung ueberpruefen, koennen signalfuehrende Leitungen aufeinander koppeln?

73
Peter


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BeitragVerfasst: So Jan 27, 2019 10:12 
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Das mit dem 3MOhm Widerstand war auch nur zum Testen. Ich möchte die Schaltung eigentlich nicht verändern, schließlich hat sie ja mal so funktioniert und die Leute bei Siemens haben sich bestimmt auch was gedacht dabei.
Bis jetzt bin ich noch nicht zu weiteren Versuchen gekommen. Ich werde die Schaltung wieder in den Originalzustand versetzen (also originale Bauteilewerte).

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Daniel


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