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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Probleme Philips B6D04A Capella 604 Stereo

Dampfradioforum

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BeitragVerfasst: Di Sep 03, 2019 15:44 
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Registriert: Fr Mai 09, 2014 17:38
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Moin,
ich habe mir vor ein paar Jahren auf einem Radioflohmarkt in Bremen ein Restauriertes Capella 604 gekauft. Jetzt möchte ich dieses Schmuckstück gerne regelmäßiger verwenden und nicht nur als schickes Dekoelement nutzen. Dabei sind mir allerdings ein paar Sachen aufgefallen.
1. Die Lautstärke lässt sich nur sehr schwer regeln. Kaum am Lautstärkeregler gedreht bin ich schon über Zimmerlautstärke.
2. Nach längeren hören über AUX änder sich ab und zu die Lautstärke.
3. Leider kann ich auch nicht alle Radiosender empfangen. Eingestellt ist die "Schaltung 2: für Hoch- oder Dipolantenne"

Ich hab das Radio auch schon aufgeschraubt und mal schlau rein geguckt. Ausser ein bisschen Staub ist mir da so nichts aufgefallen. Alle Sichtbaren Kontakte sehen soweit in Ordnung aus. Ich hoffe mir kann jemand helfen.

Viele Grüße
Fabian


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BeitragVerfasst: Di Sep 03, 2019 16:51 
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Moin moin Fabian,
der Lautstärkeregler sollte ausgebaut, zerlegt und die Schleifkontakte mit Teslanol T6 Oszillin gereinigt und die Achse sparsam geölt werden.
Achte beim wieder anlöten der Leitungen, auf exakte selbigen Anschluss.
Das Aussetzen des Tones kann auch an den oxidierten Röhrenpins der beiden ECC83 in den NF-Verstärkern liegen, zwecks Reinigung derselbigen, einfach die Pins mit einem Glashaarpinsel bestreichen, die der Fassung entweder mit einem Dentalbürstchen der mit einem Pfeifenreiniger, der zuvor mit dem Teslanol Oszillin besprüht wird.

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harry

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BeitragVerfasst: Di Sep 03, 2019 17:51 
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Tritt die zu hohe Lautstärke auch bei Radioempfang auf oder nur bei "Aux-Betrieb", also von einer an die TA- oder TB-Buchse angeschlossenen externen Signalquelle?

Wenn letzteres, liegt es an einem zu hohen Pegel der externen Signalquelle, der dann entsprechend reduziert werden muss. Falls das angeschlossene Gerät keine Einstellmöglichkeit (Lautstärkeeinstellung) bietet, ist ein Spannungsteiler, bestehend aus zwei Widerständen pro Kanal (also bei Stereo insgesamt 4), zwischen Signalquelle und Radio zu schalten. Die benötigten Widerstandswerte richten sich danach, was für ein Ausgang des angeschlossenen Gerätes (Line-Out/Kopfhörer/Lautsprecher) benutzt wird und um wie viel der Pegel abgesenkt werden soll.

Lutz


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BeitragVerfasst: Di Sep 03, 2019 20:49 
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Registriert: Fr Jun 25, 2010 17:14
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Hallo Fabian,
ich habe das gleiche Gerät. Und dasselbe Phänomen bei der Lautstärke. Ich dachte es liegt am Poti.Das Poti liess sich kaum mehr drehen, war verharzt. Ich habe das LS Poti geöffnet , gereinigt und gefettet. Besser gängig ist es aber immer noch schwer zu drehen. Habe alle Papierkondensatoren gewechselt.
Aber - kaum am Poti gedreht und viel mehr als Zimmerlautstärke.
Gruß
Christof


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BeitragVerfasst: Mi Sep 04, 2019 7:35 
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@eabc wie komme ich denn da dran :shock: das sieht sehr verbaut aus

https://ibb.co/FhPJQS0


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BeitragVerfasst: Mi Sep 04, 2019 9:40 
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Hallo,
vielleicht sollte man erstmal das Poti messen. das geht auch im eingebauten Zustand.
Die "Kur" war wohl nur eine einfache. Die beiden C's sollten getauscht werden, vielleicht sind noch mehr davon im Gerät? Von den Elkos links im Bild halte ich auch nicht viel, die Lautsprecher sind einfach zu teuer für solche Experimente.

Alfred


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BeitragVerfasst: Mi Sep 04, 2019 13:28 
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Moin moin Fabian,
da so wie Alfred es schon schrieb, immer noch Papierwickel Kondensatoren vorhanden sind, deren Ersatz unabdingbar ist, musst du das Chassis eh kmpl. aus dem Gehäuse nehmen, vergesse nicht zuvor genügend detailreiche Bilder von zu trennenden Verbindungen/Drähten zu machen.
Nachdem du dann die Skalenscheibe mit Vorsicht entfernt hast, kannst du das Poti abschrauben und dementsprechend behandeln.

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BeitragVerfasst: Do Sep 05, 2019 10:50 
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Also das Poti hab ich mal durchgemessen und es hat 1,487M Ohm. Laut Ersatzteilliste, die dabei lag sollte es 1,3M Ohm haben.
Ich hab noch mal ein paar Fotos gemacht. So wie der Kondensator auf den letzten Bild sind noch ein paar mehr vorhanden. Die sollten höchstwahrscheinlich alle ausgetauscht werden?
https://ibb.co/Wf2c8jy
https://ibb.co/27DZBz3
https://ibb.co/Hd3b40G


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BeitragVerfasst: Do Sep 05, 2019 14:04 
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Moin moin,
dein gemessener Poti wert ist erst einmal uninteressant. Fakt aber, es muss raus und gereinigt, geölt bzw. gefettet werden.
In diesem Zusammenhang sind dann alle restlichen Papierwickel Kondensatoren sowie alle Klein Elkos unbedingt, d.h. unverzichtbar gewechselt werden nur dann hast du über lange Zeit Freude am spielbereitem Gerät.

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BeitragVerfasst: Do Sep 05, 2019 14:23 
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Gut die Elkos tausche ich natürlich gegen neue Elkos. Welche nehme ich denn für die Papierwickel Kondensatoren?
Vielen Dank schonmal


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BeitragVerfasst: Do Sep 05, 2019 14:42 
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Achte beim Kondensator Ersatz auf den Betriebsspannungsaufdruck, der gleich oder höher jedoch nie tiefer ausfallen darf,
Kondensatoren bekommst du u.a. hier: https://atr-shop.de/axiale-kondensatoren/?p=1

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BeitragVerfasst: Do Sep 05, 2019 17:02 
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Wie gehe ich denn dann am besten vor?
Ich habe mir grad mal alle Kondensatoren aus dem Schaltplan aufgeschrieben und komme da auf 115 Kondensatoren. Wenn ich aber dann mal grob nachzähle komme ich aber eher auf 30 bis 40 Kondensatoren.
Ich habe auch schon überlegt alles auseinander zu löten und dann nach und nach mit dem Schaltplan wieder zusammen zu löten. Denke aber das ist ein riesiger Aufwand und bin mir da nicht so ganz sicher dass es was bringt?

Dann ist mir noch dieser lange drehbarer Ferritkern aufgefallen. Was ist denn seine Funktion?


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BeitragVerfasst: Do Sep 05, 2019 17:28 
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NIEMALS alle Kondensatoren wechseln, das geht idR immer in die Hose
Wechselbedürftig sind immer nur die Papierwickel Kondensatoren und die klein Elkos, alle anderen Kondesatoren die bereits Folien oder Keramik Kondensatoren sind, werden nur ersetzt wenn Sie nachweislich defekt sind, bei den Papierwicklern ist das anders, die sind immer defekt, weil Sie der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind und Wasser und elektrischer Strom sind nun mal gefährlich.
Was Papierwickler sind, darüber solltest du dich hier im Forum "Gute und schlechte Kondensatoren" belesen.
Gewechselt werden sollte immer nur ein bis zwei Kondensatoren gleichzeitig dann Probelauf, dann weiter....das ergibt weniger "Verlötungen"
Der lange Ferritstab ist die AM Richtantenne, auch Ferritantenne benannt.

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Zuletzt geändert von eabc am Do Sep 05, 2019 18:56, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do Sep 05, 2019 17:50 
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Moin,
auf der verlinkten Seite nach den 630V-Kondensatoren suchen. Preislich ist der Abstand zu 400V klein und man ist damit fast immer auf der sicheren Seite.

Das Poti wuerde ich nicht zerlegen, erfodert Uebung und die Gefahr, dass man es dabei zerstoert, ist durchaus gegeben. Die Lagerbuchse laesst sich auch so mit einer kleinen Spritze und Aceton auswaschen (Aceton an das Lager/welle treaufeln und dabei drehen, sollte sich schnell loesen. Weitertraeufeln und drehen, zum Schluss zwei Tropfen Oel. Genauso macht man es bei festsizenden Drehkos.)

Poti durchmessen: Nicht einfach den Gesamtwiderstand messen (der ist in diesem Zusammenhang tatsaechlich relativ uninteressant und bei diesen Potis ohnehin mit einiger Toleranz behaftet). Wichtiger ist, zwischen Fusspunkt (masseseitiges (kaltes) Ende) und Schleifer zu messen, dabei durchdrehen und pruefen, ob der Widerstandswert sich dabei stetig ohne Spruenge veraendert. Er sollte vor allem am Linksanschlag keinen grossen Sprung machen, das koennte eine Ursache fuer die uebergrosse Lautstaerke in diesem Bereich sein.

Stereopoti auf Gleichlauf pruefen: Kann in eingebautem Zustand geschehen. Beide Hochpunkte der Widerstandsbahnen miteinander verbinden und an 1-2V gegen Masse legen. Ein Gleichspannungsvoltmeter mit Nullpunkt in der Mitte oder DMM zwischen die Schleifer schalten und Poti durchdrehen. Die angezeigte Spannung sollte um 0V herum liegen. Bei grossen Abweichungen hat man die Ursache fuer das Wandern der Stereomitte bei unterschiedlichen Lautstaerken gefunden ;-)

Bei so alten Stereopotis sollte man mit gewissen Abweichungen rechnen. Man konnte noch keine logaritmischen Potis herstellen, die einen "einwandfreien" Gleichlauf hatten. Daher behalf man sich oft mit einem Trick. Man verwendete ein mehrfach angezapftes lineares Tandempoti und beschaltete die Anzapfungen so, dass sich der erforderliche logaritmische Widerstandsverlauf ergab. Dieses Netzwerk wurde dann auch fuer die Loudnessbeschaltung verwendet.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Do Sep 05, 2019 17:59 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
Beiträge: 1146
eabc hat geschrieben:
NIEMALS alle Kondensatoren wechseln, das geht idR immer in die Hose


Moin,
hehe, das haette ich neulich fast mal gebracht. Die Kondensatoren hatte ich fuer ein groesseres Geraet nach Schaltbild zusammengestellt und bin dabei auf eine recht grosse Anzahl gekommen. Dabei blauaeugig einfach alles, was groesser als 1nF war, als Papierkondensator angesehen, war im Schaltbild nicht naeher bezeichnet.
Das waere ja auch fast richtig gewesen, nur waren Kondensatoren bis einschliesslich etwa 5nF im HF-/ZF-Teil ziemlich ausnahmslos keramische Rohrkondensatoren. Die Kontrolle am Geraet liess dann den Beschaffungsaufwand deutlich sinken ;-)

73
Peter


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