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Fragen, Berichte und Tipps zu Reparatur und Technik.

Für Einsteiger: Erste Inbetriebnahme eines Röhrenradios
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Gorbi
Capella
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Beiträge: 39
Registriert: Mo Jul 11, 2011 16:37

Fortschritte

Beitrag von Gorbi »

Hallo, Transmare,

vielen Dank für Deine Hinweise!
Inzwischen bin ich trotzdem schon ein kleines Stück weitergekommen. Frustriert stocherte ich mit einer Prüfspitze und angeschlossenem Kabel im HF-Teil herum, als ich bemerkte, daß ich ein wenig AM-Empfang bekomme, wenn ich die "Antenne" an den Anoden-Anschluß der EF89 halte. Da eine Röhre in meinen Augen ähnliches macht wie ein Transistor, müßte es auch Empfang geben, wenn ich die provisorische Antenne an das Steuergitter g1 dieser EF89 (entspr. der Basis eines Transistors) halten würde. Das war aber nicht der Fall. Eine Messung brachte zu Tage, daß am Gitter g2 keine Spannung, d. h. 0V statt der geforderten 77V anliegt. Was war der Grund? Der 50 kOhm-Widerstand katte keinen Durchgang, obwohl er einwandfrei aussah.
Das Ersetzen des defekten 50 kOhm-Widerstandes durch einen mit 56 kOhm schaffte Abhilfe.

Nun rauscht das Radio wenigstens auf UKW, auf Lang- und Kurzwelle kommen ein paar Sender rein, und Mittelwelle geht mit der Ferrit-Antenne sogar recht gut, ohne Ferrit-Antenne aber nicht.

So wie es scheint, kommt kein Signal von den Antennenbuchsen bis zur Röhre EF89 durch.
Testweise werde ich mal die Doppeltriode ECC85 ersetzen...

Viele Grüße
Gorbi
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Beiträge: 39
Registriert: Mo Jul 11, 2011 16:37

Funktioniert

Beitrag von Gorbi »

Hurra,
das Radio funktioniert wieder!
Der letzte beseitigte Fehler war so: Ein Kabel hatte sich vom UKW-Drehkondensatormodul gelöst und derart in einen gelben Schrumpfschlauch mit anderen Leitungen hineingezogen, daß man es nicht mehr sah. Außerdem war die Lötfahne mit so wenig Lötzinn versehen, daß ich nie darauf gekommen wäre, daß da mal etwas angelötet war. Letztendlich fiel mir auf, daß in den Schrumpfschlauch eine Leitung mehr hineingeht als herauskommt. Das klingt jetzt sicher banal, aber in dem Gewirr aus Bauteilen und Kabeln, die sich verzweigen und durch Bohrungen im Chassis verlaufen, hatte ich das erst übersehen.

Vielleicht liegt es daran, daß ich das zum ersten Mal gemacht habe, aber ich muß zugeben, daß ich für die Restaurierung viele Stunden bzw. einige Nächte benötigt habe. :roll:

Nun werden nur noch der Siebelko sowie der Gleichrichter ausgehöhlt und mit neuen Bauteilen versehen, weil die Gleichspannung ca. 30V zu niedrig ist und der Trafo leicht warm wird - aber bereits jetzt bin ich hochzufrieden, denn das Radio klingt so gut wie noch nie, seit ich es besaß. :D

Auf jeden Fall vielen Dank an Henning (Höberlin) und Roland (Funkschrotti) für die Tips. :super:

Gruß
Gorbi