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 Betreff des Beitrags: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: So Feb 16, 2020 19:03 
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Registriert: So Feb 16, 2020 18:29
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Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Hallo, ich bin der Neue und brauche einen Rat:
Habe einen alten SK 55 der in gutem äußeren Zustand ist, bis vor einiger Zeit funktionierte und dann mit Rauch und Geruch seinen Geist aufgab. Hab ihn dann professionell prüfen lassen mit Ergebnis"Netztrafo defekt". Auf dem Gehäuse sieht man an der Stelle eine gelbliche Verfärbung des Gehäuses.
Ich möchte das schöne Teil nicht zum Recyclinghof bringen und weiter benutzen. Ich habe keine Ahnung wo ich so einen Trafo herbekomme und dann einbaue. Ich bin Rentner und will auch nicht sooo viel Geld ausgeben.
Was kann ich tun?
Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: So Feb 16, 2020 19:17 
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Beiträge: 170
Wohnort: Essen NRW
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hallo Helmut

Viel wichtiger wäre zu wissen warum es den Trafo gehimmelt hat .

Was sagte denn der " Fachmann" dazu ?

_________________
mit freundlichen Gruss

Uli


Erzähle es mir – und ich werde es vergessen.
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)


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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: So Feb 16, 2020 20:15 
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Beiträge: 657
Wohnort: Niederbayern
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Hallo Helmut,

das klingt schon reichlich abenteuerlich, hier wären Fotos sehr hilfreich. Beim SK55 sitzt der Trafo ziemlich in Bodennähe unterhalb des Plattenspielers. Um eine Gehäuseverfärbung zu erreichen, müsste er schon in Flammen gestanden sein...

Bitte also ein Bild einstellen, was genau defekt ist. Hilfreich wäre auch eine PLZ, falls sich dies evtl. ein Kollege vor Ort ansehen möchte. Ersatz des Trafos dürfte relativ problemlos sein.

Viele Grüße,

Jörg

_________________
www.radiolegenden.de


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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: So Feb 16, 2020 20:21 
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Registriert: Fr Dez 28, 2007 0:19
Beiträge: 8234
Wohnort: östliches Niedersachsen
Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
Der Netztrafo ist also heiß geworden. Deshalb besteht der Verdacht, dass eine falsche (zu starke) Netzsicherung eingebaut wurde.

Wie Uli schon schrieb, hat es meist einen Grund, wenn ein Netztrafo kaputt geht. Verschiedene Ursachen sind möglich, zum Beispiel ein defekter Gleichrichter oder ein Kurzschluss des Lade- und Siebelkos.

Deshalb ist es mit dem Austausch des Netztrafos nicht getan. Das Gerät bedarf einer grundlegenden Überprüfung. Verrate doch mal Deinen ungefähren Wohnort, vielleicht gibt es in der Nähe ein Forenmitglied, das diese durchführen könnte.

Lutz


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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: Mo Feb 17, 2020 10:33 
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Registriert: Di Apr 19, 2016 20:33
Beiträge: 795
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Und zum Thema Recyclinghof: Schau mal was für so einen SK 55 bezahlt wird: So etwa 600-800 Euro. Der defekte Trafo wird seinen Wert nicht auf Null mindern, sondern vielleicht um einen Hunderter.
Bevor du ihn also wegschmeißt, sag mir vorher bescheid 8_)

VG Stefan


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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: Di Feb 18, 2020 16:24 
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Registriert: So Feb 16, 2020 18:29
Beiträge: 3
Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Hallo Zusammen,
herzlichen Dank für eure KOmmentare-habe mich sehr gefreut.
Mein Wohnort ist 92318
Anbei Fotos vom Innenleben von Schneewittchen:
Vom Trafo und von einem grauen Kabel an dem eine durch Hitzeeinwirkung entstandenen Stelle ist an der man Drähte sieht.
Ich sehe auch 2 weiße 2-adrige Kabel (Zwischen Trafo und PS Motor/PS Motor und Röhrenchassis) die ich als Laie da nicht vermutet hätte, weil ich die eher mal für Lampe und so verwendet habe.
Der Vorbesitzer war Hobbyfunker und Tüftler; diese Kabel könnten von ihm stammen.
So schnell gebe ich nicht auf - der Recyclinghof ist noch weit.
ganz freundliche Grüße von Helmut


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Dateikommentar: Kabel angesengt
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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: Di Feb 18, 2020 18:01 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 22:17
Beiträge: 1261
Moin,
die weisse Zwillingsleitung ist an der Stelle normal, das war seinerzeit ein gaengiges Kabel fuer Netzleitungen.


73
Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: Di Feb 18, 2020 18:03 
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Registriert: Fr Dez 05, 2014 22:01
Beiträge: 428
Wohnort: Salzkotten
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo Helmut,

herzlich willkommen im Dampfradioforum. Der Trafo sieht (auf den etwas kleinen Bildern) angeröstet aus. An der Einführung der Kupferlackdrähte in den Spulenkörper und am Isolierpapier auf dem Spulenträger. Bilder zum Vergleich der Verdrahtung findest Du hier:
https://www.radiomuseum.org/r/braun_pho ... _sk55.html

Ich habe mal den Schaltplan vom NVHR-Server heruntergeladen. Der Trafo ist primärseitig mit 0,5A abgesichert. Hat die eingebaute Sicherung diesen Wert? Die Anodenspannung wird sekundärseitig über eine Einweggleichrichtung gewonnen. Es kann also die Gleichrichterdiode oder der parallel geschaltete Kondensator Durchgang (Kurzschluß) haben. Oder der Lade-Elko C142 ist defekt. Der Kondensator C409 an der Anode der EL84 kann ebenfalls defekt sein. In diesem Falle fliesst der Kurzschlußstrom über die Primärwicklung des Ausgangsübertragers. Wenn Du ein Multimeter zur Verfügung hast, kannst Du diese Punkte schnell mit der Widerstandsmeßfunktion überprüfen. Anbei findest Du einen Schaltplan-Ausschnitt. Solltest Du mit diesen Messungen nicht vertraut sein, hilft Dir gerne ein Forums-Mitglied aus Deiner Nachbarschaft. Sollten die Messungen auf einen Defekt (Windungsschluß) im Trafo hinweisen, kannst Du uns hier die Kern-Abmessungen angeben. Dann werde ich in meinem Bestand nach einem passenden Trafo schauen. Einen Schaltplan-Ausschnitt habe ich hier angefügt.

Viele Grüße

andreas


Dateianhänge:
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Braun_SK55_Endstufe_Netzteil.jpg [ 117.61 KiB | 520-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: Mi Feb 19, 2020 16:14 
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Registriert: So Feb 16, 2020 18:29
Beiträge: 3
Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Hallo liebe Röhrenweisen,
vielen Dank für Eure antworten.

HALLO JÖRG
der Trafo ist da wo du beschrieben hast. Trotzdem ist die Oberfläche des Gehäuses neben Plattenspieler
gelblich verfärbt. Der Fachmann hat nur gesagt: Netztrafo durchgebrannt. Ob das die ganze Wahrheit ist kann ich nicht beurteilen.

HALLO STEFAN
habe schon bei e-bay gesehen, dass teils ganz schön hohe Preise aufgerufen werden. Der ideelle Wert für mich ist aber noch
höher.

HALLO ANDREAS
ich habe schöne Fotos gemacht aber im Forum konnte ich sie nicht hochladen weil es eine KB Obergrenze gibt.
Ein Fachmann im Repaircafe schaltete das Gerät ein und dann brannte die 0.5 A Sicherung durch.
Er hat dann eine 1 A Sicherung reingemacht, und angeschaltet . Es fing ganz schnell an zu stinken und diese Sicherung brannte auch durch.

Selber messen kann ich nicht weil keine Ahnung. Ich bin Kaufmann. Meine Fähigkeiten liegen auf einem anderen Gebiet. : :P
Ich kann daher auch den Schaltplan nicht lesen.
Wenn jemand in der Nähe von 92318 leben würde, könnte ich zu ihm fahren.
Vielleicht hat ja jemand Lust und Zeit mal nach meinem kranken Schneewittchen zu schauen.
Liebe Grüße Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: Mi Feb 19, 2020 17:36 
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Registriert: Do Jul 08, 2010 22:17
Beiträge: 1261
helmut47 hat geschrieben:
Ein Fachmann im Repaircafe schaltete das Gerät ein und dann brannte die 0.5 A Sicherung durch.
Er hat dann eine 1 A Sicherung reingemacht, und angeschaltet . Es fing ganz schnell an zu stinken und diese Sicherung brannte auch durch.


Moin,
so leid es mir tut, dann war es kein "Fachmann". Man verwendet keine staerkere Sicherung zur Fehlersuche. Die fuer das Geraet vorgesehene Sicherung _muss_ in dem Geraet ueberleben, ansonsten gibt es einen ernsthaften Defekt. Es ist durchaus moeglich, dass solche Feinsicherungen "muerbe werden" und irgendwann grundlos aufgeben, zumal bei Roehrengeraeten mit ihrem erhoehten Einschaltstrom (Heizfaeden noch kalt). Wenn dann eine probeweise eingesetze Sicherung vom Sollwert wieder durchbrennt, war es das, das Geraet muss gruendlicher, wie hier schon beschrieben, untersucht werden.

Die wahrscheinlichsten Fehlerkandidaten wurden schon genannt. Gleichrichter, Ladekondensator, Klangfarbenkondensator (der von der Anode der Endroehre nach Masse). Er ist auch unguenstig geschaltet, besser waere es, seinen ohnehin notwendigen (*) Ersatz von der Anode nach +Ub am Ausgangsuebertrager zu schalten. Sollte der dann noch mal durchschlagen, schliesst er nur die Primaerwicklung des Uebertragers kurz. Das Geraet wird (sehr) leise, aber weiter passiert nichts.
Und da ist noch der Parallelkondensator des Gleichrichters, durch die hohe Spannungsbelastung (ca. 750V in der Sperrphase des Glrs.) auch ein Kandidat.

Bei der Ueberholung C324 (47n) in 470n aendern (an R316/317).

(*) wie es aussieht, hat das Geraet Papierkondensatoren der Serie "Ero100". Die und eventuell vorhandene Papierkondensatoren anderer Typen muessen alle getauscht werden, um wieder ein betriebssicheres Geraet zu erhalten. Zusaetzlich zum ohnehin defekten Trafo.
Rein persoenlich wiúerde ich auch ueberlegen, von Einweggleichrichtung (war damals billiger) auf Brueckengleichrichtung zu aendern. Es erhoeht die Wirkung der Siebmittel (doppelte Brummfrequenz) und vermindert die Belastung des Netztrafos (Lastfaktor der Einweggleichrichtung etwa das Dreifache der Brueckengleichrichtung).
100Hz Brumm sind zwar leichter hoerbar als 50Hz, aber das sollte durch die dann wirksamere Siebung ausgeglichen werden. Dazu gehoert auch die Aenderung von C324.
Ist der zu beschaffende Ersatztrafo fuer Brueckengleichrichtung ausgelegt, muss diese ohnehin verwendet werden. Bei Einweggleichrichtung fliesst in der Anodenwicklung Gleichstrom, darauf muss bei der Kernauslegung Ruecksicht genommen werden.

Ich habe mir den Plattenspieleranschluss nicht so ganz genau angesehen, aber den Verdacht, dass der Motor fuer 110V ausgelegt ist. Wenn ja, muss der Ersatztrafo auch primaer umschaltbar sein, da der Motor bei 220(230)V Betrieb an einer Wicklungshaelfte liegt.

73
Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: BRAUN SK 55, Schneewittchensarg
BeitragVerfasst: Mi Feb 19, 2020 22:26 
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Registriert: So Sep 10, 2017 19:04
Beiträge: 89
Wohnort: Ahaus
Kenntnisstand: Grundkenntnisse (ohmische Gesetz etc.)
Hallo

Ein superschönes, seltenes und sehr gefragtes Modell hast du da.
Ich würde es auf jeden Fall reparieren lassen vor allem wenn es einen ideellen Wert hat.

Ich habe so ein Radio noch niemals gesehen oder gehört aber oft gelesen das es Kult sein soll aber technisch nicht mal besonders anspruchsvoll.

Den Trafo muss man ersetzen können und die Ursache herausfinden!
Ich kenne deine Kenntnisse ja nicht aber hier ist dir Hilfe gewiss!

Ich denke das der netztrafo durch defekte kondensatoren beschädigt wurde.
Eigentlich sind alle papierkondensatoren defekt aber nur manche sind wirklich gefährlich.

Ich persönlich würde mich nicht an den Trafo heran wagen aber hier gibt es echte Fachleute welche das können, vieleicht macht ja jemand von denen es dir oder erklärt wie man das machen muss.

Auf jeden Fall muss aber die Ursache gefunden und abgestellt werden! Ohne andere defekte Bauteile überhitzt so ein Trafo wohl kaum, meist wird er sozusagen mit in den Tod gerissen.

Ich kann dir nur empfehlen das Radio fertig zu machen, zwar bekommst du selbst in diesem Zustand bei eBay gutes Geld dafür aber es wird dir wohl ein Leben lang leid tun denke ich

Mit freundlichen Grüßen

_________________
Lehrling


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