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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Sehr altes Radio in Betrieb nehmen

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 Betreff des Beitrags: Sehr altes Radio in Betrieb nehmen
BeitragVerfasst: Do Mai 14, 2020 22:25 
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Nachdem Harry mir sehr geholfen hat meine Philetta wieder klingen zu lassen habe ich nun noch weiteres Radio von meinem Großvater. Das Radio ist sehr alt, als kleiner Junge habe ich schon davor gelegen und "verbotene Sender" gehört. Es steht seit mehr als 40 Jahren in meinem Haus, ist sehr gut erhalten, wie von meinem Großvater übernommen.

Ich möchte nun versuchen es wieder in Betrieb zu nehmen, habe im Forum darüber gelesen, wie mann ein so altes Gerät erweckt.

Den Weg mit der 60 Watt Glühlampe möchte ich nicht gehen, ich habe mich für den Trenntrafo entschieden.( muss ich mir aber noch besorgen)

Nun meine Frage:

Wenn ich das Gerät anschließe erhöhe ich die Voltzahl langsam. 10 , 20, 30 ....

Wie lange muss man auf der jeweiligen Spannungsstufe 30 sec ?) bleiben, oder kann mann direkt die Spannung vorsichtig erhöhen?

Vielen Dank für eure Ratschläge

Karl


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BeitragVerfasst: Do Mai 14, 2020 22:56 
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Eine Vorschaltlampe und ein Trenntrafo machen ganz unterschiedliche Dinge.

Die Vorschaltlampe begrenzt den Strom und schützt somit die Bauteile des Radios (Netztrafo usw.), wenn durch einen Kurzschluss oder einen sonstigen Fehler die Stromaufnahme zu hoch ist. Dies signalisiert sie gleichzeitig durch helles Aufleuchten.

Der Trenntrafo sorgt nur für eine galvanische Trennung und ermöglicht so gefahrloseres Arbeiten vor allem an Radios, die keine Netztrennung haben. Er gibt aber meist die gleiche Spannung aus, die am Eingang ansteht. Du meinst also sicher einen Stelltrafo, den es mit und ohne gelvanische Trennung gibt.

Dieser schickt im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit gnadenlos Strom ins Radio, auch wenn dessen Stromaufnahme zu hoch ist. Um auszuschließen, dass durch zu höhe Stromaufnahme ein Schaden im Radio entsteht, sollte man also den Strom, der ins Radio fließt, messen.

Ob es Sinn macht, die Spannung langsam zu erhöhen, hängt vom Aufbau des Radios ab. Genauer gesagt, wie dessen Netzgleichrichter aufgebaut ist. Ist das ein Selengleichrichter, kann man durch langsames Erhöhen der Spannung die Elkos im Netzteil formieren. Das dauert aber deutlich länger als 30 Sekunden.

Hat das Radio eine Gleichrichterröhre, macht es keinen Sinn, die Spannung langsam zu erhöhen, denn bei viel zu niedriger Spannung heizt diese gar nicht genug auf, um ihre Arbeit aufzunehmen.

Lutz


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BeitragVerfasst: Do Mai 14, 2020 23:05 
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Vielen Dank,

es handelt sich um ein Bodensee Automatic 3 DS.


"Hat das Radio eine Gleichrichterröhre, macht es keinen Sinn, die Spannung langsam zu erhöhen, denn bei viel zu niedriger Spannung heizt diese gar nicht genug auf, um ihre Arbeit aufzunehmen."

Vielleicht weiß das jemand?


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BeitragVerfasst: Do Mai 14, 2020 23:26 
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Hallo,

das stimmt soweit, deshalb ist es trotzdem durchaus empfehlenswert, die Spannung bei Rö-Radios langsam zu erhöhen... dabei ist die Vorschaltlampe zusätzlich sinnvoll ! Warum lehnst Du diese ab ? Das ist die Beste Methode, auch wenn einige anderes behaupten. Ich hab drüben im Nachbar-Forum mal einen speziellen Versuch gemacht, dies zu verdeutlichen: 6,3V 300mA Skalenlampe in Reihe mit einer Glühlampe 230V~ 60W: Was wird passieren beim harten Einschalten ?

Die Glühlampe hat die sehr sympatische Eigenschaft, in weiten Grenzen einen "Konstantstrom" in den Prüfling zu treiben, wenn die Schaltung Spannung aufbaut, wird der Strom natürlich kleiner, deshalb muß man die Glühlampenleistung zweckmäßig wählen, bei einem Radio kann man erst mit 60W und dann bei Abwesenheit schwerer Kurzschlußfehler sogar mit 200W durchaus arbeiten.

Der "Einschaltstromstoß" stört hier überhaupt nicht. Man kann natürlich auch einen ohmschen Widerstand nehmen (das wird dann ab 1A Betriebsstrom die bessere Lösung, wenn die Funktion des Gerätes erhalten werden soll... z.B. auch bei Schaltnetzteilen), nur brauchts dann zusätzlich ein Amperemeter in Reihe, mit einiger Erfahrung kann man anhand des Aufleuchtens der Glühbirne schon erkennen, wo eventuell ein Fehler sein könnte: Zunächst bei ungeheizten Röhren passiert erstmal nicht viel, schwaches Leuchten viell. nach kurzzeitigen schwachem Auf"blitzen" (In-rush v. Trafo) dann heizen die Röhren, der Anodenstrom beginnt zu fließen, die Lampe wird erst schwach aufleuchten, dann heller...

Wenn ein Elko nicht koscher ist, wird nach dem Anheizen der Gleichrichterröhre ein höherer Strom fließen, eventuell wird die Lampe dann rel. schnell recht hell.

usw.

Mach wie Du denkst, langsames Hochfahren am Trenntrafo ist auch ein Weg, aber dann nur mit Strom...Leistungüberwachung, bei zu hoher Stromaufnahme sofort zurückdrehen und Fehler suchen... Ist ein Störschutz-C leck, kann das schon den Trafo zum Brutzeln bringen, wenn die Erfahrung fehlt, bei der Glühbirne sieht man das dagegen sofort und der Strom wird schnell begrenzt, siehe Skalenlampenversuch oben...

Gruß Ingo


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 0:24 
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Hallo Karl

Ich hatte mir Anfangs auch Gedanken gemacht und hatte mich dann dazu entschieden einen Regel / Trenntrafo zu nehmen .

Diesen habe ich mir selber zusammengestellt .

Für Radios reicht dieser locker aus , das Digitale Instrument ist ein " nice to have but no target " .

Die notwendigen Teile habe ich bei Ebay gekauft , das Gehäuse besteht aus " Presspappe " aus dem Baumarkt .

Nicht schön aber selten :wink: , funktioniert aber Prima .

Dateianhang:
20200515_001757.jpg
20200515_001757.jpg [ 114.11 KiB | 493-mal betrachtet ]


Das Gerät möchte ich mittlerweile nicht mehr missen .

Bei der Erstinbetriebnahme eines Radios dessen Zustand ich nicht kenne regle ich die Spannung langsam hoch und behalte dabei den Strom im Auge , steigt dieser ungewöhnlich stark an ( je nach Spannungshöhe ) nehme ich die Spannung wieder zurück und schaue mir das Gerät genauer an .

Weitere Massnahmen ergeben sich dann nach der Überprüfung mit anschliessender erneuten Inbetriebnahme .

_________________
mit freundlichen Gruss

Uli


Erzähle es mir – und ich werde es vergessen.
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 6:54 
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Zitat:
Vielleicht weiß das jemand?


Das Gerät hat einen Selengleichrichter (ist ja ein Saba :lol: ). Und die sogenannten Netzkondensatoren auf der Anodenseite des Trafos.
Letztere würde ich erstmal raus nehmen. Ebenso den 25n Kondensator auf der anderen Seite am Selengleichrichter.
So Du nun mit Trennstelltrafo (TST) die Sache angehen willst langsam manuell von 0-220V das Gerät bestromen. Dazu unbedingt wie hier schon mehrfach erwähnt ein analoges! Strommessgerät in Reihe schalten.
Warum analog? Digital zeigt Dir in dem Fall immer schöne Werte an, aber kaum sinnvolle Tendenzen. Genaue Werte sind hier völlig uninteressant. Viel wichtiger ist ein Einschätzen der Tendenzen (steigt der Strom rasch an etc). Das ist wichtig um seine eigene weitere Handlung abzuschätzen.
Wenn Sich der Strom auf einen sinnvollen Wert eingeregelt hat kann man weiter sehen.
Ich würde die Erstbestromung auf jeden Fall ohne Röhren machen. Diese können dann sinnvoll nach und nach eingesetzt werden. Auf jeden Fall erstmal die ECL80 gar nicht einstecken. Das kommt viel später.
Das Strommessgerät am einfachsten an Stelle der Netzsicherung anklemmen.

paulchen


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 6:59 
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Moin moin Kalli,
um ein Röhrenradio mit z.B. E-Röhren, in einem unwissendem elektrotechnischen Zustand wieder In Betrieb zu nehmen, schaue ich mir zuerst immer den Netzeingang und die AC- Anodenspannungsschaltung an und sehe ich dort Papierwickel Kondensatoren, dann kneife ich Sie zuerst heraus, selbiges dann auch beim NF- Koppelkondensator, sowie den parallel zur Primärwicklung, diese ersetze ich immer zuerst, dann ziehe ich alle Röhren und Skalenlampen und gebe immer über eine Vorschaltlampe, zuerst mit einer 25W Glühlampe und Trennstelltrafo sehr langsam und in 10er Schritten Spannung auf den Netzeingang, bei Vorhandensein einer Gleichrichterröhre brücke ich zuvor die Anode mit der Kathode mittels einer Diode vom Typ 1N4007, das zusätzlich in Reihe geschaltete AC- Amperemeter zeigt mir dann sofort den durchlaufenden Strom an, an der abklingenden Stromhöhe ( max. 10mA) sehe ich sofort den Leck Strom, der in ca. 20 Minuten stetig zum niedrigen Wert laufen sollte, erst dann erhöhe ich die AC-Eingangsspannung wieder, bis auch bei 250V/AC der Leck Strom bei ca. 0,5-1,5 mA + dem Netztrafo-Leerlaufstrom liegt.
Zur Bestimmung des Netztrafo Leerlaufstroms löte ich die Gleichrichter AC-Anschlüsse ab.

_________________
M.f.G.
harry

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- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 16:00 
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Hier noch ein paar Infos:

Das Gerät , wurde von meinem Großvater neu gekauft und befindet sich in einem neuwertigen Zustand, mit allen dazu gehörigen Papieren. Es hat bis zuletzt gespielt und wurde dann vor mehr als 30 Jahren von mir trocken eingelagert und in der Zeit auch nicht in Betrieb genommen.

Einen Regeltrafo wollte ich verwenden, weil ich im Forum gelesen habe, dass dies für die Elkos gut ist und diese sich erst langsam wieder an den Stromfluss gewöhnen müssen.

Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Glühlampe aber ich denke, man kann durch langsames erhöhen der Spannung alles genau beobachten.

Ich muss aber betonen, dass ich nicht viel Wissen von Radios habe, und deshalb auch nichts falsch machen möchte,.


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 16:55 
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Auch ein fabrikneu eingelagertes Radio bräuchte nach 30 Jahre eine gewissenhafte Inbetriebnahme, die Papierkondensatoren wären auch in einem solchen jungfräulichen Gerät hin !

Deshalb mindestens den g1-Kondensator vor der Endröhre erneuern und beim Hochfahren der Spannung auf den Strom achten, kann gut sein, daß die Elkos noch ganz gut gehen, es kann aber auch bei den Elkos im Neuzustand nach langer Zeit ohne Spannung eine Formierung erforderlich sein, weil die Oxidschicht sich zurückgebildet hat, Kriterium ist der Rückgang des Stromes auf einen minimalen Reststrom ! Wenn die Elkos nennenswert Dauerstrom ziehen, müssen sie mit hohem Vorwiderstand behutsam formiert werden, das kann aber auch schiefgehen und dann ist Ersatz nötig. Berücksichtigt man das mit dem Formieren nicht und legt einfach Spannung an, können sie durch inneren Dampfdruck zerplatzen, normalerweise gib es zwar ein Sicherheitsventil aber wehe das versagt, eine Sauerei kann es in jedem Fall geben.

Gruß Ingo


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 18:00 
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Moin,
ein Bodensee Automatic 3D-S ist ein schoenes Radio, das ausgezeichnet empfaengt und klingt, wenn es ...
...ueberholt ist.
Das Geraet ist inzwischen etwa 67 Jahre alt, es muss ueberholt werden, _bevor_ man es in Betrieb nimmt, alles andere halte ich fuer sinnlos. Selbst "nur" den Koppelkondensator der Endroehre (EL12) zu erneuern und/oder die Entstoerkondensatoren rauszuwerfen reicht nicht.
Von einwandfreien Kondensatoren ist nicht nur die Grundfunktion abhaengig, sondern natuerlich auch die Suchlaufautomatik.

Ob man Roehrengeraete mit einem Stelltrafo in Betrieb nehmen sollte, ich weiss es nicht. Grund dafuer ist die Heizung, die auch nur langsam hochkommt und die Roehren nicht richtig arbeiten laesst. Man sieht damit nur (wenn ein Amperemeter vorhanden ist), ob das Geraet einen Kurzschluss im oder nach dem Netztrafo hat, das kann eine billigere Gluehlampe auch. Beim 3D-S reicht eine 60W-Lampe uebrigens nicht ;-)
Streng genommen muesste man mit Stelltrafo das Geraet aus einer externen Quelle heizen und mit dem Trafo langsam die Anodenspannung erhoehen.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 18:39 
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...ja PeterL, genau, wie immer kann ich Dir nur zustimmen ^^

Die "Blinde" Ereneuerung des Koppel-C vor der Endröhre verhindert zunächst größeres Unheil für die Endröhre und v.a. den Ausgangstrafo durch zu hohen Anodenstrom. Selbstverständlich müssen alle Papierkondensatoren einer Untersuchung unterzogen werden und bei Feststellung als "Problemkondensator" alle raus ! Es gibt aber durchaus Typen..Bauformen, die drin bleiben können, wie z.B. die kürzlich irgendwo erwähnten hellgrünen von ... ? Die hätte ich dem optischen Anschein nach auch rausgeworfen, wäre in dem Fall nicht nötig gewesen... ich weiß aber nicht, welche hier verbaut sind.

Ansonsten ist die 60W-Lampe der "Einstieg", also ein erstes "anblasen" ^^ Ich würde dann in Abhängigkeit der sich entwickelnden Stromaufnahme auch gleich auf höhere Leistungen gehen bzw. wenn sich hoher Anfangsstrom nicht bestätigt, auf Betrieb ohne Glühlampe...Vorschalt-R. Das alles erfordert etwas Erfahrung.

Gruß Ingo


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 19:58 
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Bitte vor der Bestromung den Klangfarbenkondensator nicht vergessen. Er liegt, wie bei vielen Saba-Radios, zwischen der Anode der Endröhre und Masse und gefährdet im Defektfall den Ausgangsübertrager und das Netzteil.

Lutz


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 20:20 
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Hallo Uli,

nice das Päckchen mit den Schmelzsicherungen auf der Steckdose !
Egal wie das Gerät aussieht, eine gute Sache !

Gruß,
RE 084

_________________
RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg :mauge:


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 21:37 
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Kalli hat geschrieben:
Hier noch ein paar Infos:
Es hat bis zuletzt gespielt und wurde dann vor mehr als 30 Jahren von mir trocken eingelagert und in der Zeit auch nicht in Betrieb genommen.


Moin,
das reicht nicht, denn "trocken" ist nicht trocken genug. Die Papierkondensatoren sind hygroskopisch und koennen Wasser aus der Luftfeuchtigkeit sogar durch einen Kunstharzverguss (z.B. Wima Durolit, Roederstein Eroid) aufnehmen.
Saba hat zu der Zeit die Wickel in Glasroehrchen gesteckt und mit Bitumen vergossen(*). Auch das reichte nur fuer 10-20 Jahre, dann fand auch da das Wasser hinein. Die Geraete wurden schliesslich nur fuer etwa 10 Jahre Gebrauchsdauer ausgelegt, das haben die Kondensatoren meist ja auch problemlos mitgemacht. Oft genug auch ein paar Jahre mehr, aber mein 3D-S, den ich so um 1985 auf einem Flohmarkt fand (und der immer noch keine Rueckwand hat), musste damals schon, obwohl er bis dahin kein feuchtes Dasein hatte, ueberholt werden.
"Spielen bis zuletzt" ist auch kein Argument, denn das taten sie alle, aber auch mit der Leistung eines gesunden Geraetes oder doch schon mit zart gluehenden Anoden der Endroehren?

(*)wie der "legendaere Saba-Film" zeigt, hatte Saba in den 50ern eine gewaltige Fertigungstiefe. Sogar Isolierschlaeuche haben sie selbst hergestellt. Die Kondensatoren auch, nur Widerstaende und natuerlich die Roehren haben sie bezogen. Am Ende hatten sie sogar eigene Waelder fuer die Gehaeuse ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=0iwd38tdCSA

73
Peter


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BeitragVerfasst: Fr Mai 15, 2020 22:01 
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......den einzigen Papierwicklern, denen man heute noch getrost vertrauen kann, sind nur die C´s in Keramikröhren, die in der ehem. DDR gefertigt wurden, die dicht mit Metallkappen umbördelt und verlötet waren. Frank und weitere im Osten Deutschlands wohnenden Bastler werden es bestimmt bestätigen.

_________________
M.f.G.
harry

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