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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Grundig Mandello Reparatur Ratio Filter- die Zweite!

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BeitragVerfasst: Mi Jul 01, 2020 8:53 
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Servus,
Nun musste ich beim Grundig Mandello zum zweiten Male das Ratiofilter ausbauen. Seit einiger Zeit verzerrte das Radio nur auf UKW und kaum noch Stereoempfang, auf den AM Bändern war alles klar und unverzerrt. Auf UKW war von der Empfangsempfindlichkeit alles gegeben, viele Stationen empfangbar, auch das magische Auge schlug gut aus. Aber alle Stationen waren erheblich verzerrt in der Wiedergabe. Ich tippte erneut auf das Ratiofilter und baute es aus. Das ist eine fummelige Arbeit. Von den 2 Stück AA111 Dioden erwies sich eine als defekt, nach einseitiger Ablötung ergab die Messung 3 Ohm in beiden Richtungen, die andere war in Ordnung. AA111 oder ähnliche Dioden gibt es hier nicht oder sind teuer. Also fiel die Wahl auf die 1N60, Ami Diode für FM und höher. Das ist hier ein Centartikel und habe mal gleich 10 Stück für 2 Euro gekauft. Die Reparatur war erfolgreich, der Nachabgleich des Ratiofilter bestand in der Verstellung des Kernes um eine Viertelumdrehung. Das Radio spielte danach einwandfrei, keinerlei Verzerrungen mehr und auch der Stereoempfang war wieder super. Zusammengebaut und wieder ins Regal, hoffentlich gibt es in Zukunft keine weiteren fiesen Fehler mehr.

Dateianhang:
DSCN2702.JPG
DSCN2702.JPG [ 141.68 KiB | 836-mal betrachtet ]


Ratiofilter nach dem Ausbau, hatte ich schon einmal repariert, da Spulenunterbrechung.

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Gruss aus Trient,
Volker
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BeitragVerfasst: Mi Jul 01, 2020 9:17 
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Hallo Volker,

vielleicht machst Du den Filter steckbar?
So hast Du es beim nächsten Mal einfacher.

Viele Grüße

Peter

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BeitragVerfasst: Mi Jul 01, 2020 9:19 
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Servus,
Oh dio, ich hoffe, das ich da nie wieder bei muss! Aber die Idee ist gut.

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Volker
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BeitragVerfasst: Mi Jul 01, 2020 10:55 
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radio-volker hat geschrieben:
.... Ich tippte erneut auf das Ratiofilter und baute es aus. Das ist eine fummelige Arbeit. Von den 2 Stück AA111 Dioden erwies sich eine als defekt, nach einseitiger Ablötung ergab die Messung 3 Ohm in beiden Richtungen, die andere war in Ordnung. AA111 oder ähnliche Dioden gibt es hier nicht oder sind teuer. Also fiel die Wahl auf die 1N60, Ami Diode für FM und höher. Das ist hier ein Centartikel und habe mal gleich 10 Stück für 2 Euro gekauft. Die Reparatur war erfolgreich...


Hallo Volker,

das ist ein für mich sehr interessanter Kurzbericht, vielen Dank dafür.

Ich habe mir verschiedentlich Gedanken gemacht, wie langlebig Dioden im Ratiofilter bzw. Diskriminator von ansonsten röhrenbestückten Radios sind. Letztlich findet man solche Dioden ja auch in älteren Geräten als dem hier behandelten Mandello.
Beispiele:
https://www.radiomuseum.org/r/saba_ukw_ ... s_iii.html
https://www.radiomuseum.org/r/schaub_ko ... u_lmu.html

In Foren wurde ich dann immer mal darauf hingewiesen, dass solche Dioden nie kaputt gehen und selbst langjährige Radioreparateure noch nie einen derartigen Fall hatten.
Das hat mich nicht in Gänze überzeugt, denn alles geht irgendwann mal hops, und sei es nur durch 'Fremdverschulden' eines anderen Bauteils oder schlicht durch Umwelteinflüsse.

Nun will ich zwar aus dem Defekt der hier vorgestellten AA111 keine allgemeingültigen Schlussfolgerungen ziehen, es zeigt mir aber, wie simpel ein dann doch auftretender Defekt zu kurieren wäre.

Meine etwas laienhafte anmutende Frage: würdest Du die verwendete 1N60 auch für Ratiodetektoren von anderen -sagen wir ruhig: deutschen- Röhrenradios weiterempfehlen?

Gruß
k.

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k. steht für klaus

Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.
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BeitragVerfasst: Mi Jul 01, 2020 11:04 
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Servus,
Ja, würde ich weiterempfehlen, die 1N60 ist ja eine spezielle FM Diode und wurde in den USA sehr häufig eingesetzt, auch beim Militär in FM Transceivern.
Germaniumdioden und Styroflex Kondensatoren sind keine heiligen Kühe, auch die gehen kaputt, zwar wesentlich seltener, aber die sind nunmal nicht für die Ewigkeit gebaut. Bei dem Mandello trat der Fehler übrigens schleichend auf, es wurde immer schlimmer, bis es nur noch verzerrte.

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Gruss aus Trient,
Volker
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BeitragVerfasst: Mi Jul 01, 2020 14:30 
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radio-volker hat geschrieben:
Servus,
Ja, würde ich weiterempfehlen, die 1N60 ist ja eine spezielle FM Diode und wurde in den USA sehr häufig eingesetzt, auch beim Militär in FM Transceivern.
Germaniumdioden und Styroflex Kondensatoren sind keine heiligen Kühe, auch die gehen kaputt, zwar wesentlich seltener, aber die sind nunmal nicht für die Ewigkeit gebaut. Bei dem Mandello trat der Fehler übrigens schleichend auf, es wurde immer schlimmer, bis es nur noch verzerrte.


Danke für die Antwort. Dann werde ich mir auch mal einen kleinen Bestand anlegen.

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BeitragVerfasst: Mi Jul 01, 2020 17:41 
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Moin,
"Kleinsignal"-Schottkydioden moeglichst hoher Sperrspannung sollten auch moeglich sein.
Es kommt darauf an, dass die Dioden "schnell" (ist bei Schottky gegeben) sind und eine kleine Kapazitaet haben.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Mi Jul 01, 2020 20:23 
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Servus,
Ok, kannst du mal ein paar Beispiele nennen?

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BeitragVerfasst: Do Jul 02, 2020 7:33 
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Moin,

bisher hatte ich zwei mal den Fall einer defekten Diode im Ratiofilter, allerdings bei Transistorgeräten. Die hatte ich auch gerade noch als Ersatz da, aber schon mal etwas gegoogelt um eine Alternative zu finden. Irgendwo tauchte , wenn auch in etwas anderem Zusammenhang, die 1N5711 auf. Besorgt habe ich mir schon mal welche, allerdings sind die noch nicht zum Einsatz gekommen, und ob die auch für ein Röhrenradio funktionieren würden??

Beste Grüße

Peter

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Röhre, du im Radio, nur dein Klang macht mich wirklich froh.


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BeitragVerfasst: Do Jul 02, 2020 9:08 
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Servus,
Die müsste gehen, ist für VHF/UHF Verwendung.

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BeitragVerfasst: Do Jul 02, 2020 19:15 
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radio-volker hat geschrieben:
Servus,
Ok, kannst du mal ein paar Beispiele nennen?


Moin,
da muss ich mal suchen, ich habe da sowas in der Baugroesse einer 1N4148 im Sinn.
1N5711 waere aber schon ein guter Kandidat.

So rein ueberlegungsmaessig muesste es auch mit sowas wie 1N4148 gehen (sofern sie mit 11MHz klarkommt). Wegen der hoeheren Schwellspannung von 0,7V kann man sich vorstellen, dass das Geraet ohne Sendersignal nicht rauscht, also eine "Muting" bekommt. Praktisch wird daraus meist nichts, da schon das Empfaengerrauschen ausreicht, die Dioden in den Arbeitsbereich zu bringen. Schliesslich haben Roehrenradios nicht umsonst Ratioelkos fuer 70/80V..., wenngleich diese Spannung selten erreicht wird. Mein Grundig 6099 kommt annaehernd in diese Groessenordnung, ich meine, ich haette beim "Ortssender" (etwa 2,5km entfernt, Leistung unbekannt, kein KW-Monster) um die 55V gemessen.

73
Peter


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BeitragVerfasst: Do Jul 02, 2020 19:32 
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Servus,
Nein, 1N4148 ist eine schlechte Wahl!

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BeitragVerfasst: Do Jul 02, 2020 19:52 
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Hallo Volker,

das was Peter sagt, hat im allgemeinen Hand und Fuß, ich mein ja auch nur...

Man darf nicht vergessen, daß die Ge-Dioden deshalb eingesetzt wurden, weil es nichts anderes gab! Die kleine Flußspannung mag in einigen Fällen wichtig sein, aber Peter hat ja seine Gedankengänge pro 1N4148 auch beschrieben.. man darf nicht vergessen, daß Röhrendioden wie EAA91 auch keine idealen Eigenschaften bei kleinen Spannungen haben. Die haben zwar prinzipbedingt schon bei 0V Spannung einen Stromfluß (Anlaufstrom), aber der Durchlaßwiderstand ist doch recht hoch im Kleinsignalbereich.

Ich ersetze Ge-Dioden aber auch nicht gern durch Si-Dioden, ich nehm da auch lieber Schottky-Dioden, z.B. BAT41 (Baugröße 1N4148), damit hab ich durchweg sehr gute Erfahrung bei der Anwendung als Demodulator gemacht, auch beim hochfrequenten Bildsignal (37 MHz). Die hat sehr kleine Kapazität...
Durch die höheren Spannungen würde ich die BAT... nehmen mit der höchsten Spannung und noch zulässigem Strom, die BAT41 hab ich als Standard liegen, die hat optimale Daten für meine Anwendungen.

Gruß Ingo

...seh grad, die BAT41 hat 100V und 100mA, das reicht dicke


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BeitragVerfasst: Do Jul 02, 2020 20:35 
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Servus,
Die 1N4148 hat keine guten Werte bei Frequenzen im höheren Bereich.

"the 1N4148 (1N914) have not
particularly good detected level vs frequency data "

Auszug aus einem TM der US Army. Ab 1Mhz wird die die 1N4148 nicht mehr empfohlen im Pentagon.

Auch hiesige Freunde haben mit geraten diese Diode nicht im FM Bereich zu verwenden. Sie ist nicht mehr linear bei den Frequenzen und ihr Wirkungsgrad ginge unter 45%.

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BeitragVerfasst: Do Jul 02, 2020 22:19 
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Auszug aus einem TM der US Army. Ab 1Mhz wird die die 1N4148 nicht mehr empfohlen im Pentagon.


... Volker, und ich dachte, Du bastelst nur so zum Spaß ^^
Dann dürften ja 1N60 gut beschaffbar sein...

..ich denk mal, jeder beliebige Ge-Spitzendiode würde hier tun, wobei die Spannung schon ein Thema sein könnte.

Wenns nicht zu viel Umstände macht, würde ich die Schottkys einfach mal testen.

Gruß Ingo


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