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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Röhrenheizung welcher Pin an Masse?

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 Betreff des Beitrags: Röhrenheizung welcher Pin an Masse?
BeitragVerfasst: So Jul 04, 2021 11:01 
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Liebe Röhrenfreunde,
früher wurde die Heizung mit einem Poti symetriert, dann kamen die E-Röhren mit 6,3-Volt-Heizung. Hier wird meist ein Pin mit Masse (Chassis) verbunden. Aber welcher? Es gibt da eine Faustregel; die ich leider vergessen habe; ich weiss auch nicht mehr wo ich das gelesen habe.
Kann mir jemand aufs Pferd helfen?

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Kaum macht man mal etwas falsch ist das auch wieder nicht richtig; Klaus :hello:


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BeitragVerfasst: So Jul 04, 2021 11:43 
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Hallo,
mir ist da keine Faustregel bekannt.

Wichtig ist aber, daß der Heizstrom zur Quelle ( Trafo ) zurückgeführt wird, ohne andere Teile der Schaltung zu stören.

Deshalb sollte die Heizung grundsätzlich zweipolig bis zum trafo geführt werden, 7nd dort ein
Pol an Masse gelegt werden.

Würde man direkt an den Fassungen einen Pol an Masse legen, und ab Trafo auch einen Pol an Masse legen, so fließt der Heizstrom über das Chassis. Das kann Brummen hervorrufen.

VG Henning

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Schlau ist, wer weiss, wo er nachlesen kann, was er nicht weiss
Nur Messungen liefern Fakten, alles andere ist Kaffeesatz


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BeitragVerfasst: So Jul 04, 2021 13:03 
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Hi Henning, ich musste vor Kurzem lernen, das Firma Braun beim SK2 das Chassis verwendet hat. Alle Röhrenheizungen einseitig ans Chassis. Offensichtlich nicht so einfach, da findet man Ferittperlen an den Zuleitungen zur Heizung was mir sagt, das es da wohl Probleme mit HF gibt die über die Heizleitungen vagabundiert und allerlei Probleme verursachen kann.
2 Drähte verdrillt wären da vielleicht besser gewesen.

Gruß
Oliver

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Nette Grüsse aus dem Ruhrgebiet.

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BeitragVerfasst: So Jul 04, 2021 14:27 
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Bei den meisten Röhren ist es egal, welcher Stift der Heizung an Masse liegt. Denn die Heizung koppelt hautsächlich auf die Kathode, und diese liegt un den meisten Schaltungen mehr oder weniger an Masse. Ausnahmen gibt es bei sehr empfindlichen Vorverstärkerstufen, da muss man sich mit der Brummfreiheit mehr Mühe geben. Deshalb werden diese oft symmetrisch oder sogar mit Gleichstrom geheizt.

Ferritperlen dämpfen HF, das hat nichts mit dem Brummen durch im Chassis fließenden Heizstrom zu tun.

Natürlich ist es möglich, das Chassis als Leiter für den Heizstrom zu verwenden. Schließlich wird es in fast allen Röhrenradios gemacht. Nur muss man dafür sorgen, dass durch den Heizstrom, der bei einem Radio mit E-Röhrenbestückung mehrere Ampere beträgt, keine Brummspannung an empfindliche Schaltungsteile gelangt. Da manch ein Selbstbauer mangels Erfahrung und Messmittel damit überfordert ist, wird bei Selbstbaugeräten meist dazu geraten, den Heizstrom zweipolig, unabhängig vom Chassis, zu führen. Das ist bezüglich Brummeinstreuungen sicherer.

Lutz


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BeitragVerfasst: So Jul 04, 2021 19:16 
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Ich würde die 6,3-Heizung auch massefrei verlegen.
Das lässt auch Experimenten mit anderen Optionen offen.

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Viele Grüsse, Micha

Ich wohne am deutschen Elbkilometer 358 westelbisch ... genieße die Natur ... und mir ist seit langem klar, dass sich der Strom ausschließlich von Minus nach Plus bewegt


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BeitragVerfasst: Mo Jul 05, 2021 8:30 
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hoeberlin hat geschrieben:
Deshalb sollte die Heizung grundsätzlich zweipolig bis zum trafo geführt werden, 7nd dort ein Pol an Masse gelegt werden.

Guten Morgen,
habt dank für eure Antworten.
Ja Henning Loewe machte das so und auch Opta-Spezial. Da werden die Heizstrippen verdrillt geführt und liegen dann am Trafo mit einem Bein an Masse.
Bei den DM70/71 rät Valvo bei Verwendung in einem 6,3V-Heizkreis grundsätzlich Pin 5 zu erden, bei Batterieheizung jedoch Pin 4. (Anm. direkt geheizt, Heizfaden gleich Katode)
Eigentlich müsste es egal sein welcher Pin an Masse hängt, ist es aber womöglich nicht. Vielleicht hängt das mit der max. Spannung zwischen Katode und Heizfaden zusammen?? Siehe RöTaTa Spalte 32. Bei den E-Röhren wird da stets eine Spannung zwischen 50 und 100 Volt genannt.
Hier noch wissenswertes über Röhren von Valvo https://frank.pocnet.net/other/Valvo/Va ... 5-1960.pdf
und (besser erklärt) von Siemens https://tubedata.altanatubes.com.br/oth ... oBand1.pdf
Ich habe noch etwas gefunden:
wie man sieht wird hier stets der rechte Pin geerdet:
Dateianhang:
FT 02-50-54 (Large).JPG
FT 02-50-54 (Large).JPG [ 132.35 KiB | 3921-mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: Mi Jul 07, 2021 15:53 
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Optamist hat geschrieben:
Liebe Röhrenfreunde,
Hier wird meist ein Pin mit Masse (Chassis) verbunden. Aber welcher? Es gibt da eine Faustregel; die ich leider vergessen habe; ich weiss auch nicht mehr wo ich das gelesen habe.
Kann mir jemand aufs Pferd helfen?


Liebe Röhrenfreunde,
jetzt hab ichs!
Das hat mir doch keine Ruhe gelassen. Gefunden habe ich es in meiner ersten RPB. Und zwar Band 74: Einkreis-Empfänger; Hans Sultaner schreibt auf Seite 74: Zitat " Bei 6,3-V-Röhren genügt es, das eine Ende der Heizwicklung mit Chassis zu verbinden ... und zwar sollen an dieser Seite stets die linken Anschlüsse der Heizfäden (Sockel von unten gesehen) liegen."
Merke: stets der linke Pin!
Das gilt für a l l e E-Röhren, egal welcher Sockel!
Gekauft habe ich das Büchlein 1966, ich wusste noch: da war doch was, aber eben nicht mehr: wo und ob rechts oder links.
Machts gut und beste Grüße

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BeitragVerfasst: Mi Jul 07, 2021 17:55 
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Seltsam, dass das nicht in den Röhrendatenblättern steht.

Lutz


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BeitragVerfasst: Do Jul 08, 2021 9:50 
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Ja Lutz das ist in der Tat merkwürdig, offensichtlich scheint das nicht wichtig zu sein. Allerdings hielt Altmeister Sultaner das für wichtig.
Ich habe mal zwei Scans gemacht:
Dateianhang:
RPB 74-23.JPG
RPB 74-23.JPG [ 21.12 KiB | 3712-mal betrachtet ]

Dateianhang:
RPB 74-24.JPG
RPB 74-24.JPG [ 44.43 KiB | 3712-mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: Do Jul 08, 2021 14:28 
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Sutaner, nicht Sultaner.

paulchen


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BeitragVerfasst: Fr Jul 09, 2021 8:09 
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Hast recht, Paulchen
Danke für die Berichtigung :super:

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BeitragVerfasst: Fr Jul 09, 2021 10:48 
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Beiträge: 1589
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Mit dem Thema Masseanschluss Heizung musste ich mich auch befassen, siehe hier: viewtopic.php?f=2&t=31616
Auch hier (Grundig 3045) durchweg Pin 5 an Masse. Ausnahme: ECH81 mit Pin 4. Das hatte womöglich HF-Gründe...

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Viele Grüße

Frank


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BeitragVerfasst: Sa Jul 10, 2021 12:25 
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Ich bin skeptisch gegenüber Äußerungen, die weder begründet werden, noch Quellen dafür genannt werden.

Wenn wichtig ist, dass ein bestimmter Anschluss mit irgendetwas verbunden wird, erwarte ich, dass der Hersteller das im Datenblatt angibt.

Bernhard


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BeitragVerfasst: Sa Jul 10, 2021 14:01 
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Hi,

ich denke eher, das der Autor der Bastelbücher einfach eine Regel schaffen wollte, damit alles gleich verdrahtet wird. Aus meiner Ausbildungszeit ist z.B. hängen geblieben - 'Phase in der Steckdose immer rechts ' anschließen.
Weder wurde uns eine Norm benannt, noch eine technische Begründung, aber so etwas hilft einfach etwas Ordnung zu halten.

Gruß
Oliver

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BeitragVerfasst: Sa Jul 10, 2021 17:29 
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olli0371 hat geschrieben:
... Aus meiner Ausbildungszeit ... etwas Ordnung zu halten.

Du nennst hier sowohl deine Quelle, als auch eine Begründung.
Das finde ich viel besser, als nur die Aussage "Phase in der Steckdose immer rechts" ohne weitere Infos.

Bernhard


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