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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Musiktruhe Marke Eigenbau? Welches Radio?

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BeitragVerfasst: Fr Mär 13, 2020 21:16 
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Servus aus Bayern,

über Kleinanzeigen wurde dieses Gerät zum Verschenken angeboten. Da ich kostenlose Ersatzteilspender fast nicht ablehnen kann ;-) und mich das Gerät interessiert hat, bin ich auf dem Nachhauseweg vorbeigefahren.

Die liebe Frau hatte es ursprünglich geschenkt bekommen und wollte es eigentlich verkaufen, allerdings keinen Käufer gefunden.

Also habe ich kurzerhand die "Truhe" in den Kofferraum gepackt und mitgenommen, wobei ich mich schon sehr über das eigenartige "Design" gewundert habe.

Hier hat wohl jemand ein Sideboard (o.ä.) um- und die Geräte eingebaut. Links ist in einer Schublade das Tonbandgerät Grundig TM 5 eingebaut. Es war auch wohl zunächst ein anderes Radiochasis eingebaut, da im Korpus leere Aussparungen zu sehen sind.

Was mich wundert, ist die Anzahl der doch recht großen Lautsprecher. Vier an der Zahl plus einen Hochtöner.
Ein Grundig-Lautsprecher, ein FWF System ARUKLANG und die anderen beiden sind mir noch unbekannt.

Vielleicht kann mir jemand meine Fragen dazu beantworten:

1. Um welches Radiochasis handelt es sich wohl hierbei?
2. Es ist eine EL 84 vorhanden. Kann diese eigentlich die 4(5) Lautsprecher ausreichend versorgen?
3. Hinter der EL 84 ist eine weiterer Röhrenanschluss verbaut und es steckt auch noch eine Art Röhrensockel drin. War das vlt. als Zusatzverstärker/Gegentakt gedacht oder hat dieses Teil eine andere Funktion?

Laut Vorbesitzerin sollen die Lampen geleuchtet haben, aber die Anlage nicht funktionsfähig gewesen sein.
Ich habe natürlich keinen Funktionstest vorgenommen.

Zudem ist es auch nicht meine Absicht, diese Konstruktion wieder herzustellen. Für mich soll das Ganze (bis auf das "Sideboard") eine Ersatzteilquelle sein.

Nun wünsche ich euch eine gesunde coronafreie Zeit und bin gespannt auf eure Antworten.

VG
Franz


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lautsprecher rechts.jpg
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BeitragVerfasst: Sa Mär 14, 2020 0:04 
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Hallo Franz,

es ist ein umgefrickeltes Siemens-Radiochassis. Der Netztrafo links sieht für mich nicht original aus, auch wenn die Schrauben/Muttern mit rotem Sicherungslack versehen sind. Das Baujahr schätze ich auf Mitte der 1950er Jahre. Kannst Du uns die Röhrenbestückung nennen und vielleicht noch ein, zwei Fotos (z.B. linke Seite der Skala) einstellen? Hinter dem Skalenfenster rechts neben dem Lautstärkeregler könnte eine DM70 angebracht sein. Diese gab es für einige Jahre (bis ca. 1954) als Abstimm-Anzeige bei einigen Siemens-Modellen. Die Heizspannung wurde von der Katode der EL84 abgegriffen. Dazu passt aber zeitlich nicht die DIN-Buchse an der Chassis-Rückseite. DIN-Buchsen für Tonbandgerät wurden ab ca. 1956 verwendet, später auch für Plattenspieler-Anschluß.

Viele Grüße


andreas


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BeitragVerfasst: Sa Mär 14, 2020 10:17 
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Moin!
Vom Design her würde ich sagen, das war ursprünglich ein Musikschrank aus den 30er Jahren.
Gruß Gerrit


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BeitragVerfasst: Sa Mär 14, 2020 10:53 
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Danke für eure Antworten!

Jetzt habe ich noch weitere Fotos.
Und es sind tatsächlich zwei EL 84 verbaut. Habe ich auf den ersten Blick nicht gesehen.

Da ich radiotechnisch noch nicht so sehr bewandert bin und mich erst in die Thematik einarbeite, würde mich auch noch interessieren, was dieser hintere Röhrensockel(?) bedeutet?

VG
Franz


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BeitragVerfasst: Sa Mär 14, 2020 14:06 
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Hallo Franz,

vielen Dank für die weiteren Bilder. Das Chassis hat eine Hammerschlaglackierung. Das ist ungewöhnlich. Das magische Band (Abstimmanzeige) müsste eine EM84 sein. Diese wurde ab 1958 in Radiogeräten eingesetzt. Den Produktionszeitraum sortiere ich zwischen 1958 und 1961ein. Denn das UKW-Band geht auf der Skala bis 100MHz. Ab 1962 wurde der UKW-Empfangsbereich bis 104 MHz erweitert.
Es könnte ein Siemens-Chassis aus einer Schulrundfunk-Empfangs-Station oder aus einem Gemeinschaftsempfänger-Gestell für Firmen, Gastwirtschaften oder sonstige kommerziellen Einsatz sein.
Dazu könnte die zusätzliche Röhrenfassung auf der Chassisrückseite mit dem Gestell verbunden gewesen sein. Der NF-Teil ist Stereo. Erkennbar an den beiden NF-Ausgangsübertragern. Die ECC82 dient für beide Kanäle mit je einem System als NF-Vorverstärker, dann folgt je eine EL84 als Endstufenröhre.

Die Messing-Blende für ein rundes magisches Auge in der Holzfront oberhalb der Skala lässt darauf schliessen dass bereits einmal ein anderes (älteres) Radio-Chassis vor dem Siemens-Chassis in der Truhe betrieben worden ist. Ebenso die beiden runden Löcher links und rechts. Dort steckten die Achsen und Bedienknöpfe für Lautstärke und Senderwahl. Die Messingblende für das runde magische Auge könnte von einem Nordmende-Radio stammen.

Viele Grüße

andreas

Nachsatz: auf der Mittelwellen-Skala sehe ich bei ca. 1600 KHz den NWDR als Sendestation. Dieser wurde ab 1956 in NDR und WDR geteilt. Einige Zentimeter weiter rechts ist WDR aufgedruckt. Um 1970 herum fing ich mit Radiobasteleien (Radiomann-Baukasten) an. Ich konnte mit dem Detektor-Empfänger den NDR Mittelwellensender Osnabrück empfangen. Dort wurde ein Gemeinschaftsprogramm von NDR und WDR ausgestrahlt. Somit macht der Skalenaufdruck wieder Sinn...


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BeitragVerfasst: Sa Mär 14, 2020 16:06 
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Hallo Andreas,

gegen deine detaillreiche Beschreibung gibt es prizipiell nichts einzuwenden. Nur, dass dies wahrscheinlich kein Siemens Chassis ist. Siemens hatte nämlich in der fraglichen Aera ovale Bandfilter mit den abenteuerlichen Abgleichhalmem (an einer Schmalseite des Bechers) für die AM-ZF-Kreise. AM und FM-ZF-Filter befanden sich im gleichen Becher; die FM-Filter wurden mit normalen Schraubkernen (oben - unten) abgeglichen. Auch der UKW-Tuner lässt die Siemens Handschrift vermissen. Desgleichen sind die Trafos nicht wirklich Siemens-like.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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BeitragVerfasst: Sa Mär 14, 2020 16:50 
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Das Chassis dürfte von Union sein
https://www.radiomuseum.org/r/union_w60_w_60.html
https://www.radiomuseum.org/r/unionring_w58_3d.html
Der Schrank erinnert an Stassfurt.
Kann aber auch was anderes sein.
Allerdings kommt mir die Röhrenbestückung etwas komisch vor :wink: .

paulchen


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BeitragVerfasst: Sa Mär 14, 2020 21:20 
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Hallo Paulchen,

danke für den Link. Ja, das Chassis passt optisch besser zu den Union/Kaiser Geräten. Einige Siemens-Radios aus den 1950er Jahren hatte ich vor einigen Jahren repariert. Diese hatten ebenfalls das hochbeinige Chassis, die gleiche Anordnung des Spannungswählers und der Anschlüsse und des NF-Ausgangsübertragers. Nur saß der Netztrafo in einem Chassis-Ausschnitt links hinter dem Spannungswähler. Das weiß lackierte Blech hinter der Skala war gleich, auch die Anordnung der Klangregler und der Klangregelanzeige, der Tasten und der Beschriftung.

@Peter: Ein Siemens 6S Ela 5610 habe ich hier. Vorhin nachgeschaut: bei diesem sind die Bandfilter mit ovalem Gehäuse ausgeführt. Die Anordnung der Bauteile und Anschlüsse (bis auf den Netztrafo und dem UKW-Tuner) ist ähnlich dem Union-Chassis.

Einen Kaiser DX1151 habe ich hier. Bei diesem ist das Gehäuse grau Hammerschlaglackiert. Jetzt wollte ich es wissen: wie sieht das Chassis aus? Hatte das Radio vor ca. 25 Jahren erhalten/repariert und damals keine Fotos von Reparaturen gemacht. Ich stellte das Radio vorhin auf den Tisch, löste neugierig die 10 Blechschrauben der Rückwand. Bingo! Das Chassis ist ebenfalls grau Hammerschlaglackiert, die Bandfilter haben eine runde Alu-Ummantelung mit 35mm Durchmesser. Das obere Ende des Bandfilters/Spulenträger schaut oben heraus. Die Anordnung der Bauteile ist ähnlich dem Union-Chassis. Einen UKW-Tuner hat dieses Radio nicht.

Das finde ich gut am Dampfradioforum. Jeder weiß etwas und wir erfahren mehr über unsere Geräte.

Viele Grüße


andreas


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BeitragVerfasst: Sa Mär 14, 2020 21:55 
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Der dicke Netztrafo scheint soweit original zu sein, sieht aber ziemlich raufgequetscht aus. Das Grundchassis war für diese Konstruktion nie vorgesehen. Daher denke ich schon, daß diese Variante, so da alles original sein sollte wirklich für ein Truhengerät vorgesehen war. Eben preiswerter Bau eines Händlerrings...
Oder aber...
https://www.radiomuseum.org/r/kaiser_st ... _w862.html
Damit hätte Andreas mit seiner Bemerkung zum Schluß ebenso recht wie ich mit meiner kleinen Vorlage.
Denke mal das dies ein Treffer ist, oder :wink: ?

paulchen


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BeitragVerfasst: Sa Mär 14, 2020 22:48 
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Vielen Dank für die Beiträge!

Dank eurer Informationen meine ich nun, dass es ein KAISER W1930 sein müsste.
https://www.radiomuseum.org/r/kaiser_w1930.html
Die Skala stimmt absolut überein. Die Chasis stimmt vom Grundprinzip ebenfalls überein.

ALLERDINGS:
Eigentlich hat das Kaiser W1930 sechs Röhren. Meine Chasis hat aber 7 Röhren und es sind eben zwei EL 84 eingebaut.
(Die EM 84 ist jeweils mit berücksichtigt).

Aber auch die Rückseite passt nicht ganz überein und ebenso der Trafo.

Und es ist wohl definitiv so, dass früher ein anderes Gerät eingebaut war, weil ja die Aussparungen für die Drehregler und das Magische Auge im letzten - also jetzigen - Zustand eben leer sind. Da hat also einer irgendwann das verbastelte Kaiser-Chasis einfach reingeschoben (es war einfach auf zwei Lättchen geschraubt und reingeschoben.)

Die vier Lautsprecher haben ca. 20 bis 24 cm (Grundig, FWF, EMIG und der letzte ist für mich noch zu klären). Da wurde offensichtlich einiges gemischt.

Ich werde mal auch den weißen Lack der Truhe etwas abschleifen um zu sehen, was darunter rauskommt. Ich glaube auch nicht, dass es überhaupt eine originale Musiktruhe war.

Viele Grüße
Franz


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BeitragVerfasst: So Mär 15, 2020 9:15 
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Hallo Franz!

Ich denke mit W1930 liegst Du falsch, da Dein Chassis zwei Ausgangsübertrager hat und nach Deinen Angaben 2x EL84 + ECC82 (ich würde da ECC83 nehmen). Damit kommen wir in die Ecke der Stereo-Geräte. Daher mein letzter Link zum Kaiser
https://www.radiomuseum.org/r/kaiser_st ... _w862.html
Da passt zumindest die Röhrenbestückung (bis auf EM80) besser und Du hast wieder 7 Röhren. Und die Chassisrückseite erwähne ich erst gar nicht inkl. Stecker.
Das TM 5 war da original auch niemals drin. Wenn überhaupt war da ein Plattendreher (Vinyl oder Schelllack) eingebaut.
Ob sich das als Ganzes überhaupt lohnt lasse ich mal im Raum stehen. Geklungen hat es bestimmt mächtig, aber von Stereo kann da auch keine Rede gewesen sein. Ich denke mal Partykeller oder ähnliches war der Bestimmungsort dieser "Truhe".

paulchen


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BeitragVerfasst: So Mär 15, 2020 10:26 
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Guten Morgen paulchen.

ich habe mich zunächst bei deinem Tipp mit Kaiser W862 von der Frontseite beinflussen bzw. ablenken lassen und da hätte eben die Optik sowohl die EM 80 nicht gepasst. Aber die Chasis des W862 stimmt tatsächlich vollständig mit meiner überein!

Somit dürfte deine Lösung richtig sein. :super:

Da hat einer wohl die Skalenscheibe ausgewechselt, die vom Kaiser W1930 genommen und die EM 84 reingemacht.

Dass das TM 5 auch nicht original eingebaut war, ist auch an der Einbauweise ersichtlich. Die Einbauschubladen sind alle handwerklich hergestellt bzw. an die Truhe angepasst worden (Marke Eigenbau).

Und deshalb noch einmal abschließend: Ich bin immer noch der Meinung, dass dies niemals eine Musiktruhe war. Sondern ein (Küchen-)Sideboard, welches einfach umfunktioniert wurde.

Übrigens der vierte große Lautsprecher ist ein LPU (Lautsprecher-Patent-Union - Code: a 56).

Vielen Dank nochmal für eure Mithilfe!

Ich wünsche euch noch einen schönen, sonnigen und gesunden Sonntag.
Franz


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BeitragVerfasst: So Mär 15, 2020 20:32 
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Ich glaube, dass das durchaus schon immer eine Truhe war - allerdings eher aus den mittleren bis späten 30er Jahren.

Wenn man sich z.B. mal diese Imperial-Truhe von 1937/38 anschaut https://www.radiomuseum.org/r/stassfurt ... hrank.html, fällt die starke Ähnlichkeit auf.
Da hat vermutlich jemand in den 60er Jahren ein modernes Chassis eingebaut, um auch UKW hören zu können.

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Gruß,
Daniel


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BeitragVerfasst: So Mär 15, 2020 23:28 
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Danke für den Tipp.

Ich werde morgen mal die Größe meiner Truhe ausmessen und vergleichen.
Die Rundungen und die Fußkonstellation sprechen sehr stark für deinen Vorschlag. :super:

Jedoch sind die linken Türen komplett anders angeschlagen bzw. haben eine andere Öffnungsrichtung.


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BeitragVerfasst: Mo Mär 16, 2020 0:12 
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Von vielen Geräten der Vorkriegszeit existieren nur Katalogbilder, besonders bei Truhen ist das der Fall.
Ich schätze, der Absatz von Truhen war vor'm Krieg sehr gering. Es ist durchaus möglich, dass Dein Gehäuse nicht dokumentiert ist.
Wenn man bei den großen Auktionsplattformen nach Truhen sucht, findet man hin und wieder Geräte, die bei RM-Org überhaupt nicht angelegt sind, obwohl sich vor Jahren fleißige Menschen die Mühe machten und Geräte aus den damaligen Katalogen scannten und die Modelle anlegten. Beispielsweise in der "Funktechnik" waren regelmäßig die neuen Geräte der Saison gelistet - aber auch da gab's sicher noch Lücken.
Wenn man das Gehäuse ablaugt und aufbereitet, sowie ein Chassis anständig einbaut, kann das ein richtiges Schmuckstück werden. Diese Stassfurt/Imperial-Truhen gefallen mir sehr gut.
Stelle doch bitte noch ein paar Fotos des Gehäuses ein, besonders wo man die Truhe komplett sehen kann.

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Gruß,
Daniel


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