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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Für Hifi Fans: Bauplan: Mikrofon Eigenbau

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BeitragVerfasst: Sa Mär 17, 2012 19:18 
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Fundsache: Beilage- Blatt in einem Heft "Funktechnischer Vorwärts" von 1935.
Bearbeitet, vergrößert, und neu formatiert.

Für HiFi- Fans:
Querstrom- Mikrofon. 50 Hz bis 10 KHz linear. Große Ausgangsspannung. Absolut rauschfrei.

(Angaben aus dem Text)

Viel Spaß beim Nachbau !

Edi


PS: So ein Mikrofon wurde sich schon als Gesangsmikrophon eignen. Mein Bühnen- Mikro für Auftritte (e845 von Sennheiser) hat einen erweiterten Frequenzbereich, bis 16 KHz, fällt dann steil ab. Die nicht- erweiterte Version geht tatsächlich fast linear bis 10 KHz. 50 Hz unten sind auch absolut oik.

Original:
Bild



Bild

Download Bauplan als PDF hier


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BeitragVerfasst: So Mär 18, 2012 20:56 
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Diese Dinger sollen tatsächlich eine ganz brauchbare Klangqualität gehabt haben. Aber warum wurde als Träger Marmor verwendet und kein Kunststoff.
Wenn man heute so etwas bauen wollte, welche Kohle kann man da nehmen, Filterkohle etwa?

_________________
Gruß Stephan

Röhre gut, alles gut
Ein Wunder ist das elektrisch Licht, manchmal geht es, manchmal nicht. :idea:

RIP WDR Langenberg 720kHz (6.07.2015 - 02:00)
RIP DLF Nordkichen 549kHz (31.12.2015 - 23:50)


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BeitragVerfasst: So Mär 18, 2012 21:14 
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Zitat:
Diese Dinger sollen tatsächlich eine ganz brauchbare Klangqualität gehabt haben

Man kennt üblicherweise auch nur Telefon- Kohlemikrofone mit ihrem Rauschen- und dem äußerst begrenzten Frequenzbereich... aber die sollten ja auch nicht mehr können.

Demzufolge ist der Aufbau entsprechend einfach.
Durchaus möglich, daß die Konstruktion in dem Bauplan richtig gut ist.

Immerhin gibt der Autor eine Frequenzbereichsangabe.
Rauschfrei- wohl eher nicht. Aber besser als Telefonmikro... könnte schon sein.

Zitat:
Aber warum wurde als Träger Marmor verwendet und kein Kunststoff.

1935 gab es gerade mal Bakelit, aber noch keinen gut bearbeitbaren, preiswerten Kunststoff.

Zitat:
Wenn man heute so etwas bauen wollte, welche Kohle kann man da nehmen, Filterkohle etwa?

Da der Baubogen ja nun mal 77 Jahre alt ist: Das kann man nur selbst testen.
Wenn Sie es versuchen- dazu habe ich ja den Bogen eingestellt, und ich würde mich freuen, wenn eine der veröffentlichten Bauanleitungen von jemand in Angriff genommen wird- bitte posten, mit welchem Material Sie Erfolg hatten.
"Kohlegrieß 150/200"- die Zahlen könnten m. E. die Körnchengröße (in µm) sein.

Edi


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BeitragVerfasst: So Mär 18, 2012 21:58 
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Marmor deshalb, weil es damals für sowas noch keine passenden Kunststoffe gab. Oft auch aus thermischen Gründen, denn diese Kohlemikrofone wurden je nach Anwendung mit erheblichen Strömen beaufschlagt. Man hat sie bei den allerersten AM-Sendern sogar in den Modulationskreis gepackt. Dafür gab es eigens wassergekühlte Ausführungen.

Kohlemikrofone haben eine Reihe von Nachteilen. Sie rauschen und die Kohle neigt zum Verbacken. Außerdem reagieren sie sehr empfindlich auf Feuchtigkeit. Zu ihrer Zeit waren sie allerdings für den Rundfunkbetrieb - angesichts des damals noch hohen Klirrfaktors und des beschränkten NF-Übertragungsbereichs der Sender - völlig ausreichend. Zudem liefern sie eine recht hohe Ausgangsspannung, was ein weiterer Vorteil war.

Die ersten praxistauglichen Kondensatormikrofone brachte Neumann erst 1928 auf den Markt. Da war der Rundfunk in Deutschland immerhin schon fünf Jahre alt. Zudem war für ihren Einsatz eine entsprechende Verstärkertechnik erforderlich, die auch erst einmal entwickelt werden mußte. Das Ausgangssignal eines Kondensatormikrofons muß um mindestens 50 dB verstärkt werden, um auf den üblichen Funkhauspegel von 1,5 Veff zu kommen, mit dem die Signale im Haus gemischt, geschaltet und übertragen werden.

In diesem Beispiel hier ist der Fall klar: selbst heute ist der Selbstbau von Kondensatormikrofonen ein Fall für eine Handvoll ausgemachter Freaks. Auch ein dynamisches Mikrofon ist mit Amateurmitteln kaum herzustellen, da blieb nur noch das Kohlemikrofon übrig.

Leider finde ich den Link nicht mehr, aber irgendwo gibt es einen Verrückten, der seine eigenen Kondensatorkapseln herstellt, indem er Mylarfolien im Hochvakuum mit Gold bedampft und die Metallteile für die Kapsel selbst dreht. Wir reden dabei von Präzision im µm-Bereich und einem Vakuum, in dem Gold bei rund 150 Grad verdampft, mehr hält die Plastikfolie nicht aus. Falls ich den Link noch finde, reiche ich ihn nach.

Ralf

_________________
Industriefotos und O-Töne aus Belgien und Nordfrankreich


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BeitragVerfasst: So Mär 18, 2012 22:18 
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Zitat:
Kohlemikrofone wurden je nach Anwendung mit erheblichen Strömen beaufschlagt....Dafür gab es eigens wassergekühlte Ausführungen.

Ahhhh... was dann im Kühlwasserrücklauf des Mikrofons war -> besprochener Kohlenwasserstoff...
:D :D :D

Edi


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BeitragVerfasst: Mo Sep 14, 2020 16:39 
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Hallo edi !
Ich beschäftige mich gerade mit diesem Thema und hätte gerne mal in den .pdf Bauplan geschaut.
Ist der noch irgendwo einseh- oder downloadbar ?
Das wäre toll, würde mich echt freuen.

Viele Grüsse
micro-phon
Volker


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BeitragVerfasst: Mo Sep 14, 2020 19:25 
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Hallo Volker,

edi ist schon lange nicht mehr im Dampfradioforum.
Er hat aber eine Internetseite mit diversen Themen und hilft Dir bestimmt gern weiter: http://edi.bplaced.net

Gruß, Frank

_________________
Die nächsten Termine Versender von Elektronik und Dampfradiobedarf

Es muss nicht immer alles Sinn machen. Oft reicht es schon, wenn's Spaß macht.


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BeitragVerfasst: Mo Sep 14, 2020 20:29 
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Wenn sich etwas ergibt wäre ich auch interessiert.


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BeitragVerfasst: Mo Sep 14, 2020 20:37 
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http://edi.bplaced.net/?Bauanleitungen___Mikrofon_Eigenbau

_________________
Grüße

ruediger

----- no sig at all -----


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BeitragVerfasst: Mo Sep 14, 2020 21:16 
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Daaaanke!
Angeblich wird solcher Kohlegrieß nicht mehr hergestellt? Aktivkohle gibt es zwar als Grieß, wäre aber nicht geeignet.
Das Problem taucht bei der Restaurierung historischer Telefone auf, manche Kohlemikrofone kann man öffnen, aber man müsste den richtigen Grieß haben zum Austauschen.
Die Kohle altert nämlich und die Sprachqualität leidet bzw. die Mikrofone sind völlig taub.
Man kann eine Transistorschaltung in die Kapseln einbauen, ist aber nicht ogginool.


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BeitragVerfasst: Mo Sep 14, 2020 22:58 
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Die Kohlestäbe der alten Zink Kohle Batterien gehen dafür, die Kohle muss ja leitend sein. Rausziehen, rein in die Kaffemühle und auf gewünschte Körnung bringen.

_________________
Ein Phasenprüfer ist so nützlich wie ein Lutscher der nach Kacke schmeckt.


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BeitragVerfasst: Do Sep 17, 2020 21:25 
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Wir pyrolisieren Altreifen zu Recovered Carbon Black, das Zwischenprodukt ist Kohlegries. Wer sowas für Experimente in Sachen dieses Mikrofontyps haben will, soll sich melden.
Kann das Zeug massenweise liefern.
Eignet sich auch zur Herstellung von Sprengpulver (15% notwendig) der Rest 10%S und 75% KNO3 für friedliche Feuerwerke.
Ob jedoch der Frequenzgang eines Kohlemikros von höchstens 4kHz überzeugt, liegt im Auge des Bwtrachters.
VG Micha


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BeitragVerfasst: Do Sep 17, 2020 21:27 
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Registriert: Sa Mär 07, 2020 22:15
Beiträge: 46
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
PS ... wir sind wirklich bei HiFi - Fans ???


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BeitragVerfasst: Do Sep 17, 2020 21:36 
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Zitat:
Eignet sich auch zur Herstellung von Sprengpulver (15% notwendig) der Rest 10%S und 75% KNO3 für friedliche Feuerwerke.


Dann aber nur mit Wasserkühlung verwenden! Die Explosionsgefahr soll bei hohen Frequenzen enorm sein :mrgreen:

Btw. Leited das Zeugs wirklich?

_________________
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BeitragVerfasst: Do Sep 17, 2020 22:03 
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Natürlich leitet das Zeug, sonst würden (HiFi?)-Kohlemikros ja nicht funktionieren. Meine Experimente für eine Füllstandsanzeige ergaben bei 2 50cm Stangen im Abstand von 30cm in unserem RCB-Rohkoks einen Wert von 40 Ohm .
Dieses Recovered Carbon Black ist ein extrem hochwertiger Rohstoff nachhaltig für die chemische Industrie.
Nie hätte ich gedacht, dass dieser Grundstoff mal interessant für HiFi-Kohlemikrofone (HiFi=20kHz und linear ohne Raspelgeräusche) sein könnte. Dieses Mikro müsste dann jedoch so gross, wie ein Fussballfeld sein, damit wir Geld verdienen können ... VG Micha


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