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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Hilfe bei Selbstbau-Transistorverstärker

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BeitragVerfasst: Fr Mär 27, 2020 13:09 
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Welle26 hat geschrieben:
Dann wird also der Ausgangswiderstand vornehmlich durch R5 eingestellt, weil die hochohmige Transistorstrecke nur minimal in die Gleichung eingeht?
Die Enstufe läuft ja als Emitterschaltung, wenn ich keinem Irrtum unterliege.
Beides richtig!

Zitat:
Könnte man den Verstärker dann, nur mal theoretisch ...
Die Schlußfolgerung für Dein Gedankenexperiment ist richtig. Auch bei einem Kurzschluß anstelle von R5 kann man den Arbeitspunkt stabil einstellen, der Transistor läßt den gleichen Wechselstrom wie vorher fließen.
Aber: Je kleiner R5 ist, desto kleiner ist auch die Wechselspannung, die über ihn abfällt. dU = dI * R5. Bei R5 = 0Ohm ist die Wechselspannung dann 0V - also kein Ausgangssignal mehr.

Die Endstufe läuft auch mit 12 V Betriebsspannung, eventuell muß man den Arbeitspunkt von T3 noch anpassen. Damit das Signal am Kollektor möglichst hoch ausgelenkt werden kann, stellt man ihn mit der Basisvorspannung so ein, daß die Kollektorgleichspannung in der Mitte zwischen Betriebsspannung und Emittergleichspannung liegt.

Gruß, Frank

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BeitragVerfasst: Fr Mär 27, 2020 13:23 
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Wenn das so ist, dann probiere ich es mal mit 12 Volt. Ob das ganze dann auch in der Praxis stabil läuft wird sich ja zeigen.
Für 12 Volt habe ich nämlich noch einen passenden Printtrafo hier und muss nicht mit einem Steckernetzteil rumfummeln.
Bisher lief das Ganze nämlich nur am Labornetzgerät.

Viele Grüße und vielen Dank für die Info
Max

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BeitragVerfasst: Fr Mär 27, 2020 14:45 
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BeitragVerfasst: Fr Mär 27, 2020 22:09 
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Wenn mir noch etwas Senf beizusteuern gestattet ist... :shock:

Du möchtest einen 8-Ohm--Lautsprecher betreiben und dafür einen NF-Trafo statt R5 in den Kollektorkreis einsetzen, das ist bei dieser Schaltung sehr sinnvoll! :)
Das Übersetzungsverhältnis kann 4:1 sein: 4 auf der Kollektorseite, 1 auf der Lautsprecherseite.
Höhere Übersetzungsverhältnisse mögen auch funktionieren, aber 4:1 hat sich praktisch bewährt.
Du wirst am Ende einige hundert Milliwatt Leistung erzielen, deswegen muss es kein "Trümmer" an Trafo sein. Zwei-bis drei Zentimeter große Winzlinge tun es für den Anfang.

Da Du es auf ein wenig mehr Leistung anlegst, erzielst Du mehr, je höher der Kollektorstrom ist - solange Du weder die Kollektor-Emitterstrecke zu niederohmig werden lässt, dann verstärkt der Transistor nicht mehr, noch den Transistor wegen zu hohen Strömen in die ewigen Jagdgründe :wut: schickst.

Höherer Kollektorstrom wird von Transistoren wie BC 338 (npn) vertragen, vielleicht setzt Du den dort ein. Die sehen genauso aus und haben dieselbe Anordnung von Basis, Emitter, Collector. Der Austausch muss aber nicht zwingend sein, für den Anfang tut es der vorhandene BC547.

Solch eine NF-Trafowicklung kann einen schön niedrigen Kollektorwiderstand machen und deswegen höhere Kollektorstöme erst möglich machen.
Je kleiner Du aber den Kollektorwiderstand machst, desto höher muss auch der Kollektorstrom sein, um ein akzeptables (klangreines) Ergebnis zu erzielen. Dies geht aber nicht bei dem hohen Emitterwiderstand von R10 + R11 = 2.4 kOhm. (Denn der Strom, der aus dem Kollektor fließen soll, musste vorher in den Emitter hineinfließen können).

Auch musst Du voraussichtlich die Basis-Emittervorspannung R4/R12 anders einstellen.
Denn wenn Du das nicht machst, bekommst Du fast garantiert Verzerrungen.

Das kannst Du so machen, indem Du den Emitterwiderstand auf 100 Ohm verringerst, also für R10 setzt Du eine Drahtbrücke ein, und für R11 setzt Du 100 Ohm ein; C6 kann so bleiben.

Die Kombination R4 / R12, die für die Basisvorspannung zuständig ist, muss dann ziemlich sicher auch noch anders eingestellt werden, um verzerrungsfreies Arbeiten zu erzielen. Dies kannst Du Dir erleichtern, indem Du R12 als Poti ausführst (aber bitte nicht R4 !!! Denn R12 als Poti darf schadensfrei auch mal auf 0 Ohm eingestellt werden, aber bei R4 auf 0 Ohm kann der Transistor Schaden nehmen, denn dann fließt ein viel zu großer Basis-Emitterstrom). R12 als Poti: Wähle z.B. 22 kOhm. Am Ende wirst Du sehen, ob Du R4 auf etwas weniger als 82 kOhm verringern musst. Da geht probieren über studieren:

Du spielst Musik über den Lautsprecher ab und verstellst Poti R12 auf beste Klangreinheit. :roll: :wink:

Viel Erfolg und Spaß und gute Erfahrungen wünscht Dir
Georg N.


P.S.: Der 100 Ohm Emitterwiderstand sollte nicht auf noch niedrigere Werte eingestellt werden, weil sonst die Gleichsstrom-Gegenkoppelung zu gering ausfällt. Der Emitterwiderstand stabilisiert nämlich den Arbeitspunkt und kann das nur, wenn an ihm eine nennenswerte Spannung abfällt. Außerdem schützt er den Transistor vor dem Durchbrennen, weil er allzu hohe Kollektor-Emitterströme verhindert.

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BeitragVerfasst: Sa Mär 28, 2020 14:52 
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Beim Durchgucken meiner Vorräte habe ich leider weder einen passenden Lautsprecher, noch einen Übertrager mit diesen Werten gefunden, aber mein Ersatzteillager ist ohnehin fast komplett auf Röhren ausgelegt.
Alles, was grob in die Nähe kam, hat, genauso wie ein selbstgewickelter Versuch (1200/300 Wdg.), ganz gruselige Verzerrungen erzeugt. Am Abschlußwiderstand klappt es aber super, nur halt leider ohne Ton.
Vielleicht probiere ich es mal noch mit einem EL84-Übertrager. Die Primärwicklung könnte ja zumindest ungefähr in die Nähe des Wertes kommen, wenn ich die Widerstandswerte in der Schaltung noch ein wenig anpasse.
Da es mir weniger um die Nutzung als vielmehr um das Verständnis der Schaltung ging werde ich das ganze wohl erst mal auf Eis legen, bis mir ein passendes Teil über den Weg läuft.
Da ich in den nächsten Tagen ohnehin ein kleines "Schlachtfest" plane, könnte es sein, daß sogar da was passendes dabei ist.

Bis hierher jedenfalls vielen Dank für Eure Zeit und die vielen hilfreichen Anregungen, die ich jetzt leider nicht alle umsetzen konnte.

Viele Grüße
Max

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BeitragVerfasst: So Mär 29, 2020 15:46 
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Hallo Max,

lass' Dich aber bloß nicht entmutigen...

Ein 5-Ohm-Lautsprecher von irgendeinem alten Röhrenradio oder ähnlich, tut es genauso. Die Wattzahl des Lautsprechers ist unerheblich.
Der Übertrager kann irgendwelche Windungsverhältnisse haben zwischen 4:1 und 10:1 und kann auch von einem Röhrenradio stammen.
Er kann "dick" oder "dünn" gebaut sein, egal.
Daran liegt es nun sicher nicht, wenn Du Verzerrungen hörst.

Schau mal hier:
Dateianhang:
kleiner_Transistorverstärker_b.jpg
kleiner_Transistorverstärker_b.jpg [ 109.44 KiB | 173-mal betrachtet ]


Die Schaltung der Endstufe habe ich hier in genau dieser Dimensionierung mehrfach aufgebaut, sie funktioniert bei mir ohne Verzerrungen, schon mit 9Volt Betriebsspannung. Mit höherer Betriebsspannung sollte es eher besser funktionieren.
Ob Du den Lautstärkeregler (links im Schaltbild) benötigst, hängt davon ab, ob sich Deine Musik-Quelle in der Lautstärke schon verstellen lässt oder nicht.
Das Trimmpoti R12 stellst Du bei mittlerer Musik-Lautstärke auf verzerrungsfreien Ton ein, und lässt die einmal gefundene Einstellung auf Dauer so stehen. Wenn Du kein 180k Trimmpoti hast, kannst Du mal jeden höheren Wert (z.B. 500 k) versuchen. Vielleicht funktioniert auch ein etwas niedrigerer Wert wie 150k - musst Du ausprobieren.
Wenn Du keinen Kondensator 47pF hast, tut es für den Anfang jeder Wert unter 470pF.


Die jetzt folgende Erläuterung benötigst Du für den Nachbau nicht, Du kannst sie überspringen, wenn Du willst.
Die Schaltung, die Du Dir ausgesucht hast, habe ich in der Endstufe um den einen oder anderen Schaltungskniff ergänzt, um die Nachbausicherheit zu erhöhen. Etwas Umbau-Arbeit, aber dann sicherer Erfolg.
Der Kondensator 47pF zwischen Kollektor und Basis dient dem gleichen Zweck wie C1; hohe Frequenzen werden unterdrückt. Ich mache es mit Hilfe einer Gegenkoppelung, der Effekt ist in etwa der gleiche. Der Unterschied ist, dass ich nicht die hohen Freuquenzen aus dem Signal beseitige, sondern die unerwünschte Verstärkung für hohe Frequenzen beseitige. Das ist insofern vielleicht "zielführender". Ich komme so auch mit einem kleineren Kondensatorwert klar, und den gibt es als Röhrchen-Keramik-Kondensator, was alle HF-Probleme an diesem Transistor minimiert. Ein Folien-Kondensator kann es natürlich auch sein. Je höher Du die Kapazität machst, z.B. 4700pF, desto dumpfer klingt der Ton, weil die Höhen abgeschnitten werden. Probier' es aus, es macht Spaß, die Wirkung zu hören.
Der Widerstand 180k zwischen Kollektor und Basis bewirkt eine gewisse Stabilisierung des Arbeitspunktes, denn hier wird eine Gegenkoppelung verwirklicht. Exemplarstreuungen und Temperatureinflüsse spielen dann keine Rolle mehr. Deine Schaltung hatte den sehr großen Emitterwiderstand zur Stabilisierung des Arbeitspunktes, den müssen wir aber - siehe unten - ändern.
Die Einstellbarkeit von R12 (Trimm-Poti) ermöglicht es Dir, den Arbeitspunkt des Transistors verzerrungsfrei einzustellen.
Dadurch wirst Du dann auch unabhängig vom Transistortyp. Ich habe immer Typen der Verstärkungsgruppe "C" verwendet, denn sie haben die höchste Stromverstärkung. Ob aber BC 547 oder BC 549 oder irgend ein anderer npn ist für den Anfang erst einmal egal.
Der Emitterwiderstand muss zwingend so stark verkleinert werden, sonst funktioniert gar nichts nach der Änderung am Kollektorwiderstand. Denn der aus dem Kollektor herausfließende Strom muss ja zuvor in den Emitter hineinfließen können, und wenn da ein so großer Widerstand im Emitter liegt, kommt kaum ein "ordentlicher" Kollektorstrom zustande. Das gibt dann eine winzige Flüster-Lautstärke, oder aber höllische Verzerrungen. Also muss der Emitterwiderstand erheblich kleiner werden. Ich wähle 100 Ohm, zur Not tun es auch 150 oder 180 Ohm. R10 fällt weg und wird durch einen Draht ersetzt.

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