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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Fernseher Rubens von RAFENA Allstromgerät und weitere Frage

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BeitragVerfasst: Sa Jun 11, 2016 14:44 
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Danke, Ulli für die Klarstellung

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BeitragVerfasst: Mi Jun 15, 2016 15:35 
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Hallo,

worun unterscheiden sich denn die verschiedenen Rubens-Typen? Sicherlich nicht in der Frage, wie die Anoden- und Heizspannungen gewonnen wurden, d.h. ob aus Trafo oder aus der Netzspannung? Ab wann wurden denn hier P-Röhren verwendet, nur bei anderen neueren Modellen?

Danke und VG,
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BeitragVerfasst: Sa Jun 18, 2016 8:59 
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Hallo nochmals,

ich werde es vorm Winter bzw. vorm nächsten Frühjahr wohl eher nicht schaffen mich mit dem Rubens auseinanderzusetzen. Aber wenn, dann würde ich es gern doch selbst und mit Eurer Hilfe angehen und hoffe auf viel Unterstützung!

Hierfür und dafür mache ich dann am besten einen eigenen Thread auf.
Dennoch schonmal die Frage, ob ich bis dahin doch schon etwas tun kann, d.h. bestimmte Teile inspizieren, um ggf. Ersatz zu besorgen oder mich "gedanklich" auf die Instandsetzung vorzubereiten. Manchmal gibts ja Ersttipps wie: "Schau dir auf jeden Fall mal das oder das an, ob das...". Auch wenn das sicherlich zu sehr ins Blaue hinein geht.

Danke und VG,
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BeitragVerfasst: Sa Jun 18, 2016 19:04 
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Sorge bitte dafür, das der Fernseher im klimatisierten Räumen steht, d.h. bei ca. 10-30 °C und einer ständigen Luftfeuchtigkeit nicht über 70 %.
Eine nachfolgende Kondensatorkur zumindest der an der AC und hohen DC hängenden C,s ist vor der Inbetriebnahme unumgänglich, genauso wie der Austausch des Selengleichrichters, der nach Jahrzentem seines dasein, immer hochohmiger wird.

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BeitragVerfasst: Sa Jun 18, 2016 23:05 
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Ok. Werde ich prüfen und ggf. umlagern. Steht derzeit auf dem elterlichen Boden. Schade, dass der Selener raus muss. Hoffe, da gibts adäquaten Ersatz...

Danke für die Tipps und ich bleibe dran!

VG,
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BeitragVerfasst: Do Jul 14, 2016 11:25 
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Hallo,
delatube hat geschrieben:
worun unterscheiden sich denn die verschiedenen Rubens-Typen? Sicherlich nicht in der Frage, wie die Anoden- und Heizspannungen gewonnen wurden, d.h. ob aus Trafo oder aus der Netzspannung? Ab wann wurden denn hier P-Röhren verwendet, nur bei anderen neueren Modellen?

die Rubens unterscheiden sich zum einen durch die Bestückung der Kanalwähler. Es kann sein, dass Du noch einen mit der EF80 und ECC81 drin hast, also den Penthodetuner, oder den Nachfolger, der sogenannte Kaskodetuner mit der ECF82. Dann ist aufzupassen, welche Segmente im Kanalwähler stecken; denn seinerzeit wurden die Tuner je nach Standort in der DDR extrem sparsamst ausgestattet. Dann muss man aufpassen, ob noch u.U. die OIRT-Segmente drinstecken oder hoffentlich die CCIR-Segmente. Die Segmentnummern sind farbig codiert, anhand der Nummern und der Farben lässt sich herausbekommen, welche Sender (-kanäle) seinerzeit empfangen werden konnten. Ich habe ganz schön Aufwand treiben müssen, um mir das alles zu erarbeiten, denn der OIR-CCIR-Übergang "zur Norm des Klassenfeindes" vollzog sich fast klammheimlich... Und hoffentlich hast Du nicht ein Gerät erwischt, wo nicht einfach irgendwer irgendwas da reingesteckt hat; sei es aus Absicht oder halt einfach so.

Normalerweise sollte der Rubens aber längst auf CCIR-Empfang (also damals bereits!) umgerüstet und ZF-mäßig darauf abgeglichen sein. Ausnahme (wie bei meinem Rubens): Er ging noch zu OIR-CCIR-Umrüstzeiten kaputt und verschwand aus welchen Gründen auch immer unter einem Holzstapel, um erst Mitte der 90er Jahre dort wieder aufzutauchen...

Wenn Du Unterlagen zu diesem spannenden Thema ZF-Abgleich + OIR-CCIR-Umrüstung bzw. generell zum Rubens brauchst - bitte melden! Der von Dir gezeigte Schaltplan ist leider z.T. falsch. Das ist der Schaltplan aus dem grünen Fensehservice-Buch, stimmt's? Ich habe alle richtigen Original-Schaltpläne, das originale Service-Handbuch, sowie zusätzliche Hinweise da, die nur in Rafena-Unterlagen veröffentlicht wurden.

Weiter geht's: Die Rubens wurden mit unterschiedlichen Elkos bestückt. Mal waren es Einzel-, mal waren es Doppelelkos; je nachdem, was gerade verfügbar war.

Dann kann man grob anhand der Bedienknöpfe und der Bildrohr-Maske abschätzen, wann der Rubens das Licht der Welt erblickte...

Es kann (!) auch schon sein, dass Dein Rubens von Parallelton- auf Intercarrier-Empfang umgebaut wurde...

Sachsenwerk Radeberg = Rafena: Rembrandt -> Rubens -> Dürer (erster Intercarrier-Empfänger, vorher alles Paralleltöner) -> Patriot (Ulbrichts Ding). :)

Gruß Michael

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Penthode?


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BeitragVerfasst: Do Jul 14, 2016 15:48 
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Hallo, danke für deine Antwort und die angebotene Hilfe. Leider ruht das Projekt zur Zeit. Aber wenn ich mich daran mache, würde ich gern auf deine Erfahung zurückgreifen.

Den Schaltplan habe ich mir aus dem Netz besorgt und nicht weiter über verschiedene Versionen des Typs nachgedacht. Kannst du mir den korrekten zur Verfügung stellen?

Brauchst du Bilder vom Inneren, um einschätzen zu können, welchen Datums der FS ist? Die kann ich gern bei Gelegenheit machen, wenn ein Elternbesuch mal wieder ansteht. :)

Danke und VG,
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BeitragVerfasst: Do Jul 14, 2016 18:02 
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Hallo dela,

am besten ist ein Foto und zwar von hinten auf das Chassis, so dass man den Tuner sieht. Oder aber Du ziehst vom Tuner einfach mal die Röhren und schaust, was da drauf so kreucht und fleucht. Bzgl. der Segmente des Tuners siehst Du was, wenn Du einfach von unten (Bodenplatte gezogen) ins Gerät schaust und den Deckel des Tuners abnimmst, falls drauf: Da sind i.d.R. folgende Farbmarkierungen zu finden unter der Voraussetzung, dass der Tuner nicht verpfuscht wurde, also originalbestückt ist (!):

Rot: Penthode (EF80 und ECC81) oder Grün: Kaskode (ECC84 / PCC84 und ECF82 / PCF82) - OIR(T)-Norm (Bild-Ton-Abstand 6,5 MHz)
Gelb: Penthode (EF80 und ECC81) oder Weiß: Kaskode (ECC84 / PCC84 und ECF82 / PCF82) - CCIR-Norm (Bild-Ton-Abstand 5,5 MHz).

(Quelle: diverse Service-Unterlagen FE852 D/E Rembrandt 1955 bzw. FE855 Rubens C, C1, E, E1 1956, als die Geräte ausschließlich für die OIR-Norm produziert wurden. Dieser Zustand dürfte nach 1957/58 eigentlich so nicht mehr existieren, da ja sinnigerweise die meisten TV aus dem Zeitraum von 1953 bis 1956/57 umgerüstet wurden. Von Ausnahmen (siehe mein Rubens oben) abgesehen.)

Weitere Ausnahme: die UKW-Streifen, mit denen i.d.R. zwei Stellungen des Kanalwählers bestückt waren; da kannst Du mit dem Paralleltöner prima UKW hören. :)

Selten (aber möglich) findest Du auch auf den Tunern die Nummern:

FE852.309 = Penthodentuner. FE852 ist eigentlich Rembrandt, wurde aber übergangsweise anscheinend auch bei frühen Rubens verwendet
FE855.209 = Penthodentuner
FE855.409 bzw. FE855.409B = Kaskodetuner

Und um die Verwirrung komplett zu machen: auf den Kanalwähler-Segmenten von Hand eingekratzt = i.d.R. passend zur Norm der übrigen Farben. Und dann gibt es noch Leersegemente ohne Funktion...

Das alles hier in Gänze darzustellen, sprengt den Rahmen dieser Seite völlig, ist aber leider oder ungewollt und auch irgendwie lustig/spannend im Nachhinein zu sehen und gehört nun mal zur Geschichte dieser Glotzen, die man einfach lieb haben muss, dazu. Ich habe mich 2009 lange damit beschäftigt und einiges dazu auch geschrieben. Dank gebührt den damaligen Politikern der 50er Jahre in der DDR! :mrgreen:

Ach ja: ansonsten einfach hinten aufs Chassis schauen, was das Typenschild sagt. Ich tippe mal auf einen FE855 C oder C1. Gib' bitte mal auch für's Forum ein paar Fotos durch, was Du hast und ich schicke Dir den passenden Schematic. C ist eigentlich der Penthodentuner, C1 der Kaskodetuner. Laut Werk! Das nützt aber nichts, wenn mit den Jahren seinerzeit viele Geräte C auf den moderneren, weil besseren, Kaskodetuner umgerüstet wurden...

Gehäusefarbe? Nußbaum dunkel oder relativ schönes Hellbraun?

- -

Trotz Netztrafo liegt im ungünstigen Fall eine Phase der Netzspannung an Masse => Du weißt, was das bedeutet? Anschluß beim Reparieren oder Hantieren via Trenntrafo ist Pflicht, auch wenn sich die TV "Wechselstromgeräte" nennen. Ein reiner Allströmer FE855 D wurde m.W.n. nie gefertigt und war nur Entwicklungsgerät. (?)

Das Bildrohr wird so mit etwa 10 kV gefahren, bitte auch daran denken. :wink:

Soviel vielleicht erst mal für heute.

Ach, noch eines: P-Röhren hatte der Rubens m.W.n. nie. Keine Regel ohne Ausnahme: 1000 Geräte wurden mit einer PCL81 ausgeliefert statt der ECL81 (Vertikalgenerator und -endstufe, Rö13). P-Röhren tauchten vermehrt erst im späteren FE847 A "Patriot" auf. Selbst die erste "richtige" Intercarrierglotze FE855 G/H "Dürer" hatte E-Röhren.

Gruß Michael

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Zuletzt geändert von MichaelM am Fr Jul 15, 2016 11:50, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do Jul 14, 2016 19:32 
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Ich noch mal.

Hier mein Rubens:
Dateianhang:
Oly855A_s.jpg
Oly855A_s.jpg [ 174.17 KiB | 6740-mal betrachtet ]

Dateianhang:
Oly855A_innen_s.jpg
Oly855A_innen_s.jpg [ 170.49 KiB | 6740-mal betrachtet ]

Die Fotos sind vergleichsweise uralt, sie stammen aus meiner damaligen, nie veröffentlichten Sachsenwerk-Internet-Seite. Daher auch der Hinweis im unteren Foto auf den Bowdenzug zur Scharfeinstellung des Bildes (sic!).

Es handelt sich bei diesem Gerät um den 855C, dessen Herkunft ich oben beschrieben hatte. Der Apparat der damaligen Fernsehstube (auf dem Gehäuse rückseitiger Blech-Bepper "Rat der Gemeinde") meines Heimatdorfes im Hohen Fläming. :)

Ich habe das Gehäuse nur farblich aufgearbeitet und nicht geölt oder lackiert. Ich wollte es seinerzeit mangels Kenntnis und Fertigkeiten nicht mit irgendwelchen Techniken verunstalten, die ich nicht beherrschte. Heute würde ich wohl über ein Hartölen nachdenken oder einen Lackierer suchen, der mir das ordentlich lackiert.

Gruß Michael

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BeitragVerfasst: Fr Jul 15, 2016 10:42 
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Ein sehr schönes Stück. Der unaufgeregte Lack und die Farbgebung gefallen mir sehr. Und auch der Grill ist intakt und die Knöpfe original. Das ist bei meinem eher dunkelbraunen (nussbraun, wie du schriebst?) Stück nicht so. Die Knöpfe sind etwas anders, d.h. von einem anderen Modell "geborgt", da die originalen wohl Schwachpunkte waren und leicht kaputt gingen, wie mir der Verkäufer (älterer Fernsehtechniker) sagte, und auch der Grill ist leider nicht mehr da.... :cry:

Wenn dereinst die Technik wieder funktioniert, wollte ich mich auch ums Gehäuse kümmern, wenngleich ich denke, das bei dem doch filigranen Grill sicherlich nichts zu machen ist. Den müsste ich ja komplett Nachbauen oder ersetzen. Aber wo findet man heutzutage noch soetwas? War das Bakelit, Plastik oder Holz? Blöd, dass ich den FS nicht hier vor Ort habe. :angry: Durch deine Posts juckt es mir nun doch gewaltig in den Fingern...

VG,
dela

Hier Bilder von der Verkaufsanzeige. Mehr hab ich leider grad nicht.
Dateianhang:
1a.gif
1a.gif [ 143.08 KiB | 6725-mal betrachtet ]

Dateianhang:
2a.gif
2a.gif [ 108.11 KiB | 6725-mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: Fr Jul 15, 2016 11:39 
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Hallo dela,

die Knöpfe an Deinem TV wurden zwar offiziell ab "Dürer", "Clivia" & Consorten verbaut, man sieht aber dennoch viele Rubens mit diesen Knöpfen. Die, die ich dran habe, sind relativ zerbrechlich; insbesondere, weil man geneigt ist, die Madenschraube des Drehknopfes des fest rastenden Kanalwählers stramm anzuziehen, da sie nicht sooo besonders griffig sind.

Aber das passiert auch bei den mit der Zeit spröde werdenden Knöpfen, die Du dran hast...

Bzgl. Grill: Tja, ich hatte Glück, dass die Holzscheite des Schobers, in dem mein "Rubens" quasi versteckt war, den Grill nicht zerdrückt haben. Er besteht aus Bakelit. Nun kann man den aus Kunstharz nachgießen, aber ob sich der Aufwand angesichts der vielen "Rubens", die es nach wie vor noch gibt, lohnt? Ggf. macht es mehr Sinn, sich ein Zweitgerät anzuschaffen, schon der vielen Becherelkos wegen und ggf. weiterer Ersatzteile (Ablenkeinheit - die ging gerne durch, Zeilentrafo, auch Knöpfe, etc.).

Wenn bei Deinem TV der Sachsenwerk-Schriftzug unten von der Bildrohrmaske nicht abgefallen ist, dann hast Du augenscheinlich einen FE855 C1.

Ach ja: Hier steht viel mit Fleiß zusammengetragenes Wissenswertes zu Glotzen überhaupt und zu DDR-Glotzen insbesondere (links DDR - GDR anklicken). Zwar ist hier der Ton des Mannes teilweise ziemlich "á la BRD" - offenbar hat er im Geschichtsunterricht bei einigen Vokabeln gepennt - aber darüber können wir ja heutzutage großzügig hinweglesen. 8_)

Gruß Michael

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BeitragVerfasst: Mo Jul 18, 2016 16:28 
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Und ich noch einmal. Hallo dela,

ich habe mal in den Rafena-Kundendienst-Unterlagen geblättert bzgl. des von mir erwähnten Wechsels des Penthoden- auf den Kaskodetuner beim "Rubens".

In allen der verfügbaren Unterlagen ist zu lesen, dass sich das Sachsenwerk Radeberg vom zeitlich da reinfallenden Beginn bis zur entgültigen Beendigung der Umschaltung/Umrüstung aller damaligen DDR-Sender und DDR-TV von der OIR(T)- zur CCIR-Norm, einschliesslich des Wechsels des sogenannten Sonderkanales Dresden - also im Zeitraum von 1956/57 bis 1960 (!) - strikt geweigert hat, die neuen Kaskode-Tuner separat für "Rubens" auszuliefern.

Es wurde immer wieder betont, dass sinngemäß: "... keinerlei Ursache besteht, den Penthoden-Tuner gegen den Kaskode-Tuner umzurüsten und dieser auf keinen Fall separat ausgeliefert wird...".

Ob Mangel oder Zwang oder technische Nichtnotwendigkeit sei einfach mal dahingestellt. Wenn also nicht zu dieser kritischen Umstellungs-Zeit oder später ein findiger Fachman, ich schreibe jetzt mal, "illegal" den TV umgerüstet hat (weil Tuner plötzlich da waren, Vitamin B oder Westgeld oder was weiß ich), so kann man sicherlich mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die jetzt noch vorhandenen "Rubens" alle ihre Tuner ab Werk drin haben.

Ein eher nebensächliches Ding, aber beachtenswert, wie ich finde. Man muss tatsächlich konstatieren: Vorsicht mit "Rubens"-Service-Unterlagen aus dem kritischen Zeitraum 1956 - 1959/60 bzgl. zu Angaben der Senderfrequenzen (Kanäle) und Farben der Kanalwähler-Segmente.

Anbei noch Fotos meines Rubens, als ich ihn seinerzeit nach der Kondensator-Kur erstmalig wieder in Betrieb nahm. Das Bildrohr ist nur aufgelegt, das Spannband ist noch ab. Das Bild zeigt, dass der Ionenfallen-Magnet noch nicht korrekt justiert war ebenso wie die noch nicht sauber ausgerichtete Ablenkeinheit.

Gruß Michael

Dateianhang:
P_Glotze1.jpg
P_Glotze1.jpg [ 173.7 KiB | 6667-mal betrachtet ]

Dateianhang:
P_Glotze3.jpg
P_Glotze3.jpg [ 171.9 KiB | 6667-mal betrachtet ]

Dateianhang:
P_Glotze5.jpg
P_Glotze5.jpg [ 169.22 KiB | 6667-mal betrachtet ]

Dateianhang:
P_Glotze4.jpg
P_Glotze4.jpg [ 173.98 KiB | 6667-mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: Mo Jul 18, 2016 16:54 
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Hallo Michael,

irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass an dem Gerät etwas mit der Zeilenablenkung nicht so ganz stimmt. Könntest Du schon ein Antennensignal von einem Bildmustergeber einspeisen? Das würde schnell Aufschluss geben...

Bei mir steht schon seit einigen Monaten ein "Iris" in der Sammlung, an dem bereits ein fürwitziger Mitmensch herumgebastelt hat. Ob ich den nochmal ans Laufen bekomme, ist fraglich. Immerhin - das schöne runde Bildrohr hat noch eine sehr gute Emission, mit Müter BMR7 gemessen.


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BeitragVerfasst: Di Jul 19, 2016 8:30 
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Hallo Herbert,
rettigsmerb hat geschrieben:
...dass an dem Gerät etwas mit der Zeilenablenkung nicht so ganz stimmt. Könntest Du schon ein Antennensignal von einem Bildmustergeber einspeisen? Das würde schnell Aufschluss geben...

die Fotos sind schon fast uralt, es war die allererste Inbetriebnahme des "Rubens" (nachdem ich vorher beim "Rembrandt" mitansehen musste, dass ich dort einen z.T. angekokelten Zeilentrafo drin habe (und immer noch keinen Ersatz zur Hand habe) und den dann erst einmal beiseite gestellt habe). Inzwischen bringt "Rubens" über die Antenne ein fast (!) sauberes Schachbrett durch; das habe ich bloß nie fotografiert.

Der "Iris" hat eine runde Bildröhre? :?:

Gruß Michael

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BeitragVerfasst: Di Jul 19, 2016 9:27 
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MichaelM hat geschrieben:
Der "Iris" hat eine runde Bildröhre? :?:

Gruß Michael


Jawoll, das Bildrohr ist rund (B30M2)! Deshalb wollte ich die Kiste ja unbedingt haben, hehe :mrgreen:


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