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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Ausgangsüberträger EL84 für PCL82

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BeitragVerfasst: Sa Mär 28, 2020 4:08 
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Hallo Martin,

die Rückkopplung von der Anode auf das Gitter (über einen Widerstand und Koppel-C), stellt eine lokale Spannungs-Gegenkopplung dar, da das Ausgangssignal auf das Eingangssignal Phasen-entgegengesetzt rückgespeist wird. Dadurch wird die Spannungsverstärkung der Stufe verringert und gleichzeitig werden Verzerrungen (Klirr) gemindert.
Das Gegenkopplungsprinzip an sich ist ja in der Grundschaltung des MV3 auch schon vorhanden, allerdings in der Form, dass vom Ausgangsübertrager das Gegenkoppelsignal über einen Widerstand (R24 = 6.8k) zum Kathodenspannungsteiler der dritten ECC83 (von links) im Schaltplan geleitet wird. Dort passiert im Grunde Nichts anders, als das ein Phasen-invertiertes Ausgangssignal zurück geleitet wird, um Verzerrungen zu mindern. Hier läuft die Rückkopplung aber über mehrere Stufen hinweg.

Für die "einfache" Simulation mit LT-Spice ist es zunächst erst mal "nicht so entscheidend", wo der Lautstärkesteller sitzt. Ich hatte nur in Bezug auf Frequenzgang und Pegel simuliert. Dabei stellt der Lautstärke im Grunde nur einen Spannungsteiler dar, wobei sicherlich die Frequenzabhängigkeiten (Impedanz) im Zusammenspiel mit anderen frequenzabhängigen Bauteilen berücksichtigt werden.

Wenn man die Sache genauer wissen möchte, muss man hier "weiter ausholen". ... Der MV3 ist konzipiert für niedrige Eingangspegel. 30mV an Buchse 2 bzw. 100mV an Buchse 1 führen zu einer Vollausteuerung des Verstärkers. Bei so kleinen Eingangssignalen macht es durchaus Sinn den Lautstärkesteller erst nach einer Vorverstärkung einzusetzen. Es geht hier um den Signal-Rauschabstand (aber auch den Abstand von Nutzsignal zu anderen Störungen). Ein gewisses Rauschen ist in Verstärkern durch die Bauelemente mehr oder weniger immer vorhanden. Je niedriger das zu verstärkende Signal ist, um so größer ist der Einfluss des Rauschens (und auch von anderen möglichen Störungen (Brummen, etc.)) auf das Signal.
Signale mit kleinen Spannungspegeln sollte man daher nicht noch "künstlich" absenken, wie dies der Lautstärkesteller (direkt am Eingang positioniert) machen würde. Im Originalplan des MV3 werden die niedrigen Signale zunächst verstärkt und erst dann zum Lautstärkesteller (respektive Spannungsteiler) geführt. Nach der Vor-Verstärkung weisen sie einen Spannungspegel auf, der sich nun durch den Lautstärkesteller abschwächen lässt, ohne dass das Grundrauschen zu viel Einfluss hat.

Die Anordnung Lautstärkestellers in der Originalschaltung des MV3 hat aber auch einen Nachteil, weil im Gesamtverbund die Impedanz des Klangnetzwerkes durch den Steller beeinflusst wird.

Man kann auch Signal-/Rauschabstände und Signal-Fremdspannungsabstände (wenn man das Netzteil mit einbezieht) mit Spice simulieren, aber das ist dann doch etwas aufwändiger.

Munzel hatte daher die Anordnung des Lautstärke-Potis direkt am Eingang empfohlen. Wenn wir von Eingangsspannungen von mehreren 100mV (z.B. 500mV Amplitude) ausgehen, würde ich dies auch so empfehlen, da hier der Abstand von Signal und Rauschen schon ausreichend hoch ist.

Die Absenkung des Eingangspegels durch einen umschaltbaren Spannungsteiler kann man durchaus so machen. Aber wie gesagt, der Signalpegel an sich darf nicht zu niedrig werden, um den Signal-/Rauschabstand (bzw. auch den Signal-/Störabstand oder Signal-/Fremdspannungsabstand) nicht in kritische (bzw. unhandliche) Bereiche zu senken.

Ich würde mal vorschlagen, wir planen den Amp für Eingangssignale im Bereich 350 mV_eff bis 2 V_eff. 350 mV_eff direkt für Vollaussteuerung und 2 V_eff. über einen Eingangsspannungsteiler noch vorm Eingangslautstärkepoti. Der Faktor wäre dann ca. 0,17 was ca. 15,1 dB entspricht. Das kann man aber alles noch anpassen.

Deine Schaltung für einen Eingangsspannungsteiler ist im Grunde schon ganz richtig. Allerdings sind die Widerstandwerte viel zu hoch. Du musst davon ausgehen, dass moderne Zuspieler Ausgangsimpedanzen im Bereich von einigen hundert Ohm aufweisen. Moderne "smarte" Player sind nicht in der Lage "Lasten" im Megaohm ausreichend zu treiben.
Ich hatte bei USB-DACs und Batterie-MP3-Playern schon mit 220kOhm Eingangspotis Probleme. Die Halbleiter-Fraktion setzt in ihren Amps daher eher 10k-Potis ein. Das passt aber wiederum nicht so gut zu der hohen Eingangsimpedanz der Eingangsröhre. Ein guter Kompromiss aus meiner Erfahrung ist hier 47k, meinetwegen auch 100k als Gesamtwert des Eingangsspannungsteilers.

Ich habe mal die Simulation wie folgt geändert:
- 2te Röhrenstufe (aus der Originalschaltung) entfernt
- 1te Röhrenstufe mit lokaler Spannungsgegenkopplung versehen.

Im Anhang gezeigt ist die Transientensimulation für ein Eingangssignal mit einer Amplitude von 500mV bei 1kHz (Potis auf Max., wobei die Klangsteller bei 1kHz nicht/kaum wirken). Ich denke als Grundlage für eine weitere Diskussion hier, ist das schon mal verwendbar. Den Amp-Eingang für einen höheren Pegel (z.B. 2V_eff) könnte man dann mit einem Eingangsspannungsteiler versehen. Man könnte aber auch die lokale Gegenkopplung (der ersten Röhrenstufe) in Abhängigkeit der Höhe des zu erwartenden Eingangssignals auf einen anderen Wert ändern. Allerdings ist das Umschalten innerhalb der GK in der Praxis vermutlich nicht so einfach zu bewerkstelligen, da der Umschaltmoment berücksichtigt werden muss und auch Störeinstrahlungen auf Schalter und Leitungen.

Meine Simulation erreicht allerdings (bei wenig verformtem Ausgangssignal) im Augenblick "nur" ca. 9V x 1,3A / sqrt(2) / sqrt(2), was ca. 6 Watt Sinusleistung ergibt. Das ist relativ weit entfernt von den 12,5 Watt, die im Datenblatt des MV 3 angegeben sind.
Allerdings habe ich die Übertragerparameter auch nur Pi x Daumen eingesetzt. Der Link zu den Übertragern sagt leider nur etwas über Raa, wichtig für eine genauere Simulation wären die Induktivitäten und die DC-Widerstände der Wicklungen.

Bis hier hin erst einmal.

Viele Grüße
Steffen


Dateianhänge:
EL84_Gegentaktverstaerker_MV3_mit_Klangsteller_Transient_NeueVersionTest1.jpg
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BeitragVerfasst: Sa Mär 28, 2020 9:18 
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Radio Martin hat geschrieben:
Was mir an deiner Schaltung aufgefallen ist, du hast einmal eine Rückkopplung der Anode auf das Gitter sowohl bei der ersten Triode als auch bei der 2. Triode.

Das ist auch sehr zweckmäßig.

Radio Martin hat geschrieben:
Was mich nun interessieren würde wäre, wie sich das Auswirkt, wenn das Lautstärke Poti nun entweder unmittelbar nach der Ersten Triode sitzt (also dass der 220nF Kondensator und der 120k Widerstand auf das Poti gehen, der untere Anschluss auf Masse und der Schleifer auf die Klangregelung) oder unmittelbar vor der 2. Triode?

Das kann man ganz klar sagen: es kommt drauf an. Vor dem Klangregler wird es je nach Potistellung die Wirkung des RC-Klangregelnetzwerkes verändern, weshalb man hier konstante Widerstandsverhältnisse will.

Radio Martin hat geschrieben:
Und für die Eingangsempfindlichkeit: Viele Verstärker haben ja die Taste fpr -20dB. Bei Wikipedia habe ich gelesen, dass dies 1/10 der originalen Eingangslautstärke wäre, bedeutet bei 2Vss wären das dann 0,2Vss.

Wikipedia ist keine zitierfähige Quelle. Die Rechnung mit relativen und absoluten Pegeln muß einem in Fleisch und Blut übergehen.

Radio Martin hat geschrieben:
Ich hatte mir das so vorgestellt, dass man dann vor die erste Triodenstufe einen Spannungsteiler setzt mit einem 100M Ohm und einem 10M Ohm Widerstand vor dem Kondensator am Gitter, hierbei dann den 100M Ohm mit einem Schalter brückbar:

So hochohmig ist vom Rauschen und der oberen Grenzfrequenz her keine gute Idee. Außerdem hättest Du dann einen Spannungsteiler 100M Ohm / 991kOhm.

Ehe wir hier jetzt jeden Widerstand durchdeklinieren, wäre ich doch sehr dafür, Du bautest einfach den Verstärker versuchsweise auf.


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BeitragVerfasst: Mo Mär 30, 2020 13:07 
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Hallo Freunde,

Ich war die letzten Tage leider anderweitig beschäftigt und komme jetzt erst dazu, es zu lesen.

Mit den Angaben kann ich aber sehr gut arbeiten, ich würde dann das Poti vor die Vorstufe setzen, die 2. Vorstufe entfallen lassen und müsste dann halt für die EM eine weitere ECC einbauen, was aber auch kein Problem ist.

@Munzel
Das war nur mal so auf die schnelle reingeschaut, es müssen auch nicht genau -20dB sein, aber mit dem Teiler 1:10 klang schon recht plausibel bzw. brauchbar für die Schaltung.

Das mit der Größe der Widerstände wusste ich nicht, uns wurde damals gesagt, dass der Eingangswiderstand möglichst hoch sein soll, um das Signal nicht zu belasten. Kann man aber natürlich auch kleinere nehmen oder, wenn das Poti ausreicht auch ganz weg lassen.


Ich habe den Schaltplan noch einmal überarbeitet, und dabei die Klangregelung aus dem ECL82 Verstärker von Schiller übernommen:
https://cdn.discordapp.com/attachments/ ... nknown.png

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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 3:41 
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Hallo Martin,

ich habe mal mein LT-Spice bemüht ... Ganz so einfach ist der Austausch der Klangstufe nicht. Die aktive Klangstellung, die ich in meinem PCL82-Amp verwendet habe, benötigt doch mehr Spannungsverstärkung im gesamten System.

Um dennoch auf eine ausreichende Spannungsverstärkung zu kommen (Annahme wieder Amplitude des Eingangssignales 500 mV für Vollaussteurung), muss man an den Gegenkopplungen "schrauben". Zunächst habe ich die lokale GK des ersten Röhrensystems (für die Simu testweise) völlig weggelassen (in der Simulation R17 = 22 Meg, sprich keine lokale GK mehr vorhanden). Das erhöht die Spannungsverstärkung, aber leider auch die Verzerrungen. Weiterhin habe ich den GK-Widerstand vom AÜ (R16 auf 60k erhöht). Das mindert ebenfalls die Gegenkopplung und erhöht die Spannungsverstärkung. ABER gerade hier (GK vom AÜ zurück) ist eigentlich eine höhre GK besser, da Veränderungen am Signal, die der AÜ "bewerkstelligt", im Amp den größten Einfluss haben und die GK eben diese "ausbügelt". Beide Maßnahmen (GK Senkung) sind daher für den Amp eigentlich keine gute Idee.

Fotos der Simulation sind im Anhang. Ich fürchte für die aktive Klangstellung müssten wir doch wieder ein zusätzliches Röhrensystem vorsehen. Daher neige ich nach der Simulation dazu Dir die originale Klangstellschaltung des MV3 (mit einem Röhrensystem weniger) zu empfehlen, wie zuvor simuliert.

Du "müsstest" Dir auch noch einmal die Bodediagramme ansehen. Ich hatte bei meinem kleinen Amp damals mit Absicht nur einen eher kleinen Stellumfang der Klangsteller vorgesehen (Höhen und Tiefen Anhebung/Absenkung jeweils ca. 6 dB). Die "passive" Klangstellung im MV 3 (mit passiv meine ich, dass das Klangstellnetzwerk nicht in einer GK liegt, sondern als "Abschwäch"netzwerk gegen Masse mit nachfolgendem "Aufhol"vorverstärker realisiert ist) weist einen Stellumfang von +/-12 dB auf. Das ist deutlich mehr. Vorteil der "passiven" Anordnung des Klangstellnetzwerkes ist, dass beide Röhren (vor und nach dem Netzwerk) eine merkliche Spannungsverstärkung produzieren. Man hat somit im gesamten Amp Spannungsverstärkungsreserven, die sich für Gegenkopplungen nutzen lassen. Dafür ist aber die Symmetrie der Klangstellkurven im Vergleich zur aktiven Lösung eher "bescheiden" und die Sache ist insgesamt im Netzwerk hochohmiger.

Ich habe eben auch nur ein wenig in LT-Spice "probiert" und einige Parameter angepasst. Ansich ist der Weg zur Verstärkerauslegung ein anderer. Normalerweise sollte man schon im Groben die Stufen anhand der Kennlinien der Röhren zunächst grob auf Papier ausrechnen, beginnend bei den Endröhren in Zusammenhang mit dem AÜ, dann Step-by-Step nach vorn zu den Vorverstärkerröhren. Dabei muss man die Spannungsverstärkung, die der Amp insgesamt benötigt (in Abhängigkeit der zu erwartenden Pegel des Eingangssignales) im Auge behalten und auch Reserven für Gegenkopplungen vorhalten. Die Simulation prüft dann das Konzept und man kann noch etwas verfeinern.

Warum ich in der aktuellen Simulation (Bodediagramm) unter ca. 150 Hz so einen starken Pegel-Abfall habe, erschliesst sich mir gerade nicht. *grübel* An den Koppel-C's liegt es nicht.

Klangsteller sind nochmals etwas besonders, weil man auch an diesen viel Rechnen kann. Auch muss man immer die Absenkungen bzw. Anhebungen des Klangstellers beachten und deren Einfluss auf die Gesamtverstärkung des Verstärkers.

Daher noch die Frage: wie wichtig ist Dir die Klangstellung in Deinem Amp und welchen Stellumfang benötigst Du? Möglicherweise reicht Dir ja auch eine "gehörrichtige" Laustärkestellung (Loudness). Ich habe Loudness-Schaltungen schon bei einigen meiner kleinen Amps eingebaut und bin je nach spezieller Anwendung eigentlich ganz zufrieden. Loudness hätte den Vorteil, dass man diese ganz passiv vor die Eingangstufe setzen kann. Das würde Vieles vereinfachen. Einfach ausgedrückt macht die Loudness eine "Badewannen-Kurve", sprich die Mitten werden abgesenkt, Höhen und Tiefen werden dadurch präsenter. Je niedriger die Lautstärke, um so tiefer die "Badewanne". Bei maximaler Lautstärke ist die "Badewanne" dann fast nicht mehr vorhanden. Allerdings kann man mit Loudness Höhen und Tiefen nicht getrennt beeinflussen und die Sache ist perse lautstärkeabhängig.

Bis hier hin erst einmal.

Viele Grüße
Steffen


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EL84_PP_AktiverKlangsteller_Tran.jpg
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EL84_PP_AktiverKlangsteller_Bode.jpg
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Zuletzt geändert von Schiller72 am Di Mär 31, 2020 4:37, insgesamt 5-mal geändert.
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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 4:07 
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Als Ergänzung noch ... Klangsteller an sich sind insbesondere bei Röhrenamps "nicht ganz ohne". Ich hatte da vor 2 Jahren auch mein "Lehrgeld" "bezahlt", bzw. viel mehr Zeit investiert, als ich ursprünglich geplant hatte.
Dazu muss ich aber sagen, dass ich mangels Metallbearbeitungsmöglichkeiten (und auch weil ich Low-Budget-"Küchentisch"-Bastler bin :wink: ) i.d.R. mit Holz- und Hartfaserplatten (ggf. i.V. mit Plexiglas) für meine Gehäuse arbeite. Bei Metallgehäusen hat man vermutlich nicht ganz so viele Probleme.
Um den Amp "ruhig" zu bekommen (kein Brummen, keine Störungen durch "Annähern" mit der Hand, keine Schwingneigungen, etc.) musste ich das Klangstell-Netzwerk einschließlich Potis komplett kapseln (Cu-kaschiertes Basismaterial mit Zentralmasseverbindung). Die Zuleitungen müssen weiterhin möglichst kurze Wege aufweisen und geschirmt sein.
Fotos sind wieder im Anhang. Die "Sicherheitsnadeln" :mrgreen: am Klangstellmodul verbinden die Potiachsen mit Masse. Selbst die Achsen waren (ohne Masseverbindung) ein Problem.

Viele Grüße
Steffen


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Klangsteller-Modul.jpg
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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 7:56 
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Die aktive Klangregelung braucht zum Funktionieren aber davor eine Stufe mit geringem Innenwiderstand und danach eine mit hoher Verstärkung. Das ist nicht gegeben, wenn danach eine Stufe folgt, an deren Katode eine Gegenkopplungsspannung eingespeist wird.


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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 9:10 
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Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
@ Munzel:
- Zumindest für den (mir besser vertrauten) klassischen "Kuhschwanzentzerrer" (mit den Kond.-Poti-Kombinationen Richtung Masse) wäre die Eingangsstufe so niederohmig genug. Ist das mit diesem Entzerrer anders? Wer's ganz niederohmig haben möchte, schalte die vorhergehende Röhre als Katodenfolger. So hat es Sennheiser im VKS 604 ( = TFK V820 = PE HSV 60) gemacht.
- Der hier vorgeschlagenen Vorstufe würde ich mittels Katodenkondensator mehr Verstärkung (= keine GK) gönnen.

- Wieso habt ihr diesen Entzerrer überhaupt vorgesehen (wie heißt er noch?) Der war doch kaum gebräuchlich. Mir fällt als einziges Modell der Telewatt VS 55 bzw 56 ein.

- Generell frage ich mich, wieso konstruiert ihr hier mühsam eine individuelle Schaltung für Martin? Warum baut er nicht einfach eine (ggf. im Detail angepasste) Industrieschaltung von damals nach? Das wäre doch einfacher zum Sammeln von Erfahrungen und verspricht mehr Erfolg.

@ Radio Martin: In deinem letzten Schaltungsvorschlag fehlt der Koppelkond. vor dem g1 der ersten Triodenstufe.


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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 14:08 
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Als direkte Nachbauvariante einer aktiven Klangreglung in Form eines Vorverstärkers kann auch noch der Artikel "Line-Vorverstärker mit Klangsteller" vom Gerhard Haas im Elektor-Sonderheft "Röhren 1" (S. 28 bis 39) empfohlen werden. Vorgestellt wird dort aber eine "hybride Variante" mit Operationsverstärker zu Vorverstärkung. Dannach folgt eine PCL86. Eine Pegelumschaltung (-6dB, -12dB, -18dB und -24dB) per Widerstandsnetzwerk ist auch vorhanden. Vorteil an der Sache wäre, es gibt fertige Platinen-Layouts (wenn man denn mit Platinen arbeiten mag). Außerdem ist die Schaltung erprobt. Da die Schaltung in einer Kauf-Zeitschrift publiziert ist, traue ich mich nicht so recht hier eine Kopie als Bild einzustellen.

Ansonsten empfehle ich auch noch den Artikel "A Tone Control You Can Love" aus dem Beitrag "Designing and Building Audio Amplifiers - Practical Tone Control Circuits" (Klick). Hier ist besonders die Schaltung 6.1 (Baxandall Inside a Feedback Loop) interessant.


Dateianhänge:
Dateikommentar: [Quelle: url=http://www.angelfire.com/electronic/funwithtubes/Amp-Tone-A.html (Schaltung 6.1 (Baxandall Inside a Feedback Loop))]
A_Tone_Control_You_Can_Love.jpg
A_Tone_Control_You_Can_Love.jpg [ 47.16 KiB | 507-mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 15:44 
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Also wäre demnach das hier die beste Variante?
Wäre zumindest am nähesten am MV3:

https://cdn.discordapp.com/attachments/ ... nknown.png

Nur würde ich das Lautstärkepoti dann vor die Eingangsstufe setzen:

https://cdn.discordapp.com/attachments/ ... nknown.png

Edit:

Habe ganz vergessen noch was auf die Frage zur Klangregelung zu antworten :oops:

Also ich möchte schon eine Regelung der Tiefen und Höhen haben, mit denen ich diese fast komplett rausfiltern kann bis zu voll einfügen, also quasi wie beim Radio. Eine gehörrichtige Lautstärke will ich auf keinen Fall, das stört mich bei den Radios schon sehr. Wenn man mal ein Signal hat, das etwas leiser ist und die Lautstärke dann am Gerät selbst erhöht klingt es dann nicht mehr schön. Ich will den Ton selbst an die Lautstärke anpassen können.

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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 18:38 
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Hallo Martin,

ich würde die Variante nehmen, die wir vor der aktiven Variante aus meinem PCL82-Amp besprochen haben, im Grunde also die Ursprungsschaltung des MV3, nur eben mit einer Röhrestufe weniger, einer lokalen Spannungsgegenkopplung beim ersten Röhrensystem und dem Lautstärkesteller am Eingang. Diese Variante hatte im Simulator halbwegs gepasst und Feintunen kann man immer noch, wenn der praktische Aufbau steht.
Die aktive Variante der Klangstellung "einzubauen" würde dann doch fast eine komplette Neuentwicklung des Amps bedeuten, so dass die Variante dann mit dem ursprünglichen MV3 nicht mehr all zu viel gemeinsam hat.

Ich habe noch mal einen umschaltbaren Eingangsspannungsteiler ergänzt. So oder ähnlich kannst Du dann mehrere Eingangsquellen mit verschiedenen Pegeln nutzen. Man kann hier natürlich auch verschiedene / getrennte Eingangsbuchsen mit festen Spannungsteiler vorsehen.

Viele Grüße
Steffen


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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 19:29 
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Das mit den verschiedenen Lautstärkestufen ist schon ne schöne idee, allerdings würde ich das lieber auf einen einfachen Teiler mit 100% und 50% oder so reduzieren, damit das einfacher wird. Ich würde den Verstärker optisch gerne Symetrisch aufbauen, dabei dann vorne 4 gleiche Kippschalter für EIN/AUS; VU-METER EIN/AUS; Kanal 1/2 und halt Lautstärke dimmen.

Dann würde ich das so aufbauen:
https://cdn.discordapp.com/attachments/ ... nknown.png

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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 21:55 
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Hallo Martin,

in Deinem Plan fehlt noch die lokale Spannungsgegenkopplung (Anode zu Gitter) an der ersten Röhrenstufe.

Viele Grüße
Steffen


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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 21:58 
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Oh hoppla, das habe ich vergessen.

Wie groß ist R17 denn? Ich erkenne die erste Zahl nicht so gut, würde jetzt sagen 180k

Gut dann werde ich den Testweise einmal so aufbauen. Das kann nur ein wenig dauern, weil ich zurzeit noch ein paar Sachen bezahlen muss, aber die Trafos werde ich mir auf jeden Fall schonmal besorgen.

Grüße
Martin

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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 22:17 
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Ja die Werte im Schaltplan sind nach dem Bildexport und der Komprimierung fürs Forum leider nicht so gut zu erkennen. R17 ist 390kOhm. R17 bestimmt mit R12 (1k) den Grad der lokalen Spannungsgegenkopplung.

Es kann sein, dass Du an dem Verhältnis R17 zu R12 am realen Aufbau noch etwas ändern musst, je nach Höhe der verwendeten Eingangssignale.

Bau den Amp ruhig testweise mal so auf. Verfügst Du über ein Oszilloskop und einen Signalgenerator?

Viele Grüße
Steffen


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BeitragVerfasst: Di Mär 31, 2020 22:40 
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Oszilloskop habe ich, als Signalgenerator würde ich eine App auf dem Handy nehmen, diese kann Sinus/Dreieck und Rechteck Signal und man kann Frequenz und Amplitude einstellen.

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