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 Betreff des Beitrags: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Mi Apr 08, 2020 22:49 
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Hallo,

Ich bin günstig an einen Dynacord Gigant gekommen der noch nicht verbastelt aussieht und wieder in Betrieb genommen werden soll.
Vorerst suche ich die passende Bedienungsanleitung. Die pdf "Gigant and MV160 servicebook (1970)" habe ich mir bereits geladen. Leider habe ich nicht viel über eine Restaurierung dieses Gerätes finden können. Ich würde mich freuen wenn jemand etwas in seinen Unterlagen finden würde.
Ansonsten werde ich sicher noch einige Fragen haben und freue mich auf Eure Hilfe.

Gruß Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Do Apr 09, 2020 8:19 
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Hallo,

Petzi hat geschrieben:
HLeider habe ich nicht viel über eine Restaurierung dieses Gerätes finden können. Ich würde mich freuen wenn jemand etwas in seinen Unterlagen finden würde.

die Werkstattanleitung ist doch erschöpfend. Mehr gibt es da nicht.


MfG
Munzel


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Do Apr 09, 2020 9:23 
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Hallo Gerd,

ein paar Bilder und ein Schaltplan würden uns auch weiterhelfen.

Viele Grüße
Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Do Apr 09, 2020 11:29 
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Hallo Munzel,

Zitat:
die Werkstattanleitung ist doch erschöpfend. Mehr gibt es da nicht.
Ich habe dieses http://www.peel.dk/Dynacord/pdf/Gigant%20and%20MV160%20servicebook%20(1970).pdf gefunden was natürlich sehr hilft aber ich dachte es gibt noch eine Bedienungsanleitung für Dummis in der die Bedienung für Laien beschrieben ist.
Hallo Frank,
Wovon möchtest Du Bilder sehen? Das Gerät ist ausgebaut und grob gereinigt. Die Netzteilelkos sind formiert und unauffällig.Die Anodenspannung habe ich am AÜ abgetrennt und nur das Netzteil längere Zeit laufen lassen. Die Anodenspannungen,G2 Spannung, Gittervorspannung sowie die Transistorspannungsversorgung sind wie im Plan angegeben vorhanden. Ach so, den Spannungswähler habe ich auf 240V gestellt. Der Ladeelko C2=2x50µF wurde offensichtlich schon mal gewechselt.
Bevor ich die volle Spannung auf die Endstufe gebe wüßte ich gerne ob ich vorsorglich,aus Sicherheitsgründen, generell die Koppelkondensatoren oder irgendwelche anderen Teile wechseln sollte. Oder sind die Teile bei Dynacord erfahrungsgemäß unauffällig?
Vielen Dank erst einmal und

Gruß Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Do Apr 09, 2020 11:42 
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Servus,
Also zumindest die Koppelkondensatoren in der Endstufe würde ich vorsichtshalber wechseln, wie man bei den Amis sagt: preventive maintenance.

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Gruss aus Trient,
Volker
http://luxkalif.de.tl/


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Do Apr 09, 2020 11:58 
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Petzi hat geschrieben:
ich dachte es gibt noch eine Bedienungsanleitung für Dummis in der die Bedienung für Laien beschrieben ist.

Das hat es von Dynacord sicher mal gegeben, ist aber auch schnell erklärt. Du hast 6 Eingangskanäle, jeder verfügt über eine Pegel- sowie Höhen- und Tiefenregelung. Dann hast Du noch einen weiteren Pegelregler für die Effektschiene. Darüber kannst Du an den Gigant ein Hallgerät anschließen. Das Hallsignal wird dann vor dem Summenverstärker wieder mit zugemischt. Dann folgen Summenlautstärken- sowie Klangregelung.

Bei den Ausgängen ist zu beachten, daß der angegebene Ohmwert den Abgriff kennzeichnet. Wenn Du also die Bücken auf 4 Ohm steckst, kannst Du an den Gigant vier Lautsprecher zu je 16 Ohm anschließen.

Wenn Du Dir einen Gefallen tun willst, dann ersetze die ganzen Plasteelkos. Das ist genau so ein Schutt wie die Schneemänner, die in der DDR gebaut wurden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Do Apr 09, 2020 12:31 
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Hallo,

mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind die vier Einstellpotis für die Ug1 total marode. Auf jeden Fall erneuern.
Wie Munzel schon sagte, die Rödersteintöpfe werden auch am Ende sein. Auch oft defekt die Transistoren der Kapazitätsmultiplizierer. (Platine 85005, T500 - T506)
Ah ja, die Schirmgitterwiderstände der EL34. Es gab eine Serie vom Gigant da waren 1K Widerstände verbaut. Wurde dann aber auf 2K2 geändert. Falls in Deiner Kiste die 1K Widerstände verbaut sind solltest Du die durch 2K2 Widerstände ersetzen.

Gruß
Micha

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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Do Apr 09, 2020 17:35 
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Und, wichtig, die Widerstände an Katode und g2 nicht leistungsmäßig überdimensionieren. Die sollen ja im Fehlerfall abbrennen können.

Insgesamt sind das dankbare Reparaturobjekte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Fr Apr 10, 2020 0:38 
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Hallo,

Da ich den Verstärker beim Netzteil und der Endstufe beginnend Stück für Stück in Betrieb nehmen möchte habe ich die Leiterplatte 89001 ausgebaut um die Koppelkondensatoren und Regler zu wechseln.Es sind je 2x630V und 2x160V als Koppelkondensatoren verbaut.Muß ich bestimmte Typen wählen oder kann ich diese https://de.aliexpress.com/item/32783114183.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.516b4c4dHqLxzS nehmen weil vorhanden?

Die G1 und G2 Widerstände werden noch die originalen sein.An den G2 der EL34 sind 2,2k / 5W verbaut. Die Katodenwiderstände sind 2W Typen.
Ich mache heute noch ein Bild. Die Einstellpotis für die Ug1 sehen eigentlich nicht marode aus und die Schleifer haben noch eine kräftige Federspannung. Die Transistoren T500 - T506 habe ich noch nicht kontrolliert. Für die Rödersteintöpfe muß noch Ersatz bestellt werden. Das wird ja noch 'ne Wechselorgie die aber sein muß. Es eilt ja alles nicht und der Garten wartet auch noch. also Stück für Stück.

Gruß Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Fr Apr 10, 2020 9:20 
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Hallo,
du kannst bei Kondensatoren immer eine höhere Spannungfestgkeit nehmen, aber niemals eine geringere. Die Kondensatoren im Link sollten also in Ordnung sein.

------

_________________
Schöne Grüsse,
Alex :hello:


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Fr Apr 10, 2020 9:30 
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Die Koppelkondensatoren sind gute Folientypen. Wieso willst Du die wechseln?
Wichtiger: auf der Endstufenplatine sitzt ein Einweggleichrichter für die Gittervorspannung, schau mal ob das bei Dir noch so ein Selendings ist, den würde ich gegen mindestens eine 1N4003 (lieber 1N4004) tauschen.
Die lausigen Plasteelkos hatte ich ja schon gesagt: davon gibt es in dem Gerät sehr reichlich.
Ach ja, noch was: nicht jede moderne "EL34" wird im Gigant funktionieren, weil sie keine Anodenspannung von 800V verträgt. Aber: eine EL34 muß Ua=800V vertragen.


Zuletzt geändert von Munzel am Fr Apr 10, 2020 10:49, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Fr Apr 10, 2020 10:48 
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Hallo Gerd,

spendiere jedem Einstellpoti für die Ug1 noch einen 220K Widerstand.

Bild

und wenn Du schon am erneuern der ganzen Rödersteiner bist kannst Du die BC147 auf den Vorstufenplatinen durch BC549
ersetzen. Dann rauscht`s nicht mehr ganz so dolle.

Gruß
Micha

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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Fr Apr 10, 2020 10:58 
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Registriert: Di Mai 12, 2009 18:09
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Der BC549 hat zuwenig Uceo. Der BC550 ist da besser, auch vom Rauschen her, was aber nicht viel nützt, weil die Schaltungsumgebung für BIP viel zu hochohmig ist. Deren hervorragenden Rauschwerte sind nämlich nur bei niederohmigen Quellwiderständen gegeben.
Wenn man das Rauschen des Gigant / Eminent wirklich senken will, wird man nicht umhinkommen, die Stelle, die das Rauschen signifikant erhöht (Summationsverstärker) auf JFET umzukonstruieren.
http://www.elektronikinfo.de/strom/tran ... uschen.htm


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Fr Apr 10, 2020 14:21 
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Wohnort: 47877 Lavendel-Traumland (NRW)
Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
… falls sich in dem Verstärker die Sicherung Si900 befindet, sollte man sie aus dem gleichen Grund überbrücken, wie das von Micha vorgeschlagene Nachrüsten der 220k Widerstände in der Gittervorspannungseinstellung. (Lt. SB soll sich diese Sicherung jedoch nur in Geräten für Schweden befinden - aber wer weiß?) Die Gabelfederkontakte der Sicherungen oxydieren gerne und (oder) verlieren ihre Spannkraft.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dynacord Gigant wiederbeleben
BeitragVerfasst: Fr Apr 10, 2020 16:03 
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Registriert: Mi Apr 28, 2010 12:23
Beiträge: 809
Hallo,
Zitat:
Die Koppelkondensatoren sind gute Folientypen. Wieso willst Du die wechseln?

Danke Munzel,die bleiben drin.Statt des Selendings ist eine Diode BY127 verbaut.Der lausige Plasteelko wurde gegen einen Frolyt 100µ/16V getauscht. Leider habe ich keine 100V Elkos für die G1 Spannung. Die alten habe ich hochgelötet und an mein Statron303/1 Röhrennetzteil mit 100 Volt beaufschlagt und nach kurzer Zeit einen Reststrom von 25 und 30 µA gemessen. Kann ich die erst einmal drin lassen? Der Sicherungshalter wurde auch erneuert. Danke für den Hinweis auf die Schutzwiderstände. Das hatte ich mir schon bei Peter (Glaubnix) abgeschaut.Die Widerstände werde ich auf die Leiterseite löten um nicht bohren zu müssen. Platz ist ja genügend.
Wie es mit den Röhren aussieht weiß ich noch nicht aber ich habe noch einige unbenutzte von RFT. Verbaut sind mit Ungarn gestempelte bei denen ich vermute das es RFT Röhren sind ? Sie sehen jedenfalls genauso aus.
Hier noch einige Bilder.

Gruß Gerd

Ps. Das mit den Bildern muß ich wohl noch üben.
PPs. Danke Peter, ich hatte Deinen Beitrag noch nicht gesehen.Ja,richtig,das wechseln des Sicherungshalters hätte ich mir natürlich sparen können.Aber als Anfänger kommt man nicht darauf :danke:

Ach so noch was. Hier werden die Schutzwiderstände mit 220k angegeben und im Vorschlag von Peter im Eminent sind es 470k. Wie kommt man auf diese Werte? Oder sind die unkritisch?
Vielen Dank für Eure Hilfe :super:


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