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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Schaub Lorenz "Weekend T30K" Wie zerlegen?

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BeitragVerfasst: Di Mär 24, 2020 21:23 
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Hallo Freunde,

Ich habe vor 2 Wochen ein Schaub Lorenz Kofferradio gefunden (Tatsächlich in meinem Regal hinter einem Nordmende Rigoletto), über das ich nichts mehr Wusste. Beim Einschalten war ich sehr überrascht, dass tatsächlich Batterien drin waren und es Laute von sich gab, allerdings nur kratzen und knacken von den Tasten.

Auf MW und LW habe ich auch empfang, aber auf UKW kommt bis auf das Knacken leider nicht viel, deswegen will ich es einmal auseinander nehmen um es mir von Inneren anzuschauen und die Kontakte einmal zu säubern.

https://www.radiomuseum.org/r/schaub_weekend_t30k.html

Ich habe die Schrauben unten entfernt und das Batteriefach abgenommen. Die beiden Knöpfe oben habe ich auch entfernt, wobei ich leider festgestellt habe, dass beide gebrochen sind.

Soweit ich erkennen kann, wird es einfach wie üblich nach unten rausgezogen und die Skala bleibt im Gehäuse.
Nun komme ich aber an meine Mechanischen Grenzen, ich bekomme das Chassis nicht aus dem Gehäuse... Vielleicht weiß jemand, ob da noch eine versteckte Schraube ist?

Grüße
Martin

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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 0:02 
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Den Batteriehalter braucht man nicht abbauen, er bleibt mit dem Chassis verbunden.

Dateianhang:
Weekend1.JPG
Weekend1.JPG [ 104.51 KiB | 566-mal betrachtet ]

Dateianhang:
Weekend2.JPG
Weekend2.JPG [ 77.02 KiB | 566-mal betrachtet ]


Danach sieht das aus wie auf den Bildern hier:
https://www.radiomuseum.org/r/schaub_weekend_t30k.html

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 9:15 
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Moin Martin,

das mit den Schrauben hat Lutz ja schon so schön dokumentiert, dem ist nichts hinzuzufügen.

Warum geht er trotzdem nicht auf. Es klemmt bei den Geräten eigentlich immer im Bereich der Antennendurchführung, hier hat sich über die Jahrzehnte Staub und Dreck abgelagert, die Antennen sind leicht oxydiert etc.
Ziehst Du jetzt am Gehäuse klemmen die weißen Antennbuchsen, ziehst Du mehr, verwindet sich der Träger im Radio und es klemmt noch mehr. Mache Dir mal etwas Spüliwasser und streiche damit die Antennen und die weißen Buchsen ein. Nach einer gewissen Einweichzeit stellst Du das Radio auf den Tisch, hakst die jeweiligen Zeigefinger deiner Hände unter die Schrauben des Tragegriffes und drückst mit dem Daumen auf die Antennen, das ging dann bei mir eigentlich immer problemlos auf.

Kontakte reinigen ist schon mal nicht verkehrt, z.B. mit Teslanol T6, schaue Dir aber auf jeden Fall die Deac Zelle an, die dürfte platt sein, dann kommt auf UKW auch nichts.

Beste Grüße

Peter

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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 10:23 
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Hallo,

Danke für die Hilfe, ich hab es nun raus bekommen. Die rechte Buchse der Antenne war etwas verbogen, die musste ich gerade biegen und dann ging es, wenn doch noch recht hackelig, durch.

Den Batteriehalter hat wohl mal jemand abgeschraubt, ich habe ihn gestern auch wieder an das Chassis geschraubt, wie es soll.

Der Tragegriff fehlt leider.

Das Kracksen und Knacken kommt von einem Poti um die Gleichspannung an einer Stabi Zelle einzustellen. Leider ist das sehr stark oxydiert und überdreht auch, ich denke dass ich das am besten tausche.

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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 11:31 
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Moin Martin,

sehr schön. Mit dem Poti wird allerdings keine Spannung der Stabizelle (Deac Zelle) eingestellt, sondern der Ruhestrom der Endstufe, in diesem Fall 6mA.

Beste Grüße

Peter

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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 11:47 
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Oh ok, aber wenn ich dadran drehe kann ich die Spannung verändern.
In der Anleitung steht was von 1,4V und Ton bekomme ich zwischen 1,2-1,5V. Bedeutet das, dass das nicht so sein soll?
Um ehrlich zu sein hab ich von so einem Teil bisher nie was gehört, dachte erst das sein eine Knopfzelle.

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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 12:27 
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Wenn Du die Anletung genau liest, steht dort, man soll die Spannung von ca. 1,4 V an der Stabizelle prüfen, bevor man mit der Einstellung beginnt. Denn diese Spannung ist eine Voraussetzung dafür, dass die Einstellarbeiten wie vorgesehen möglich sind.

Mit R213 (neben der Stabizelle) wird, wie Peter schon geschrieben hat, der Ruhestrom der Endstufe eingestellt. Wenn die Spannung an der Stabizelle darauf reagiert, ist sie höchstwahrscheinlich defekt (wie eigentlich inzwischen immer bei diesen Geräten). Ersatz durch zwei in Reihe geschaltete Dioden und parallel dazu einen Elko mit einer Kapazität ganz grob im Bereich von 100µF.

Dann gibt es noch ein zweites Poti, R227. Das sitzt weit von der Stabizelle entfernt, damit wird die Basisvorspannung von T202 im ZF-Teil eingestellt. Meinst Du dieses? Statt auf die angegebene Spannung von 1,45V am Emitter von T201 kann man auch auf besten Empfang abgleichen bzw. auf die Mitte des Einstellbereiches, in dem der Empfang einwandfrei ist, das läuft aufs Gleiche hinaus.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 12:48 
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Hallo Lutz,

An R327 habe ich nichts verändert, das habe ich alles so gelassen wie es war.

Aber wenn ich an R313 drehe verändert sich die Spannung von knapp über 0 bis zu ca. 3V. Dann werde ich diese erstmal gegen Dioden tauschen und ein neues Poti einsetzen.
Ich hoffe dass das übersteuern des Verstärkers dann auch weg ist.

Grüße
Martin

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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 13:40 
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Wenn sich die Spannung beim Verstellen des Potis stetig verändert, ist es in Ordnung und braucht nicht erneuert werden.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 13:57 
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Also ist es doch richtig, dass ich die Spannung an der Stabizelle verändern kann?

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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 14:12 
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Nein, das habe ich auch nicht geschrieben.

Was macht eine Stabizelle? Wie der Name schon sagt, stellt sie eine stabilisierte Spannung bereit, die in diesem Fall bei 1,4V liegen soll. Wenn Du diese Spannung, egal wie, im Bereich von 0 bis 3 V verändern kannst, ist sie also defekt.

Meine Bemerkung bezüglich der stetigen Veränderbarkeit der Spannung war etwas allgemeiner und bezog sich auf das Poti selbst, das ja noch funktionieren muss, sonst könnte man damit keine Spannung einstellen.

Das Poti hat mit der Spannung an der Stabizelle eigentlich nichts zu tun. Es sitzt nur räumlich unmittelbar daneben. Wenn Du die Stabizelle auslötest, wirst Du wahrscheinlich feststellen, dass die Platine in diesem Bereich durch die ausgelaufene Stabizelle total eingesaut ist. Das bewirkt Feinschlüsse zwischen benachbarten Leiterbahnen, was der Grund dafür sein könnte, dass das Poti die Spannung der Stabizelle beeinflusst. Oft sind auch Leiterbahnen weggefressen und unterbrochen. Das musst Du säubern und reparieren.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 14:17 
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Achso jetzt verstehe ich.

Das Poti funktioniert grundsätzlich schon noch, aber es hat sehr starke kontaktschwierigkeiten. Ständig prasselt und knackt es und verändert sich auch ab und zu, dass dann der ton weg ist und irgendwann widerkommt.

Es ist auch sehr stark korrodiert und komplett grün angelaufen. Ich schätze das komplett wieder zu reinigen ist deutlich mehr aufwand als ein neues einzubauen.

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BeitragVerfasst: Mi Mär 25, 2020 14:52 
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Ich habe die Stabi Zelle nun gegen 2 Dioden getauscht, jetzt bleibt die Spannung schon bei 1,36V.
Allerdings kann ich den Ruhestrom nicht wirklich groß ändern, er liegt zwischen 16,5-18mA und ich komme nicht nidriger.

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