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BeitragVerfasst: Sa Mär 28, 2020 11:08 
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Hallo zusammen,
ich habe jetzt folgende Bauteile überprüft:

C49 ist in Ordnung und hat einen Widerstand > 20 Megaohm. R36 ist ebenfalls in Ordnung und liefert bei einseitigem Ablöten im Betrieb keine Veränderung (falls eine falsche Basisspannung aus dieser Richtung kommen sollte). Die Widerstände R49 und R47 sind auch beide in Ordnung und liefern die Sollwerte.
Testweise habe ich das Abschirm-Beinchen von AF125 abgelötet, falls ein Kriechstrom im Transistor vorliegen sollte und der Emitter gegen Masse geschaltet ist. Hat aber keine Veränderung gezeigt. Ein testweises Ablöten des Drahts am Kontakt Ub3 hat auch keine Änderung gezeigt.

Der Tastensatz an Ub2 Ub3 funktioniert ordnungsgemäß, allerdings tritt der Fehler auch unabhängig von der Stellung dieses Schalterkontakts auf.

Nach meiner Meinung scheiden alle geprüften Teile als Ursache des Fehlers aus und ich verstehe nicht, wo der hohe Spannungsabfall über R49 bei MW (ca. 4,8 Volt!) und R49/R49 bei UKW (ca. 3,2 Volt) herkommt. Da muss doch folglich ein viel zu hoher Strom fließen (nach I = U/R). Komisch ist auch, dass bei gestörtem Empfang an der Basis nur 0,6 Volt (MW) und 1,1 Volt (UKW) Gleichstrom anliegen, bei richtigen Betrieb sind es ein paar Volt mehr (4,5 V bei UKW und 4,9 V bei MW).

Folgende Fragen müssen geklärt werden:

1) Was könnte den viel zu großen Spannungsabfall erklären?
2) Wo kommen im richtigen Betrieb die ca. 4,5 Volt an der Basis eigentlich her? Die Strecke über R36 und R50 hat zwei große Widerstände, da kommt kaum was durch und C48 blockiert Gleichspannungen. (Vielleicht habe ich auch Blödsinn gemessen, da ja ein hochfrequenter Wechselstrom überlagert).
3) Kann der Fehler auch auf der Kollektorseite liegen?

Das ist im Moment alles etwas unbefriedrigend. Bin gespannt, was für Ideen ihr dazu habt.

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Grüße, Felix


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BeitragVerfasst: Sa Mär 28, 2020 12:48 
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Prüfe mal die Spannung an V10. Diese soll konstant ca. 1,4 V betragen. Wenn sie im Fehlerfall größer wird, hat dieser Stabi eine zeitweilige Unterbrechung. Ersatz ist durch zwei in Reihe geschaltete Siliziumdioden möglich,

Lutz


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BeitragVerfasst: Sa Mär 28, 2020 16:13 
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Hallo Lutz,

laut Schaltplan sollen über V10 +0,95 Volt abfallen, hier messe ich +1,20 Volt. Wo kommen denn die 1,4 Volt vor dir her?
Weiter messe ich am im Schaltplan oberen Ende von V10 gegen Gehäuse-Masse +3,62 Volt und am unteren Ende +4,82 Volt.
Vom Ausgang, der Richtung Basis des T3 geht messe ich (Plus am Ausgang V10, Minus an Basis) 2,00Volt. Meinst du diesen Wert?

Grüße,
Felix

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BeitragVerfasst: Sa Mär 28, 2020 18:44 
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1,4 V ist die Nennspannung des Bauteils. Offensichtlich wird es mit geringerem Strom betrieben, dadurch die niedrigere Spannung. Die Angabe 0,95 V im Schaltplan habe ich übersehen.

Hast Du die Messung gemacht, als das Radio spielte oder als es nicht spielte? Wenn letzteres, scheidet das als Ursache für die im Fehlerfall völlig falschen Spannungen am Transistor TR3 aus.

Lutz


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BeitragVerfasst: Sa Mär 28, 2020 22:27 
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Hallo,
die Messung erfolgte, als der Empfang nicht ging.
Ich vermute mittlerweile, dass irgendwo ein Kurzschluss vorliegt, der einen Großteil des Signals an Transistor 3 auf Masse legt, deswegen der hohe Stromfluss und die zu niedrige Spannung an der Basis. Über R47 und R49 fällt ja viel zu viel ab, am Emitter sind dann noch etwas mehr als 1 Volt übrig. Ich werde morgen mal den Emitter ablöten und schauen, ob dann immer noch zu viel Spannung über den Widerständen abfällt. Falls ja, ist der Fehler bei R47 und R49 zu suchen, falls nicht, irgendwo "hinter T3".
Was mich auch stutzig macht ist, dass rechts von R111 (direkt hinter dem Widerstand in Richtung Bandfilter) ich einen Widerstand von 0 Ohm auf Gehäusemasse messe, unabhängig, ob MW oder UKW.
Das kann doch sicher so nicht stimmen, ich finde im Schaltplan keine direkte Verbindung auf Masse und erkenne auch keinen Sinn dahinter.
Kann es sein, dass irgendwo in einem der Bandfiltergehäuse ein Draht das Gehäuse berührt und so alles "erdet"? Ist natürlich bis jetzt noch Spekulation, aber habe ich eine Verbindung, die ein Gleichstrom aus dem Multimeter von R111 ausgehend nehmen kann, und die direkt auf Masse geht, übersehen?

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Grüße, Felix


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BeitragVerfasst: Sa Mär 28, 2020 23:29 
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Vermutlich muss es 0 Ohm gegen Masse hinter dem R111 sein.
Denn von dort geht es über L81 und L91 und L43 nach Masse, wenn ich mich nicht irre.
Und da die Spulendrähte meist einen Widerstand nahe 0 Ohm haben, warum also nicht 0 Ohm?


Solche Effekte, die Du beschreibst, dass nach kurzem Berühren mit dem Schraubenzieher plötzlich alles bleibend besser oder auch bleibend schlechter wird, habe ich in der Vergangenheit verschiedenemale beobachtet, und ließ sich teils durch Austausch eines "halbkaputten" Transistors beheben. Das bedeutet nicht, dass ich sicher bin, dass der Effekt auch bei Dir von einem "halbkaputten" Transistor kommt. Aber es käme infrage. Solche "Halbkaputten" Transistoren haben dann veränderte Werte, die sich mit einem kurzen Stromstoß noch hin- und herändern können. Alles schon erlebt. Oft leidet die HF-Verstärkung mehr als die Gleichstromwerte erahnen lassen.

Ebenso infrage kommen unsaubere mechanische Umschalt-Kontakte (Du meinst ja, das ausschließen zu können) oder Steck-Kontakte oder auch Mikrorisse in Leiterbahnen. Ich stelle mir das so vor, dass ein winziger Stromstoß, verursacht durch statische Elektrizität von Deinem Schraubenzieher, eine winzige Brücke durch eine Oxidschicht schlägt, die dann Kontakt macht (oder auch nicht).

Es lohnt sich wirklich, alle infrage kommenden Lötstellen ohne Ausnahme nachzulöten. Kaputte Lötstellen sieht man meistens nicht, auch wenn man sie schon durch Methoden wie Kältespray oder Heißluftfön lokalisiert hatte. Viel Löt-Arbeit, aber erfolgversprechend. Manchmal geht das massenweise nachlöten schneller als jede Analyse. Und im Misserfolgsfall dann die Leuchtlupe über alle infrage kommenden Leiterbahnen "gleiten" lassen. Risse in Leiterbahnen kann man manchmal erahnen oder sogar sehen.

Viel Erfolg
Georg

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Ein guter Irrtum braucht solide Fehlannahmen. :wink:


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BeitragVerfasst: Mo Mär 30, 2020 17:20 
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Hallo Georg,

danke für die Info.
Ich habe jetzt mal Ersatz für den AF125 bestellt. Sobald der da ist (aktuell leider schwer abzuschätzen), werde ich die Leiterbahnen alle neu verzinnen und den Transistor tauschen. Sollte dann immernoch der große Spannungsabfall vorliegen, werde ich die unmittelbare Umgebung von T3 mal auf einer kleinen Lochrasterplatine nachbauen und mit Kabeln an den Rest anschließen, um Kriechströme in der alten Platine auszuschließen. Bis der Ersatz gekommen ist, kommt jetzt aber erstmal ein paar Tage Pause. Ich melde mich dann wieder!

Viele Grüße,
Felix

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BeitragVerfasst: So Apr 05, 2020 21:51 
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Hallo,

mittlerweile ist Transistor-Ersatz gekommen und ich bin auch gleich aktiv geworden.

1) Ein Nachlöten aller Bahnen hatte keine feststellbare Veränderung. Soweit, so gut.
2) Testweise habe ich dann man den Emitter von T3 direkt am Transistor abgelötet. Die gute Nachricht: Damit war der Spannungsabfall über R47/R49 sofort auf 0,00 Volt abgefallen, also muss die viel zu hohe Spannung über T3 geflossen sein und nicht über andere Komponenten. Die "seltsame" Nachricht: Auch ohne angeschlossenen Emitter spielte das Radio auf UKW leise, aber munter weiter, insgesamt war die Lautstärke jetzt auch etwa doppelt so hoch, wie mit angeschlossenem Emitter des T3.
3) Dann habe ich den alten AF125 T3 komplett ausgelötet. Wenn ich das Radio ohne ihn eingeschaltet habe, ist der starke Ortssender weiter fröhlich aus dem Lautsprecher zu hören gewesen, immer noch deutlich lauter, als mit komplett eingelötetem T3. Wie kann das sein? Vielleicht übersehe ich wiedermal irgendwas, aber es darf doch, wenn alle drei Pins von T3 weg sind, keinen Signalfluss vom UKW-Tuner zum weiteren ZF-Verstärker geben, oder? Ich sehe zwei Einkoppelungen, einmal am Schalter U b4 b5 b6 und einmal an U a4 a5 a6. Der eine geht zur Basis von T3 und über R50 vorne zur Demodulation, was meiner Meinung nach die Regelspannung ist. Den Zweig hatte ich testweise an R36 mal abgelötet, keine Änderung. Der zweite Anschluss des UKW-Bereichs geht unten in LC-Glieder und von da in Bandfilter IV.

Mit dem neuen T3 hatte sich nichts geändert, wieder sehr leise und die exakt gleichen, zu hohen Spannungswerte, sowohl an MW als auch UKW. Wichtigste Frage: darf, wenn T3 fehlt, überhaupt etwas zu hören sein? Wie soll denn was gemischt werden, wenn der Mischer fehlt? Falls nein, liegt wohl irgendwo eine Verbindung, wo keine sein sollte, vor. Dürfte ziemlich spaßig werden, das einzugrenzen...

edit: So, ich glaube, ich hab's endlich gefunden.
Was ich noch gemacht habe: Kabel von U B5 an C48 abgelötet, dadurch ist der Empfang nahezu komplett verschwunden, (nur noch extrem leise) Ohne T3 (erneut ausgelötet) war dann auch nichts zu hören, wird die Verbindung wiederhergestellt (ohne T3), wieder leise Musik. Dann mal testweise die Zuführung vom UKW-Tuner zum Tastensatz abgelötet, dann war es komplett still. Der ganz kleine Rest war vermutlich ein einfach nicht zu verhinderndes Übersprechen. So, dann erneut T3 rein und die Spannungen gemessen, immernoch zu hoch, keine Änderung. Dann mal R50 einseitig abgelötet und das Radio hat sofort gespielt, die Spannungen sind deutlich kleiner geworden.

Komisch ist allerdings, dass R50 noch 5,66 KOhm hat (passt ja) und beim Wiedereinlöten das Radio weiter läuft. Dennoch glaube ich, dass der Fehler bei R50 oder C50 liegt. Da es das erste mal überhaupt war, dass eine Aktion von mir unmittelbar feststellbare Auswirkungen auf das Problem hatte. Ohne den angelöteten R50 (hängt einseitig in der Luft) geht alles. Ich werde beide Bauteile mal erneuern und dann hoffen, dass es das endlich war. Gibt ja auch so blöde Widerstände, die defekt sind, aber messtechnisch funktionieren.
Ich traue noch nicht, mich zu freuen, erst, wenn das Problem nicht mehr auftritt.
Die Restunsicherheit ist halt, dass sofort mit dem Auslöten von R50 das Radio ging, 2 Minuten später nach dem Wiedereinlöten aber immer noch. Ich hoffe einfach, dass R50 defekt ist und es daran lag. Werde das ganze ein paar Tage beobachten und dann Bescheid geben!

edit 2: Mittlerweile bin ich zu 90 % sicher, dass es der Keramik-Kondensator C50 ist. Ausgelötet und R50 normal in Position geht alles, löte ich ihn ein, steigen alle Spannugen sofort wieder und der Empfang fällt ab und zu aus. Die Kapazität stimmt zwar noch, wenn man allerdings stärker an den Beinchen wackelt, bricht der Gleichstromwiderstand zwischen unendlich und knapp 3 kOhm ein, leider sehr schlecht reproduzierbar. Ich denke, das ist es. Melde mich in ein paar Tagen, ob jetzt alles gut ist.

An alle, die mir so viel geholfen haben: :danke:

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