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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Telefunken Bajazzo de Luxe 201 spontan tot

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BeitragVerfasst: Mo Jul 19, 2021 15:06 
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Guten Tag zusammen!

Vor einiger Zeit hatte ich mich hier vorgestellt mit einer röhrenkranken Polka; ein Problem, das ich bisher noch nicht angegangen bin, aus Zeit-, vor allem aber auch aus Kompetenzgründen. Vorhin musste ich mit einigem Schrecken feststellen, dass mein geliebtes Kofferradio sein Mojo verloren hat. Während ich damit leben kann, dass die Polka derzeit auch nur dekorativ da steht, möchte ich auf das Kofferradio nicht verzichten.

Zum Fehlerbild: Das Radio wird über den Lautstärkeknopf ein- und ausgeschaltet. Nach dem Einschalten passiert: nichts. Aus dem Lautsprecher kommt kein Ton, kein Rauschen, kein Knacken, gar nichts. Und nein, es hat auch nichts geknallt und nichts gestunken, obwohl Telefunken. Der Lautstärkeknopf ist wie gewohnt leichtgängig und überwindet auch die Raststelle zum Einschalten ohne Mühe oder ungewohnte Geräusche. Die Skalenbeleuchtung ist leider schon vor langer Zeit ausgefallen, daraus folgt keine Erkenntnis.

Was habe ich gemacht: Dieses Fehlerbild habe ich für alle Bänder nachvollzogen und für den TA/TB-Eingang, für den keine der Frequenzbandtasten gedrückt sein darf. Die Batterien hatte ich erst vor ca. 6-8 Wochen getauscht und zur Probe in ein anderes Gerät eingesetzt (das die Polka ersetzt, aber neben Netzbetrieb auch Batteriebetrieb zulässt...) und die liefern genügend Spannung.

Was vorher war: Das Radio spielte UKW (AM-Bänder sind für mich eher unbedeutend) perfekt und welche Frequenz eingestellt war, blieb gehalten (AFC sei Dank). Zuletzt gab es ein paarmal das Problem, dass nach dem Einschalten der Ton nicht wie erwartet in voller Lautstärke kam, sondern nur leise und verrauscht, gelegentlich auch zunächst wie erwartet und dann spontan leise werdend. Bisher war dies immer mein Zeichen, dass es Hunger hat und frische Batterien möchte, was auch in diesem Moment Abhilfe brachte.

Gibt es da etwas, das ich noch unternehmen könnte? Ich sitze in Mittelhessen, vielleicht gibt es hier ja einen kundigen Nachbarn?

Damit wünsche ich einen sonnigen Sommertag!


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BeitragVerfasst: Mo Jul 19, 2021 15:17 
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Zitat:
Das Radio wird über den Lautstärkeknopf ein- und ausgeschaltet. Nach dem Einschalten passiert: nichts.


Nachdem was Du beschreibst würde ich zuerst am Netzschalter nach einem Fehler suchen. Den einfach mal überbrücken (ist ja bei Batteriebetrieb ungefährlich).
Der sollte Deiner Beschreibung nach unterhalb des Lautstärkepotis sitzen.

paulchen


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BeitragVerfasst: Di Jul 20, 2021 0:18 
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Guten Abend!

Zunächst Danke an Paulchen für den Tipp mit dem Einschalter. Über den Tag kam mir angesichts der absoluten Stille aus dem Lautstärker auch der Gedanke, dass es entweder ganz zu Beginn oder ganz am Ende liegen könnte. Das heißt, entweder kommt keine Spannung an oder mit dem Lautsprecher stimmt etwas nicht, denn wie würde man hören, dass das Radio läuft, wenn der Lautsprecher nicht angeschlossen ist?

Der Einschalter scheint sich in einem kleinen, schwarzen Gehäuse unterhalb des Drehwiderstandes für die Lautstärkeeinstellung zu befinden. Davon gehen zwei Adern ab, eine orangene und eine grüne, eine dritte Lötfahne ist nicht belegt. Die grüne Ader macht zunächst einen Umweg über eine der seitlichen Buchsen (wohl für die äußere Spannungsversorgung) und verschwindet dann, wie die orangene Ader direkt, mit einigen anderen Adern in einem gelben Isolierschlauch irgendwo im Durcheinander dieses Radios. Die Adern kommen vielleicht an der unteren Auto-Buchse wieder hervor, allerdings konnte ich dort keine sichere Zuordnung mehr machen. Das müsste man durchklingeln, dazu ist es mir heute aber zu spät.
Leider hat das Überbrücken nichts bewirkt; zumindest hat es nicht geknackt oder gar getönt, als ich die beiden Lötfahnen über ein kleines Stück Draht miteinander verband. Einen kleinen Befund habe ich jedoch: Die orangene Ader ist kurz vor der Lötfahne am Schalter zumindest an der Isolierung verletzt. Ich denke, dass dies schon ein Produktionsfehler ist, denn diese Stelle liegt direkt an der Lötfahne für die grüne Ader. Leider ist nicht genügend Material vorhanden, um die Ader ein Stück vorzuziehen und neu zu verlöten.

Kurzum, ich bleibe etwas ratlos.

Grüße in die Nacht!

p. s. für wen es interessiert, hier noch etwas über meine Erfahrungen beim Öffnen des Gehäuses:
Glücklicherweise hatte ich wohl irgendwann mal nach der Wartungsanleitung für diesen Typ gesucht, jedenfalls fand ich es in meinem Downloadordner.
Die Knöpfe abzuziehen, war nicht ganz einfach, gerade die drei kleinen Drehknöpfe für die Senderwahl der Stationstasten und die Höhen-/Tiefenversteller sind durch ihre Form sehr dicht über der Scheibe. Die Versuchung ist natürlich groß, mit dem Schraubendreher einfach zu hebeln, wobei man dann abrutschen wird und die Scheibe und den Knopf selbst zerkratzt oder beschädigt. Abgesehen davon freut sich der zB darunter liegende Drehwiderstand auch nicht gerade darüber, seitliche Hebelkräfte zu spüren. Ich habe am Ende von irgendeiner Tagung an der Uni ein laminiertes Papiernamensschild gefunden, mit einem Messer einige Ausschnitte gemacht und dieses kleine Kärtchen mit den Ausschnitten so unter die Knöpfe geschoben, um diese dann nach oben abzuziehen.
Die Leichtigkeit, mit der das Öffnen in der Wartungsanleitung beschrieben ist, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Man sollte auf jeden Fall auch vorsichtig bleiben, nachdem alle Knöpfe gezogen und die drei Kreuzschlitzschrauben am unteren Gehäuserand bzw. je eine davon seitlich raus sind, und das Chassis nicht einfach aus dem Gehäuse reißen. Das Chassis bietet nur wenige Stellen, es sicher anzufassen ohne dabei versehentlich in den Lautsprecher zu langen oder an die freien Adern zu kommen, was wohl vermeidenswert ist. Weil ich bei der Suche hier im Forum recht wenig über dieses Modell gefunden habe, bin ich an dieser Stelle darüber mal etwas redselig, hoffentlich sieht man es mir nach.


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BeitragVerfasst: Di Jul 20, 2021 7:04 
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Update: 13:30
Dank eines freundlichen Einwands von JürgenK wurde ich darauf hingewiesen das ich wohl den falschen Plan und damit den falschen Hinweis hier abgelegt habe.
Daher hier nochmals der richtige Plan mit hoffentlich richtigen Tipps.

Prüfe ob Du Spannung zwischen den Punkten O (grün) und A+B (rot) messen kannst.
Wenn ja das selbe nochmals zwischen A+B und an der Buchse Bu401 c bzw b (braun).
Und wenn Du schon mal dabei bist kannst Du auch mal nach der Beleuchtung (gelb) sehen. Da ist dann entweder das Lämpchen defekt oder der Schalter S2 hat ein Problem.

Bild

paulchen


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BeitragVerfasst: Di Jul 20, 2021 17:43 
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Hallo zusammen und Danke, auch an JürgenK für seinen Hinweis!

Zunächst habe ich geprüft, ob ich messen kann ... ;) und dann gemessen.
Die erste Messung, also A und B gegen O ergab unabhängig von der Lage des Schalters eine Gleichspannung von 8 V (dh diese Batterien sind trotz ihrer langen Lagerzeit noch tipptopp). Bei der Gelegenheit habe ich den Schalter an sich auch mal durchgeklingelt und er tut so, wie ich mir das vorstelle: S1 offen - Durchgang von rot auf orange; S1 geschlossen - Durchgang von rot auf orange und grün, d. h. nun müsste auch Strom fließen, wo vorher keiner floss.
Die zweite Messung war nicht ganz so einfach. Dasselbe Schaltbild liegt mir auch vor und dieser Umschalter (als Kontaktzungensatz) ist natürlich an einer schwer zugänglichen und absolut uneinsehbaren Stelle, dh gemessen habe ich an anderen Stellen, die nach dem Schaltbild aber direkt mit den Messpunkten verbunden sind: Keine Spannung. Wahrscheinlich ist die zweite Messung unbrauchbar. Was wären denn die Schlussfolgerungen?

Ich wünsche einen schönen Abend!

p. s.: S2 habe ich durchgeklingelt und da tat sich nichts, egal in welcher Stellung. Das Birnchen hingegen sieht noch gut aus und hat Durchgang.


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BeitragVerfasst: Di Jul 20, 2021 18:33 
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Du schreibst, daß Du bis zum Punkt "B" die 8V gemessen hast, aber am Anschluß Bu401 "C" nichts mehr.
Dann mach doch mal eine Spannungsmessung an den Punkten auf der Platine die ich eingezeichnet habe und berichte.

Bild

paulchen


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BeitragVerfasst: Di Jul 20, 2021 19:50 
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Hmm... Zwischen den beiden Stellen messe ich auch 0 V.


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BeitragVerfasst: Di Jul 20, 2021 20:36 
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Dann würde ich mich auf Bu401 stürzen.

paulchen


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BeitragVerfasst: Mi Jul 21, 2021 3:08 
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Hallo Paulchen (und alle anderen),

ich habe mir mein Radio nun in den letzten 2 Tagen ordentlich angeschaut, und ich muss sagen, dass ich erschüttert bin über den inneren Zustand. Meine bisherige Bastelei an alten Telefonen beruht darauf, sehr aufgeräumte und strukturiert verarbeitete Geräte (Kabelbäume sind schön) vorzufinden und dieses Radio sprengt dieses Weltbild. Bitte seht es mir nach, dass ich mit diesem Durcheinander an fliegender Verdrahtung und gedruckter Schaltung völlig überfordert bin.

Schon aus sentimentalen Gründen, weil dieses Radio nunmal sich nun in der 3. Generation befindet, möchte ich es wieder spielen hören. Gibt es Forenregeln, die untersagen, das ganze in ein Reperaturgesuch zu wandeln? Falls nein: Bitte... :)


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