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Dampfradioforum • Thema anzeigen - 70er Jahre Krups Handrührgerät 3 Mix Typ 397 auf'm OP-Tisch

Dampfradioforum

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BeitragVerfasst: Mi Mär 23, 2016 16:26 
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Letzte Woche ist nach 12 Jahren Dienstzeit unser Handrührgerät, Marke FIF (Aldi) krepiert.
"Jetzt kaufen wir was Gescheites", hab' ich zu meiner Frau gesagt, und DAS Handrührgerät war ja eigentlich immer Krups oder der RG28 aus der DDR, der unter Kennern als unverwüstlich gilt und in Westdeutschland all die Jahre über Quelle verfügbar war.
Nun, die DDR und die RG29-Produktion gibt es ja bekanntlicherweise (bei letzterem leider) nicht mehr, so blieb nur noch Krups übrig.
Robust soll das neue Gerät sein und Power muss es haben. Onkel Internet hilft bei der Suche und so fiel die Auswahl zunächst auf ein Krups 3 Mix 7000-irgendwas mit 500W für um die 50€. Kaufen wollten wir allerdings im Laden - wir sind da etwas konservativ ;) und wie sagte meine Oma immer "was de sieh'sch, dess hasche".
Meine Frau riet mir bei amazon die Käuferbewertungen zu studieren - über 200 Stück waren es. Da kam die Marke Krups leider nicht mehr so gut weg! Auch einige professionelle Tester waren nicht sehr begeistert. Die meisten unzufriedenen Käuferbewertungen waren interessanterweise sehr ähnlich, ungefähr so: "Nach 25 Jahren ist mein guter altgedienter Krups kaputtgegangen und weil ich mit dem guten Stück immer sehr zufrieden war und es so lange hielt sollte es ein Neuer sein. Kurz nach Ablauf der Garantie... ...war der Motor im Eimer, ...war das Getriebe kaput...". Andere berichten von heiß werdenden Geräten bei kurzer Betriebsdauer, wieder andere schildern wacklige Quirlaufnahmen nach nur wenigen Einsätzen.
Irgendwann hatte ich die Faxen dick und beschloß ein gebrauchtes Gerät zu kaufen. Ein RG28 sollte es sein, so wie meine Oma und meine Tanten es hatten, mit allem drum und dran oder ein Krups aus der Zeit als Krups noch Made in Germany, also Krups noch Krups war.
Die Ernüchterung sollte schnell folgen: Bald schon fand ich heraus, dass ich nicht der einzige war, der nach "guter alter" Qualität suchte. Krups-Geräte aus der "guten" Zeit, aber auch die DDR-Geräte sind heiß begehrt und gehen nicht selten unter 30-50 € weg.
Nach einigem Suchen ersteigerte ich bei iehgäy von einem Händler, der den angebotenen Artikeln zu ordnen wohl Dinge aus Haushaltsauflösungen verkauft, den im Titel genannten Krups Typ 397 mit Quirlen, Knethaken, den zwei originalen Rührschüsseln und einem Mixer-Aufsatz für 39€.

Gestern kam das Paket. Das Gerät war äußerlich sauber, das Zubehör auch. An der Verpackung gab es ebenfalls nichts auszusetzen. Alles war nochmal separat in Papier eingewickelt.
Ein Blick durch die Lüftungsritzen des Krups ließ starke innere Verschmutzung erkennen, was mich nicht stört, da ich das Gerät sowieso zerlegen, reinigen und neu schmieren wollte. Das Netzkabel war völlig verdrillt und teilweise angeschmort - hier kam es wohl gelegentlich in Kontakt mit der Herdplatte oder dem Backofen.
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Das Innere des Rührfix' war dann aber doch ungewöhnlich stark verdreckt. Scheinbar fiel das Teil mal in die Teigschüssel, da sogar in den hintersten Ecken spuren von einst nassem Teig waren.
Das der Ventilator den Staub munter im ganzen Gerät verteilt ist sowieso klar und nach wahrscheinlich mindestens 40 Jahren sammelt sich so einiges an.
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Mein Billig-Mixer von FIF ist deutlich einfacher und filigraner aufgebaut. Im Vergleich dazu ist der Krups ein Panzer. Alles wirkt wie aus dem Vollen gefräst. Der Motor ist fast doppelt so dick wie der des FIF, obwohl der Krups nur 150W gegenüber dem FIF mit seinen 250W leistet.
Deutlichstes Qualitätsplus des Krups ist das völlig gekapselte Getriebe. Beim FIF liegt alles offen, so dass das Mehl wunderbar mit dem Fett des Getriebes verkleben kann.
Der Antrieb besteht, wie wohl bei allen Geräten dieser Kathegorie, aus einer Schneckenwelle, die zwei Zahnräder antreibt die die Quirle aufnehmen. Beim Krups sind diess Zahnräder aus Pertinax, die Aufhnahmen für die Knetwerkzeuge aus Stahl.
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Motor und Getriebe sind zu einer kompakten Einheit verschraubt, Schalter und Tasten werden vom Gehäuse aufgenommen.
Hier nochmal alle Einzelteile im Überblick
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Daniel


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BeitragVerfasst: Mi Mär 23, 2016 16:30 
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...Fortsetzung...
wie schon gesagt, wurde das Gerät vollständig zerlegt und alles bis auf die elektrischen Bauteile (Motorteile, Schalter, Drähte...) im Wasserbad mit Reinigungsmitteln eingeweicht und gewaschen.
Das sah dann hinterher deutlich besser aus:
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Danach fand alles wieder an seinen Platz zurück - bis auf die Netzschnur - die kam samt Stecker neu - natürlich wieder in weiß!
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Der erste Probelauf ergab noch kleine Probleme am Schalter, die durch den Einsatz von Kontakt-WL schnell beseitigt waren.
Nun ist der Weg frei für die nächsten 40 Jahre :D
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BeitragVerfasst: Mi Mär 23, 2016 17:24 
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und die Farbe...super! Viel Spass damit..grad noch richtig für die Ostertorte :super: :hello:

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BeitragVerfasst: Mi Mär 23, 2016 18:05 
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Schön auch, dass das Gehäuse noch mit Kreuzschlitzschrauben verschlossen ist, die außerdem nicht 1 meter tief im Gehäuse versenkt sind.
Diese Geräte sind noch für die Ewigkeit gebaut worden. Heute findet man das vielleicht nur noch im Profibereich und im Gastrozubehör.

Es lohnt sich, so ein Gerät alle paar Jahre mal zu öffnen, zu reinigen und neu zu schmieren. Im Getriebe war kein Dreck drin.
Beim FIF wären die Zahnräder irgendwann mit Mehlstaub zugesetzt gewesen und dann wäre wohl nichts mehr gegangen.

Dennoch versuche ich, den FIF wieder zu reparieren. Die Zahnräder sind ohne irgendwelche Verschleißerscheinungen! Leider ist der Alugussträger vom Motor vorne an der Getriebeaufnahme gebrochen. Das Material dort ist sehr dünn...

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Gruß,
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BeitragVerfasst: Mi Mär 23, 2016 18:38 
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Schön, dass du den wieder fit gemacht hast. Bei meiner Oma ist der gleiche im Einsatz, sogar in genau der gleichen Farbe :mrgreen: :super:


Gruß,
Lukas

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BeitragVerfasst: Mi Mär 23, 2016 21:01 
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Bei meiner Mutter auch, aber in weiß. Den habe ich vor vielen Jahren repariert, es musste nur ein Lager wieder gängig gemacht werden, in das ein Staub-Teig-Gemisch eingedrungen war. Das Gerät scheint unverwüstlich zu sein.

Lutz


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BeitragVerfasst: Mi Mär 23, 2016 22:07 
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Ich glaube die Motoren sterben wenn, den Hitzetod durch Schmutz, was man mit einer Grundreinigung alle paar Jahre verhindern kann.
irgendwann sind natürlich die Pertinax-Zahnräder hin, aber bei ausreichender Schmierung dürften die lange halten.

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Gruß,
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BeitragVerfasst: Do Mär 24, 2016 1:52 
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Toller bericht, Danke!
Wir haben auch eines seit Jahrzehnten in Gebrauch, natürlich in orange. Vor ein paar Jahren hab ich mal die Kohlen wieder gangbar gemacht. Sonst nix.

Gruß,
Achim


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BeitragVerfasst: Do Mär 24, 2016 11:48 
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Jetzt fehlt mir nur noch das Schnitzelwerk mit den verschiedenen Reibscheiben.

Eine Handmixersammlung wäre auch lustig, aber spätestens dann hielten mich meine Freunde und Verwandte für verrückt. :)

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BeitragVerfasst: Do Mär 24, 2016 14:05 
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Hallo,

Glückwunsch zum wieder erstandenen Mixer.
Ja, wir hier in den neuen Bundesländern konnten auf den RG 28 zurückgreifen und der hat uns auch über Jahrzehnte begleitet.

Allerdings hat auch der RG Pertinaxräder zum Antrieb der Schneebesen/ Rührhaken. Die haben aber auch Nachteile. Wir hatten zu unserem RG auch einen Schnitzel-/ Reibeaufsatz. Mit dem haben wir ab und zu harte Brötchen zu Paniermehl gerieben. Dabei wurden die Zahnräder zu sehr belastet, dass sie irgendwann ihre "Zähne verloren". Da mußte dann auch ein "neuer gebrauchter" aus der Bucht besorgt werden.

Also vorsicht bei Verwendung des Schnitzelwerkes, die Pertinaxräder werden es Dir danken.

Beste Grüße
Jürgen


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BeitragVerfasst: Do Mär 24, 2016 15:42 
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Vielen Dank für den Hinweis!
Das Schnitzelwerk wird wohl nicht den Weg zu uns finden.

So ein RG28 würde mich ja auch mal interessieren. Aber nun hat halt der Krups Einzug gehalten :D

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BeitragVerfasst: Fr Mär 25, 2016 11:44 
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Registriert: Mi Okt 20, 2010 21:09
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Hallo,
ich habe bereits mehrere dieser Mixer instandgesetzt aus ähnlichen Gründen wie bei Dir.
Die neuen Geräte sind qualitativ einfach nicht vergleichbar.

Da ich in der Nähe des ehemaligen Werks, das heute nur noch eine Verkaufsniederlassung für die gelabelten Teile aus Übersee ist, wohne, kenne ich auch einige ehemalige Mitarbeiter von dort.
Ich habe auch vor Jahren die letzten Pertinaxräder, die sich nach Einstellung der deutschen Produktion noch im Lager befanden, aufgekauft.

Die 3-Mix sind eigentlich unkaputtbar.
Man muß aber berücksichtigen, daß KB-Motoren verbaut waren, die nicht dauervollgasfest sind.
Spielt für den normalen Haushaltseinsatz keine Rolle, weil dort die Abkühlzeiten ausreichend sind.
Bei Verwendung des Rührständers oder des Schnitzelwerkes muß man aber aufpassen, wenn man Mengen zubereiten möchte, die über eine normale Mahlzeit hinausgehen.
Da (und beim Kneten von reinem Roggenbrotteig) werden die Maschinen sehr heiß.

Die Pertinaxräder selbst sind sehr haltbar.
Daß sie trotzdem bei alten Geräten häufig stark verschlissen oder zerstört sind, liegt an mangelhafter Schmierung der Räder und vor allem der Stahl-Lagerbuchsen, in denen ihre Achsen laufen.
Die werden durch das Wegschleudern des serienmäßig aufgebrachten Schmierstoffes und in Verbindung mit durch die Kühlung angesaugtem Mehlstaub so schwergängig, daß man sie kaum noch mit der Zange drehen kann.
Da ist ein Überspringen der Verzahnung inklusive ihrer Zerstörung nur noch eine Frage der Zeit.

Ich schmiere die gereinigten Räder und die Stahllager mit hochdruckfestem Lithiumfett.
Man wundert sich anschließend, in welche Drehzahlregionen der Mixer plötzlich im Leerlauf kommt.

Die Kohlebürsten tausche ich logischerweise immer mit aus, weil es Pfennigartikel sind, aber richtig runter waren die noch bei keinem meiner vier eigenen (und sicher einem halben Dutzend für Bekannte reparierte) Geräte, die ich allesamt vom Schrotti oder dem Trödel hatte.

Einzig der Entstörkondensator ist bei höherem Alter eine Fehlerquelle.
Der knallt bei längerer Ruhezeit in feuchter Umgebung häufig auseinander.
Ist ein etwas exklusiver Typ mit mehreren Anschlüssen.
Bekam ich aber für kleines Geld bei Pollin.

Da gibts dann auch entsprechende Netzanschlußkabel für 2.95 EUR, weil die originalen immer bis zur Unkenntlichkeit verdrillt sind.
Weiß der Geier, was die Mädels beim Rühren damit angestellt haben.



Insgesamt ist der 3-Mix, egal ob die ersten, etwas leistungsschwachen Versionen bis hin zu den letzten deutschen Geräten, eine sehr gute Konstruktion, die man auch heute noch so verkaufen könnte.
Aber die Leute stellen sich halt lieber ein Designwunder wie die Kitchen Aid ins Regal, die nicht halb so viel kann, wie ein ganz normaler 3-Mix mit Zubehör, aber 10x so viel kostet.

Wer also nicht nur sammelt, sondern ernsthaft in der Küche fuhrwerkt, sollte sich so einen alten Krups zulegen, wenn er irgendwo so ein Teil sieht.
Zubehörteile wie Rührstangen oder das Schnitzelwerk sind übrigens bei eigentlich allen gebauten Maschinen untereinander austauschbar, was die Suche in der Bucht oder auf dem Trödel sehr vereinfacht.

_________________
Grüße vom Dietrich


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BeitragVerfasst: Fr Mär 25, 2016 13:08 
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Hallo Dietrich.
Vielen lieben Dank für Deinen Beitrag.
Ich habe die Lager der Welle außerhalb des Getriebegehäuses nicht geschmiert, da die keinerlei Spuren von Fett aufwießen, nicht mal Harz. So bin ich davon ausgegangen, dass die Welle wohl trocken gleitgelagert sei um ein Verkleben mit Staub zu verhindern.
Der Kollektor zeigte keine erkennbaren Einlaufspuren, so gehe ich davon aus, dass die Maschine nicht viele Betriebsstunden hat.

Leider zickt der Schalter etwas rum, man kann die höchste Stufe manchmal nur durch Runterdrücken schalten. Vielleicht braucht der Schalter eine Portion Schmiermittel.

Für weitere Tips in Sachen Wartung wäre ich dankbar.
Meine Frau berichtet mir gerade, dass eine Bekannte auch so ein Gerät hätte und dies regelmäßig zur Wartung bei Krups einsende. Scheinbar gibt es von denen einen Service...

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BeitragVerfasst: Fr Mär 25, 2016 13:30 
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Registriert: Mi Okt 20, 2010 21:09
Beiträge: 453
Der Dank, den ich in meinem Posting vergessen hatte, ihn für Deinen schönen bebilderten Beitrag abzugeben, ist auf meiner Seite.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber wenn ich das richtig gesehen habe, laufen die Stahlachsen der Pertinaxräder in Stahlbuchsen am Getriebegehäuse.
Stahl auf Stahl geht aber gar nicht....ohne Schmierung.
Ich würde die mit einem hochviskosen und auch bei Hitze nicht ausblutenden Fett schmieren.

Aber selbst, wenn dort geölte Sinterbuchsen verbaut worden wären, hätten diese durch Verharzung und Verkleben der Poren durch das Mehl ihre Schmierfähigkeit verloren und müßten zusätzlich nachgeschmiert werden.

Die großflächigen offenliegenden und damit gut erreichbaren Schalterkontakte reinige ich mit einem Glasradierer und konserviere sie dann mit Vaseline.
Das tut der elektrischen Leitfähigkeit in der Praxis keinen Abbruch.
(Funktionierte auch schon bei Knisterpotis, die ich vorher allerdings mit Kontaktspray malträtiert hatte. Aber das möchte ich nur unter Vorbehalt weiterempfehlen.)

Irgendwie hänge ich an den Krupsgeräten.
Ihr Geräusch hinter einer Küchentür erinnert mich immer an die Sonntage meiner Kindheit, wenn meine Mutter Kuchen backte.

_________________
Grüße vom Dietrich


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BeitragVerfasst: Mo Mär 30, 2020 14:14 
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Registriert: Mi Mär 25, 2020 8:42
Beiträge: 1
Kenntnisstand: Einsteiger ohne Kenntnisse
Lieber Dietrich, lieber Saba

Herzlichsten Dank für Ihre ausführlichen Beschreibungen der Krups 3mix-Rettung!
Sie haben mir Mut gemacht, als gänzliche Laiin :shock: den alten geerbten 3mix 4004 nochmal aufzumachen (aufgemacht und,so gut ich konnte, die Mehl-Fettrestberge entfernt, hatte ich schon)
und dann aber auch das Getriebe zu öffnen neu zu schmieren.
Er hatte auch nach der Reinigung immer noch :cry: komisch geklungen und gerochen.
Das war dringend nötig gewesen.
Jetzt surrt er wunderbar und leicht und ich würde am liebsten dauernd Sahne schlagen und Pfannkuchen backen... :roll:

Herzlichen Dank!
Hannah


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