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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Grundig AM/FM Super 4004W Restaurationsbericht

Dampfradioforum

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BeitragVerfasst: Sa Sep 15, 2012 23:03 
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Hallo,
hier der Restaurationsbericht vom Grundig 4004W mit der EL41 das ich heute bekommen habe. Und wenn Bosk Veld mit macht, seinen 4004W mit EL12 das er auch zeitgleich mit mir restauriert. Dann hat sich noch heraus gestellt, Schraubstift hat auch noch einen Grundig 4004W den er restaurieren möchte. Ich schreibe bewusst etwas ausführlich, damit auch Neueinsteiger gut folgen können.
Ich habe mir gedacht, dass wir ja alle unsere Erfahrungswerte der Restauration hier einbringen können. Es ist ja schon selten, dass 3 Leute das gleiche Radio gleichzeitig auf der Werkbank zum restaurieren stehen haben.
Der Schaltplan (beide Versionen EL41/EL12), Seillaufplan, Abgleichplan, sonstige Informationen befinden sich in der Schaltplanecke MAUSKLICK HIER!

Okay dann fange ich mal an:

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Kurze Bestandsaufnahme, Netzleitung auf Isolationsschäden überprüft. Ist die richtige Sicherung eingesetzt, sind alle Röhren vollständig und am richtigen Platz. Hängt irgend wo eine Leitung herum, ist irgend was locker, lässt sich die Mechanik schön drehen ohne das etwas beschädigt wird.
Dazwischen oder danach eine Grundreinigung, mit Hilfe eines Pinsels, Zahnbürste, Pressluftspray, Staubsauger. Ich werde mir demnächst einen Kompressor zulegen, der genug Power hat um den Schmotter auserhalb des Hauses ausblasen zu können. Ich hatte zwar noch keinen Kleintierzoo entfernen müssen, aber wenn die Teile bei der Reinigung durch die Luft wirbeln, kommt es echt besser wenn man sie nach dem Freiflug gleich draußen in der Hausmülltonne beerdigt.

Wenn das Grobe weg ist, kann man endlich auch die Bauteile sehen, die sich im Radio befinden. Da schaut man mal grob drauf ob nicht schon Kondensatoren explodiert/ausgelaufen sind, oder Widerstände abgefackelt sind. Ist mit den Bauteilen alles optisch im grünen Bereich, wird es spannend und es kommt ein Probelauf zum Einsatz. Dabei kann man die hier schon öfters vorgestellte Vorschaltlampe benutzt werden, oder langsam mit einem Regeltrenntrafo die Spannung erhöhen. Die alten Elektrolytkondensatoren werden sanft geweckt, am sagt formieren dazu. Sie bilden wieder eine Oxidschicht, die isoliert wirkt und einen Kurzschluss vermeidet. Der Formierungsvorgang sollte genug Zeit mit entsprechenden Abschalt-Intervallen beinhalten.
Dieser Vorgang kann etwas dauern, dabei die Stromaufnahme beobachten. Falls das Radio nicht auf dem Speicher, Keller oder ähnlichem seinen Dornröschenschlaf gemacht hat, und vorher im Einsatz war, kann man den Formierungsvorgang natürlich weg lassen.
Nicht aber die Kontrolle über die Stromaufnahme, sie sollte bei einem unbekannten unrestaurierten Radio immer im Auge behalten werden. Auch mal schnell eine Rauchen funktioniert da nicht. Stecker raus, oder Regeltrafo ausschalten bzw. auf 0 runter drehen. Es können immer noch defekte Papierkondensatoren wegen schlechter Isolation anfangen zu brennen.
Hier am Ende der Formierung, lief das Radio im Verstärkerteil mit der Brummprobe noch sehr laut. Alle Röhren werden schön warm, Stahlröhren sieht man ja nicht glühen. Die EM11 bietet ein schön helles Leuchtbild, und die EBC41 und EL41 sieht man schön glühen. Sicher man kann auch falls vorhanden ein Röhrenprüfgerät benutzen, um ganz sicher zu gehen. Nun habe ich die Tasten für die entsprechenden Rundfunkbänder gedrückt. Der Empfang für UKW setzte erst ein als ich den Sockel und die Fassung der ECF12 gereinigt habe. Der Empfang ist nicht sehr laut, aber immerhin ich bekomme Sender rein und freue mich natürlich. Die Grundfunktion des Radios ist in Ordnung, der Oszillator schwingt, und scheinbar hat auch keiner an den Filtern gedreht. Nach dieser Grundfunktionsüberprüfung der auch die anderen Bändern beinhaltet, hier ist übrigens die Lautstärke im grünen Bereich, werden die Temperaturen vom Netztrafo, Gleichrichter und Glättungskondensator mit der Hand abgefühlt. Auch diese waren in Ordnung.

*Stromversorgung wird unterbrochen und gegen Wiederinbetriebnahme gesichert, eine Lage Isolierband um den Stecker wickeln!*
In Betrieben werden bei Anlagenwartungen die Schalter mit einem Schloss verriegelt, bestimmt gibt es auch abschließbare Steckerboxen, was ich allerdings im Radiobereich etwas übertrieben finde. Manch ein Hektischer Meister, Geselle oder AZUBI ist schuld an den immer neuen Vorschriften.
Diese Isolierbandmethode ist ganz gut wenn nun eine längere Pause eintritt. Besonders bei der Restauration von Allstromradios sehr empfehlenswert, um zu verhindern das der Stecker, der zufällig neben der normalen Steckerleiste liegt aus versehen eingesteckt wird.
Für Allstromgeräte unbedingt die erweiterten Warnhinweise im DRF durch lesen, IMMER einen Trenntrafo bei der Reparatur benutzen! VDE-Vorschriften wurden nicht nur für Weicheier geschrieben.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, das Chassis dem Gehäuse zu entnehmen. Dazu werden die Zuleitung(en) zum Lautsprecher(n) markiert, und ab gelötet. Nervig wenn beim Zusammenbau erst mal ermittelt werden muss, wo die Feldspule und die Polarität der Membran ermittelt werden muss. Das magische Auge, wird vorsichtig vom Halter an der Schallwand demontiert, vorsichtig abgezogen und sicher verwahrt.
Genau so bin ich mit der EBC41 und EL41 vorgegangen. Die Stahlröhren, okay es gibt ja auch Stahlröhren aus Glas, habe ich stecken lassen. Besser ist jedoch alles runter, die Fassungen müssen eh noch gereinigt werden.
Nun werden die 4 Schrauben im Bodenteil vorsichtig entfernt (zu zweit geht das sicherer), und das Chassis vorsichtig herausgenommen.
Viele haben jetzt ihre eigene Methode wie sie das Chassis zur weiteren Restauration positionieren.
Ich verwende eine geniale Vorrichtung, die mir die Arbeiten am Chassis erheblich erleichtert.

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Jetzt kommen wir zu einem wichtigen Punkt, bei dem man manchmal Entscheidungen treffen muss. Es geht um die Skalenscheibe, ein sehr empfindliches Objekt, das wenn es nicht gerade aus Kunststoff besteht, bei seltenen Geräten über Restaurationserfolg oder Teileträger entscheidet. Unlängst bei einem seltenen französischen Radio ist mir bei der Reinigung der Innenseite ein wahrer Zahlensalat entgegen gekommen. Zum Glück war es nur die Metereinteilung in einem kleinen Skalenbereich die flöten gegangen ist.
Nach diesem ärgerlichen Vorfall möchte ich nichts mehr riskieren. Mit einem Wattestäbchen gehe ich an einem unauffälligen beschrifteten Teil der Skala, erst vorsichtig mit einem trockenen Stäbchen, verwischt nichts, dann mit einem leicht angefeuchteten.
Diesmal gab es keine Buchstabenverluste, diesmal wurde nur das O von OSLO leicht verwischt. Für mich war das eine unauffällige Stelle, allerdings sollte der Test nur ein ganz kleines Teilchen vom O bei Ergebnis negativ verwischen.
ACHTUNG! DER AUFDRUCK DER SKALENSCHEIBE VOM 4004W LÖST SICH BEI GERINGSTER FEUCHTIGKEIT AB!

Bild

Fakt ist, ihr könnt euer O von OSLO behalten. Und mein halbes 3/4 O geht in die Geschichte ein. So wie Bettina Wulff mit ihrem neuen Buch, ähm Offtonic. Wetten viele von euch denken jetzt, warum hat er nicht das M von MADRID, oder das S von SOTTENS genommen? Okay beim Sender VIGRA aus Ålesund an der norwegischen Küste fehlt ja auch das A nach dem I.
Also ist die Wischprobe positiv, lasse ich die Scheibe bei geringen Verunreinigungen lieber eingebaut, sonst natürlich raus damit und an einen sicheren Ort verwahren. Etwas Druckluftspray und vorsichtiges hantieren mit einem weichen Pinsel, (sah aus wie eine Bombenentschärfung) hat den Staub gelöst.
Tja so weit bin ich heute gekommen, und habe für den Text mehr Zeit gebraucht als bei der angefangenen Restauration.
Fortsetzung der 3 drei Tenöre ähm Restauröhren folgt. Jetzt wo ich quasi eure Skalenscheibe gerettet habe, könnt ihr auch mal was zu euren 4004´s schreiben.
Es folgen noch ein paar Fotos:

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Bild

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Passend zum Teppich, das Gehäuse grob gereinigt
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schönen Sonntag
Gruß Gery


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BeitragVerfasst: So Sep 16, 2012 0:03 
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Ein toller Bericht.

So ähnlich probiere ich auch Radios aus. Meist messe ich noch die Anodenspannung am Siebelko.
Allerdings drehe ich den Stelltrafo erstmal nur so weit hoch, das am Siebelko etwa 50V sind, dann schalte ich erstmal wieder aus.
Zum einen werden die Elkos dann nicht ganz so geschockt, zum anderen kann man auch beobachten wie lange die Elkos die Anodenspannung noch halten. Bricht die Spannung sofort zusammen ist oft von einem Fehler auszugehen, dann sollte nicht weiter getestet werden.

Die 4004/5005 gefallen mir auch sehr gut. Vorallem die ganzen Stahlröhren da drauf sind fanzinierend.
Im Hintergrund läuft übrigens gerade mein 5005.

Bei meinem 5005 hat die Farbe der Skala ziemlich gut gehalten. Kommt wohl auch auf die Lagerung an.
Was vielleicht noch zu messen wäre: bei den 4004/5005/4010/5010 soll angeblich öfter mal der AÜ Probleme machen, weil einige Wicklung teilweise doch recht dünn sind.
Bei meinem 5005 war die Gegenkopplungswicklung hin.

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Grüße
Christoph


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BeitragVerfasst: So Sep 16, 2012 7:34 
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Schöner Bericht. Weiter machen!!

Noch ein Zusatz zu diesem Gerät von mir.
Wenn das Radio wie hier einen Selengleichrichter hat, sollte man alle Röhren vor der ersten Bestromung ziehen. Erst dann langsam am Regeltrafo die Spannung rauf. Nun erst macht das Formieren Sinn, da ja sonst immer noch die Gefahr eines defekten Koppel-C bestehen würde und eine stark erhöhte Stromaufnahme einen defekten Elko simulieren könnte. Auf die Art ist ein softes Formatieren der Elkos im Gerät möglich.

Irgendwie gleichen sich ja unsere Gestelle :mrgreen: . Bei mir ist da auch gerade was goldenes drin - 5050.

paulchen


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BeitragVerfasst: So Sep 16, 2012 14:58 
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eine gute und systematische Vorgehensweise, Gery! Ich mache ein paar Sachen anders, aber viele Wege führen nach Oslo. Nee nach Rom.

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Gruß,
Jupp
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Der Sammler "an sich" wird einfach nie ethisch oder moralisch sein. Liegt in der Sache der Natur... Sonst wären wir ja keine "Sammler & Jäger", sondern biedere Heimchen (Marek)


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BeitragVerfasst: So Sep 16, 2012 18:46 
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paulchen hat geschrieben:
Schöner Bericht. Weiter machen!!

Noch ein Zusatz zu diesem Gerät von mir.
Wenn das Radio wie hier einen Selengleichrichter hat, sollte man alle Röhren vor der ersten Bestromung ziehen. Erst dann langsam am Regeltrafo die Spannung rauf. Nun erst macht das Formieren Sinn, da ja sonst immer noch die Gefahr eines defekten Koppel-C bestehen würde und eine stark erhöhte Stromaufnahme einen defekten Elko simulieren könnte. Auf die Art ist ein softes Formatieren der Elkos im Gerät möglich.

Irgendwie gleichen sich ja unsere Gestelle :mrgreen: . Bei mir ist da auch gerade was goldenes drin - 5050.

paulchen



Apropos Gestelle.
Gibt es hier auch einen Beitrag der sich mit Reparaturrahmen beschäftigt ?
Da gibt es sicher unterschiedliche Varianten & Ausführungen.
Wäre da mal für ein paar Anregungen dankbar, auch wenn ich schon eine eigene Lösung gefunden habe.
Der Feind des Guten ist bekanntlich das Bessere.

Vielen Dank

Ludwig :haeh:

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BeitragVerfasst: Mo Sep 17, 2012 0:20 
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Zitat:
Apropos Gestelle.
Gibt es hier auch einen Beitrag der sich mit Reparaturrahmen beschäftigt ?
Da gibt es sicher unterschiedliche Varianten & Ausführungen.
Wäre da mal für ein paar Anregungen dankbar, auch wenn ich schon eine eigene Lösung gefunden habe.


Hallo Ludwig,
so weit ich mich erinnere gibt es da nur diesen hier Tausche Reparaturständer. Man könnte dieses aber in einer gescheiten Fore wie zB. Basteln und Messen neu einbringen (könnte da man was machen Herbert?) Mein Chassis-Gestell wurde von melodia dem Thomas im Tausch eines unrestaurierten Radios hergestellt. Das ist noch echte Handarbeit gebaut in Deutschland. Mittlerweile gibt es ähnliche kommerzielle Nachbauten aus China, hoffentlich wurde dem Thomas die Idee nicht geklaut.

Hallo (saarfranzose) Jupp,
vielen Dank für die Blumen, SAARBRÜCKEN ist vollständig geblieben 8_)

Hallo paulchen,
natürlich hast du Recht. Ich wollte die anderen Elektrolytkondensatoren zwecks Funktions-Test auch gleich mit formieren. Fliegen aber raus, ich möchte dem Radio in den nächsten Jahren keine weitere Operation mehr zu muten. Jede Operation hinterlässt ihre Spuren, und kostet mich dazu meine Zeit.

Hallo Christoph,
ja ich mache das auch so beim Formieren. Ich fange sogar erst 20 Minuten bei 30 Volt an, und schalte wieder ab. Kaffeepause, danach auf 60 Volt, abschalten und Zigarettenpause auf dem Balkon. Das geht dann in Schritten weiter bis 230 Volt. In der Abschaltphase muss man auch nicht unbedingt Rauchen, man kann auch Ersatzteile sortieren oder einen Bericht fürs Dampfradioforum schreiben, und so weiter.
Nur eines ist wichtig, sobald das Radio eine Netzspannung erhält und sei es auch nur 30 Volt so habe ich den Vorgang zu überwachen und bin im Raum anwesend liebe Neueinsteiger! Ja Christoph der 5005 ist ja das Flagschiff der Serie. Angenehm haben mich die Empfangseigenschaften auf Kurzwelle überrascht, nach der Restauration darf er ein Duell gegen den China Degen antreten. Über UKW kann ich erst was sagen, wenn die vielen Sender die ich Empfangen habe auch lautstark mit bekomme. Die Probleme von verschiedenen Leuten habe ich im DRF und RM.org gelesen. Hoffentlich bleibe ich verschont :-D ich werde da nicht so schnell an den Filtern drehen.

Hallo,
heute hatte ich mich dem Gehäuse gewidmet, und bin gerade an den Papierkondensatoren drann. Die kleine Pause nutze ich um mal einen kleinen Zwischenbericht zu geben. Nach Entfernen des Schmotters mit Glasreiniger (Aldi) und mehrfacher liebevoller Behandlung mit meiner Lieblingspolitur Poliboy für helles Holz (DM-Drogeriemarkt), ohne Wachs und ohne Silikon mit medizinischem Weißöl, gibt es auch für dunkles Holz. Ergab sich folgendes Bild:
Bild

Bild

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Geboren am 23. Juli 1951
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Der Lautsprecher und die Schallwand bleiben in diesem sehr schönen, und nur mit dem Staubsauger gereinigten Zustand.
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Der nächste Bericht folgt :hello:
Viele Grüße
Gery


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BeitragVerfasst: Mo Sep 24, 2012 11:57 
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ich gesell mich dazu, 4004 "UKW" mit EL12 :bier:

Das Radio spielt so wie es ist, hat aber eine Kur nötig.

lG Martin

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BeitragVerfasst: Mo Sep 24, 2012 14:41 
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ich hab gestern beim Kurzwellen-Martin ein Gehäuse für mein Chassis mitgenommen. Das wird also auch bald kompletiert :-)

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BeitragVerfasst: Fr Sep 28, 2012 19:33 
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Gery; Poliboy mit Weissöl, wenn das der Hauptbestandteil ist, dann könnte man doch Ballistol auch verwenden. Eventuell noch etwas Lösungsmittel dazu, wenns zu dick ist. Ich hab weder mit dem einen noch dem anderen je was zu tun gehabt, obwohl Ballistol ja als das Wundermittel schlechthin gehandelt wird.


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BeitragVerfasst: Fr Sep 28, 2012 21:09 
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@Uli, Ballistrol ist für alles gut. Habe das aber noch nie an Radios ausprobiert.
http://www.ballistol-shop.de/Was-ist-We ... _:106.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9F%C3%B6l

In beiden Mitteln ist das medizinische Weissöl verarbeitet.

Gruß Gery


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BeitragVerfasst: Sa Sep 29, 2012 13:35 
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Moin Moin,

Ballistol hat zwar medizinisches Weissöl als Hauptbestandteil, allerdings auch noch andere Zusätze und auf ein Holzgehäuse würde ich das vorsichtshalber nicht wirklich auftragen.

Arbeiten ohne Ballistol, fast undenkbar, steht bei mir immer in Reichweite. Bakelitgehäuse bekommen einen schönen Glanz, nicht speckig oder so. Matte Radioknöpfe ebenso, auch schmiere ich damit alle Umlenkrollen des Seilzuges etc.

Wichtig, weniger ist hier mehr. Für Umlenkrollen z.B. sprühe ich kurz in ein kleines Behältniss und dann kommt die Nadel zum Einsatz. Auch auf Bakelit und den Knöpfen ist wenig angebracht, es schadet zwar nicht da mal richtig draufzuhalten, sieht aber sch.... aus und den Rest wischt man dann ab, macht keinen Sinn. Ballistol reinigt auch bedingt Messing und Kupfer, hier aber absolute Vorsicht. Es ist ein Zusatz darin, welcher Messing und Kupfer wohl reinigen kann, wird es dann aber nicht gründlich abgewischt (Radioknöpfe mit Messingblende) greift es das Messing leicht (!) an. Deshalb arbeite ich immer mit Nadel, oder sprühe leicht auf ein Tuch.

Für Holz ist Renuwell mein Favorit. Ein Mittel für alle Holzfarben, ob hell, mittel.... egal!

Beste Grüße
Peter

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Röhre, du im Radio, nur dein Klang macht mich wirklich froh.


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BeitragVerfasst: Fr Okt 05, 2012 20:45 
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ich hänge mich mal wieder hier mit rein. Mein 4004 spielt schon sehr gut, und erstaunlicherweise ist der UKW Empfang absolut zufriedenstellend! Die Kondensatorkur steht noch aus. Erst habe ich die Fehler beseitigt.

war das hier noch einfach und auf den ersten Blick zu erkennen:

Dateianhang:
Grundig_4004_6190.jpg
Grundig_4004_6190.jpg [ 61.19 KiB | 3449-mal betrachtet ]


hatte ich an einer unterbrochenen Spule in der Vorstufe länger gesucht:

Dateianhang:
Grundig_4004_6196.jpg
Grundig_4004_6196.jpg [ 64.07 KiB | 3449-mal betrachtet ]


ich habe dann einfach abgewickelt bis zur Unterbrechung, das Drähtchen zusammengelötet und wieder aufgewickelt:

Dateianhang:
Grundig_4004_6197.jpg
Grundig_4004_6197.jpg [ 43.97 KiB | 3449-mal betrachtet ]


die Röhren habe ich geprüft, die Kontakte behandelt. Klanglich wird sich noch einiges tun wenn erst mal die Kondensatoren neu sind.

Das Gehäuse wird auch gut.

Vorher:

Dateianhang:
Grundig_4004_6125.jpg
Grundig_4004_6125.jpg [ 41.85 KiB | 3449-mal betrachtet ]


nachher:

Dateianhang:
Grundig_4004_6131.jpg
Grundig_4004_6131.jpg [ 34.65 KiB | 3449-mal betrachtet ]


es braucht aber noch einige Zwischenschliffe, Aufträge und Polituren.

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Gruß,
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BeitragVerfasst: Fr Okt 05, 2012 21:17 
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Zitat:
hatte ich an einer unterbrochenen Spule in der Vorstufe länger gesucht


Au weia das hat aber länger gedauert, -oder?
Wie hast Du den Fehler gefunden?

Das Teil sah doch Tip Top aus.

Gruß Viktor


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BeitragVerfasst: Fr Okt 05, 2012 21:39 
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Die Spule liegt im Anodenkreis der HF Vorstufe (die erste EF11). Ich hatte keinen Empfang, ausser ganz leise Europa 1 auf Langwelle. Also prüfte ich alle Spannungen an den HF- und ZF Röhren. Als ich mit der Prüfspitze die Anode der EF11 berührte wurde der Sender auf einmal sehr laut, und hinter der Spule war keine Anodenspannung messbar. Das Ohmmeter bestätigte die Unterbrechung. Optisch war nichts erkennbar. Ich lötete an der Spule erst die Anschlüsse neu fest, aber ohne Erfolg. Die Unterbrechung war also irgendwo mittendrin. Und so wickelte ich den Draht ab bis zur Bruchstelle.

Für das Gehäuse benutze ich eine etwas ungewöhnliche Methode. Es waren viele Risse und Kratzer zu füllen. Als Alternative zu Hartöl oder Walnussöl benutze ich hier Owatrol. Den ersten Auftrag lies ich eine Woche trocknen, aber das war wohl nicht lange genug. Der Auftrag kräuselte sich nach der Lackierung an einigen Stellen. Diese Stellen hab ich dann mit einem Schleifvlies wieder plan geschliffen, was nicht einfach ist, da die Oberfläche sehr hart wurde. In ein paar Tagen kommt die nächste Lackschicht.

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BeitragVerfasst: Mo Okt 08, 2012 21:45 
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ich hab das Gehäuse wieder glatt poliert und versuche es jetzt mit Streichschellack. Das ist zumindest mal verträglicher als der 2K Klarlack und macht einen schönen Glanz.

Die Teer- C's sind alle getauscht. Einen Fehler bekomme ich nicht weg. Dreht man auf AM die Höhen etwas runter pfeift es kurz und der Sender verschwindet. Das muss mit der Bandbreitenregelung zusammenhängen. UKW spielt ganz sauber, ist nur im Vergleich zu AM etwas leise.

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