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 Betreff des Beitrags: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Mi Jan 16, 2019 17:30 
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Hallo Leute,

zum ersten Mal in meiner Bastelkarriere habe ich ein Gerufon auf dem Tisch, dieses hier:

https://www.radiomuseum.org/r/gerufon_u ... t_57w.html

Das Gerät ist vom April 1957, dürfte also am Ende der Serie entstanden sein. Bei einem genaueren Blick in den Schaltplan stellte ich schon fest, daß diverse Details im Gerät diesem Schaltplan nicht entsprechen, vielmehr wurde in der UKW-Zf, und um die geht es hier, schon die Schaltung des Nachfolgemodells verwendet:

https://www.radiomuseum.org/r/gerufon_u ... t_58w.html

Diese sieht detailweise so aus:

Bild

Damit ergeben sich nun erhebliche Probleme, die Zf-Abteilung verstärkt zwar (EM reagiert), jedoch bekomme ich keine saubere Demodulation zustande. Die Spannungen sind im Rahmen, die Röhren wurden erfolglos getauscht.

Das brachte mich auf die Idee, mal ein Bandfilter zu öffnen, da wurde ich prompt fündig. Einer der Parallelkondensatoren, der 25pF haben sollte, hatte 63, der eine mit 16 hatte etwa 55pF.

So sieht das im Original aus:

Bild

Das sind sehr ordentlich gemachte Bandfilter mit Sechskantkernen, problemlos nachzugleichen, nur hilft das alles nichts, wenn die Kondensatoren platt sind.

Wenn Ihr genau hinschaut, seht Ihr, daß diese Bauteile offenbar zwei Beine haben (rote Pfeile), oben sind die Drähte der Spulen befestigt, die unteren Beine sind durch den Kunststoff gesteckt und nehmen da direkt die Verkabelung unter dem Chassis auf.

Solche Kondensatoren habe ich noch nie gesehen. War das ein DDR-Spezialprodukt ? Wenn ja, woher bekommt man die noch ? Wenn man sie nicht mehr bekommt, wie löst man das sonst ?

Wer hat schon einmal Gerufone repariert, wer hatte diesen Effekt auch schon ?

Ich bin mir nicht einmal sicher, daß das der letzte Fehler ist, der dem Gerät noch innewohnt, das Lautstärkepoti und das interne Poti 1K in der UKW-Zf habe ich auch schon getauscht, die waren beide völlig erledigt.

(Nebenbei: wer kann mir erklären, wofür dieses interne 1K-Poti gut ist ? Was genau stellt man damit ein ? Mir kommt es so vor, als würde damit eine Regelung beeinflußt ?)

Danke für Eure Ideen zu dem Thema.

Holger

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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Mi Jan 16, 2019 18:08 
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Holger, ich löse diese Problem pragmatisch: Zerquetsch alte Kondensator, sodass es bröselt. Aber Kontaktfahne lässt du da drin.

Dann kannst du neue Kondensator einlöten.

Grüss
Matt

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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Mi Jan 16, 2019 20:04 
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Ich würde den gleichen Weg gehen, wie Matt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Mi Jan 16, 2019 20:43 
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Wie seid Ihr denn drauf ? Lach.......gute Idee.......
Aber selbst dann: 25pF und 16 pF sind jetzt auch keine Allerweltswerte. Ich werde mal meine Grabbelkiste befragen....

Bin gespannt, ob noch jemand was zu dem Poti schreibt.

Danke erstmal.

Gruß
Holger

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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Mi Jan 16, 2019 21:18 
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Zitat:
Bin gespannt, ob noch jemand was zu dem Poti schreibt.


Einsatzpunkt der Rauschsperre.

paulchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Do Jan 17, 2019 0:09 
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holger66 hat geschrieben:
... Einer der Parallelkondensatoren, der 25pF haben sollte, hatte 63, der eine mit 16 hatte etwa 55pF.

Das finde ich ungewöhnlich:
- zwei Fehler auf einmal
- jeweils ca. 38 pF höherer Messwert
- gestiegene Kapazität von Keramikkondensatoren

Ich hatte schon keramische Rohrkondensatoren, bei denen sich die innere Schicht teilweise abgelöst hat und dadurch die Filter verstimmt waren, aber noch nie welche mit erhöhter Kapazität.

Kann der um 38 pF erhöhte Messwert an der Messschaltung liegen (Kapazität zwischen den Messleitungen)?

Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Do Jan 17, 2019 0:46 
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Keramikkondensatoren mit schlechter Güte, hier beschrieben


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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Do Jan 17, 2019 4:50 
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Hallo Bernhard,

interessante Idee, ich hatte die zuerst auch. Jedoch habe ich sie verworfen, nachdem ich den zweiten 25er gemessen hatte, der stimmte bis auf 1pF genau.

Natürlich machen die Meßleitungen einen Fehler, der läßt sich aber mit Hilfe eines Stellknopfes am Meßgerät annähernd auf Null drehen.

RENS1284: Bei Glimmerkondensatoren kannte ich den Fehler auch. Und einmal hatte ich einen defekten Röhrchenkondensator. Das war in einem Braun-Gerät von 1962. Auch in einem UKW-Bandfilter.

H.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Fr Jan 18, 2019 22:59 
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Hallo Holger,

über Messfehler hätte ich mich bei dir auch etwas gewundert.

Keramikkondensatoren mit so deutlich erhöhter Kapazität sind mir noch nie untergekommen. Auch die Güte war bisher immer okay (wenn die Keramik keine mechanische Beschädigung aufwies).

Je nach Keramiktyp sinkt die Kapazität mit dem Alter mehr oder weniger stark. Nach Erhitzen über die Curietemperatur, z. B. beim Löten, steigt die Kapazität wieder und die Alterung beginnt neu. Bei Keramikkondensatoren für Schwingkreise (hohe Güte und geringe Toleranz) ist der Effekt aber kaum messbar.

Ich habe keine Erklärung für gestiegene Kapazität. (Oder waren andere Schaltungsteile auf der Unterseite noch angelötet?)

Kann dein Messgerät die Güte messen (tan delta oder die komplexe Impedanz) oder die Messfrequenz ändern?

Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Sa Jan 19, 2019 12:02 
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Hallo Bernhard,

danke, Du hast mich gerade vor einem Fehler bewahrt. Gut, daß ich den Thread noch einmal geöffnet hatte, bevor ich die kleinen Kondis geknackt habe.

Tatsächlich hatte ich "unterirdisch" nur einen Zweig abgelötet, in der fehlerhaften Annahme, das würde reichen, um eine saubere Messung zu gewährleisten. Das war falsch, wie sich herausstellte. Nach dem Ablöten auch des zweiten Zweiges stimmte der Wert von 25pF. Zwar nicht ganz exakt, aber doch innerhalb der Toleranz.

Verflixter Mist, das war meine letzte Fehlerannahme. Ich kriege keine verzerrungsfreie Demodulation hin. Wenn ich am Ratiokreis drehe, ändert sich zwar was, ich komme aber nicht zu einem Punkt, an dem es verzerrungsfrei geht, da kann ich so viel rauf- und runterkurbeln, wie ich will.

Grmbl.....

Gruß & DANK !!

Holger

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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Sa Jan 19, 2019 12:55 
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Hallo Holger, ich hatte schon ein paar defekte EAA's, hast du die schon mal getauscht?

Alfred


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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Sa Jan 19, 2019 13:24 
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Hallo Alfred,

klar, mehrere durchprobiert.

Inzwischen ist mir noch ein größeres Malheur passiert: ein Drähtchen ist oberhalb abgerissen, das Ende liegt in einer Plastikhülse die auf dem eigentlichen Rohr verklebt ist. Damit dürfte sich die Reparatur fürs Erste erledigt haben. Schöner Mist.

....wenn ich es recht bedenke: es kann sein, daß das Drähtchen nicht abgerissen, sondern nur abgefallen ist, m.a.W. auch vorher schon nicht mehr mit der Spule verbunden war. Das würde den ganzen Fehler erklären.

Ich grübele gerade darüber, ob ich ein UKW-Microbandfilter aus einer Philetta einsetzen kann. Gemacht habe ich das noch nie, es käme wohl auf einen Versuch an. Oder hat jemand ein Gerufon Schlachtgerät liegen ?

GRMBL.....

Holger

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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Sa Jan 19, 2019 14:24 
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holger66 hat geschrieben:
... es kann sein, daß das Drähtchen nicht abgerissen, sondern nur abgefallen ist, m.a.W. auch vorher schon nicht mehr mit der Spule verbunden war. Das würde den ganzen Fehler erklären.

Hallo Holger,

abgerissene Drähtchen, zumal aus verklebten Spulen, sind wirklich sehr ärgerlich.

Wenn ein Draht unterbrochen ist, funktioniert aber die gesamte Röhrenstufe nicht und man wird gar nichts hören. Über die Spulen fließt entweder der Anodenstrom oder der Gitter-Reststrom, außer bei der kleinen Ratiospule am Ratiodetektor (in Reihe mit 100 Ohm). Wenn das diese Spule war, hast du den Fehler vermutlich gefunden.

Andernfalls tippe ich eher auf eine starke Unsymmetrie irgendwo im Ratiokreis, z. B. unterschiedliche Kapazitäten im letzten Filter (2 x 100 pF in meinem Schaltplan).

holger66 hat geschrieben:
Ich grübele gerade darüber, ob ich ein UKW-Microbandfilter aus einer Philetta einsetzen kann. Gemacht habe ich das noch nie, es käme wohl auf einen Versuch an.

Prinzipiell sollte das funktionieren, habe ich aber auch noch nie gemacht.

Bernhard


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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Sa Jan 19, 2019 15:18 
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Hallo, Holger!

Ist das ein normales oder das Ratiofilter?
Ich habe noch neue Neumannfilter da.
Die passen von der Baugrösse her.

gruß, chromo


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 Betreff des Beitrags: Re: Gemeines Gerufon-Problem
BeitragVerfasst: Sa Jan 19, 2019 16:03 
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Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
Hallo Holger,

ob das ein normales oder ein Ratio-Filter ist, kannst du erkennen wenn du das Ding öffnest. Im normalen Filter wirst du zwei einfache Spulen finden. Im Ratio-Filter befindet sich noch eine dritte, kleine Spule (die sogen. Tertiärspule) -wenige Windungen- welche fest über die anodenseitige Kreisspule gewickelt ist. Ausserdem ist die eigentliche "Ratio-Spule" so gut wie immer bifilar gewickelt, was man manchmal an unterschiedlich lackierten Cu-Drähten erkennt, auf jeden Fall aber an der 'eigenartigen' Verdrahtung der beiden ineinander gewickelten Spulen zu erkennen ist.

Und nun zur Ergänzung von 'Paulchens' Einstellhinweis eine Funktions Beschreibung der 'gerufonen' Rauschminderung...
Dateianhang:
Gerufon-Rauschen.JPG
Gerufon-Rauschen.JPG [ 149.75 KiB | 947-mal betrachtet ]

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


Zuletzt geändert von glaubnix am Sa Jan 19, 2019 17:41, insgesamt 1-mal geändert.

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