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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Kopfhöreranschluss an Saba meersburg100

Dampfradioforum

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BeitragVerfasst: Sa Feb 22, 2020 23:05 
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Ich habe mal wieder eine Frage.

Ich wurde gefragt wie man einen Kopfhörer an ein Röhrenradio vom Typ Saba meersburg 100 anschließen könne und wo man diesen beziehen kann.

Von so etwas habe ich noch niemals gehört.
Ich habe ihn an den atr Shop oder Fachhandel verwiesen.

Geht denn so etwas überhaupt? Theoretisch müsste man mit wiederständen wohl so etwas basteln können oder? Fertig zu kaufen gibt es das wohl nicht denke ich mir.
Man müsste das wohl an den lautsprechersusgängen anbringen denke ich mir?

Mit freundlichen Grüßen,günter

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BeitragVerfasst: Sa Feb 22, 2020 23:30 
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Günter, ein wenig in die Theorie gefragt, wo siehst du da ein Problem. ?...Klar ist das machbar, einfach einen Spannungsteiler in Form von Widerständen und am Kopfhörer kommt was raus.

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harry

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BeitragVerfasst: Sa Feb 22, 2020 23:37 
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Für den Anschluss des Kopfhörers kann man die Buchse für externen Lautsprecher benutzen. Natürlich ist ein Adapter für den Stecker am Kopfhörer zu bauen.

Da der Kopfhörer bei Anschluss an einen Lautsprecherausgang zu laut sein wird, kann man seine Lautstärke durch einen Vorwiderstand absenken.

So weit, so gut. Aber zwei wichtige Punkte sind zu beachten:

Vermutlich soll nur über Kopfhörer gehört werden, also die Lautsprecher im Radio sollen stumm sein. Anders als die meisten Röhrenradios, hat dieses an der Rückwand einen Schalter, mit dem man die internen Lautsprecher ausschalten kann. Aber dann läuft der Lautsprecherausgang praktisch leer, der Kopfhörer mit Vorwiderstand belastet ihn kaum. Das darf man bei einem Röhrenverstärker nicht machen, weil es u.a. den Ausgangsübertrager gefährdet. Man muss deshalb einen Lastwiderstand einbauen, der die Belastung durch die Lautsprecher nachbildet.

Dieses Radio hat am Netzeingang zwei Entstörkondensatoren, die im Fehlerfall das Chassis einschließlich der Lautsprecherbuchse mit dem Netz verbinden. Dann würde mit 50%-iger Wahrscheinlichkeit, je nachdem wie herum der Netzstecker in der Steckdose steckt, der Kopfhörer unter Netzspannung stehen. Dass das lebensgefährlich ist, wird wohl niemand bezweifeln. Diese Kondensatoren müssen deshalb, falls noch nicht geschehen, unbedingt entfernt oder durch Entstörkondensatoren der Klasse Y ersetzt werden. Auch die Isolationsprüfung zwischen Netzeingang und Chassis, die eigentlich nach allen Reparaturen obligatorisch ist, aber oft unterlassen wird, ist in diesem Fall besonders wichtig.

Lutz


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BeitragVerfasst: Sa Feb 22, 2020 23:50 
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KURZUM, Röhrenradios entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsansprüchen !!!

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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 11:30 
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Guten Morgen.

Danke für die fundierten Antworten.
So ähnlicH habe ich mir das auch schon gedacht.

Ich werde ihn ausdrücklich davon abraten und warnen da etwas zurechtzubasteln!
Auch kann man sich mit so etwas wenn die wiederstände nicht richtig bemessen sind das Gehör schädigen.

Ich bedanke mich ausdrücklich noch einmal für die schnellen Antworten.

Mit freundlichen Grüßen, Günter

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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 12:24 
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Ja Harry hat völlig recht!
Besonders die allstromgeräte...

Ich sollte an einem Grundig Radio das scalenseil wechseln da der Besitzer es immer von „innen“ bedienen müsse mittels drehen an der Rolle vom drehkondensator! Natürlich am besten umsonst...Das Radio würde in seiner Sauna stehen aber einen schönen Klang haben! Auch möchte er sein Handy anschließen können.
Von der Sauna habe ich ihm sovort eindringlich abgeraten!

Mich hat fast der Schlag getroffen als ich feststellte das es ein allstromgerät war...
Nicht auszudenken....also ich mag gar nicht darüber nachdenken....

Ich habe ihm einen Thread aus diesem Forum von den Gefahren welche von diesen Geräten ausgeht ausgedruckt und mitgegeben.
Die Kontakte am Netzstecker habe ich markiert und ihm erklärt wie er es an der Steckdose erkennen könne! Und warum das radio mit verpoltem Netzstecker nicht so schön spielt.
Auch habe ich ihm die Gefahr für kleine Kinder und Hausfrauen erklärt.
Die wichtigsten kondensatoren habe ich auch noch gewechselt.

Den ganzen Sonntag Nachmittag habe ich daran gebastelt und nachts fast Albträume davon bekommen!

Aber ich glaube wirklich das er all meine Ratschläge in den Wind geschlagen hat!
Ich lehne wenn irgend möglich auch kleinere reperaturaufträge ab, man glaubt gar nicht wieviele Leute noch röhrenradios besitzen und teils spielen lassen, natürlich alle in desolatem Zustand!

Auch weiß ich um meine mangelhaften Kenntnisse was mir hier gerade wieder aufgefallen ist. Ich möchte es nicht verantworten wenn Menschen zu schaden kommen sollten!
Wenn ich ein Gerät für mich selbst restauriere ist es das eine!
Von der Problematik der netzentstörkondensatoren weiß ich.

Aber das Wort isoltationsprüfung habe ich zwar gehört aber ehrlichgesagt nie gemacht!
Wie muss ich mir diese Prüfung denn vorstellen?

Mit freundlichen Grüßen und einen schönen Sonntag, günter

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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 12:31 
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Mal einfach ausgedrückt, die Isolationsprüfung wird mit einem speziellem und teuren Messequipment gemacht, damit wird der Isolationswiderstand ermittelt

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Zuletzt geändert von eabc am So Feb 23, 2020 12:52, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 12:48 
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Und dieses Messgerät hat wahrscheinlich kaum jemand?
kann man da etwas improvisieren?

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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 12:53 
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Hallo,
Improvisieren wüsste ich jetzt nichts, würde ich auch nicht da es da um etwas sicherheitsrelevantes geht.

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Schöne Grüsse,
Alex :hello:


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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 13:07 
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Ich habe das Thema hier im Forum gelesen und festgestellt das man ein spezielles Gerät dafür benötigt.
Auch von den Sicherheitsklassen der Geräte habe ich viel gelesen und festgestellt das ein allstromradio zb die Sicherheitsklasse 0 hätte was man aber trotzdem niemandem verbieten kann.
Auch galvanisch getrennte netztrafogeräte hätten nur schutzklasse 1 bis allerhöchstens 2 je nachdem wie man es auslegt.

Ein User hat ein Radio mit alten papierkondensatoren damit getestet und es hat den Test vollauf bestanden...
Ob man den Test wirklich auf die alten Geräte eins zu eins übertragen kann weiß ich nicht denn ich kann mir nicht vorstellen das ein Radio mit über 60 Jahre alten kondensatoren wirklich betriebssicher ist.
Aber vorgeschrieben ist dieser Test!
Und schaden kann er ganz sicher nicht!

Mit freundlichen Grüßen

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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 13:09 
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@ alex, geht es bei diesem Test denn nicht unter anderem darum das keine berührbaren Teile unter netzspannung stehen?

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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 13:30 
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Ich habe mal bei eBay gegoogelt nach so einem Testgerät.

Es gibt dort profigeräte welche bis zu 3000 euro.
Es gibt günstige Antike analoggeräte welche selbst vieleicht sogar das allergrößte Sicherheitsrisiko darstellen.

Und es gibt digitale China Geräte für 32 Euro für bis zu 1000volt wenn ich mich recht entsinne.

Ich denke das die billigen Chinageräte sicherlich nicht die allerbesten sind aber sicherlich besser als gar nichts oder?
Wenn ich es richtig verstehe testen die Geräte unsere Radios mit Hochspannungen welche eigentlich normal gar nicht vorkommen.
Und in dem man sie testet kann man einigermaßen sicher sein das sie die Sicherheit in normalen betriebszuständen einigermaßen erbringen?

Vieleicht sollte man über den Kauf solch eines günstigen Gerätes einmal nachdenken bevor man es gar nicht testet?

Oder denke ich da jetzt völlig falsch?

Mit freundlichen Grüßen, Günter

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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 13:41 
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timmi351 hat geschrieben:
Auch galvanisch getrennte netztrafogeräte hätten nur schutzklasse 1 bis allerhöchstens 2 je nachdem wie man es auslegt.

Ein User hat ein Radio mit alten papierkondensatoren damit getestet und es hat den Test vollauf bestanden...
Ob man den Test wirklich auf die alten Geräte eins zu eins übertragen kann weiß ich nicht denn ich kann mir nicht vorstellen das ein Radio mit über 60 Jahre alten kondensatoren wirklich betriebssicher ist.

Ob ein Gerät Schutzklasse I oder II hat, ist keine Auslegungssache, sondern richtet sich danach, ob das Gerät einen Schutzleiteranschluss hat. Röhrenradios haben keinen und fallen deshalb unter die Schutzklasse II. Ob sie in allen Punkten den heutigen Anforderungen dieser Schutzklasse entsprechen, ist eine andere Sache.

Ob ein Radio Papierkondensatoren enthält, spielt für die Isolationsprüfung nur dann eine Rolle, wenn sie zwischen Netzanschluss und Chassis geschaltet sind, wie bei vielen Radios z.B. von Graetz, Saba und Siemens. Es ist möglich, dass deren Isolationswiderstand noch ausreicht, um die Prüfung zu bestehen. Ob das auf Dauer so bleibt, sagt die Prüfung nicht aus, sie stellt nur den Zustand zum Zeitpunkt der Prüfung fest.

Die Isolationsprüfung ist im Wesentlichen eine Strommessung bei 500 V Gleichspannung. Für eine improvisierte Prüfung muss man also eine Gleichspannung in dieser Höhe erzeugen, diese zwischen Netzeingang und allen berührbaren Teilen anlegen und den Strom messen. Dass ein fliegender Aufbau mit einer solchen Spannung nicht ungefährlich ist, sollte klar sein.

Falls an dem Gerät, das so geprüft wurde, doch jemand zu Schaden kommen sollte, wird diese Prüfung von den Rechsverdrehern aus mehreren Gründen als nicht ausreichend angesehen werden. Denn es kommt nicht nur darauf an, wie hoch der gemessene Ableitstrom war, sondern ob das verwendete Prüfgerät für diese Messung zugelassen ist (ein billiges Gerät aus China sicher nicht), ob es regelmäßig kalibriert wird, ob der Prüfer die benötigten Qualifikationen hat, ob das Prüfergebnis ordnungsgemäß dokumentiert wurde und so weiter.

Lutz


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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 14:29 
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Danke für die qualifizierte Aussage.

Elektrischer Strom ist auf jeden Fall mit hohen Gefahren verbunden und darf niemals unterschätzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

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BeitragVerfasst: So Feb 23, 2020 16:19 
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Dass man einen gewissen Respekt vor den Gefahren des elektrischen Stroms haben sollte, ist richtig. Aber man sollte sich nicht verrückt machen und mit Augenmaß vorgehen. Dazu bedarf es natürlich eines gewissen Sachverstandes. Sonst stallt man sich auf eine Stufe mit den vielen heutigen Bedenkenträgern, denen es an diesem Sachverstand mangelt und die deshalb überall tödliche Gefahren wittern.

Lutz


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