Nach Kontaktschwierigkeiten am Kontrastregler ist das Bild nun in Ordnung.
Jetzt muss ich mich nur noch um das Intercarrier-Brummen kümmern und um das Problem, dass die Lautstärke nicht ganz herunter geregelt werden kann.
Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
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Re: Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
Gruß,
Daniel
„Baden Baden, Beromünster, Paris, Rom…
...Eine ganze Welt ist auf der Skala des SABA-Empfängers vereint“
Daniel
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Re: Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
Das Lautstärkeproblem habe ich nun durch eine Modifikation gelöst. An der Steckleiste des ZF- und NF-Moduls ist nun ein 150 Ohm Widerstand von Pin 4 nach Pin 5 gelötet. Pin 4 ist der Schleifer des Lautstärke-Potis, bzw. der Eingang des NF-Verstärkers. Nun lässt sich die Lautstärke zwar immer noch nicht ganz abdrehen, ist aber bei der kleinsten Stellung leise genug und bei der Endstellung ordentlich laut. Es wäre auch möglich gewesen, den NF-Verstärker zu modifizieren, doch ich wollte auf der Platine nichts verändern und ein angelöteter Widerstand lässt sich ja fast spurlos wieder entfernen.
Der Fehler wird wohl am Lautstärkepoti liegen. Ich habe Vergleichsmessungen mit einem anderen Chassis gemacht, dort unterscheiden sich die Werte nur minimal (6kOhm und 5kOhm). Testweise hatte ich auch ein anderes Modul verwendet, auch dort bestand das Lautstärkeproblem.
Die Betriebsspannung lag zunächst mit 10V zu tief, was sich aber einstellen lässt. Laut Schaltplan sollen 11,5V anliegen, was nun der Fall ist.
Inzwischen ist das Gerät wieder fast komplett zusammengebaut, nur fehlen mir die zwei kleinen Knöpfe auf der Oberseite. Die müssen noch irgendwo vergraben sein.
Bilder werde ich noch nachreichen, wenn das Gerät 100% komplett ist.
Hier noch die "Strecke" mit den "erlegten" Kondensatoren: Die hellgrünen Elkos auf dem Bild unten waren allesamt ausgelaufen. Die grauen waren zu 60% Schrott.
Alle Elkos bis 4µ7 sind durch Folienkondensatoren ersetzt worden.
Ein Austausch aller Elkos ist bei diesem Gerät ein Muss.
Der Fehler wird wohl am Lautstärkepoti liegen. Ich habe Vergleichsmessungen mit einem anderen Chassis gemacht, dort unterscheiden sich die Werte nur minimal (6kOhm und 5kOhm). Testweise hatte ich auch ein anderes Modul verwendet, auch dort bestand das Lautstärkeproblem.
Die Betriebsspannung lag zunächst mit 10V zu tief, was sich aber einstellen lässt. Laut Schaltplan sollen 11,5V anliegen, was nun der Fall ist.
Inzwischen ist das Gerät wieder fast komplett zusammengebaut, nur fehlen mir die zwei kleinen Knöpfe auf der Oberseite. Die müssen noch irgendwo vergraben sein.
Bilder werde ich noch nachreichen, wenn das Gerät 100% komplett ist.
Hier noch die "Strecke" mit den "erlegten" Kondensatoren: Die hellgrünen Elkos auf dem Bild unten waren allesamt ausgelaufen. Die grauen waren zu 60% Schrott.
Alle Elkos bis 4µ7 sind durch Folienkondensatoren ersetzt worden.
Ein Austausch aller Elkos ist bei diesem Gerät ein Muss.
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Daniel
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Re: Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
Naja, dann steht mir ja noch einiges an Arbeit bevor.
Rosel
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Re: Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
Naja, so schlimm ist es eigentlich nicht.
Wenn Du die Bildröhre nicht von der Frontmaske trennen willst, darfst Du die vier Senkkopfschrauben im Alurahmen nicht rausdrehen. Lediglich die eine, die oben mittig verschraubt ist und die beiden, die sich jeweils links und rechts befinden müssen zum Lösen der gesamten Front entfernt werden. Dann muss noch die Zuleitung zum Lautsprecher und Kopfhörerbuchse abgelötet werden und die Front kann samt Bildröhre (sofern alle Steckverbinder der Röhre gelöst sind) entnommen werden.
Die Alu-Zierbleche der Front kann man durch Zurückbiegen der Haltelaschen gut entfernen, falls man dies zum Ausbeulen machen muss. Dabei auf keinen Fall zu harte Ausbeulwerkzeuge benutzen (also kein Stahl oder Messing). Ich hatte dazu weiches Holz auf einem Stapel Papier benutzt. Ist das Werkzeug zu hart, treibt man schnell Beulen ins Blech, die nur noch sehr schwer bis gar nicht zu beseitigen sind.
Nicht überverknarzte Schrauben wundern, die sind schon ab Werk leicht angemurkst. Speziell bei den Senkkopf-Kreuzschlitzschrauben ist ein genau passender Schraubendreher besonders wichtig!
Die Drehachse vom Radioskalenantrieb und besonders die Schiebeschalter sollten geschmiert werden, da besonders letztere durch ihre eigentlich zu langen Achsen nur schwer zu betätigen gehen. Ich habe da mit entsprechenden Mitteln sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die Elektronik ist im Wesentlichen ja auf zwei Module verteilt, die nach Entfernen einiger Steckverbindungen entnommen werden können. Ich hatte mir vorher die Lage der Stecker fotografisch dokumentiert.
Den Henkel muss man übrigens auch nicht unbedingt abschrauben.
Auf der Unterseite hinter dem Radioteil versteckt sich die kleine Platine, auf der die Versorgungsspannung stabilisiert wird. Dort sind auch ein oder zwei Elkos drauf, die getauscht werden müssen. Das kann auch ohne den Ausbau der Platine gemacht werden.
Zum Lautstärkeregler führt ebenfalls ein Elko, der getauscht werden muss.
Im Netzteil, dass außer Gleichrichtung und Elko nichts enthält muss letzterer auch meist getauscht werden.
Wenn Du die Bildröhre nicht von der Frontmaske trennen willst, darfst Du die vier Senkkopfschrauben im Alurahmen nicht rausdrehen. Lediglich die eine, die oben mittig verschraubt ist und die beiden, die sich jeweils links und rechts befinden müssen zum Lösen der gesamten Front entfernt werden. Dann muss noch die Zuleitung zum Lautsprecher und Kopfhörerbuchse abgelötet werden und die Front kann samt Bildröhre (sofern alle Steckverbinder der Röhre gelöst sind) entnommen werden.
Die Alu-Zierbleche der Front kann man durch Zurückbiegen der Haltelaschen gut entfernen, falls man dies zum Ausbeulen machen muss. Dabei auf keinen Fall zu harte Ausbeulwerkzeuge benutzen (also kein Stahl oder Messing). Ich hatte dazu weiches Holz auf einem Stapel Papier benutzt. Ist das Werkzeug zu hart, treibt man schnell Beulen ins Blech, die nur noch sehr schwer bis gar nicht zu beseitigen sind.
Nicht überverknarzte Schrauben wundern, die sind schon ab Werk leicht angemurkst. Speziell bei den Senkkopf-Kreuzschlitzschrauben ist ein genau passender Schraubendreher besonders wichtig!
Die Drehachse vom Radioskalenantrieb und besonders die Schiebeschalter sollten geschmiert werden, da besonders letztere durch ihre eigentlich zu langen Achsen nur schwer zu betätigen gehen. Ich habe da mit entsprechenden Mitteln sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die Elektronik ist im Wesentlichen ja auf zwei Module verteilt, die nach Entfernen einiger Steckverbindungen entnommen werden können. Ich hatte mir vorher die Lage der Stecker fotografisch dokumentiert.
Den Henkel muss man übrigens auch nicht unbedingt abschrauben.
Auf der Unterseite hinter dem Radioteil versteckt sich die kleine Platine, auf der die Versorgungsspannung stabilisiert wird. Dort sind auch ein oder zwei Elkos drauf, die getauscht werden müssen. Das kann auch ohne den Ausbau der Platine gemacht werden.
Zum Lautstärkeregler führt ebenfalls ein Elko, der getauscht werden muss.
Im Netzteil, dass außer Gleichrichtung und Elko nichts enthält muss letzterer auch meist getauscht werden.
Gruß,
Daniel
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Re: Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
Danke für die Info!
Rosel
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- Philetta
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Re: Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
Hallo!
Ich ich habe nun auch zwei dieser kleinen Fernseher in meiner Sammlung und würde gern zumindest einen in einen gut funktionierenden Zustand versetzen.
Da ich im TV Bereich keine wirkliche Erfahrung habe, würde ich mich über Unterstützung freuen und gern dazulernen.
Leider habe ich noch keinen Schaltplan.
Viele Grüße
Chris
Ich ich habe nun auch zwei dieser kleinen Fernseher in meiner Sammlung und würde gern zumindest einen in einen gut funktionierenden Zustand versetzen.
Da ich im TV Bereich keine wirkliche Erfahrung habe, würde ich mich über Unterstützung freuen und gern dazulernen.
Leider habe ich noch keinen Schaltplan.
Viele Grüße
Chris
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- Philetta
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Re: Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
Meine erste Frage geht in Richtung Kondensatorentausch. Gibt es besondere Anforderungen an diese? Z.B. in Bezug auf eine niedrige ESR?
Kann mir jemand geeignete empfehlen?
Z.B. von Reichelt?
Kann mir jemand geeignete empfehlen?
Z.B. von Reichelt?
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- Transmare
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Re: Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
Hallo,
für diese Geräte genügen die kostengünstigen 85°-Ausführungen, es bestehen keine besonderen Anforderungen an den ESR. Ich nehm an vielen Positionen machnmal sogar aus Platinen modernerer Geräte ausgelötete, wichtig sind die äußeren Abmessungen bei dem gedrängten Aufbau, heute kann es aber sein, daß man ein, zwei Spannungsklassen höher auswählen kann (teils muß), ohne die Abmessungen zu überschreiten.
Also statt alt 50µF 10V z.B. heute 47µ/25 V oder für alt 10µ/10V heute 10µ/63V (Beispiele willkürlich u. nicht auf das Gerät bezogen)
Gruß Ingo
für diese Geräte genügen die kostengünstigen 85°-Ausführungen, es bestehen keine besonderen Anforderungen an den ESR. Ich nehm an vielen Positionen machnmal sogar aus Platinen modernerer Geräte ausgelötete, wichtig sind die äußeren Abmessungen bei dem gedrängten Aufbau, heute kann es aber sein, daß man ein, zwei Spannungsklassen höher auswählen kann (teils muß), ohne die Abmessungen zu überschreiten.
Also statt alt 50µF 10V z.B. heute 47µ/25 V oder für alt 10µ/10V heute 10µ/63V (Beispiele willkürlich u. nicht auf das Gerät bezogen)
Gruß Ingo
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- Geographik
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Re: Universum FK100R - eine Hommage und Erfahrungsbericht
Beim FK100 sind teilweise Elkos verbaut, bei denen der Pluspol und nicht wie üblich der Minuspol markiert ist. Das kann man aber erkennen, übersieht es jedoch, wenn man nicht drauf achtet.
Es sind auch Elkos mit 1µF und kleiner verbaut, wenn ich mich richtig erinnere. Die kann man auch gegen Folienkondensatoren ersetzen.
Falls mal Transistoren verenden (es sind nur Germaniumtransistoren verbaut), kann man manchmal ohne Anpassung Siliziumtypen verwenden - einfach ausprobieren...
Und falls das Gerät über die DC-Buchse auf der Rückseite betrieben werden soll, bitte beachten: Der Pluspol liegt außen und Minus folglich am Mittelpin!
Es sind auch Elkos mit 1µF und kleiner verbaut, wenn ich mich richtig erinnere. Die kann man auch gegen Folienkondensatoren ersetzen.
Falls mal Transistoren verenden (es sind nur Germaniumtransistoren verbaut), kann man manchmal ohne Anpassung Siliziumtypen verwenden - einfach ausprobieren...
Und falls das Gerät über die DC-Buchse auf der Rückseite betrieben werden soll, bitte beachten: Der Pluspol liegt außen und Minus folglich am Mittelpin!
Gruß,
Daniel
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