Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

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albert66
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Re: Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

Beitrag von albert66 »

Das wäre die Nadel im Heuhaufen ......... Frohe Weihnachten noch, an alle.
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holger66
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Re: Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

Beitrag von holger66 »

Das müßte aber dann UKW auch dann betroffen haben, wenn kein Sender eingedreht oder die Antenne gezogen war, richtig ?

Bei meinem Graetz ist es ja so, daß es nur bei Senderempfang brummt. Ich werde die Verdrahtung des UKW-Tuners auch noch einmal gesondert untersuchen.

H.
UKW: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.....
Munzel
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Re: Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

Beitrag von Munzel »

Nein, das haben die Goldpfeile auch nur gemacht, wenn ein Sender eingestellt war. Ich hatte da eine Weile Not mit einem 6404.
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Re: Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

Beitrag von röhrenradiofreak »

Bei diesem Fehler brummt es nur, wenn ein Sender empfangen wird. Das hat folgenden Grund:

Das UKW-Teil ist mit einer 50Hz-Wechselspannung aus dem Heizkreis störverseucht. Das führt dazu, dass die Oszillatorfrequenz mit 50Hz frequenzmoduliert ist. Also ist auch das ZF-Signal mit 50Hz frequenzmoduliert, und der Empfang eines Senders mit einem Brummen überlagert.

Wird kein Sender empfangen, gibt es kein ZF-Signal und somit auch kein Brummen.

Lutz
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Re: Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

Beitrag von holger66 »

Hallo Lutz,

danke für die Erklärung, verstanden.

Ich habe jetzt mal mein Bestandsgerät herausgeholt und verglichen. Tatsächlich hat das Gerät noch den originalen Becherelko drin, die Verdrahtung in dem Bereich wurde also nicht geändert und auch dieses Gerät zeigt diesen Fehler, wenn auch in geringerem Maße.

OK, also womöglich ein Serienfehler. Da werde ich irgendwann den Tuner mal aufmachen und die Verdrahtung zwischen dem einen Pol der Heizung und Masse mal überprüfen. Wenn sich da keine Abhilfe erzielen läßt, muß es halt so bleiben.

Vielen Dank für Eure Beiträge und alles Gute für 2026

Holger
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Re: Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

Beitrag von röhrenradiofreak »

Hast Du denn mal den Test mit dem Abhören des Oszillatorsignals gemacht, den ich vorgeschlagen habe?

Wenn dieses verbrummt ist, würde ich testweise das UKW-Teil auf kurzem Wege mit großem Querschnitt mit dem Chassis verbinden, vielleicht hilft das.

Ob das Brummen von der Heizspannung des UKW-Teils oder überhaupt von der Heizung kommt, kriegt man heraus, indem man die Heizwicklung des Netztrafos ablötet imd die Röhren mit einer externen Gleichspannung heizt.

Brummt es dann nicht, oder ist kein Netzgerät mit ausreichender Strombelastbarkeit vorhanden, wäre der nächste Schritt, nur die ECC85 im UKW-Teil mit externer Gleichspannung zu heizen.

Brummt es dann auch nicht, wären die Heizungsanschlüsse der ECC85 im UKW-Teil hochzulegen und mit einer 2-poligen Leitung mit Heizspannung aus dem Chassis zu versorgen. Oder zumindest der Heizungsanschluss, der mit Masse verbunden ist. Je nach Aufbau des UKW-Teils kann das natürlich schwierig oder fast unmöglich sein.

Lutz
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Re: Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

Beitrag von albert66 »

Das UKW-Teil hat sicher eine eigene Abschirmung und eigenen Massepunkt. Die Ersatz-Masseverbindung (vor allem der Abschirmung) würde ich zum Netzteil ziehen, Lade-C oder Trafo-Massepunkt (Hzg). Direkt auf's Chassis ........ nach meiner damaligen Messung ist das Chassis "Mittäter".

Grüße und Gutes Neues Jahr, Peter
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Re: Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

Beitrag von holger66 »

Im Moment komme ich nicht zu dem Gerät, da etwas anderes vorher fertig werden muß.....

Ich melde mich, wenn ich wieder daran ausgekommen bin.

H.
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Re: Brummproblem Bei Graetz 194W (Sinfonia 4R)

Beitrag von holger66 »

So, ich habe das Chassis nun noch einmal ausgebaut und den Tuner geöffnet. Die Inaugenscheinnahme ergab, daß man bei der speziellen waagerechten Einbaulage der Röhre praktisch nicht direkt an die Kontaktfahnen der Röhrenfassung herankommt, die für die Heizung verantwortlich sind, sie liegen unten.

Immerhin konnte ich sehen, daß die direkt mit Masse verbundene Kontaktfahne an die Mittelhülse der Fassung gelötet ist. Diese Hülse ist dann zusammengequetscht und auf ein internes Schirmblech gelötet, das mit Masse verbunden ist.

Ich habe nun dieses Blech so nah wie möglich an der Mittelhülse der Fassung mit dem Dremel angerauht und da einen gewendelten schwarzen Draht angelötet, den ich durch das Loch einer Niete nach draußen geführt und an dem Massepunkt angelötet habe, der dem Tunergehäuse am nächsten liegt.

Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, daß die Graetz-Mannen an dieser Stelle offenbar auch schon ein Problem sahen. Es sind für den Tuner nämlich gleich ZWEI Laschen aus dem Blech des Grundchassis ausgestanzt worden, die dann beide mittels sehr dicker Drahtstücke mit dem Blech des Tunergehäuses verbunden sind. Am unteren Bildrand der Außenansicht kann man das mehr ahnen als sehen.

Der Effekt war nicht riesig, aber merkbar, der Brumm beim UKW-Empfang hat etwas nachgelassen. Da es sich hier ganz offensichtlich um einen Serienfehler handelt (mein Bestandsgerät hat den wie gesagt etwas milder auch), dessen Behebung vermutlich eine grundlegende Änderung notwendig machen würde und da mir das Radio dauerhaft den Werktisch blockierte, habe ich mich nun entschlossen, es dabei zu belassen.

Etwas verdrießlich, das gebe ich zu. Vielleicht findet ja mal jemand aus dem DRF oder anderswo eine finale Lösung, die ich dann am meinem Bestandsgerät nachvollziehen kann.

Vielen Dank an alle Tipgeber und Mitleser

Holger
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