Hallo zusammen,
Ich hätte eine Frage:
Auf unserem Reihenhaus ist noch eine Dachantenne aus den 70ern. Die Fernsehantennen hab ich mal entfernt, ein LMK Stab und ein UKW Dipol sind noch drauf. Der UKW Empfang ist sehr gut, Kurzwelle geht nichts. Ich hab nachgeschaut im Speocher, am Mastfuß ist eine Antennenweiche ADX32 das Koaxkabel das von dort rausgeht, geht aber noch durch eine Art Sperrfilter (Foto), da steht auch drauf dass 0-30 MHz gesperrt wird. Kann ich nicht einfach den Ausgang der Antennenweiche direkt nutzen ( und diesen Sperrfilter einfach weglassen) damit KW durchkommt ?
Bin für jeden Kommentar/Tipp dankbar!
Viele Grüße
Vorhandene Dachantenne verwenden
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Moki
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Vorhandene Dachantenne verwenden
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fritz52
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Re: Vorhandene Dachantenne verwenden
Versuch macht ja bekanntlich "Kluch"
M. f. G.
fritz
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen
fritz
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röhrenradiofreak
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Re: Vorhandene Dachantenne verwenden
Probieren kannst Du es. Aber ob das einen befriedigenden Kurzwellenempfang ergibt, halte ich für fraglich. Denn sowohl die Stabantenne als auch der Antenneneingang des Radios haben eine deutlich höhere Impedanz als 75 Ohm und sind deshalb schlecht an das 75 Ohm-Koaxialkabel angepasst. Das führt zu einem erheblichen Verlust an Empfangsspannung.
Als die Kurzwellenbänder noch voll und teilweise überfüllt mit leistungsstarken Sendern internationaler Kurzwellendienste waren, war das vielleicht nicht so wichtig. Heute ist die Situation anders, zum Beispiel senden im 49m-Band viele private Stationen mit vergleichsweise kleiner Leistung.
Für eine ungefähr richtige Anpassung verwendet man oft an beiden Enden einen HF-Transformator, einen sogenannten Balun, mit einem Übersetzungsverhältnis von etwa 1:5. Das UKW-Signal darf nicht darüber geführt werden, denn sonst kommt es dort zu einer Fehlanpassung. Auch aktive Schaltungen können dieses leisten und zusätzlich das Signal verstärken, aber sie benötigen natürlich eine Stromversorgung.
Lutz
Als die Kurzwellenbänder noch voll und teilweise überfüllt mit leistungsstarken Sendern internationaler Kurzwellendienste waren, war das vielleicht nicht so wichtig. Heute ist die Situation anders, zum Beispiel senden im 49m-Band viele private Stationen mit vergleichsweise kleiner Leistung.
Für eine ungefähr richtige Anpassung verwendet man oft an beiden Enden einen HF-Transformator, einen sogenannten Balun, mit einem Übersetzungsverhältnis von etwa 1:5. Das UKW-Signal darf nicht darüber geführt werden, denn sonst kommt es dort zu einer Fehlanpassung. Auch aktive Schaltungen können dieses leisten und zusätzlich das Signal verstärken, aber sie benötigen natürlich eine Stromversorgung.
Lutz
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Moki
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Re: Vorhandene Dachantenne verwenden
Hallo Lutz,
Danke für Deine Nachricht. Das mit der schlechten Anpassung ist mir klar, aber mit diesem Sperrfilter oder wie es genau heißt, kommt ja KW mehr oder weniger gar nicht durch. Ich würde gerne probieren, ob es etwas besser wird, und dann müsste man es vernünftig machen. Wichtig wäre mir nur, dass es generell machbar wäre....
Danke für Deine Nachricht. Das mit der schlechten Anpassung ist mir klar, aber mit diesem Sperrfilter oder wie es genau heißt, kommt ja KW mehr oder weniger gar nicht durch. Ich würde gerne probieren, ob es etwas besser wird, und dann müsste man es vernünftig machen. Wichtig wäre mir nur, dass es generell machbar wäre....
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countryman
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Re: Vorhandene Dachantenne verwenden
Wobei es ja schon lustig ist, dass man einen LMK Stab aufgebaut hat um ihn dann wegzudämpfen
Ich kann mir nur vorstellen dass sich nachträglich eine Überladung eines Gerätes zeigte. Bis in die 90er gab es ja teils massive Signalstärken auf KW.
Ich kann mir nur vorstellen dass sich nachträglich eine Überladung eines Gerätes zeigte. Bis in die 90er gab es ja teils massive Signalstärken auf KW.
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röhrenradiofreak
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Re: Vorhandene Dachantenne verwenden
Die Angabe "Ein- und Ausgang 60 Ohm" zeigt, dass das Sperrfilter (oder die ganze Antennenanlage) wohl aus den späten 1950er oder 1960er Jahren stammt. Denn später hat man diese Anlagen in 75 Ohm-Technik gebaut.
Lutz
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Moki
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Re: Vorhandene Dachantenne verwenden
Die Dachantenne an sich stammt sicher aus den 60ern, als das Haus gebaut wurde. Der Sperrfilter wurde möglicherweise dann zusätzlich eingebaut. Ich habe mir auch schon gedacht, dass es da evtl irgendwelche Störungen im TV gab und ehrlich gesagt, so wirklich gebraucht hat Lang-, Kurz- und Mittelwelle damals keiner mehr, sofern UKW ging. Ein möglichst störungsfreien Fernsehbild war das wichtigste und das war oft tricky, ich erinnere mich gut an Die Probleme die man hatte, wenn man eine eigene Dachantenne hatte. Wohnblocks mit Gemeinschaftsantenne waren da besser dran.