Siemens Schatulle: Bezeichnung "Ende" bei Spulen und Fragen zur Ferritantenne

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SJS
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Siemens Schatulle: Bezeichnung "Ende" bei Spulen und Fragen zur Ferritantenne

Beitrag von SJS »

Hallo Ihr Lieben,

ich habe hier eine Siemens Schatulle H52 mit defekter MW-Ferritantenne vor mir und grüble gerade über den Schaltplan, vielleicht kann mir einer der Profis helfen:
Screenshot 2026-02-21 134805 (Custom).jpg
Fragen:

- was bedeutet die Angabe "E", also "Ende"? Im Schaltplan ist da häufiger ein "E" oder "UE" zu finden, also "Ende" und "Unteres Ende". Ich gehe davon aus, dass es mit der Wickelrichtung zu tun hat?

- was bedeutet die Pfeilangabe (rot markiert) an der Antenne?

- was bedeutet die Angabe 3,9? Ist das die Güte oder die Induktivität in µH?

Da hier der Ferritstab gebrochen und die Seidenisolierung der HF-Litze beschädigt ist, würde ich mir gerne eine neue Antenne wickeln. Ein neuer (geschlitzter) Ferritstab liegt schon hier, der ist auch aus einer H52.

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe!
VG Stefan
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Re: Siemens Schatulle: Bezeichnung "Ende" bei Spulen und Fragen zur Ferritantenne

Beitrag von röhrenradiofreak »

Der Pfeil soll kennzeichnen, dass die Ferritantenne drehbar ist.
Die 3,9 ist eine Art Positionsnummer. Mit den elektrischen Werten hat das nichts zu tun.
Was genau mit E bzw. UE gemeint ist, weiß ich auch nicht. Aber ich würde mich bezüglich Wickelsinn und Windungszahl nach der Originalantenne richten.

Lutz
SJS
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Re: Siemens Schatulle: Bezeichnung "Ende" bei Spulen und Fragen zur Ferritantenne

Beitrag von SJS »

Hallo Lutz,

danke Dir schonmal... :-)

Das mit der Wickelrichtung ist nicht so einfach herauszufinden, da alles lose in Teilen vorliegt.

VG Stefan
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röhrenradiofreak
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Re: Siemens Schatulle: Bezeichnung "Ende" bei Spulen und Fragen zur Ferritantenne

Beitrag von röhrenradiofreak »

Die Induktivität der gesamten Spule muss so sein, dass die Resonanzfrequenz des durch die Ferritantenne und den Drehko gebildetrebn Schwingkreises mit der jeweils eingestellten Empfangsfrequenz übereinstimmt. Sie liegt beiden meisten Radios bei ungefähr 200µH.

Für die Indiktivitäti spielt eine Rolle, ob der Wickelsinn der beiden Teilwicklungen gleich- oder gegensinnig ist. Die Kennzeichnung E an den beiden zusammengeschalteten Anschlüsse könnte bedeuten, dass der Wicklungssinn gegensinnig ist. Dann würden sich die Empfangsspannungen und die Induktivitäten der beiden Teilwicklungen ganz oder teilweise aufheben. Oder anders ausgedrüclt, ein Teil der Wicklung wäre eine Kompensationswicklung. Was für einen Sinn das bei einer Ferritantenne machen würde, erschließt sich mir nicht.

Lutz