bin neu hier. Habe seit einigen Wochen mein erstes Röhren Gerät auf dem Basteltisch.
Ich habe zwar recht viel Erfahrung mit der Reparatur von modernerer Elektronik (70er, 80er bis Heute) aber auch eher Computer als Radios.
Hab aber recht schnell gemerkt das mit das nicht viel hilft
Bei dem Gerät handelt es sich um ein Graetz Super 171W das ich vor dem Schrott gerettet habe.
Der FM-Teil funktioniert meiner Meinung nach super. Ich bin davon ernsthaft beeindruckt!
Leider scheinen LW MW und KW (nahezu) komplett Tot zu sein.
Wenn die Sterne richtig stehen, ich ein Langes Kabel am Antenneneingang anschließe, und die Lautstärke voll aufdrehe empfange ich bei etwa 670kHz leise etwas das, das man so gerade als englische Sprache ausmachen kann.
Was ich bisher versucht hab:
Alle Papierkondensatoren gegen Folienkondensatoren getauscht.
Die 50µF Elkos reformiert. Andere ausgetauscht.
Die ECH81 EF41 und EABC80 gegen andere Exemplare ausgetauscht.
Nahezu alle Widerstände und Kondensatoren außerhalb des UKW teils und der Bandfilter(?) mit einem LCR-Meter durch gemessen. Einige getauscht.
Bei allen beteiligten Spulen und Übertragern den Windungswiderstand gemessen.
Die im Schaltplan vermerkten Spannungen nachgemessen.
Nach gebrochenen Lötstellen und durchtrennten Leitungen gesucht.
Die meisten Schaltkontakte durch gemessen.
Einen Abgleich des AM teils nach Abgleichsanweisung versucht.
Planlos mit Oszilloskop und Multimeter rumgemessen.
Gebracht hat es leider nichts.
Was mir aufgefallen ist:
Die Abschirmung der EABC80 (Dioden) fehlt.
Die Spannungen sind soweit ich Beurteilen kann im Rahmen.
Der LO Schwingt und ändert sich beim Betätigen der Sendersuche.
Beim einspeisen der modulierten ZF Signals an der Anode der ECH81 muss ich mindesten 3V einspeisen um etwas zu hören.
Am Gitter1 von ECH81 müssen es auch um die 500mV sein um bei voller Lautstärke etwas zu hören. Kommt mir hoch vor!
Im Moment sind mir die Ideen ausgegangen. Vielleicht hat ja jemand von Euch eine Idee was ich probieren könnte?
Grüße,
hyakint

