Hallo Walti
Vielen lieben Dank für Dein grosszügiges Angebot.
Werde noch eine Kartonschachtel organisieren
und das Horny Dir nach Belp senden.
Gruess Erich
Hornyphon 1038L
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Oldie0815
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röhrenradiofreak
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Re: Hornyphon 1038L
Möglicherweise waren wir kurz davor, die Ursache für die zu hohe Stromaufnahme zu finden.
Aber eine fachgerechte Durchsicht macht Sinn. In einem so alten Gerät gibt es nicht selten weitere Fehler.
Hauptsache, es wird wieder zum Leben erweckt.
Lutz
Aber eine fachgerechte Durchsicht macht Sinn. In einem so alten Gerät gibt es nicht selten weitere Fehler.
Hauptsache, es wird wieder zum Leben erweckt.
Lutz
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Walterh
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Re: Hornyphon 1038L
Hallo Lutz
Danke auch von mir für Deine Hilfe.
Den weiteren Verlauf mit diesem Patienten gedenke ich hier zu dokumentieren bzw. selbst nachzufragen, wenn auch ich auf Probleme stossen sollte.
Viele Grüsse, Walter
Danke auch von mir für Deine Hilfe.
Den weiteren Verlauf mit diesem Patienten gedenke ich hier zu dokumentieren bzw. selbst nachzufragen, wenn auch ich auf Probleme stossen sollte.
Viele Grüsse, Walter
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Walterh
- Kuba Komet

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Re: Hornyphon 1038L
Hallo Lutz und interessierte Mitlesende
Wie versprochen nun das Update zum kleinen Patienten:
Gut verpackt kam das vollständige kleine Radio bei mir an.
Zuerst erfolgte ein Abgleich der bereits vorgenommenen Änderungen (Bauteile-Ersatz) mit dem Schaltschema. Erich hat da grundsätzlich sauber und korrekt gearbeitet.
Am Trenntrafo unter Spannung konnte ich feststellen, dass das Gerät keinen Strom zieht.
Alle auf die Schnelle gemessenen Spannungen waren negativ. Grund war, dass das Gerät keine Anodenspannung bekam - wegen einer einzigen kalten und auf Anhieb nicht sichtbaren Lötstelle.
Dazu muss ich auch sagen, dass ich selbst festgestellt habe, dass die Philips-typischen zylindrischen Drahtrollen zur Verbindung von Drähten in diesem Gerät schlicht nicht lötbar sind. Ich gehe davon aus, dass hier aus Spargründen geschweisst und nicht gelötet wurde.
Nachdem ich die kalte Lötstelle überarbeitet hatte, war Empfang (auf KW) da. Weiter habe ich drei Widerstände ersetzt, die massiv ausser Toleranz waren.
Zu den Röhren: Die UY1N ist OK. Die zwei UCH21 sind einmal OK und einmal sehr schwach. Ich habe die bessere als Oszi-/Mischröhre eingesetzt. Die UBL21 ist schwach. Das Gerät soll nur ab und zu, z.B. zu Demozwecken gebraucht werden, bleibt also. Die schwache UCH21 habe ich mit Adapter und UCH81 ersetzt. Dieser industriell gefertigte Adapter wurde in grosser Zahl für die Schweizer Armee hergestellt.
Am Glühlämpchen stehen auch nach längerer Bestromung mit dieser Röhrenbestückung nur etwas über 2 Volt an, was als Skalenbeleuchtung nicht ausreicht.
Wie ging es mit der Reparatur weiter:
- Ein Plattenschluss des Drehkondensators oszillatorseitig ab ca. 90° musste behoben werden.
- Der Skalenzeiger war um 90° verdreht (blosses Anzeigeproblem)
- Mittel- und Langwelle funktionierten nicht. Grund: C10: 40 pF Keramikkondensator (Hescho). Ein Anschlussdraht "abgefault".
- Allgemein schlechter Empfang: Grund: C12 Glimmerkondensator: Qualitätsverlust
- Allgemein schlechter Empfang 2: Grund: Trimmer am Drehko antennenseitig auch nach Neuversilberung des Aussenbelags nicht mehr werthaltig/brauchbar, ersetzt.
Alles in Allem eine vom Zeitaufwand sicher etwas aufwändigere Instandstellung, aber diese kleinen 4-Röhren-Geräte danken es....
Viele Grüsse, Walter
Nachfolgend noch einige Bilder:
Wie versprochen nun das Update zum kleinen Patienten:
Gut verpackt kam das vollständige kleine Radio bei mir an.
Zuerst erfolgte ein Abgleich der bereits vorgenommenen Änderungen (Bauteile-Ersatz) mit dem Schaltschema. Erich hat da grundsätzlich sauber und korrekt gearbeitet.
Am Trenntrafo unter Spannung konnte ich feststellen, dass das Gerät keinen Strom zieht.
Alle auf die Schnelle gemessenen Spannungen waren negativ. Grund war, dass das Gerät keine Anodenspannung bekam - wegen einer einzigen kalten und auf Anhieb nicht sichtbaren Lötstelle.
Dazu muss ich auch sagen, dass ich selbst festgestellt habe, dass die Philips-typischen zylindrischen Drahtrollen zur Verbindung von Drähten in diesem Gerät schlicht nicht lötbar sind. Ich gehe davon aus, dass hier aus Spargründen geschweisst und nicht gelötet wurde.
Nachdem ich die kalte Lötstelle überarbeitet hatte, war Empfang (auf KW) da. Weiter habe ich drei Widerstände ersetzt, die massiv ausser Toleranz waren.
Zu den Röhren: Die UY1N ist OK. Die zwei UCH21 sind einmal OK und einmal sehr schwach. Ich habe die bessere als Oszi-/Mischröhre eingesetzt. Die UBL21 ist schwach. Das Gerät soll nur ab und zu, z.B. zu Demozwecken gebraucht werden, bleibt also. Die schwache UCH21 habe ich mit Adapter und UCH81 ersetzt. Dieser industriell gefertigte Adapter wurde in grosser Zahl für die Schweizer Armee hergestellt.
Am Glühlämpchen stehen auch nach längerer Bestromung mit dieser Röhrenbestückung nur etwas über 2 Volt an, was als Skalenbeleuchtung nicht ausreicht.
Wie ging es mit der Reparatur weiter:
- Ein Plattenschluss des Drehkondensators oszillatorseitig ab ca. 90° musste behoben werden.
- Der Skalenzeiger war um 90° verdreht (blosses Anzeigeproblem)
- Mittel- und Langwelle funktionierten nicht. Grund: C10: 40 pF Keramikkondensator (Hescho). Ein Anschlussdraht "abgefault".
- Allgemein schlechter Empfang: Grund: C12 Glimmerkondensator: Qualitätsverlust
- Allgemein schlechter Empfang 2: Grund: Trimmer am Drehko antennenseitig auch nach Neuversilberung des Aussenbelags nicht mehr werthaltig/brauchbar, ersetzt.
Alles in Allem eine vom Zeitaufwand sicher etwas aufwändigere Instandstellung, aber diese kleinen 4-Röhren-Geräte danken es....
Viele Grüsse, Walter
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fritz52
- Kuba Komet

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- Registriert: Mi Dez 07, 2022 17:13
- Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
- Wohnort: Müritzkreis
Re: Hornyphon 1038L
Danke, für die Rückmeldung
M. f. G.
fritz
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen
fritz
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