Hallo Forengemende,
heute bekam ich ein defektes Laborgerät auf den Tisch. Beim Öffnen fiel mir diese silber-goldene Weihnachts-Geschenkbandschleife entgegen.
Kleines spaßiges Rätsel: Was ist das?
Was hat so etwas im Netzteil eines Laborgerätes verloren?
Geschenkbandschleife1.jpg
Kleine Hilfe: Das Gerät ist über 30 Jahre alt. Es soll sich angeblich sang- und klanglos so verabschiedet haben, als sei der Strom ausgefallen.
Ich freue mich auf Antworten vor allen Dingen von denen, die es nicht gleich sofort erkannt haben und schon direkt wussten.
Kein Problem, ich habe auch erst etwas gerätselt.
Gruß
Georg
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Das ist der Inhalt eines Bauteils, daß wir hier immer wieder als erstes anmahnen auszuwechseln.
Will aber anderen nicht den Spaß nehmen beim weiter raten.
Habe das auch schon als Alu / Papier Konfetti im Radio gefunden, übrig blieb ein aufgerissener Aluzylinder, auf dessen namen ich momentan auch nicht komme
M. f. G.
fritz
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen
Das Geschenk, das mit dieser Schleife sozusagen verziert war, war die Fehlersuche, die sich auf diese Weise erübrigt hat.
Hier noch eine andere Ansicht:
geplatzter_Entstörfilter.jpg
Vielen Dank fürs mitraten!
Gruß
Georg
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Solche dem "Funkschutz" dienenden Filter im Netzteil waren, wie man dem aufgedruckten Schaltbild auf dem Alu-Röhrchen entnimmt, in der damaligen Zeit für den Schutz von allen AM-Frequenzen vor leitungsgebundenen Störungen, die aus dem betreffenden Gerät heraus erzeugt werden, dimensioniert, mit hier 700 nF zwischen Phase und Nulleiter und mit zweimal 2 mH.
Filter, wie man sie neuerdings an vergleichbarer Stelle im Netzteil sieht, filtern mit z.B. 3 nF und zweimal 0,7 mH nur noch höhere Störfrequenzen aus und lassen alle leitungsgebundenen Störungen der AM-Bänder (zumindest der unteren AM-Frequenzen) ungefiltert durch, sehr zum Ärger der Kurzwellen-Funkamateure und der Langwellen- und Mttelwellen-Radiohörer, insbesondere weil es bei LW und MW nur noch auf Fernempfang ankommt. Die leitungsgebundenen Störungen breiten sich über das 230-Volt-Leitungsnetz aus und werden von diesem dann als "Sendeantenne" dienenden riesigen Leitungsnetz höchst effektiv abgestrahlt.
Solche "Entstörfilter" machen aber wirklich nur Sinn dort, wo die Störung erzeugt wird. Bildröhren-Ansteuerung, Schaltnetzteile, Wechselrichter, Oszillatoren. Höchstens manchmal auch Silizium-Gleichrichter. In unseren Röhren-Radios kenne ich als einzige denkbare Störquelle den Oszillator (und vielleicht noch den als Ersatz für Selen-Gleichrichter eingesetzten Silizium-Gleichrichter).
Es würde mich interessieren, ob eine(r) von euch Erkenntnisse darüber hat, ob die "Entstörkondensatoren" in Netzteilen unserer Röhrenradios dem Schutz vor leitungsgebundener Abstrahlung der Oszillatorfrequenz dienten.
Gruß
Georg