Weiss jemand was von diesen Teilen zu halten ist?
Danke und schöne Grüße,
Achim
Kennt jemand diese Kondensatoren?
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achim1
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Kennt jemand diese Kondensatoren?
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SJS
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Re: Kennt jemand diese Kondensatoren?
Goggle sagt, dass es sich um alte Dörrbeck Folienkondensatoren (MKT) handelt...werden auch als NOS verkauft (new old stock), das kann Gutes (waren wohl damals gute C's) und Schlechtes bedeuten (Alterung). Ich würde die nicht mehr einbauen, sondern aktuelle Ware...MKTs gibts ja in allen Varianten.
Scheinbar ist da irgendwo ein größerer Restposten aufgetaucht, der nun unters Volk gebracht werden muss...
EDIT: werden aber als "unkaputtbar" gelobt: viewtopic.php?p=234851#p234851
Scheinbar ist da irgendwo ein größerer Restposten aufgetaucht, der nun unters Volk gebracht werden muss...
EDIT: werden aber als "unkaputtbar" gelobt: viewtopic.php?p=234851#p234851
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Stradivari
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Re: Kennt jemand diese Kondensatoren?
Hallo Achim,
diese Art Kondesatoren (Aufschrift "db") befinden sich auch noch in meinen Beständen und ich habe sie schon des Öfteren erfolgreich beim Restasurieren von Röhrenradios verwendet. Ich kann nichts Negatives darüber sagen.
Es ist ja nicht automatisch so, daß alle ungepolten Kondensatoren ab einem bestimmten Alter automatisch als riskant oder unbrauchbar einzustufen sind.
Laut meiner Erfahrung sind alle Kondensatoren, die an den Stirnseiten mit Teer vergossen sind, - egal von welchem Hersteller - sind grundsätzlich auszutauschen. Bei diesen Kondensatoren wurde Papier als Dielektrikum verwendet. Die Teer-Vergußmasse ist im Laufe der Jahre porös und undicht geworden, so daß Feuchtigkeit eingedrungen ist und vom Papier aufgesaugt wurde. Die Folge: Das Papier verliert seine isolierende Eigenschaft und wird mehr oder weniger leitfähig. Unerwünschte Leckströme sind die Folge, was z.B. zu Überhitzung und Zerstörung von Röhren führen kann.
Der im Bild gezeigte Kondensator ist an den Stirnseiten mit Kunststoff vergossen und als Dielektroikum wird eine Kunststoff-Folie verwendet. Ob es sich dabei nun um Polypropylen (MKP), um Plykarbonat (MKC), um Polyäthylenterephthalat (MKT) oder was auch immer handelt, ist erst mal im Hinblich auf die Haltbarkeit egal. Solche Kunststoff-Kondensatoren haben nahezu das ewige Leben, solange der Spannungsgrenzwert nicht überschritten wird.
Ich mache zur Sicherheit immer eine Leckstrommessung, wenn ich mal etwas betagtere Kondensatoren einsetze. Ich habe ein entsprechendes Spannungsversorgungsgerät, mit dem ich bis ca. 550V hoch gehen kann. Ich gehe damit immer bis knapp unter den angegebenen Spannungsgrenzwert und messe die Stromaufnahme des Kondensators. Es darf nur ein kurzer Ladestrom-Impuls zu messen sein, dann muß die Stromaufnahme auf 0,0µA zurück gehen. Nur wenn das der Fall ist, hat der Kondensator bestanden. Ansonsten fliegt er in die Tonne.
Diese "db"-Kondensatoren haben diese Prüfung immer bestanden, soweit ich mich erinnern kann.
Teerkondensatoren prüfe ich schon lange nicht mehr, weil die grundsätzlich bei dieser Prüfung durchfallen. Diese Arbeit kann man sich sparen.
Bei den sogenannten "WIMA-Bonbons" ist es ähnlich. (Die schauen ein wenig aus wie ein eingewickeltes Bonbon aus braunem, mehr oder weniger rissigem Kunststoff.)
diese Art Kondesatoren (Aufschrift "db") befinden sich auch noch in meinen Beständen und ich habe sie schon des Öfteren erfolgreich beim Restasurieren von Röhrenradios verwendet. Ich kann nichts Negatives darüber sagen.
Es ist ja nicht automatisch so, daß alle ungepolten Kondensatoren ab einem bestimmten Alter automatisch als riskant oder unbrauchbar einzustufen sind.
Laut meiner Erfahrung sind alle Kondensatoren, die an den Stirnseiten mit Teer vergossen sind, - egal von welchem Hersteller - sind grundsätzlich auszutauschen. Bei diesen Kondensatoren wurde Papier als Dielektrikum verwendet. Die Teer-Vergußmasse ist im Laufe der Jahre porös und undicht geworden, so daß Feuchtigkeit eingedrungen ist und vom Papier aufgesaugt wurde. Die Folge: Das Papier verliert seine isolierende Eigenschaft und wird mehr oder weniger leitfähig. Unerwünschte Leckströme sind die Folge, was z.B. zu Überhitzung und Zerstörung von Röhren führen kann.
Der im Bild gezeigte Kondensator ist an den Stirnseiten mit Kunststoff vergossen und als Dielektroikum wird eine Kunststoff-Folie verwendet. Ob es sich dabei nun um Polypropylen (MKP), um Plykarbonat (MKC), um Polyäthylenterephthalat (MKT) oder was auch immer handelt, ist erst mal im Hinblich auf die Haltbarkeit egal. Solche Kunststoff-Kondensatoren haben nahezu das ewige Leben, solange der Spannungsgrenzwert nicht überschritten wird.
Ich mache zur Sicherheit immer eine Leckstrommessung, wenn ich mal etwas betagtere Kondensatoren einsetze. Ich habe ein entsprechendes Spannungsversorgungsgerät, mit dem ich bis ca. 550V hoch gehen kann. Ich gehe damit immer bis knapp unter den angegebenen Spannungsgrenzwert und messe die Stromaufnahme des Kondensators. Es darf nur ein kurzer Ladestrom-Impuls zu messen sein, dann muß die Stromaufnahme auf 0,0µA zurück gehen. Nur wenn das der Fall ist, hat der Kondensator bestanden. Ansonsten fliegt er in die Tonne.
Diese "db"-Kondensatoren haben diese Prüfung immer bestanden, soweit ich mich erinnern kann.
Teerkondensatoren prüfe ich schon lange nicht mehr, weil die grundsätzlich bei dieser Prüfung durchfallen. Diese Arbeit kann man sich sparen.
Bei den sogenannten "WIMA-Bonbons" ist es ähnlich. (Die schauen ein wenig aus wie ein eingewickeltes Bonbon aus braunem, mehr oder weniger rissigem Kunststoff.)
Einen schönen Gruß
Chris
1. Können wir hören, was wir messen? 2. Können wir messen, was wir hören?
Menno van der Veen
Chris
1. Können wir hören, was wir messen? 2. Können wir messen, was wir hören?
Menno van der Veen
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achim1
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Re: Kennt jemand diese Kondensatoren?
Danke für die Antworten. Um künftig nicht immer im Trüben fischen zu müssen, hab ich für Elkos ein Peak Atlas ESR70 Gold und für Kondensatoren ein LCR ST2 gekauft und die ersten Messungen gemacht. Dabei war ich überrascht, wie viele der vorsichtshalber ausgetauschten Elkos und Kondensatoren noch absolut fit waren - vorausgesetzt, ich hab die Messergebnisse richtig interpretiert, was ja nicht so ganz einfach zu sein scheint, da für unterschiedliche Typen unterschiedliche Werte gelten und die Testfrequenz auch eine Rolle spielt. Jedenfalls werde ich künftig nicht mehr jeden Kondi einfach unbesehen rausschmeissen nur weil er alt ist. Zumal ich mich an den Anblick moderner Kondensatoren in Röhrengeräten einfach nicht wirklich gewöhnen kann.
Laut Messung war der obige Kondensator übrigens noch top.
Die auf die Schnelle getesteten 20 Eros waren dagegen allesamt absolut Schrott. Die zu prüfen kann man sich wohl wirklich sparen.
Gruß,
Achim
Laut Messung war der obige Kondensator übrigens noch top.
Die auf die Schnelle getesteten 20 Eros waren dagegen allesamt absolut Schrott. Die zu prüfen kann man sich wohl wirklich sparen.
Gruß,
Achim
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omega
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Re: Kennt jemand diese Kondensatoren?
Hallo,
diese "db"-Kondensatoren sind trotzdem teilweise Ausfallkandidaten, da wohl manche schlecht kontaktiert sind im Inneren.
Bei manchen Exemplaren lassen sich die Anschlußdrähte beliebig drehen, sogar herausziehen und wieder einstecken.
Man muß, wenn man sie verarbeiten möchte, auf die mechanische Belastung der Anschlußdrähte achten.
Das ist meine Beobachtung dazu.
Viele Grüße, Michael
diese "db"-Kondensatoren sind trotzdem teilweise Ausfallkandidaten, da wohl manche schlecht kontaktiert sind im Inneren.
Bei manchen Exemplaren lassen sich die Anschlußdrähte beliebig drehen, sogar herausziehen und wieder einstecken.
Man muß, wenn man sie verarbeiten möchte, auf die mechanische Belastung der Anschlußdrähte achten.
Das ist meine Beobachtung dazu.
Viele Grüße, Michael
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BugleBoy
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Re: Kennt jemand diese Kondensatoren?
db Kondensator..
Prüfe genau auf stabile Drahtlage (Vorredner hat ja erwähnt Kontaktierungsproblem)
Stirnkontaktierung hat moderne Kondensator. Dieser Kontaktierung war zur dieser Zeit nicht üblich und Kontaktierung erfolgt per Folien um Draht wickeln.
Ich habe auch Handvoll, 0,47µF 1.5kV (Ich kenne den db booster (so nennt Audiopädophile dieser Kondensator) nur mit 1.5kV Spannungsfestigkeit.
Grüß
Matt
Prüfe genau auf stabile Drahtlage (Vorredner hat ja erwähnt Kontaktierungsproblem)
Stirnkontaktierung hat moderne Kondensator. Dieser Kontaktierung war zur dieser Zeit nicht üblich und Kontaktierung erfolgt per Folien um Draht wickeln.
Ich habe auch Handvoll, 0,47µF 1.5kV (Ich kenne den db booster (so nennt Audiopädophile dieser Kondensator) nur mit 1.5kV Spannungsfestigkeit.
Grüß
Matt
すみません
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Yamanote
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Re: Kennt jemand diese Kondensatoren?
Hallo,achim1 hat geschrieben: Di Jun 09, 2026 13:36 Dabei war ich überrascht, wie viele der vorsichtshalber ausgetauschten Elkos und Kondensatoren noch absolut fit waren
das sind auch nur Kleinspannungsmessungen. Probiers mal mit einem Isolationstester mit entsprechend hoher Prüfspannung, wie zum Beispiel dem Uni-T UT501A, oder einem geeigneten Netzteil und Leckstrommessung. Da lassen die Kondensatoren dann die Hosen runter.
Hatte gerade erst einen recht modernen und unverdächtigen 630V MKT Kondensator, der dann bei der Messung schon bei 250V durchgeschlagen ist. Die normale Kapazitätsmessung war unauffällig.
Viele Grüße,
Günter
Günter
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achim1
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Re: Kennt jemand diese Kondensatoren?
Der Isolationstester ist bestellt, bin gespannt.