Ein Kollege aus unserem Oldtimerclub hat mir ein Becker Radio zum nachschauen mitgegeben, welches bei ihm schon seit Jahren im Regal liegt.
Der automatische Sendersuchlauf soll wohl nicht funktionieren und die Skalenbeleuchtung ist defekt.
Bei Tante Tanya gibt es einige Schaltpläne zum Becker Grand Prix. Jedoch scheint mir nicht das passende dabei zu sein.
Vielleicht kann hier jemand netterweise aushelfen?
Ich stell hier zu Beginn Bilder des Gerätes ein.
Wie zu erkennen ist, reicht das Band bei FM nur bis 103, was auf ein sehr frühes Baujahr schließen lässt.
An der Rückseite erkennbar ist der Transistor AD156.
Einige oder alle der Frako Elkos machen keinen vertrauenserweckenden Eindruck mehr und werden auf jeden Fall ausgetauscht.
Das Gerät ohne jegliche Frontblende
Becker Grand Prix Autoradio
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Pitterchen
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Becker Grand Prix Autoradio
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Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Peter
Der Optimist sitzt auf der Wolke, unter der die anderen jammern.
Peter
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Pitterchen
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Re: Becker Grand Prix Autoradio
Hier noch weitere Bilder:
Auf diesem Bild erkennt man links den Schalter, siehe Pfeil,
welcher über die obere lange Wippe in der Front mit dem Schriftzug "Becker Grand Prix" betätigt wird.
Auf diesem Bild erkennt man links den Schalter, siehe Pfeil,
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Der Optimist sitzt auf der Wolke, unter der die anderen jammern.
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röhrenradiofreak
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Re: Becker Grand Prix Autoradio
Es gibt Dutzende verschiedene Becker Grand Prix. Die ersten wurden 1960 gebaut, Bis Mitte der 60er Jahre waren das Hybridgeräte, d.h. teilweise mit Röhren bestückt. Bis etwa 1969/1970 waren es Zweiblockgeräte, d.h. mit getrenntem Verstärkerteil. Das Gerät, das Du vor Dir hast, stammt etwa aus dem Zeitraum 1970 bis 1980. Auch in diesem Zeitraum gab es etliche verschiedene Grand Prix-Modelle, und nur für einen Teil davon findet man Schaltpläne im Netz. Leider hat Becker auf vielen Radios keine Typennummern angegeben, so dass eine Identifizierung mitunter schwierig ist. Die Seriennummer (die mit einem Buchstaben beginnt) erlaubt eine Eingrenzung.
Der Sendersuchlauf bei den Becker-Autoradios arbeitet mit einem Federwerk. Mit der großen Taste wird es freigegeben, und der Zeiger läuft über die Skala, bis ein Sender gefunden wird. Wenn der Zeiger am Ende der Skala angekommen ist, zieht ein kräftiger Elektromagnet das Federwerk wieder auf. Dafür wird ein hoher Strom benötigt, den normale Netzteile nicht liefern können.
Welchen Fehler hat der Suchlauf?
- Startet er gar nicht?
- Findet er keine Sender?
- Funktioniert das Aufziehen nicht, wenn er am Ende der Skala angekommen ist?
Und überhaupt: spielt das Radio denn, abgesehen vom Suchlauf?
Lutz
Der Sendersuchlauf bei den Becker-Autoradios arbeitet mit einem Federwerk. Mit der großen Taste wird es freigegeben, und der Zeiger läuft über die Skala, bis ein Sender gefunden wird. Wenn der Zeiger am Ende der Skala angekommen ist, zieht ein kräftiger Elektromagnet das Federwerk wieder auf. Dafür wird ein hoher Strom benötigt, den normale Netzteile nicht liefern können.
Welchen Fehler hat der Suchlauf?
- Startet er gar nicht?
- Findet er keine Sender?
- Funktioniert das Aufziehen nicht, wenn er am Ende der Skala angekommen ist?
Und überhaupt: spielt das Radio denn, abgesehen vom Suchlauf?
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Zuletzt geändert von röhrenradiofreak am Fr Jun 12, 2026 15:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Pitterchen
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Re: Becker Grand Prix Autoradio
Hallo Lutz,
das, was Du beschreibst bezüglich der Grand Prix Gerätevielfalt, Seriennummern etc., kann ich nur bestätigen.
Daher hatte ich versucht, das Gerät hinsichtlich seiner Besonderheiten zu erklären.
Nun zum vorliegenden Gerät:
Das defekte Leuchtmittel, ein Glassockellämpchen 7V, habe ich gegen eine gelbe LED und Vorwiderstand 470 Ohm ersetzt.
An meinem Leybold Netzteil: Max: 16V/5A rattert der Suchlauf lediglich und der Strom klettert auf 5A.
Es ist also so, wie Du es beschreibst, die Netzteile kommen damit an ihre Grenzen.
Mit einem 80Ah Akku habe ich es erneut versucht.
Der Suchlaufmagnet wird hörbar aktiviert und der Motor versucht auch, Sender zu suchen. Sichtbar am leicht zitternden Skalenzeiger.
Irgendwie wird der Motor also blockert.
Als nächstes werde ich mir anschauen, wie das Ganze mechanisch abläuft und versuchen, mit einem Tröpfchen Silikonöl oder ähnlichem alles wieder gangbar zu machen.
Das Radio spielt übrigens wunderbar, die FRAKOs habe ich mittlerweile auch alle getauscht. Sie waren sämtlich deutlich über ihren Werten.
Der ESR betrug teilweise 5 Ohm und mehr.
das, was Du beschreibst bezüglich der Grand Prix Gerätevielfalt, Seriennummern etc., kann ich nur bestätigen.
Daher hatte ich versucht, das Gerät hinsichtlich seiner Besonderheiten zu erklären.
Nun zum vorliegenden Gerät:
Das defekte Leuchtmittel, ein Glassockellämpchen 7V, habe ich gegen eine gelbe LED und Vorwiderstand 470 Ohm ersetzt.
An meinem Leybold Netzteil: Max: 16V/5A rattert der Suchlauf lediglich und der Strom klettert auf 5A.
Es ist also so, wie Du es beschreibst, die Netzteile kommen damit an ihre Grenzen.
Mit einem 80Ah Akku habe ich es erneut versucht.
Der Suchlaufmagnet wird hörbar aktiviert und der Motor versucht auch, Sender zu suchen. Sichtbar am leicht zitternden Skalenzeiger.
Irgendwie wird der Motor also blockert.
Als nächstes werde ich mir anschauen, wie das Ganze mechanisch abläuft und versuchen, mit einem Tröpfchen Silikonöl oder ähnlichem alles wieder gangbar zu machen.
Das Radio spielt übrigens wunderbar, die FRAKOs habe ich mittlerweile auch alle getauscht. Sie waren sämtlich deutlich über ihren Werten.
Der ESR betrug teilweise 5 Ohm und mehr.
Zuletzt geändert von Pitterchen am Fr Jun 12, 2026 15:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Peter
Der Optimist sitzt auf der Wolke, unter der die anderen jammern.
Peter
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ArminNord
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Re: Becker Grand Prix Autoradio
Das klingt sehr nach einem mechanischen Problem zusätzlich zur Elektrik
wenn der Motor hörbar arbeitet, aber der Strom hochgeht und nichts sauber läuft, ist meist irgendwo eine Schwergängigkeit im Suchmechanismus. Gut, dass du dir die Mechanik anschaust – schon ein kleiner fester Punkt kann das ganze System aus dem Takt bringen, gerade bei solchen alten Konstruktionen. Die LED-Umrüstung ist sauber, hat mit dem eigentlichen Blockieren aber normalerweise nichts zu tun.
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Pitterchen
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Re: Becker Grand Prix Autoradio
Hallo Armin,
danke für Deine Antwort.
Das Gerät zieht nur in dem winzigen Moment den erhöhten Strom, in dem der Schalter betätigt wird.
danke für Deine Antwort.
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Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Peter
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röhrenradiofreak
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Re: Becker Grand Prix Autoradio
Wie schon erwähnt, arbeitet der Suchlazf nicht mit einem Elektromotor, sondern mit einem Federwerk.
Eine hohe Stromaufnahme bedeutet normalerweise, dass der Elektromagnet versucht, das Federwerk aufzuziehen, aber es nicht schafft. Der Ablauf ist wie folgt: Wenn der Zeiger am rechten Skalenende angekommen ist, wird ein Schalter betätigt, der den Elektromagneten einschaltet. Dieser zieht das Federwerk auf und den Zeiger an den Linksanschlag zurück. Ist er dort angekommen, wird der Schalter in die Ausgangsstellung zurückgestellt und schaltet den Elektromagneten ab.
Wenn der Suchlauf aus irgendeinem Grund beim Aufziehen hängen bleibt, passiert genau das, was Du beschreibst. Ich vermute auch, dass ein mechanischer Fehler vorliegt.
Lutz
Eine hohe Stromaufnahme bedeutet normalerweise, dass der Elektromagnet versucht, das Federwerk aufzuziehen, aber es nicht schafft. Der Ablauf ist wie folgt: Wenn der Zeiger am rechten Skalenende angekommen ist, wird ein Schalter betätigt, der den Elektromagneten einschaltet. Dieser zieht das Federwerk auf und den Zeiger an den Linksanschlag zurück. Ist er dort angekommen, wird der Schalter in die Ausgangsstellung zurückgestellt und schaltet den Elektromagneten ab.
Wenn der Suchlauf aus irgendeinem Grund beim Aufziehen hängen bleibt, passiert genau das, was Du beschreibst. Ich vermute auch, dass ein mechanischer Fehler vorliegt.
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Re: Becker Grand Prix Autoradio
Oki Doki,
dann schaue ich mir den Aufziehmechanismus und das Federwerk genauer an.
Danke für den Hinweis, hatte einen Motor vermutet.
dann schaue ich mir den Aufziehmechanismus und das Federwerk genauer an.
Danke für den Hinweis, hatte einen Motor vermutet.
Viele Grüße aus dem Siebengebirge
Peter
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