Teltow 500 KW Röhrenendstufe reparatur

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terbrend
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Teltow 500 KW Röhrenendstufe reparatur

Beitrag von terbrend »

Seid gegrüßt, ich besitze einen Teltow 500 KW Verstärker der zuvor von einem anderen OM besessen wurde. Bei besagtem OM hat dieser 450W Dauerstrich heraus holen können, bei mir gab es dann jedoch durch falsches abstimmen einen Schaden wodurch 4 Röhren zerstört wurden und alle Röhrensockel ebenfalls. Danach habe ich die Sockel getauscht, da alle anodenpins schwarz waren, sowie alle 2kV 10nF Keramikkondensatoren. Nun habe ich folgendes Fehlerbild, ich kann die PA mit maximal 30W ansteuern, da der Anodenstrom währenddessen schon knapp 450mA erreicht, dabei bekomme ich auch irgendwie nur maximal 200W aus dem Teltow. Ich dachte erst, dass mein Kreuzzeiger kaputt ist, aber 3 stück zeigen das gleiche an, dann hab ich mir mit meinem Nanovna F und ein bisschen rg316 ein "dip Meter" gebastelt und die Anodendrossel sowie die Sperrkreise aus Widerstand und Spule an den Anoden gemessen, dabei hatte ich an der Anodendrossel eine resonanzfrequenz von ungefähr 25MHz und bei den Sperrkreisen keine Resonanz im Bereich von 30MHz bis 150MHz. Die Drehkondensatoren schlagen auch nicht durch, das Pi Filter hab ich getestet, indem ich einen 1,2k Ohm Widerstand am 10kV 2,2nF Tonnenkondensator zur Masse geklemmt habe und dann mit meinem Nanovna-F zum koax am PI Filter Ausgang gegangen bin und abgestimmt habe auf allen Bändern, hat soweit funktioniert. Ich hab zudem die Relais geprüft, alle haben beim schalten und in Ruheposition einen Widerstand von ungefähr 0,3 bis 0,4 Ohm. Ich hing auch mit meinem HP54510A und einem 1:100 60MHz Tastkopf am Antennenausgang der PA an der Zuleitung zum Spiderbeam. Ich konnte ungefähr 550Vpp direkt an der PL Buchse messen bei 450mA Anodenstrom und 30W Steuerleistung. Zuletzt hab ich mit dem gleichen Oszi und Tastkopf an der Anodendrossel die Gleichspannung gemessen, im Leerlauf Betrug sie 1150V, bei 40mA Ruhestrom 1100V und bei 450mA Anodenstrom 1030V. Ich packe noch eine pdf mit schaltungsbeschreibung und Schaltplan dazu vielleicht habt ihr ja eine Idee was ich noch probieren könnte.
Teltow 500 Endstufe Funkmateur.pdf
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fritz52
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Re: Teltow 500 KW Röhrenendstufe reparatur

Beitrag von fritz52 »

Sehr interessantes Thema, dazu noch Technik aus Teltow, die mir bislang noch unbekannt war.
Bin zwar a. D. lizensierter Amateurfunker, jedoch nur für Sprechfunk.
Als Hobby Elektroniker aber fehlt mir die Praxis bzw. Erfahrung mit dieser Technik.
Hoffe aber das sich hierzu Gleichgesinnte finden die dir helfen können.
M. f. G.
fritz


- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen :wink:
Munzel
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Re: Teltow 500 KW Röhrenendstufe reparatur

Beitrag von Munzel »

Ähm, also, ... die Sockel sind unten an der Röhre. Das Weiße auf der Leiterplatte ist die Fassung.
Ich würde davon absehen, für GU50 Fassungen zu verwenden, die ohne diesen Metallaufbau zum Halten der Röhre und zum Erzwingen der korrekten Steckrichtung daherkommen und schon gar nicht irgendwelche Billigdinger ohne Kelchkontakte.
Derart hochbelastete Röhren gehören auch nicht auf Platinen.
Ehe das nicht behoben ist, braucht man da gar nicht weiterzumachen.
Посмотрите сюда:
https://www.jogis-roehrenbude.de/Bastelschule/GU50.jpg


MfG
Munzel
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Re: Teltow 500 KW Röhrenendstufe reparatur

Beitrag von terbrend »

Es sind die UX8 von reichelt die wurden mit von einem OM empfohlen, die haben diese Kelch Kontakte und eine gefräste Markierung in der Keramik für die Metallnase, muss man beim Einbau nur mal schauen dass alle Metallnasen in die richtige Richtung zeigen.
Munzel
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Re: Teltow 500 KW Röhrenendstufe reparatur

Beitrag von Munzel »

Genau sowas meine ich eben nicht. Schau Dir mal das verlinkte Bild an, die Unterschiede dürften klar erkennbar sein.
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röhrenradiofreak
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Re: Teltow 500 KW Röhrenendstufe reparatur

Beitrag von röhrenradiofreak »

Die Anodenanschlüsse führen, wie Du ja auch schon selbst festgestellt hast, eine sehr hohe HF-Spannung. Daher ist es wichtig, dass die Kapazitäten und die dielektrischen Verluste in den Fassungen nicht zu groß sind. Wie munzel schon schrieb, sind hochwertige Fassungen deshalb Pflicht. In der Bauanleitung ist von Keramikfassungen die Rede, die Fassungen von Reichelt sind, so wie es auf dem Foto aussieht, vermutlich aus Kunststoff.

Laut Datenblatt beträgt die maximal zulässige Anodenspannung der GU50 1000V und die maximal erreichbare Ausgangsleistung 55W pro Röhre. Das bedeutet, dass die Röhren in dieser Schaltung außerhalb ihrer Spezifikation betrieben werden. So etwas erfordert nach meiner Erfahrung eine besonders sorgfältige Auswahl aller wichtigen Teile. Zum Beispiel kann es sein, dass die volle Leistung nur mit Röhren eines bestimmten Herstellers erreichbar ist. Du schriebst, Du hast die Röhren ausgewechselt. Sind die Ersatzröhren vom gleichen Hersteller? In der Bauanleitung steht, dass die Vergleichstypen LS50 und SRS552 nicht geeignet sind. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Auswahl der Röhren besonders kritisch ist.

Ich hatte einmal einen vergleichbaren Fall bei einem CB-Funkgerät, in dem im Sender ein Leistungstransistor (2SC495) defekt war. Mit dem Ersatztyp BD139 lieferte der Sender kaum Ausgangsleistung.

Auch die Kondensatoren C1 und C3 müssen sehr hohe HF-Spannungen bzw. Ströme aushalten. Dass dafür jeder Kondensator geeignet ist, der passende Kapazität und ausreichende (Gleichspannungs-) Festigkeit aufweist, wage ich zu bezweifeln. In der Bauanleitung steht "für den antennenseitigen Drehkondensator fand sich ein passender Typ in der Bastelkiste". Womöglich wurde beim Bau der Endstufe einiges ausprobiert und/oder für so manches Bauteil eher zufällig etwas geeignetes gefunden.

Lutz
Munzel
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Re: Teltow 500 KW Röhrenendstufe reparatur

Beitrag von Munzel »

In der CQ-DL 8/2026 ist was zur Berechnung von Endstufen drin. Oder aus der Reihe "Der praktische Funkamateur" den Band 'Praxis des Kurzwellensenderbaus' lesen.