VE301W neues Projekt

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Franzel59
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VE301W neues Projekt

Beitrag von Franzel59 »

Hallo,
bei einem Hauströdelmarkt konnte ich an dem Volksempfänger nicht vorbeigehen und ich habe ihn erworben. Ich überlege noch, ob ich ihn betriebsbereit restauriere oder ihn gesäubert als Deko ins Regal stelle. Er sieht auch von innen ganz passabel aus. Irgendwann wurde mal das Anschlusskabel und die Bespannung erneuert. Sämtliche Drehregler und der Drehko lassen sich ohne Probleme bewegen.
Allerdings juckt es mir in den Fingern, ihm Töne zu entlocken. Vorab habe ich allerdings noch einige Fragen.
Vor dem Ausbau der Kondensatorblocks habe ich Respekt, da ich ja dazu die Spule und den Trafo ausbauen muss. Ich hatte mir überlegt, die Kondensatoren zumindest zunächst außerhalb anzubringen und den Block stillzulegen. Das müsste vom Platz her doch gehen oder?

Dann weiß ich nicht, was das hinten am Drehko für eine Feder ist uns ob die noch irgendwo anders befestigt werden muss.
So eine Skalenscheibe habe ich auch noch auf keinem Bild gesehen. Irgendwie ist sie im Laufe der Jahrzehnte leider sehr verschmutzt worden. Es gibt auch kein Schutzglas davor. Gab es so eine Ausführung ohne mal? Ich kann auch nirgends etwas finden wo sie befestigt gewesen sein könnte.
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röhrenradiofreak
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von röhrenradiofreak »

Die "Feder" auf dem 2. und 3. Foto ist eine Stromzuführung. Sie stellt sicher, dass der Rotor des Drehkos immer gleich guten Massekontakt hat. Später hat man zu diesem Zweck Schleifkontakte eingebaut.

Ein Skalenglas gibt es bei diesem Gerät nicht. Der VE301 wurde möglichst billig konstruiert, damit jeder sich ihn leisten konnte. Da war für eine Skalenscheibe kein Geld mehr übrig.

Bedenke bitte, dass dieses Gerät nur Mittel- und Langwelle empfängt. Auf diesen Wellenbereichen gibt es heute in Deutschland und den meisten angrenzenden Ländern keine Sender mehr. Der VE301 wird deshalb höchstens nach Einbruch der Dunkelheit den einen oder anderen ausländischen Sender empfangen können, eine gute Antenne vorausgesetzt.

Lutz
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von Franzel59 »

Hallo Lutz,

danke für die Rückmeldung. Ja, dass der VE nur Mittel- und Langwelle empfängt ist mir bekannt. Evtl. hatte ich an eine Lösung mit Transmitter gedacht. Für einen längeren Dauerbetrieb nimmt man das Gerät ja sicher sowieso nicht.
Ich hatte gestern noch vergessen, ein Foto von der Unterseite einzufügen. Sieht auch hier ganz gut aus. Ich habe noch nichts gereinigt. Außer den Kondensatoren und evtl. Widerständen sind natürlich die spröden Kabel zu tauschen und mal sehen, was sich unter dem Isolierband oben links verbirgt.

Von diesem Hersteller, Lange Radio, habe ich im Netz auch noch keinen VE gesehen.
Gruß
Franz-Josef
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von röhrenradiofreak »

Franzel59
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von Franzel59 »

Alles klar, ich danke dir.
Franz-Josef
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Valvotek
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von Valvotek »

Hallo

Das sieht unterm Chassis alles noch unverbastelt aus.Den Block kann man neu befüllen.Dann brauch man die Kondensatoren nicht dazwischenzubasteln.
20210814_124338_Größe ändern.jpg
P.S.: Die gezahnte Skalenscheibe der Firma Hirschmann habe ich so bisher noch nicht gesehen....
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Grüße aus dem Rheinland
Roman
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von röhrenradiofreak »

Vielleicht ein Ersatzteil. Die originalen Skalenscheiben beim VE301 neigten teilweise zum Materialabrieb am Rand, so dass irgendwann der Antrieb nicht mehr greift.

Lutz
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von Valvotek »

Die Firma Hirschmann war seit 1924 aktiv und gilt als Erfinder des Bananensteckers. Offensichtlich auch als Teilehersteller für diverse Radiofabrikanten. Vor allem die kleineren Manufakturen haben etliche Teile bezogen.
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von Franzel59 »

So ich habe mich jetzt mal in den letzten Tagen wieder diesem Gerät gewidmet. Alle Kondensatoren getauscht, auch den Block neu gefüllt. Hier habe ich ihn entleert und gefüllt ohne das Gehäuse auszubauen. Ich hatte die Beschreibung in einem anderen Forum gefunden, leider finde ich sie nicht mehr wieder. Alle Verbindungen gelöst, mit einem Haarföhn der schön heiß wurde, aber nicht so heiß das was verbrannte den Block erwärmt, vorher die Laschen gelöst und vorsichtig zwischen der Anschlussplatte mit einem Holzspatel diese gelöst und gleichzeitig eine Lötverbindung der Kondensatoren nach der anderen erhitzt und gelöst. Dann die Platte entfernt und mit zwischenzeitlichen Erwärmen danach den Inhalt herausgezogen. Das klappte ganz gut.

Jetzt habe ich alles wieder zusammen. Festgestellt habe ich auch, dass die Lötfahnen an den Röhrenfassungen extrem dünn und somit empfindlich sind. Zwei haben sich verabschiedet, konnte ich aber wieder anlöten.
Nach dem Hochfahren, zuerst mit Vorschaltlampe und dann an voller Spannung gibt das Gerät nur ein Pfeifen von sich. Zuerst nur das Netzbrummen und dann, wahrscheinlich wenn die RES164 aufgeheizt ist, kommt das Pfeifen. Wenn ich die Rückkopplung drehe verändert es sich aber ich bekomme es nicht weg. Auch beim Drehen des Abstimmknopfes verändert es sich. Tonaufnahmen kann man hier nicht als Anlage beifügen?
Die Spannungen an den Messpunkten auf dem Verdrahtungsplan habe ich beigefügt. Wo kann ich jetzt ansetzen?
Noch vergessen, lt. Strommessgerät zieht das Gerät gerade mal 5 Watt.
Gruß
Franz-Josef
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von olli0371 »

Hallo,

bei den Spannungen am Kondenstorblock und Tönen aus dem Lautsprecher erscheinen mir 5W Lesitungsaufnahme nicht plausibel. Sicher, dass das kein Meßfehler ist ?
Dann - das Pfeifen sollte verschwinden, wenn man die Rückkopplung ganz rausdreht. Die Betriebspannung von 220VDC anstatt 265 VDC scheint mir auch etwas gering - das könnte eine schwache RGN 354 sein. Man könnte die probehalber durch eine 1N4007 ersetzen - hier wäre allerdings ein Vorwiderstand angebracht, da die Spannung sonst deutlich höher sein könnte. Den Wert müsste man ausprobieren - den kenn ich auch nicht auswendig.
Wäre es mein Gerät, würde ich erstmal gucken, ob ich nicht einen Verdrachtungsfehler eingebaut habe. :mrgreen:

Gruß
Oliver
Nette Grüsse aus dem Ruhrgebiet.

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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von röhrenradiofreak »

Die Heizung der Röhren im VE301W benötigt eine Leistung von 5,8W, die Verluste im Netztrafo nicht eingerechnet. Der Anodenstrom beträgt 16,2 mA bei 260V, das ergibt eine Leistung von 4,2W. Die Leistungsaufnahme des Gerätes (einschließlich Verluste im Netztrafo) ist mit 16W angegeben.

Mit einer Leistungsaufnahme von 5W kann der VE301W nicht spielen. Das kann also nur eine Fehlmessung sein.

Lutz
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von Franzel59 »

So ich habe gerade mal die RES164 und die REN904 gezogen um die Spannungen im Leerlauf zu messen. Dabei ist mir aufgefallen, dass der 50K Widerstand am Block heiß wurde. Er sitzt richtig an den Anschlüssen zwischen dem 4uf und 1uf Kondensator.
Aber ohne Röhren darf er doch sicher nicht heiß werden?
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von Binser »

Moin,

eigentlich nicht... Sofern kein Verdrahtungsfehler vorliegt, erst einmal den 60pF Kondensator an der Anode REN904 ablöten und nochmals testen. Wenn immer noch heiß, den Rückkopplungsdrehko ablöten. Dann sollte das Problem behoben sein, bzw. ein neues Problem mit der Ersatzteilsuche eines Ersatzdrehkos beginnen...
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von Franzel59 »

So, Fehler gefunden. Der heiße Widerstand kam durch einen verirrten Drahtrest. Auch den Grund für das Pfeifgeräusch habe ich gefunden. Am Block die Masseverbindung neben dem 1uf Kondensator sah zwar gut aus und ich hatte sie auf Durchgang geprüft. Mein Kapazitätsmessgerät zeigte allerdings bei Überprüfung 0 an. Irgendwas an der Lötstelle war nicht in Ordnung. Ich habe das Lötzinn entfernt, neu verlötet und jetzt ist alles in Ordnung.
Ich habe allerdings immer noch zu geringe Spannungen. Das Radio gibt Geräusche von sich, einen Sender bekomme ich nicht rein. Das ist bei mir sowieso schwierig und mit zu niedrigen Spannungen sicher nicht möglich.
Daher noch eine Frage. Wo genau müsste ich die Diode anschließen um die RGN testweise zu ersetzen? Irgendwie habe ich die Anschlüsse der RGN noch nicht kapiert.
Gruß
Franz-Josef
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Re: VE301W neues Projekt

Beitrag von Binser »

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