Dass der 0,5-µF-Kondensator kein Keramikkondensator ist, hatte ich ja schon vermutet, das ist im Schaltbild demnach falsch dargestellt.
Die Versorgung mit der Siebkette habe ich mal rausgezeichnet und simuliert. Im Schaltbild sind die Bauteile etwas verteilt und die Versorgungsleitungen nicht so leicht erkennbar.
Wie bei den meisten Röhrenradios werden drei Spannungen für die Anodenstromkreise erzeugt:
1. Leistungskreis: nur für die NF-Endstufe (hier: EL12)
2. Hauptstromkreis: für alle anderen Röhren, außer der NF-Vorstufe
3. NF-Vorstufe: erhält die Versorgung über ein zusätzliches RC-Glied aus der Hauptversorgung
Im Schaltbild habe ich die Mittelwerte der Spannungen (Um) eingetragen. Die kann man mit einem DC-Voltmeter messen oder mit dem Oszilloskop bei Eingangskopplung "DC".
Über den Mittelwerten habe ich die Spannungen zwischen den Scheitelwerten (Uss) eingetragen. Die misst man mit dem Oszilloskop bei Eingangskopplung "AC".
(Tastkopf stets auf 1:10 einstellen, damit keine hohe Spannung an den Eingangsverstärker des Oszilloskops gelangt.)
Wenn die Mittel- und Scheitelwerte an den drei Kondensatoren etwa stimmen, wird vermutlich ein Verdrahtungsfehler vorliegen. Das kann auch eine geänderte Lötstelle z. B. für einen Masseanschluss sein.
Wenn eine Diode im Gleichrichter defekt wäre oder ihre Eigenschaften stark von den anderen abweicht, entsteht eine zusätzliche Welligkeit mit der Frequenz 50 Hz, aber nicht mit 100 Hz.
Die Induktivität der Kompensationswicklung im Ausgangsübertrager ist gering. Sie trägt nicht wesentlich zur Brummreduzierung im Hauptstromkreis bei, sondern nur direkt bei der NF-Endstufenröhre.
Bernhard
Grundig 4004W mit der El12
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Bernhard W
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Re: Grundig 4004W mit der El12
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Binser
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Re: Grundig 4004W mit der El12
Sorry wenn ich mich an diesem Punkt auch noch einmische...
Vielleicht wäre es zur Fehlersuche hilfreich, ein paar Fotos der bis dahin durchgeführten Arbeiten zu haben. Vor die Ersatzschaltung für Gleichrichter, sowie von Lade- und Siebelko. Vielleicht auch vom Zustand des Gerätes an sich.
Bitte nicht falsch verstehen... oftmals baut man unabsichtlich Fehler ein und es entsteht eine gewissen "Betriebsblindheit" bei solchen Fehlern. Ist mir auch schon passiert...
Grüße,
Jörg
Vielleicht wäre es zur Fehlersuche hilfreich, ein paar Fotos der bis dahin durchgeführten Arbeiten zu haben. Vor die Ersatzschaltung für Gleichrichter, sowie von Lade- und Siebelko. Vielleicht auch vom Zustand des Gerätes an sich.
Bitte nicht falsch verstehen... oftmals baut man unabsichtlich Fehler ein und es entsteht eine gewissen "Betriebsblindheit" bei solchen Fehlern. Ist mir auch schon passiert...
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Jörg
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