Kurze Frage in die Runde. Lege ich dann die separate AC an die 9/10 und bleibe mit den Widerständen auf U ?
Die haben ja bestimmt einen besonderen Sinn....
Copland CTA 505 wer kann helfen
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Suprasius
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glaubnix
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Re: Copland CTA 505 wer kann helfen
Die Heizspannung muss 'hochgelegt' werden, weil an den Katoden der Katodenfolger 300V anliegen. Somit würde diese Spannung bei massebezogener Heizung zwischen Heizfaden und Katode anstehen. - (Das sagte Andreas bereits und nannte als Grenzwert 100V)
Die beiden Widerstände haben den eben beschriebenen Zweck - auch eine Direktverbindung eines Wicklungsendes mit 'U' würde den Zweck erfüllen - mit den beiden 100 Ohm Widerständen wird das Heizungspotential wechselspannungsmässig symmetriert. Dadurch wird die Brummspannung der Heizwicklung auf die Hälfte (3,15V) gegen über dem Bezugspotential verringert.
Die beiden Widerstände haben den eben beschriebenen Zweck - auch eine Direktverbindung eines Wicklungsendes mit 'U' würde den Zweck erfüllen - mit den beiden 100 Ohm Widerständen wird das Heizungspotential wechselspannungsmässig symmetriert. Dadurch wird die Brummspannung der Heizwicklung auf die Hälfte (3,15V) gegen über dem Bezugspotential verringert.
Zuletzt geändert von glaubnix am Mi Nov 26, 2025 14:25, insgesamt 1-mal geändert.
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.
Mit freundlichen Grüßen, Peter R.
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fritz52
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Re: Copland CTA 505 wer kann helfen
Das mit den zwei Heizwicklungen sehe ich mit mit meiner bescheidenen Meinung aus dem Grund, dass so, eine bessere Brummunterdrückung der Vorverstärker Röhren erreicht wird.
M. f. G.
fritz
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Suprasius
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Re: Copland CTA 505 wer kann helfen
Ich melde Erfolg. Mit separatem Trafo ist alles fein, auch mit angelöteten Widerständen.
Ich habe sogar eine Vermutung wie die Wicklung zu Schaden gekommen ist. Am Schraubterminal war eine gebrochene Lötstelle auf der Oberseite unter der Klemme. Anscheinend ist die Durchkontaktierung auch im Eimer. Vermutlich ist der Windung durch ständiges evtl. sehr schnelles Kontakt/kein Kontakt etwas warm geworden und das war es. Komisch dass ich aber an dieser Wicklung einen unendlichen Widerstand gegen alle anderen Drähte messe.
Jetzt muss ich noch einen ordentlichen Trafo besorgen. Der auf dem Bild hat leider nur 5.8 Volt.
Ich möchte mich sehr herzlich bei allen bedanken für den konstruktiven und hilfreichen Austausch. Ihr seid mir eine große Hilfe gewesen.
Ich habe sogar eine Vermutung wie die Wicklung zu Schaden gekommen ist. Am Schraubterminal war eine gebrochene Lötstelle auf der Oberseite unter der Klemme. Anscheinend ist die Durchkontaktierung auch im Eimer. Vermutlich ist der Windung durch ständiges evtl. sehr schnelles Kontakt/kein Kontakt etwas warm geworden und das war es. Komisch dass ich aber an dieser Wicklung einen unendlichen Widerstand gegen alle anderen Drähte messe.
Jetzt muss ich noch einen ordentlichen Trafo besorgen. Der auf dem Bild hat leider nur 5.8 Volt.
Ich möchte mich sehr herzlich bei allen bedanken für den konstruktiven und hilfreichen Austausch. Ihr seid mir eine große Hilfe gewesen.
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glaubnix
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Re: Copland CTA 505 wer kann helfen
Zitat: Komisch dass ich aber an dieser Wicklung einen unendlichen Widerstand gegen alle anderen Drähte messe.
Das kann daran liegen, dass die leitende Verbindung erst bei höhern Spannungen (auch in Form von Überschlägen) auftritt...
Du kannst das testen, indem du 'U' über z.B. 100k an 9 oder 10 legst und dann dort die Gleich-Spannung mißt - sie sollte infolge auf die 'Durchschlagspannung' zusammenbrechen.
Das kann daran liegen, dass die leitende Verbindung erst bei höhern Spannungen (auch in Form von Überschlägen) auftritt...
Du kannst das testen, indem du 'U' über z.B. 100k an 9 oder 10 legst und dann dort die Gleich-Spannung mißt - sie sollte infolge auf die 'Durchschlagspannung' zusammenbrechen.
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.
Mit freundlichen Grüßen, Peter R.
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Suprasius
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Re: Copland CTA 505 wer kann helfen
Danke für die Erklärung. Ich denke (und hoffe) das mit einem Zusatztrafo und das "totlegen" der Heizspannung das Gerät stabil laufen wird.
Ansonsten muss ich mich mal informieren wo ich vielleicht so einen Trafo wickeln lassen kann. Gibt es vielleicht auch dafür Empfehlungen von Euch ?
Und ggf. eine Einschätzung was sowas kostetn würde ...
Ansonsten muss ich mich mal informieren wo ich vielleicht so einen Trafo wickeln lassen kann. Gibt es vielleicht auch dafür Empfehlungen von Euch ?
Und ggf. eine Einschätzung was sowas kostetn würde ...
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glaubnix
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Re: Copland CTA 505 wer kann helfen
Hallo Markus,
hier noch eine kleine 'Nachlese': Nach deinen Angaben wurden auch die Dioden D12, D13 warm. Das lässt die Vermutung zu, dass die Heizwicklung 9-10 mit der Wicklung 5-6 für die Gittervorspannung der Endröhren mit 5 kontaktiert und der hohe dabei entstehende Fehlstrom über die beiden Dioden D12, D13 nach GND abgeleitet wird (wurde). Ich gehe einmal davon aus, dass die Dioden den Stress überlebt haben - im Zweifel würde ich für ihren Ersatz plädieren, denn ein Ausfall der Gittervorspannung könnte im Extremfall tödliche Folgen für die Endröhren haben!
Wenn du jetzt ein wenig Glück hast, sollte das Gerät bei freigeschalteter 6,3V Wicklung 9-10 stabil arbeiten - es sei denn, durch die 'Schmurgelei' wäre ein Windungsschluss aufgetreten. Diese Möglichkeit wollen wir aber zu unseren Gunsten (und unserem Hoffen) zunächst einmal ausschließen.
Den zusätzlichen Heiztrafo solltest du so plazieren, dass er mit seinem magnetischen Streufeld keinen Brumm in die Ausgangsübertrager oder die empfindliche Eingangsschaltung einbringt.
hier noch eine kleine 'Nachlese': Nach deinen Angaben wurden auch die Dioden D12, D13 warm. Das lässt die Vermutung zu, dass die Heizwicklung 9-10 mit der Wicklung 5-6 für die Gittervorspannung der Endröhren mit 5 kontaktiert und der hohe dabei entstehende Fehlstrom über die beiden Dioden D12, D13 nach GND abgeleitet wird (wurde). Ich gehe einmal davon aus, dass die Dioden den Stress überlebt haben - im Zweifel würde ich für ihren Ersatz plädieren, denn ein Ausfall der Gittervorspannung könnte im Extremfall tödliche Folgen für die Endröhren haben!
Wenn du jetzt ein wenig Glück hast, sollte das Gerät bei freigeschalteter 6,3V Wicklung 9-10 stabil arbeiten - es sei denn, durch die 'Schmurgelei' wäre ein Windungsschluss aufgetreten. Diese Möglichkeit wollen wir aber zu unseren Gunsten (und unserem Hoffen) zunächst einmal ausschließen.
Den zusätzlichen Heiztrafo solltest du so plazieren, dass er mit seinem magnetischen Streufeld keinen Brumm in die Ausgangsübertrager oder die empfindliche Eingangsschaltung einbringt.
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.
Mit freundlichen Grüßen, Peter R.
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Suprasius
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Re: Copland CTA 505 wer kann helfen
Tja, ich glaube ich brauche nochmal etwas Hilfe. Ich habe jetzt den zusätzlichen Trafo für die Heizspannung eingebaut und an 9-10 geschaltet. Ansonsten entspricht alles der Originalschaltung.
Leider ist es so, dass der Kanal mit der "neuen" Heizspannung sehr leise ist und sich anhört als fehle da was. Auch die Regelung des Bias der Enddröhren ist merkwürdig. Bei einer 6550 tut sich gar nichts am Klang wenn ich das Poti von min auf halb drehe, beim Poti der anderen Röhre wird es wenn ich aufdrehe lauter.
Alle Röhren habe ich bereits Kreuz getauscht der Fehler bleibt am gleichen Kanal. Am Lautsprecher oder Audio Eingang liegt es auch nicht.
Wie gehe ich am besten vor um herauszufinden wo der Fehler liegt ?
Oder hat es ggf. Etwas mit "falschem Potenzial" zu tun von dem hier gesprochen wurde. Ich habe das nämlich nicht geschnallt. Da es ja jetzt ein anderer Trafo ist, hat der doch keinerlei Bezug mehr zu dem anderen Trafo.
Leider ist es so, dass der Kanal mit der "neuen" Heizspannung sehr leise ist und sich anhört als fehle da was. Auch die Regelung des Bias der Enddröhren ist merkwürdig. Bei einer 6550 tut sich gar nichts am Klang wenn ich das Poti von min auf halb drehe, beim Poti der anderen Röhre wird es wenn ich aufdrehe lauter.
Alle Röhren habe ich bereits Kreuz getauscht der Fehler bleibt am gleichen Kanal. Am Lautsprecher oder Audio Eingang liegt es auch nicht.
Wie gehe ich am besten vor um herauszufinden wo der Fehler liegt ?
Oder hat es ggf. Etwas mit "falschem Potenzial" zu tun von dem hier gesprochen wurde. Ich habe das nämlich nicht geschnallt. Da es ja jetzt ein anderer Trafo ist, hat der doch keinerlei Bezug mehr zu dem anderen Trafo.
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Re: Copland CTA 505 wer kann helfen
Hallo Markus,
gemäss dem Schaltbild beheizt der neue (sowie auch vorher der alte Trafo) die Treiber-Röhren V3, V103, also beide Stereo-Kanäle, gleichzeitig. Wenn sich jetzt beide Kanäle unterschiedlich verhalten, kann das Problem nicht der separate Heiztrafo sein.
Ich gehe davon aus, dass du auch die zwei 100 Ohm-Widerstände wieder an die neue Heizwicklung angeschlossen hast, damit diese auf ca. 250V 'hochgelegt' ist.
-- Es muss sich nach deiner neuen Fehlerbeschreibung um ein Problem im Signalweg des fehlerhaft klingenden Kanals handeln. Und eine Veränderung des Ruhestroms (Bias), sollte eigentlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Klang haben. Und die Einstellung sollte man nur unter Beobachtung der jeweiligen Spannung über den entsprechenden 'Messwiderständen' R22, R23 vornehmen und auf 44mV (entsprechend 44mA) justieren. Diese Ströme überprüfen, um die korrekte Wirkung der Einstellregler nachzuweisen.
-- Algemein kannst den Fehler auch durch Vergleichsmessungen zum intakten Kanal einkreisen. Es ist auch zu beachten, dass es sich bei dem Schaltungskonzept bis zu den Endstufen-Koppelkondensatoren C5, C6 quasi um einen Gleichspannungsverstärker handelt. Sein Arbeitspunkt wird mit P3 eingestellt (114V an 'P'). Das Eingangs-Signal muss gleichspannungsfrei sein, da es direkt - ohne Eingangs-Trennkondensator - auf das Gitter von V1 gelangt.
gemäss dem Schaltbild beheizt der neue (sowie auch vorher der alte Trafo) die Treiber-Röhren V3, V103, also beide Stereo-Kanäle, gleichzeitig. Wenn sich jetzt beide Kanäle unterschiedlich verhalten, kann das Problem nicht der separate Heiztrafo sein.
Ich gehe davon aus, dass du auch die zwei 100 Ohm-Widerstände wieder an die neue Heizwicklung angeschlossen hast, damit diese auf ca. 250V 'hochgelegt' ist.
-- Es muss sich nach deiner neuen Fehlerbeschreibung um ein Problem im Signalweg des fehlerhaft klingenden Kanals handeln. Und eine Veränderung des Ruhestroms (Bias), sollte eigentlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Klang haben. Und die Einstellung sollte man nur unter Beobachtung der jeweiligen Spannung über den entsprechenden 'Messwiderständen' R22, R23 vornehmen und auf 44mV (entsprechend 44mA) justieren. Diese Ströme überprüfen, um die korrekte Wirkung der Einstellregler nachzuweisen.
-- Algemein kannst den Fehler auch durch Vergleichsmessungen zum intakten Kanal einkreisen. Es ist auch zu beachten, dass es sich bei dem Schaltungskonzept bis zu den Endstufen-Koppelkondensatoren C5, C6 quasi um einen Gleichspannungsverstärker handelt. Sein Arbeitspunkt wird mit P3 eingestellt (114V an 'P'). Das Eingangs-Signal muss gleichspannungsfrei sein, da es direkt - ohne Eingangs-Trennkondensator - auf das Gitter von V1 gelangt.
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.
Mit freundlichen Grüßen, Peter R.
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