Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basics
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Tefinutzer
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basi
Hallo Stefan,
guter bericht,intressant zu lesen,habe ihn jetzt erst entdeckt.Die Angaben zu den verschiedenen Nadelverrundungen mono/ stereo sind für mich sehr interessant,da ich Schallplatten(Microrillen)in Alter von ca.65 Jahren bis nagelneu habe.Neuere Platten spuele ich mit "modernen" Geräten(Thorens,Revox)aus den 80gern ab,aber ich habe noch einen PE und Dual aus elterlichem/großelterlichem Besitz.Dabei ist interessant,das Shellackplatten,v.a. aus den letzten Jahren Anfang 50er am besten auf dem Dual mit Kristallsystem(CDS 650,mit umklappbarer Nadel),aber auch auf dem PE gut klingen.
Bisher war mir die unterschiedliche Nadelverrundung zwischen Mono und Stereo nicht bekannt,vielen Dank für den Bericht.
Grüße
Ralf
guter bericht,intressant zu lesen,habe ihn jetzt erst entdeckt.Die Angaben zu den verschiedenen Nadelverrundungen mono/ stereo sind für mich sehr interessant,da ich Schallplatten(Microrillen)in Alter von ca.65 Jahren bis nagelneu habe.Neuere Platten spuele ich mit "modernen" Geräten(Thorens,Revox)aus den 80gern ab,aber ich habe noch einen PE und Dual aus elterlichem/großelterlichem Besitz.Dabei ist interessant,das Shellackplatten,v.a. aus den letzten Jahren Anfang 50er am besten auf dem Dual mit Kristallsystem(CDS 650,mit umklappbarer Nadel),aber auch auf dem PE gut klingen.
Bisher war mir die unterschiedliche Nadelverrundung zwischen Mono und Stereo nicht bekannt,vielen Dank für den Bericht.
Grüße
Ralf
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Williamman
- Philetta

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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basi
Ich muss zugeben das war mir nicht bekannt.
Man lernt nie aus
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Micha94
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basi
Moin,
in meiner Saba-Truhe werkelt ein Dual 1008 Plattenwechsel mit kombinierten Stereo Tonabnehmer M/N und der Nadel DN3. Und ich muss sagen, der Klang fasziniert mich, obwohl das ganze nur ein Kristallsystem ist. Auch die Kanaltrennung links/rechts ist sehr gut. Knacksen und ähnliches, auch in der Ein- und Auslaufrille erlebe ich bei neuen oder gepflegten Platten überhaupt nicht. Nur alte, abgenuddelte Platten klingen schlecht. Für mich ist der Plattenspieler Alltagstauglich. Ich muss dazu allerdings sagen, dass ich Baujahr 1994 bin und daher mit CD, Kassette und Radio aufgewachsen bin. Die Leidenschaft für Platte und ältere Technik habe ich erst später entdeckt.
Wenn es interessiert, die Truhe ist eine Saba Schwarzwald 11 Vollautomatic Stereo:
https://www.radiomuseum.org/r/saba_schw ... c_11v.html
Gruß Micha
in meiner Saba-Truhe werkelt ein Dual 1008 Plattenwechsel mit kombinierten Stereo Tonabnehmer M/N und der Nadel DN3. Und ich muss sagen, der Klang fasziniert mich, obwohl das ganze nur ein Kristallsystem ist. Auch die Kanaltrennung links/rechts ist sehr gut. Knacksen und ähnliches, auch in der Ein- und Auslaufrille erlebe ich bei neuen oder gepflegten Platten überhaupt nicht. Nur alte, abgenuddelte Platten klingen schlecht. Für mich ist der Plattenspieler Alltagstauglich. Ich muss dazu allerdings sagen, dass ich Baujahr 1994 bin und daher mit CD, Kassette und Radio aufgewachsen bin. Die Leidenschaft für Platte und ältere Technik habe ich erst später entdeckt.
Wenn es interessiert, die Truhe ist eine Saba Schwarzwald 11 Vollautomatic Stereo:
https://www.radiomuseum.org/r/saba_schw ... c_11v.html
Gruß Micha
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röhrenradiofreak
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basi
Um das erwähnte Rumpeln zu unterdrücken, gibt es noch eine zweite Möglichkeit: Da der Hauptanteil des Rumpelns gegenphasig auf den beiden Stereo-Kanälen auftritt, wird es auch weitestgehend unterdrückt, wenn man nur die tiefen Frequenzen zu Mono zusammenfasst. Da man tiefe Frequenzen nicht orten kann, ändert das am Stereo-Effekt praktisch nichts. Gegenüber dem herkömmlichen Rumpelfilter (Hochpassfilter) hat diese Methode aber den Vorteil, dass die Bässe nicht beschnitten werden.
Ich habe mir in den 80er Jahren eine solche Schaltung aufgebaut. Sie funktionierte mit dem PE-Plattenspieler, den ich damals benutzte (das war ein 3010 oder ähnlich), hervorragend. Nachdem ich mir einen anderen Plattenspieler zugelegt hatte, der kaum noch rumpelte, war die Schaltung entbehrlich.
Lutz
Ich habe mir in den 80er Jahren eine solche Schaltung aufgebaut. Sie funktionierte mit dem PE-Plattenspieler, den ich damals benutzte (das war ein 3010 oder ähnlich), hervorragend. Nachdem ich mir einen anderen Plattenspieler zugelegt hatte, der kaum noch rumpelte, war die Schaltung entbehrlich.
Lutz
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Willi H 411
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basi
Noch etwas zum Abspielen von Schellackplatten:
Es wurde geschrieben, daß man hierfür Nadeln mit einer Verrundung von 65µm benötigt. Das gilt aber generell nur für Schellackplatten, die ab ca. 1950 hergestellt wurden. Vorher gab es durchaus auch Platten mit breiteren Rillen.
Pauschal kann man sagen, daß man für Platten ab 1941 eine Nadel mit 65µm benötigt. Für Platten, die älter sind, ist eine Nadel mit 100µm empfehlenswert.
Da es jedoch damals noch keine Norm gab, so findet man durchaus auch Platten von nach 1941, für die man eine 100µm Nadel benötigt und genauso gibt es Platten von vor 1941, die mit einer 65µm Nadel gespielt werden sollten. Das muß man dann nach Gehör herausfinden.
Strenggenommen müßten man sich auch noch Nadeln mit 75µm, 90µm oder auch 120µm anschaffen. Ob sich das allerdings bei Platten lohnt, die noch nicht als HiFi bezeichnet werden können, mag jeder selbst entscheiden. Ich bin jedenfalls bisher mit der 65µm und der 100µm Nadel immer gut "gefahren".
Bei Kristallsystemen, die ja normalerweise zwei Nadeln besitzen, kann man sich auch eine solche Nadel anfertigen lassen, die auf der einen Seite die 65µm und auf der anderen die mit 100µm hat - falls es sich um ein Wendesystem handelt. Bei Kippsystemen befinden sich die Nadeln ja hintereinander. Somit kann man sehr komfortabel den passenden Nadeltyp auswählen.
VG Willi
Es wurde geschrieben, daß man hierfür Nadeln mit einer Verrundung von 65µm benötigt. Das gilt aber generell nur für Schellackplatten, die ab ca. 1950 hergestellt wurden. Vorher gab es durchaus auch Platten mit breiteren Rillen.
Pauschal kann man sagen, daß man für Platten ab 1941 eine Nadel mit 65µm benötigt. Für Platten, die älter sind, ist eine Nadel mit 100µm empfehlenswert.
Da es jedoch damals noch keine Norm gab, so findet man durchaus auch Platten von nach 1941, für die man eine 100µm Nadel benötigt und genauso gibt es Platten von vor 1941, die mit einer 65µm Nadel gespielt werden sollten. Das muß man dann nach Gehör herausfinden.
Strenggenommen müßten man sich auch noch Nadeln mit 75µm, 90µm oder auch 120µm anschaffen. Ob sich das allerdings bei Platten lohnt, die noch nicht als HiFi bezeichnet werden können, mag jeder selbst entscheiden. Ich bin jedenfalls bisher mit der 65µm und der 100µm Nadel immer gut "gefahren".
Bei Kristallsystemen, die ja normalerweise zwei Nadeln besitzen, kann man sich auch eine solche Nadel anfertigen lassen, die auf der einen Seite die 65µm und auf der anderen die mit 100µm hat - falls es sich um ein Wendesystem handelt. Bei Kippsystemen befinden sich die Nadeln ja hintereinander. Somit kann man sehr komfortabel den passenden Nadeltyp auswählen.
VG Willi
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basi
Moin,
Ich habe bei einer Körting Phonokombi den BSR Plattenspieler auf Diamantnadel und Magnetisches System umgebaut. Problem war das selbst mit NOS Nadel der Klang verzerrte, gerade bei Klavier gut zu hören. Messungen ergaben das dass Kristallsystem zersetzt war. Da es sich um ein Stereosystem handelte und das Mono zusammengeführt wurde war eine Messung zwischen den Systemen möglich. Die Kapazitäten unterschieden sich ordentlich, von daher habe ich umgerüstet.
Der Tonarm ist gut gelagert und bietet eine Feder zum einstellen der Auflagekraft. Vorher war bei etwa 15 Gramm erst ein brauchbarer Ton vernehmbar mit den Klangeinschränkungen. Ich habe ein gebrauchtes System genommen das noch da war (Audio Technica MG-35V).
Eine passende Halterung habe ich angefertigt so das nix verändert werden musste. Einen Vorverstärker habe ich selbst gebaut (2×BC 550). Der Schaltkontakt bekam noch nen Funkenlöschkondensator.
Alles verbaut ohne neue Löcher zu bohren, Nadel läuft nun mit 4 Gramm und selbst die Endabschaltung klappt.
Klang ist Bombig, kein Vergleich zu vorher. Ich mache die Tage mal nen Thread auf...
Für nen Neckermann Radio aus den 66ern klingt das Teil echt gut und selbst meine guten Platten dürfen da nun drehen.
Ich habe bei einer Körting Phonokombi den BSR Plattenspieler auf Diamantnadel und Magnetisches System umgebaut. Problem war das selbst mit NOS Nadel der Klang verzerrte, gerade bei Klavier gut zu hören. Messungen ergaben das dass Kristallsystem zersetzt war. Da es sich um ein Stereosystem handelte und das Mono zusammengeführt wurde war eine Messung zwischen den Systemen möglich. Die Kapazitäten unterschieden sich ordentlich, von daher habe ich umgerüstet.
Der Tonarm ist gut gelagert und bietet eine Feder zum einstellen der Auflagekraft. Vorher war bei etwa 15 Gramm erst ein brauchbarer Ton vernehmbar mit den Klangeinschränkungen. Ich habe ein gebrauchtes System genommen das noch da war (Audio Technica MG-35V).
Eine passende Halterung habe ich angefertigt so das nix verändert werden musste. Einen Vorverstärker habe ich selbst gebaut (2×BC 550). Der Schaltkontakt bekam noch nen Funkenlöschkondensator.
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--->lg Basti
--->Freund der glühenden Glasrollen<---
--->Schönste Geräte aus der Sammlung:
--->Lorenz Konzertmeister GW Bj.35<---
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Willi H 411
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basi
4 Gramm bei einem Magnetsystem? Ist das nicht etwas viel? Oder ist das ein System, was man auch mit mehr als 2 Gramm fahren kann?Fernmelder hat geschrieben:Moin,
...Nadel läuft nun mit 4 Gramm und selbst die Endabschaltung klappt...
VG Willi
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basi
Moin Willi,
Hatte im Datenblatt was von 4,5 Gramm Maximal gelesen. Ist ein ziemlich hartes System.
Klingt ausgezeichnet und zu 100% besser als das alte Kristallsystem. Auch springt es nun sehr selten mal aber mehr Gewicht gibts nun nicht mehr
Hatte im Datenblatt was von 4,5 Gramm Maximal gelesen. Ist ein ziemlich hartes System.
Klingt ausgezeichnet und zu 100% besser als das alte Kristallsystem. Auch springt es nun sehr selten mal aber mehr Gewicht gibts nun nicht mehr
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Willi H 411
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basi
Ja, das ist das Leidwesen der Kristallsysteme. Ich hatte mir dieses Jahr einen Dual P52 gekauft mit einem Dual-Kristallsystem CDS-630 - für meine Schellackplatten. Das Teil hat einen super Klang. Allerdings hatte ich - glaube ich - bisher fünf von diesen Systemen, und nur zwei funktionieren so, wie sie sollen, eines ist um einiges leiser und die anderen beiden wollte gar nicht.
Man bekommt aber einen sehr guten Nachbau des CDS-660, der auch sehr zu empfehlen ist - für Schellackplatten.
VG Willi
Man bekommt aber einen sehr guten Nachbau des CDS-660, der auch sehr zu empfehlen ist - für Schellackplatten.
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Banane-2
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basics
Hallo Leute!
Ganz herzlichen Dank für die vielen interessanten Beiträge zu diesem Thema. Das hat mir in vielen Punkten Klarheit verschafft.
Ich würde euch mal um Eure Meinung zu einer Idee von mir bitten.
Aktuell betreibe ich einen Perpetuum-Ebner Rex A an einem Grundig 5088. Den Plattenspieler würde ich gerne öfter nutzen, aber mit modernen Platten und der Nadelstärke ist das schwierig. Außerdem ist der Zustand von Nadel und System nur noch mittel.
Mein Gedanke ist jetzt, ein chinesisches Stereo-Keramik-System in den Systemträger einzubauen und in Mono zu betreiben. Von den Abmessungen sollte das grundsätzlich gehen. Hat damit jemand Erfahrung?
Am Liebsten würde ich die vorhandenen Teile im Originalzustand lassen, und einen neuen Systemträger im 3D-Druck herstellen. Wisst ihr evtl. ob es eine derartige 3D-Datei bereits gibt?
Ich freue mich auf eure Antworten!
Liebe Grüße
Dirk
Ganz herzlichen Dank für die vielen interessanten Beiträge zu diesem Thema. Das hat mir in vielen Punkten Klarheit verschafft.
Ich würde euch mal um Eure Meinung zu einer Idee von mir bitten.
Aktuell betreibe ich einen Perpetuum-Ebner Rex A an einem Grundig 5088. Den Plattenspieler würde ich gerne öfter nutzen, aber mit modernen Platten und der Nadelstärke ist das schwierig. Außerdem ist der Zustand von Nadel und System nur noch mittel.
Mein Gedanke ist jetzt, ein chinesisches Stereo-Keramik-System in den Systemträger einzubauen und in Mono zu betreiben. Von den Abmessungen sollte das grundsätzlich gehen. Hat damit jemand Erfahrung?
Am Liebsten würde ich die vorhandenen Teile im Originalzustand lassen, und einen neuen Systemträger im 3D-Druck herstellen. Wisst ihr evtl. ob es eine derartige 3D-Datei bereits gibt?
Ich freue mich auf eure Antworten!
Liebe Grüße
Dirk
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Binser
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basics
Hallo Dirk,
willkommen im Forum!
Also, gemacht habe ich sowas noch nicht, nur ein paar Überlegungen hierzu: Die Auflagekraft des Tonarms des REX A (vermutlich mit einem PE10-System oder KST 9) liegt bei satten 8p. Das dürfte um einiges zuviel sein für ein modernes Keramik-System. So eines dürfte wohl bei 2-3p liegen, oder? Nachbau-Nadeln für das PE gibt es sicher noch. Tauchen immer wieder in der Bucht auf...
Sollte das System nicht mehr voll funktionsfähig sein (ausgeblühtes Kristallsystem) und schon sehr leise sein, kann man es mit einem neuen Kristall bestücken lassen. Jukebox-Profis bieten manchmal sowas an. An zahlreichen Boxen waren damals KST 102 oder 103 verbaut, da haben Profis Übung mit...
Grüße,
Jörg
willkommen im Forum!
Also, gemacht habe ich sowas noch nicht, nur ein paar Überlegungen hierzu: Die Auflagekraft des Tonarms des REX A (vermutlich mit einem PE10-System oder KST 9) liegt bei satten 8p. Das dürfte um einiges zuviel sein für ein modernes Keramik-System. So eines dürfte wohl bei 2-3p liegen, oder? Nachbau-Nadeln für das PE gibt es sicher noch. Tauchen immer wieder in der Bucht auf...
Sollte das System nicht mehr voll funktionsfähig sein (ausgeblühtes Kristallsystem) und schon sehr leise sein, kann man es mit einem neuen Kristall bestücken lassen. Jukebox-Profis bieten manchmal sowas an. An zahlreichen Boxen waren damals KST 102 oder 103 verbaut, da haben Profis Übung mit...
Grüße,
Jörg
www.radiolegenden.de
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achim1
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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basics
Das Chinasystem ist bekannt wie ein bunter Hund und wurde schon ungezählte male transplantiert. Kann man in den Foren nachlesen. Es gab auch schon Nachbauten des KST9, KST 103 und SK451 auf Basis des Chinasystems. Auch in Tefifone wurde dieses System erfolgreich eingesetzt. Die Nadel ist zwar mit 17 Micrometern nicht ganz ideal, funktioniert aber tadellos. Um die Auflagekraft musst du dich auch nicht sorgen, die meisten Tonarme kommen auch mit weniger zurecht und 5-6 Gramm verkraftet das Chinasystem locker. Letztlich kann man auch das vordere Gummielement gegen ein härteres tauschen.
Da das System auf Bariumtitanat beruht, gibt es auch keine Probleme mehr mit Feuchtigkeit und Zersetzung.
Wie gut diese selbstgezüchteten Kristallstreifen besagter Firma sind, weiß ich nicht, hab noch kein solchermaßen restauriertes System in Händen gehabt, die Reibräder der Fa. haben mich jetzt nicht überzeugt. So wirklich kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn man die alte Literatur liest, wie extrem schwierig und aufwendig die Kristallzucht war, was Größe, Wachstum, Schnitt
im richtigen Winkel und anschließende Silberbeschichtung und Kontaktierung betrifft um den optimalen Piezzoeffekt zu erhalten, dann ist es, für mich zumindest, schwer vorstellbar dass man das mit Amateurmitteln hinbekommt. Man muss dazu sagen, dass es kein Problem darstellt, einem Piezokristall irgendwie Töne zu entlocken. Das klappt mit jedem zerschnittenen Piezopiepser, wie das dann aber klingt und wie das Problem der Nadelnachgiebigkeit und der Dämpfung gelöst wird, das ist eine andere Frage.
Da das Chinasystem fast nichts kostet (ab 100 stck ca. 1 Euro incl. Nadel) ergibt sich hier ein weites Betätigungsfeld und der Klang ist wirklich ok.
Gruß,
Achim
Da das System auf Bariumtitanat beruht, gibt es auch keine Probleme mehr mit Feuchtigkeit und Zersetzung.
Wie gut diese selbstgezüchteten Kristallstreifen besagter Firma sind, weiß ich nicht, hab noch kein solchermaßen restauriertes System in Händen gehabt, die Reibräder der Fa. haben mich jetzt nicht überzeugt. So wirklich kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn man die alte Literatur liest, wie extrem schwierig und aufwendig die Kristallzucht war, was Größe, Wachstum, Schnitt
im richtigen Winkel und anschließende Silberbeschichtung und Kontaktierung betrifft um den optimalen Piezzoeffekt zu erhalten, dann ist es, für mich zumindest, schwer vorstellbar dass man das mit Amateurmitteln hinbekommt. Man muss dazu sagen, dass es kein Problem darstellt, einem Piezokristall irgendwie Töne zu entlocken. Das klappt mit jedem zerschnittenen Piezopiepser, wie das dann aber klingt und wie das Problem der Nadelnachgiebigkeit und der Dämpfung gelöst wird, das ist eine andere Frage.
Da das Chinasystem fast nichts kostet (ab 100 stck ca. 1 Euro incl. Nadel) ergibt sich hier ein weites Betätigungsfeld und der Klang ist wirklich ok.
Gruß,
Achim
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Banane-2
- Philetta

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- Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basics
Hallo Jörg, hallo Achim!
Vielen Dank für eure Antworten!
Wie man sieht, kann man das Thema von vielen Seiten betrachten. Klar gibt es noch Ersatzteile für das alte System. Bei dem großen Internetanbieter A....n kann man sogar für 17 Euro eine Nadel bestellen - nur löst das mein Problem nicht. Ich würde gerne moderne Platten abspielen und die Nadel ist zu dick
Das China-System kostet 2-3 Euro, so dass man da auch mal dran rumschleifen kann, ohne einen Weinkrampf zu bekommen, wenn es schief geht.
Das Auflagegewicht ist fett, da hat Jörg recht - aber laut Servicemanual kann man es verstellen.
Ich würde es gerne versuchen, möchte aber mein Originalteil nicht zerstören
Daher wäre ein 3D-Druck m. E. ideal!
Viele Grüße
Dirk
Vielen Dank für eure Antworten!
Wie man sieht, kann man das Thema von vielen Seiten betrachten. Klar gibt es noch Ersatzteile für das alte System. Bei dem großen Internetanbieter A....n kann man sogar für 17 Euro eine Nadel bestellen - nur löst das mein Problem nicht. Ich würde gerne moderne Platten abspielen und die Nadel ist zu dick
Das China-System kostet 2-3 Euro, so dass man da auch mal dran rumschleifen kann, ohne einen Weinkrampf zu bekommen, wenn es schief geht.
Das Auflagegewicht ist fett, da hat Jörg recht - aber laut Servicemanual kann man es verstellen.
Ich würde es gerne versuchen, möchte aber mein Originalteil nicht zerstören
Daher wäre ein 3D-Druck m. E. ideal!
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Dirk
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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- Siemens D-Zug

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Re: Alte Plattenspieler und das Abspielen von Platten - Basics
Es gibt im Forum einige Beispiele wie das Chinasystem in den PE-Kopf implantiert werden kann. Ich habe das mit wenigen Tropfen Heißkleber hinbekommen. Das könnte man problemlos wieder ablösen. Ja es ist gefrickelt, spielt aber einwandfrei.
Das Auflagegewicht habe ich unverändert gelassen.
viewtopic.php?p=307424#p307424
Das Auflagegewicht habe ich unverändert gelassen.
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