Hallo Zusammen,
ich war bisher nur ein gelegentlicher Leser dieses tollen Forums, nun aber habe ich selbst eine Frage die mir vielleicht hier wer beantworten kann.
Ich habe hier ein BD700A von 1950 zur Reparatur. Das Ding ist nun nicht gerade das was man sich wünschen sollte, hier mussten alle Folienkondensatoren erneuert werden, alle Widerstände über 10 kOhm waren deutlich hochomiger und selbst wenn ich es dann endlich am Laufen habe, wird der Gebrauchswert ehr gering sein, da ich erstens keinen guten FM Empfang erwarte und zweitens die Störstrahlung doch enorm sein wird.
Trotzdem bin ich ja ehrgeizig und will es fertig reparieren.
Die NF und AM Bereiche habe ich bereits voll wiederhergestellt, so weit so gut. Der FM Teil mit seinem Riegger Diskriminator ist aber eine andere Sache. Ich habe nach der Abgleichanleitung die ZF Kreise und den Demodulator statisch abgeglichen aber da ergibt sich schon das erste Problem:
Die Primärseite des Diskriminatorfilters(YU) lässt sich nicht wirklich auf Maximum abstimmen, Das Maximum scheint jenseits des Einstellbereichs zu liegen. Den 33pf Kondensator habe ich gecheckt, der ist OK und ich habe auch versucht das Filter mit einem Widerstand zu bedämpfen...kein Effekt, mein Maximum bleibt bei voll ausgedrehrtem Kern!
Wenn ich trotzdem weitermache habe ich das NF Signal des Prüfsenders zwar im Lautsprecher, aber normaler Empfang stellt sich nicht ein. Ich hatte deshalb die erste EF42 im Verdacht und habe da mal gemessen und siehe da hier stimmt auch was nicht:
Die Schirmgitterspannung ist höher als die Anodenspannung. Laut Schaltplan sollten ja beide gleich groß sein. Und nachdem ich mir den Schaltplan nochmal genauer angesehen habe verstehe ich nix mehr! Im Schaltplan ist die Anodenspannung von Röhre 1 mit 210V angegeben und die Spannung am Gitter 2 von Röhre 2 mit 192V aber dzwischen sind nur die Spulen S45 und S46 mit einem Gleichstromwiderstand von Null,Nix......Hat mich der Herr Kirchhoff nun komplett verlassen?
Schaltplan füge ich bei:
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit
Matthias
Philips Capella BD700A
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MatthiasM
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Philips Capella BD700A
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Bernhard W
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Re: Philips Capella BD700A
Hallo Matthias,
vielleicht schwingt die HF-Vorstufe mit der EF42/1.
Ist der Kondensator 1,5 nF (keramisch) zwischen g2 und k in Ordnung?
Die EF42/2 dagegen muss sogar schwingen, das ist der "Local Oscillator", der 10,7 MHz über der gewünschten Empfangsfrequenz schwingt.
Wenn man am Resonanzkreis (S46, S47 und die beiden parallelen C) ein Messgerät anschließt, wird sich die Schwingamplitude und damit der Arbeitspunkt der Röhre ändern.
Ab S38 mit 33 pF geht es mit konstant 10,7 MHz weiter.
Bernhard
vielleicht schwingt die HF-Vorstufe mit der EF42/1.
Ist der Kondensator 1,5 nF (keramisch) zwischen g2 und k in Ordnung?
Die EF42/2 dagegen muss sogar schwingen, das ist der "Local Oscillator", der 10,7 MHz über der gewünschten Empfangsfrequenz schwingt.
Wenn man am Resonanzkreis (S46, S47 und die beiden parallelen C) ein Messgerät anschließt, wird sich die Schwingamplitude und damit der Arbeitspunkt der Röhre ändern.
Ab S38 mit 33 pF geht es mit konstant 10,7 MHz weiter.
Bernhard
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holger66
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Re: Philips Capella BD700A
Hallo Matthias,
so ein Gerät hatte ich bisher noch nie in Händen, insofern kann ich nicht viel beitragen.
Nur ein paar Gedanken:
1) Wenn Du am G2 der ersten EF mehr Spannung hast als an deren Anode, könnte das ein Meßfehler sein, der auf ein "zu gutes" Meßgerät (hinsichtlich Innenwiderstand) zurückgeht. Davon habe ich mich auch schon irritieren lassen. Ggfs. tritt dieser Effekt mit einem der damals üblichen "Meßknochen" nicht auf. Wie groß ist der Unterschied denn ?
2) Wenn sich der Primärkreis des Diskriminator-Filters nicht auf Punkt nachgleichen läßt, wäre es denkbar, daß es Probleme mit einer oder beiden EB41 gibt. Sind da neue Röhren drin oder wenigstens solche, die gleiche Prüfwerte aufweisen ? Außerdem würde ich auch die Widerstände in dem Bereich mal kritisch ansehen. Es kann sein, daß Philips schon damals miese Bauteile verwendet hatte, 5 Jahre später waren die an der Tagesordnung.
3) Ein Detailbild des Drehkos würde mich interessieren. Offensichtlich sitzen ja die Plattenpakete für AM und FM in einem Gehäuse.
Viele Grüße
Holger
so ein Gerät hatte ich bisher noch nie in Händen, insofern kann ich nicht viel beitragen.
Nur ein paar Gedanken:
1) Wenn Du am G2 der ersten EF mehr Spannung hast als an deren Anode, könnte das ein Meßfehler sein, der auf ein "zu gutes" Meßgerät (hinsichtlich Innenwiderstand) zurückgeht. Davon habe ich mich auch schon irritieren lassen. Ggfs. tritt dieser Effekt mit einem der damals üblichen "Meßknochen" nicht auf. Wie groß ist der Unterschied denn ?
2) Wenn sich der Primärkreis des Diskriminator-Filters nicht auf Punkt nachgleichen läßt, wäre es denkbar, daß es Probleme mit einer oder beiden EB41 gibt. Sind da neue Röhren drin oder wenigstens solche, die gleiche Prüfwerte aufweisen ? Außerdem würde ich auch die Widerstände in dem Bereich mal kritisch ansehen. Es kann sein, daß Philips schon damals miese Bauteile verwendet hatte, 5 Jahre später waren die an der Tagesordnung.
3) Ein Detailbild des Drehkos würde mich interessieren. Offensichtlich sitzen ja die Plattenpakete für AM und FM in einem Gehäuse.
Viele Grüße
Holger
UKW: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.....